Umbau zu Unraid Server - Help and Tips wanted


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Hallo zusammen,

 

von einem 6 Jahre alten FreeBSD-ZFS-NAS-Build mit seehhr alter Hardware und viel Frust beim Einrichten in der Erinnerung kommend, wollte ich doch einfach nur ein neues und unkompliziertes NAS kaufen, man wird ja auch nicht jünger. Eigentlich hatte ich schon fast auf den "Buy"-Knopf für das Synology 1621+ gedrückt, doch dann brachte der liebe @mgutt in der Diskusson im CB-Thread zum Test "Unraid" in den Vergleich mit ein. Nun, ich habe nicht auf den Buy-Knopf gedrückt und will jetzt doch nochmal ein Selbstbau-Projekt angehen, vor allem weil ich jetzt ein paar Videos gesehen habe, was man damit alles so anstellen kann, aber ich habe schon einen Fokus wofür ich das NAS benutzen möchte und brauche nun eure Hilfe damit das was wird.

 

Viel Text, ich hoffe ihr haltet durch 😅.

 

Fragen zum Unraid Konzept

Die allerwichtigsten Fragen direkt vorab, bevor ich irgendetwas kaufe:

  1. Unraid ist Software Raid korrekt? Funktioniert es wie SHR bei Synology oder wie klassisches RAID oder noch anders?
    Könnt ihr mir vielleicht einen Link geben wo erklärt wird WIE GENAU Unraid arbeitet? Dachte eigentlich sowas Essentielles steht auf der Hauptseite ganz oben aber irgendwie nicht oder ich bin zu blöd das zu finden und im Wiki finde ich auf Anhieb nur Software "Getting started" Tuts.
  2. Kann ich HDDs ggf. SPÄTER erweitern UND in das BESTEHENDE Volume einbinden inklusive Parity Neuberechnung? Kann ich auch SPÄTER kleinere Platten durch größere Platten ersetzen oder muss ich vorher exakt planen?
  3. Ich würde als FS btrfs nehmen. Ist das definitiv wie bei ZFS auch Self-Healing (RAM Fehler mal außen vor)?

 

Ziel, Wofür?

  • Leises(!) NAS, ich will das HDD Geratter möglichst nicht hören beim Arbeiten.
  • Schneller(!) Fileserver für das hin- und herschaufeln von großen! Dateien. Ideal wäre, wenn ich direkt von der Freigabe die Dateien in meiner Schnittsoftware (Davinci Resolve) bearbeiten könnte. Ich könnte mir vorstellen, dass das schwierig werden könnte, wenn man wie ich gigabyte-große 4K ProRes und DNxHD Clips verarbeiten will. Falls das nicht flüssig gehen wird, dann möchte ich möglichst zügig die für ein Projekt nötigen Video-Clips vom NAS auf die lokale NVME ziehen können, ergo ich würde gerne eine 10GbE Verbindung vom NAS zum Schnittrechner haben und die auch möglichst auslasten können.
  • Gaming auf dem Unraid spielt eine untergeordnete Rolle, vielleicht mal zum Spaß um zu testen wie gut das geht und wo die Grenzen sind, aber kein Fokus
  • Ein paar kleinere(!) VM Spielereien, Docker, Nextcloud Freigaben und mal sehen was es alles für Unraid Apps halt gibt, hab ja noch nicht wirklich einen Plan davon, was es alles so gibt

 

Los gehts ...

Neuer Foto, Videoschnitt-, (Gaming-) Rechner wird demnächst gekauft und soll den "Alten" ablösen.

 

Alter Rechner

2x 1000GB Crucial P1 NVMe M.2 2280 PCIe 3.0 x4 32Gb/s 3D-NAND QLC (CT1000P1SSD8)

1x  be quiet! Dark Base 700 White Edition gedämmt mit Sichtfenster Midi Tower ohne Netzteil weiss

1x 550 Watt be quiet! Straight Power 11 Modular 80+ Gold

1x Intel Core i5 9600K 6x 3.70GHz So.1151 WOF

2x 8GB Corsair Vengeance LPX LP schwarz DDR4-3200 DIMM CL16-18-18-36 Dual Kit

1x MSI MAG Z390 Tomahawk, LGA 1151 Mainboard (DDR4, 2X Turbo M.2, 8x USB 3.1, 4X Gen2 und 4X Gen1)

1x be quiet! Dark Rock 4 Pro CPU Kühler Top-Flow Prozessorlüfter für Intel und AMD BK022

1x KFA2 nVidia GeForce RTX 2070 EX 8GB 256-bit GDDR6 PCIe Grafikkarte, 27NSL6UCV1XK, Schwarz

5x be quiet! Silent Wings 3 Highspeed PWM 140mm Lüfter

1x 10TB WD Red

 

Altes NAS

1x Fractal Design Node 304

2x 4GB RAM (das war damals schon zu wenig, aber es lief und dann habe ich es nicht mehr angepackt)

1x  DualCore Pentium (Modell hab ich gerade nicht parat)

1x Asus P8H61-I LX R2.0 Mini-ITX

4x 3TB WD Red

1x 300 Watt be quiet! Pure Power L8 Non-Modular 80+ Bronze

 

Sonstige verfügbare Komponenten

1x 4 GB Delock Nano A schwarz USB 2.0 Stick (wird Boot für Unraid)

2x 4 GB Corsair Vengeance LV DDR3L-1600 SO-DIMM CL9 Dual Kit

1x Intel Core i3 4130T 2x 2.90GHz So.1150 BOX

1x Asus H81T Mini-ITX
 

Unraid-Server

Vor allem hier brauche ich eure Hilfe mit den Komponenten, weil ich nicht einschätzen kann was Unraid macht und braucht. Idee ist alter Rechner (s.o.) wird neuer Unraid-Server.

  • GraKa: Geht erstmal raus in den neuen Rechner, Upgrade auf RTX 30xx später
  • CPU: bleibt i9600K mit integrierter Grafik, gute Idee oder schlecht?
  • Mainboard: bleibt das MSI Tomahawk
  • RAM: ja mehr, aber wieviel brauche ich (10GbE in Mind), kann ich den Alten behalten und einfach aufstocken? 32GB oder 64GB? Oder neu und auch lieber ECC?
  • Cache-Drive: Aus den beiden alten 1TB NVME.
  • HDD: 2-3 neue 18TB Seagate Exos X18 angedacht, aber habe gelesen, dass Unraid die schlafen legen kann, wenn man ein Cache-Drives hat. Sind diese Modelle dann die Richtigen, sind eher Servermodelle für 24/7 oder? Können auch 16TB sein, wenn deutlich günstiger. Kommen gebrauchte Platten in Frage? Kann ich Platten unterschiedlicher Hersteller mixen, besser nicht oder?
  • 10GbE: Angedacht waren zwei Melanox Karten mit SFP+ DAC direkt miteinander verbunden. Nur Schnittrechner und Unraid sonst brauche ich nix auf 10GbE. Für alles andere reicht mir 1GbE. Sind die Dinger solide oder ist das Mist? Ist das Kit zu teuer oder geht das günstiger?
  • Case: Entweder alles in dem alten bequiet Dark base (weniger Arbeit beim Umbau) oder ein neues günstigeres(?) schallgedämmtes! Case und den Schnittrechner wieder in das Darkbase
  • CPU Kühler: Würde ich jetzt den alten drin lassen, da der Schnittrechner vorraussichtlich ein AMD Ryzen System (mit vielen Kernen --> Videoschnitt) wird (wenn die Dinger endlich mal günstiger werden, ist ja echt nix lieferbar im Moment)

 

Backup

Idee ist, das alte NAS für die wichtigsten Daten zum reinen Backup System umzufunktionieren. Da würde ich jetzt zwei der alten 3TB Reds als Raid1 reinstecken, eine als offline Backup im Schrank und die vierte als Ersatz falls von dem Raid1 eine ausfällt. Ggf. vielleicht hier auch eine kleine gebrauchte 2Bay-Synology oder so, da das Factal 304 dafür eigentlich viel zu groß ist oder vielleicht kann ich irgendwie noch aus den alten Komponenten was kleines, stromsparendes zusammenstellen. Oder lieber für Backup neuen Unterbau? Würde gerne soviel wie möglich verwursten, aber nur wenn sinnvoll. Ggf. hier auch 10Gbe und dann NAS, Backup und Schnittrechner via kleinem MikroTIK SFP+ Switch verbinden.

 

Ich hoffe ihr habt es bis hierher geschafft und noch Lust zu antworten. Lieben Dank 😀

Edited by radiationaged
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18 minutes ago, radiationaged said:

Unraid ist Software Raid korrekt?

Unraid ist wie der Name schon sagt kein RAID. Es gibt zwar wie bei einem RAID eine Parität und man kann eine Netzwerkfreigabe (Share) auf mehreren Platten verteilen, aber da endet auch schon die Ähnlichkeit.

 

Um das Unraid Konzept zu verstehen, sollte man meiner Ansicht nach erstmal ein RAID verstehen. Bei einem RAID werden Dateien in ihre Bits zerlegt und auf den Platten verteilt. Sagen wir mal wir haben ein RAID5 mit 4 Platten und zwei Dateien mit jeweils 3 Bits. Das erste Bit landet auf Platte 1, das zweite Bit auf Platte 2 und das dritte auf Platte 3. Auf der 4. Platte landet die Parität aus diesen drei Bits. Die Bits der zweiten Datei werden ebenfalls verteilt, nur dass diesmal die Parität auf einer anderen Platte liegt. Bei der Parität handelt es sich um das Rechenergebnis einer XOR Berechnung. Stell dir der Einfachheit halber eine Quersumme vor. Geht nun eine der Platten kaputt, kann man mit den anderen drei die fehlende Information, entweder die Parität oder das Bit der Dateien errechnen. Gehen zwei Platten kaputt, dann ist das nicht mehr möglich und alle Daten sind verloren.

 

Nun stellen wir das Unraid Konzept gegenüber. Erneut 4 Platten, wovon eine die Parität darstellt. Nun werden die Dateien aber nicht auf die Platten zerlegt, sondern jeweils vollständig auf Platte 1 und Platte 2 abgelegt. Platte 3 bleibt leer. Die "Quersumme" wird nun wieder berechnet und landet auf Platte 4. Im Gegensatz zum RAID5 landet sie übrigens immer auf Platte 4. Auch hier kann eine Platte problemlos ausfallen und das fehlende Bit würde errechnet.

 

Was ist nun der Unterschied:

- bei einem RAID5 kann man eine Datei von 3 Platten gleichzeitig lesen. Man hat also eine 3-fach höhere Lesegeschwindigkeit (selbes gilt beim Schreiben).

- bei Unraid muss nur die eine Platte laufen, auf der die Datei liegt, die du abrufen möchtest, was außerordentlich stromsparend ist

- bei Unraid könnte Platte 2, 3 und 4 kaputt gehen und die Datei auf Platte 1 wäre immer noch da. Ein Totalverlust ist also erst möglich, wenn wirklich alle Platten kaputt gehen (wenn man viele Platten hat, ist das ein nennenswerter Bonus)

- bei Unraid kannst du eine Platte ausbauen und über einen PC auslesen

- bei Unraid ist die Lesegeschwindigkeit auf das Maximum einer Platte limitiert

- bei Unraid ist die Schreibgeschwindigkeit auf ca 70 MB/s limitiert (mit aktivierter Turbowrite-Option auf das Maximum der langsamsten Platte des Arrays)

 

Aber auch Unraids SSD Cache ist anders:

- Syno, QNAP, FreeNAS, etc nutzen die SSDs zu 100% als Zwischenschicht auf der permanent alle aktuellen Dateien als Kopie vorgehalten werden, wobei Uploads die jeweils ältesten Dateien überschreiben. Die SSDs werden also ständig neu beschrieben und sie funktionieren nicht ohne das HDD RAID dahinter, da sie damit live synchron gehalten werden.

- SSDs nutzen sich bei anderen NAS Betriebssystemen entsprechend schnell ab

- Unraid nutzt die SSDs dagegen als normales Laufwerk, wobei Uploads erstmal auf den SSDs landen und nach x Stunden durch den so genannten Mover auf die HDDs verschoben werden. Der SSD Cache verhindert also vollständig, dass die HDDs überhaupt anlaufen. Dadurch sind Uploads nicht mehr auf die 70 MB/s limitiert, sondern auf die Geschwindigkeit der SSD, die bekanntlich viel schneller sind

- zusätzlich hat der Nutzer die Wahl, ob er bestimmte Dateien permanent auf den SSDs belässt. So kann man zb virtuelle Maschinen oder Docker Container durchgehend ohne HDDs betreiben

 

Unraid ist also mit der richtigen Hardware besonders stromsparend und leise. Außerdem bietet es eine besonders hohe Ausfallsicherheit und die vermutlich beste Oberfläche für VMs und Container. 

 

Der Nachteil ist, dass nicht alle Daten ständig mit RAID-Geschwindigkeit abgerufen werden können (sofern dies nicht eh durch 1G LAN begrenzt ist).

 

Aber und das sollte man auch nicht unerwähnt lassen, kann man in Unraid in Zukunft auch mehrere RAIDs konfigurieren. In der neuesten Beta mit BTRFS, aber ZFS steht auch auf der Agenda (bzw es gibt auch schon ein Plugin dafür). Ich bevorzuge aber das ursprüngliche Unraid Konzept und verzichte bewusst auf RAIDs.

 

 

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4 hours ago, radiationaged said:

Kann ich HDDs ggf. SPÄTER erweitern UND in das BESTEHENDE Volume einbinden inklusive Parity Neuberechnung?

Ja, das geht problemlos. Es ist aber kein "bestehendes Volume". Das ist anders als bei Synology, wo das RAID durch ein Volume abgebildet wird. Bei Unraid ist jede HDD ganz normal formatiert. Hast du also 4 HDDs und 1 davon ist die Parität, so hast du 3 ganz normale Volumes. Fügst du eine weitere HDD hinzu, dann sind es 4. Und ja, alle werden durch die Parität geschützt. Das einzige was du dir merken musst, dass die Parität die größte HDD sein muss und jede neue HDD kann nicht größer sein als die HDD mit der Parität. Kleiner kann sie aber sein. Also ähnlich wie beim Syno SHR. Tatsächlich wird dadurch nicht mal die Parität neu berechnet, denn die neue Platte wird von Unraid komplett mit Nullen beschrieben, so dass die Parität unverändert bleiben kann.

 

4 hours ago, radiationaged said:

Ich würde als FS btrfs nehmen. Ist das definitiv wie bei ZFS auch Self-Healing

Weder BTRFS noch ZFS sind ohne RAID selbstheilend. @JorgeB hat hier einige Fragen beantwortet:

https://forums.unraid.net/topic/99793-btrfs-vs-xfs-main-array-any-btrfs-experts/?tab=comments#comment-920561

 

Bei Fehlern müssen diese einzelnen Dateien also aus einem Backup wiederhergestellt werden. Da XFS aber robuster bei plötzlichem Ausfall des Servers ist (warum auch immer dieser ausfällt, zB weil du ihn nach Einfrieren selbst hart herunterfährst), empfehlen viele XFS in Kombination mit dem Dynamix File Integrity Plugin zu nutzen, welches von jeder Datei eine Hashdatei erstellt und diese regelmäßig auf Bitrot prüft. Aber auch hier muss die korrupte Datei aus einem Backup wiederhergestellt werden.

 

Willst du dagegen ein selbstheilendes Dateisystem, dann musst du ZFS im RAID nutzen oder BTRFS im RAID1 (andere RAID-Stufen gelten ja immer noch als experimentell, wobei Syno es so einsetzt).

 

4 hours ago, radiationaged said:

Schneller(!) Fileserver für das hin- und herschaufeln von großen! Dateien ... 10GbE 

Das geht, setzt aber voraus, dass alle deine Projekt-Dateien auf den NVMe SSDs liegen. Das HDD Array ist zu langsam dafür. Außerdem benötigst du eine potente CPU mit hoher Single Thread Leistung. Also einen i3 8100 oder 9100 oder 10100. Auch sollte man SMB Multichannel aktivieren und ich würde direkt auf die Cache Disk schreiben und nicht auf einen Unraid Share, um Unraids Overhead zum umgehen. Dazu kann ich dir dann später noch ein paar Tipps geben. Die 1175 MB/s über 10G sollte denke ich für den direkten Schnitt ausreichen, aber sie sind trotzdem nicht so schnell wie >3000 MB/s einer lokalen NVMe. Ist ja logisch. Die lokale NVMe kann auch viel besser mit parallelen Zugriffen umgehen als SMB. Müsste man einfach mal testen.

 

Übrigens kann man auch sehr hohe Upload-Geschwindigkeiten erreichen, wenn man sehr viel RAM im Server verbaut. Bei zB 128GB RAM und 50% vm.dirty_ratio kannst du bis zu 64GB an Daten sogar auf das HDD Array mit 10G Geschwindigkeit hochladen. Linux RAM Caching macht das möglich. Allerdings ist dann eine USV absolut notwendig.

 

4 hours ago, radiationaged said:

1x Asus P8H61-I LX R2.0 Mini-ITX

Taugt nichts für dein Vorhaben. Egal welche CPU. Viel zu wenig Single Thread Leistung.

 

4 hours ago, radiationaged said:

Intel Core i3 4130T

Single Thread Leistung am unteren Limit für dein Vorhaben, aber mangels Kernen kein restliches Potential für weitere Spielereien.

 

4 hours ago, radiationaged said:

Intel Core i5 9600K

Der macht richtig Laune. Sehr hohe Single Thread Leistung und 6 Kerne.

 

4 hours ago, radiationaged said:

mit integrierter Grafik

Für Plex optimal. Als Davinci Renderserver schwach, aber wenn du mal keinen Bock hast auf deinem Client zu rendern, könntest du es auf den Unraid-Server auslagern und holst das fertige Rendering zB am nächsten Tag ab.

 

4 hours ago, radiationaged said:

32GB oder 64GB? Oder neu und auch lieber ECC?

128GB? ^^ ECC ist jetzt diese Frage, die du dir selbst stellen musst. Das ist genau das selbe wie mit dem selbstheilenden ZFS RAID. Glaubt man an Bitrot oder nicht ;) Wenn es ein Thema für dich ist, dann wird es teuer, denn ein i5 unterstützt kein ECC. Du brauchst dann einen Xeon oder musst runter auf einen i3-9100 bis i3-9350K. Der i3-10100 unterstützt kein ECC mehr. Ab der 10ten Generation geht nur noch Xeon. Also mindestens 300 € nur die CPU oder man probiert es mit einem i3. Ich selbst habe 10G und einen i3-8100 und teste immer wieder was mit diversen Windows VMs. Mein aktuelles Lieblingsboard ist das Gigabyte C246M-WU4 (8x SATA, 2x M.2, 128GB ECC RAM).

 

5 hours ago, radiationaged said:

MSI MAG Z390 Tomahawk

Denk dran, dass du mit zwei M.2 nur noch 4x SATA Ports nutzen kannst:

Unbenannt.thumb.PNG.337d46433161b984e0604b095f5f8ab8.PNG

4 hours ago, radiationaged said:

Crucial P1 NVMe

Wie groß ist der SLC Cache? Du sprachst ja von großen Dateien. Die QLC SSDs sind ja bekannt massiv abzukacken, wenn der SLC Cache voll ist.

 

4 hours ago, radiationaged said:

Angedacht waren zwei Melanox Karten mit SFP+ DAC direkt miteinander verbunden.

Machen denke ich viele auf kurzen Strecken, weil es günstig ist. Ich denke nicht, dass etwas dagegen spricht. Preislich bin ich da nicht auf dem Laufenden, meine aber mal was von 30 € pro Karte gelesen zu haben. Wobei ich gerade nicht weiß ob da auch die Kabel dabei waren.

 

4 hours ago, radiationaged said:

Case

Das musst du wissen. Hängt ja auch davon ab wie viele Platten schlussendlich eingesetzt werden sollen.

 

4 hours ago, radiationaged said:

Sind diese Modelle dann die Richtigen, sind eher Servermodelle für 24/7 oder? Können auch 16TB sein, wenn deutlich günstiger. Kommen gebrauchte Platten in Frage? Kann ich Platten unterschiedlicher Hersteller mixen, besser nicht oder?

In meinen Augen alles völlig egal. Vorzugsweise die Parität mit einer schnelleren Platte ausstatten, ansonsten kannst du jeden "Müll" verbauen. Die Platten werden wie du schon sagtest regelmäßig schlafen geschickt. Die werden also nicht mehr belastet als in einem Desktop PC. Anders als bei einem RAID ist es sogar egal ob du 5400 mit 7200 rpm Platten mischst. Gebrauchte Platten gehen genauso. Haben sie allerdings Fehler, solltest du sie logischerweise nicht mehr verwenden.

 

4 hours ago, radiationaged said:

Oder lieber für Backup neuen Unterbau?

Ne, da würde ich auch nur die alten Sachen für verwursten. Du kannst ja sogar einen zweiten Unraid Server damit basteln. 10G usw sehe ich keinen Sinn drin, weil du ja denke ich inkrementell sichern wirst. Mein Unraid Backup Server steht Remote bei einem Freund und hat nicht mal eine Parität.

 

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Wow, das ist ja mal eine Antwort in einer Ausführlichkeit die ich selten gesehen habe und dafür schonmal ein recht herzliches Danke schön!

Viele kleine Details dabei, die ich garnicht auf dem Schirm hatte oder gar wusste, das es relevant ist. Ich muss deine Worte erstmal verarbeiten, aber ich komme wieder, versprochen. Und ... es wird ein Unraid Build werden.

 

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  • 2 weeks later...
Posted (edited)

Ich habe einen i3-9100 und nach langem Suchen ein Gigabyte C246M-WU4 (welches in der Tat eine maximale Kompatibilität und flexibilität bietet) ergattern können. Kann mir noch jemand helfen, passenden ECC RAM zu finden? Worauf muss ich achten, dass der läuft? Ich denke 2x16 GB DDR4 sind genug und kann auch sehr gerne gebraucht sein. Die wenigen in der Kompatibilitätsliste aufgeführten ECC Module kann ich kaum bis garnicht finden.

Edited by radiationaged
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Posted (edited)

Kann ich davon einfach zwei nehmen und die im Dual Channel laufen lassen oder müssen die auch gematched sein?

Bzw. erstmal vielleicht sogar nur 16GB und dann später einen nachstecken falls nötig?

Edited by radiationaged
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  • 2 weeks later...

So, habe jetzt mal alles zusammengebaut und habe auch 2x16GB von dem oben empfohlenen Kingston ECC RAM besorgt. Leider schaffe ich es nicht den Rechner zum booten zu bewegen, wenn ich beide Riegel installiere. Er bootet nur mit einem Riegel im A2 Slot (C246M-WU4). Es funktionieren beide Riegel im A2 Slot aber nicht in der A2/B2 Dual Channel Konfiguation (Slots haben die gleiche Farbe). In A1 und A2 findet er beide und ich komme wieder ins BIOS, welches mir dann aber mitteilt, dass die Performance in dieser KOnfiguration schlecht ist. Na klar, ist ja nicht die Dual Channel Konfiguration, aber die bootet halt nicht. (Latest BIOS F4e habe ich schon geflasht)

 

Woran kann das liegen?

Bildschirmfoto 2021-01-22 um 03.15.25.png

Edited by radiationaged
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6 hours ago, radiationaged said:

Woran kann das liegen?

Bei ganz wenigen Modulen auf der Kompatibilitätsliste steht, dass sie zwar einzeln und in 2 Slots, aber nicht in 4 Slots gehen. Scheinbar ist das so ein Modul. Hätte ich jetzt auch nicht erwartet, da das Board ziemlich flexibel ist bei der Anzahl der Chips, Seitenzahl etc:

https://download.gigabyte.com/FileList/Memory/server_memory_c246m-wu4_20191212.pdf

 

Hier sind alle deine Optionen:

https://geizhals.de/?cat=ramddr3&xf=1454_16384~15903_keinSO~256_1x~5828_DDR4~5830_DIMM+mit+ECC&sort=p&hloc=at&hloc=de&v=e

 

Eventuell testest du mal den, der ist im Gegensatz zu deinem Single Rank:

https://geizhals.de/kingston-server-premier-dimm-16gb-ksm26es8-16me-a2351236.html?hloc=at&hloc=de&v=e

 

Oder den, der ist Dual Rank, aber statt Micron eben Samsung Chips:

https://geizhals.de/samsung-dimm-16gb-m391a2k43bb1-ctd-a1946385.html?hloc=at&hloc=de&v=e#specs

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...hmpf....😞

Ich könnte schwören, die 2400er waren auch in der Liste bei Kingston, zumal der i3 eh nicht mehr als das kann....für das MB sind aber nur noch diese 2600er "Server Permier" drin: https://www.kingston.com/germany/us/memory/search?model=101362&devicetype=7&mfr=gig&line=c246m-wu4

 

1 hour ago, mgutt said:

Bei ganz wenigen Modulen auf der Kompatibilitätsliste steht, dass sie zwar einzeln und in 2 Slots, aber nicht in 4 Slots gehen. Scheinbar ist das so ein Modul. Hätte ich jetzt auch nicht erwartet, da das Board ziemlich flexibel ist bei der Anzahl der Chips, Seitenzahl etc:

https://download.gigabyte.com/FileList/Memory/server_memory_c246m-wu4_20191212.pdf

 

...und in der Liste sind erstaunlich wenige mit ECC-Flag, wenn ich das richtig sehe....ganz komisch.

 

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5 minutes ago, Ford Prefect said:

in der Liste sind erstaunlich wenige mit ECC-Flag

 

Die Module, die wir heute kaufen, gab es damals teilweise gar nicht. Daher würde ich da keinen drauf geben. Die können ja eh nicht alles testen.

 

Ich schaue immer, dass ich Micron oder Samsung Chips habe. Kingston verwendet ja Micron. Daher hätte ich das auch nicht erwartet.

 

8 minutes ago, Ford Prefect said:

zumal der i3 eh nicht mehr als das kann

Hey stimmt. Meine Samsung M391A4G43MB1-CTD 2666 MHz werden nur mit 2400 MT/s genutzt. Pfui ^^

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Also habe jetzt ALLE möglichen Varianten durchprobiert.

Davon booten ausschließlich A1 ODER A2 bestückt oder A1 UND A2 bestückt. Innerhalb dieser Konfigurationen kann ich die Riegel auch beliebig vertauschen, deshalb würde ich mal sagen der RAM an sich ist nicht defekt. Beide Dual Channel KOnfigurationen lt. Abbildung booten garnicht, alles schwarz, außer dass sich der Rechner manchmal selber ein paar mal neu startet mit gleichem schwarz bleibendem Bildschirm.

 

Jetzt kann ich also noch nicht ausschließen, ob die B1 und/oder B2 RAM Bänke einen Defekt haben. Ich baue jetzt mal die beiden 8GB Non ECC Riegel aus meinem anderen System aus und stecke die mal drauf. Wenn die im Dual Channel booten kann ich ja sicher sagen, das die Bänke auch OK sind und es am RAM liegt und dann geh ich  wieder shoppen.

 

Danke schonmal für euren Input.

 

 

 

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17 minutes ago, radiationaged said:

Jetzt kann ich also noch nicht ausschließen, ob die B1 und/oder B2 RAM Bänke einen Defekt haben.

 

Dann ist leider alles möglich:

- Defekte RAM Bänke

- inkompatibler RAM

- defekter CPU Speichercontroller

- verbogene CPU Pins

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11 minutes ago, radiationaged said:

Wie kann ich rausfinden ob die CPU ein Problem macht?

 

 

Gar nicht. Ich habe aber schon öfter in den Foren davon gelesen, dass sowohl bei AMD als auch bei Intel fehlende Kontakte zu diesem Problem geführt haben. Daher CPU noch mal runter und den Sockel inspizieren. Bei Bedarf ein hochauflösendes Foto machen, damit man mal zoomen kann.

 

Beispiele:

https://superuser.com/questions/947137/new-computer-build-wont-boot-with-ram-in-the-3rd-slot

https://forums.tomshardware.com/threads/can-bent-motherboard-pins-cause-a-ram-issue.2941426/

 

11 minutes ago, radiationaged said:

Müsste das Board auch mit Einzelbestückung auf B1/B2 booten?

 

 

In B2 sollte es meiner Ansicht nach immer gehen. Vielleicht ist @Niaxa so nett und testet das mal? 🤗

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Boah ey, ich dreh durch, wieso verbaut Gigabyte auf dem ATX Board denn jetzt ausschließlich Displayport Monitoranschlüsse. Das kann doch mein alter Testmonitor nicht. Macht doch auch gar keinen Sinn bei einem Serverboard.

Edited by radiationaged
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So, Adapter besorgt und alles umgesteckt.

Auf dem ATX Board laufen alle Komponenten astrein. Der RAM auch in jeder DualChannel Konfiguration. Also können nur die beiden B-Bänke an dem uATX einen weg haben oder das uATX Board hat eine andere RAM Kompatibilität, was ich aber eher ausschließen würde bei gleichem Chipsatz. Also entweder brauche ich jetzt ein neues ATX Case oder ein neues uATX Board. Und dieses coole Board nochmal zu bekommen ist echt schwer.

 

Aber hey, ist ja Pandemie und ich hab ja sonst nix zu tun, haha 🙃

 

 

 

 

 

bild.jpg

Edited by radiationaged
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  • 2 weeks later...

Läuft jetzt mit neuem Board hardwareseitig einwandfrei.

 

Habe jetzt Unraid gekauft, alle Devices zugeordnet und den "Start" Array Button gedrückt. Jetzt läuft der Parity build prozess. Aber es gib ein paar Fehlermeldungen.

 

Version:

6.9.0 RC2

 

Config:

HDDs Devices XFS (encrypted)

Cache Pool: 2x NVME RAID 1 (sollte automatisch btrfs sein)

 

Fehler:

1. Message: Unraid Parity Disk Error. Was soll das? Und sollten die Sektoren unter "Reads" nicht komplet synchron hochzählen bei der erstmaligen Parity Berechnung?

2. Der Cache Pool zeigt "Unmountable No Pool UUID" Da scheint auch etwas nicht richtig zu funktionieren.

 

Was ist hier los?

 

bild.png

Edited by radiationaged
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25 minutes ago, radiationaged said:

2. Der Cache Pool zeigt "Unmountable No Pool UUID" Da scheint auch etwas nicht richtig zu funktionieren.

War eine SSD schon als Cache im Einsatz und du hast die zweite dazu getan? Von XFS zu BTRFS RAID1 geht nicht. Dann muss man denke ich erst Tools > New Config > Preserve Parity + Array den Cache neu zuordnen. 

 

Also natürlich nur, wenn auf den Cache keine Dateien liegen. Falls doch, dann erst mit einer SSD starten und die SSD leeren.

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