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Unraid Bonding an Unifi Switch US48-500

Featured Replies

Nach meinen Problemen mit meinen Read Errors im Array habe ich eine für mich gangbare Lösung 

gefunden. Jetzt steht allerdings noch ein "Umbau" an:

Bonding der 2 Gigabit Interfaces von meinem Serverboard an meine Unifi Switch.

Ich habe dazu schon ein paar Forumsthreads durchwühlt und die Anleitungen befolgt, allerdings

erfolglos.

Die Netzwerkkarten sind eth0 und eth1, beide werden in den Unraid Netzwerk Settings angezeit.

Ich bin folgendermaßen vorgegangen: 

  1. eth1:  Bonding aus, Bridging aus, Network Protocol: IPv4 only, IP Address assignment: None,
    MTU 1500, Vlans: No
  2. eth0: Bonding: Yes, Bonding Mode 802.3ad, Bonding Members: eth0 und eth1, Bridging: Yes,
    Network Protocol: IPv4 only, Ip Address Assignment: Automatic, DNS: Automatic, MTU: 1500,
    Vlans: No
  3. Dann auch Apply drücken. Netzwerkkabel ist bis zu diesem Zeitpunkt nur eth0 verbunden,
    Server ist erreichbar. Ein Link wird richtigerweise als down gemeldet.
  4. Im Unifi Switch dann die Link Aggregation über Port 13 und 14 eingerichtet, Switch provisionieren
    lassen. Ab da ist der Server nicht mehr erreichbar. Auch nicht wenn ich das zweite Netzwerkkabel
    einstecke. Einer der Links wird entweder gar nicht angezeigt oder als 100 MBit.

 

Die Netzwerkkabel sind in Ordnung, auch die Ports am Switch sowie die Netzwerkkarten im Server.

Hat jemand eine Idee oder eine Anleitung wie man das richtig macht?

 

Bonding am Switch geht auf jeden Fall, die Switch auf dem Dachboden und im Keller sind korrekt mit

einem Bond verbunden.

Edited by Pippowicz

...es gibt verschiedene Typen von Bondings...für 802.3ad solltest Du das passende Gegenstück im Unifi einstellen....LACP (nicht LAG) oder auch "active" Bonding, vermutlich.

  • Community Expert

Wofür brauchts du das Bonding? Also welche Clients können davon profitieren und über welche Protokolle sollen die Clients davon profitieren? Die Frage stelle ich, weil SMB Multichannel manchmal die einfachere Lösung sein kann. Das braucht nämlich kein Bonding. 

 

Dann zur eigentlichen Frage. Unterstützt der Unifi Switch 802.3ad. Dabei auch die Frage ob der Server und Unifi den selben Algorithmus verwenden:

https://www.thomas-krenn.com/de/wiki/Link_Aggregation_Lastverteilungs-Algorithmen

 

  • Author

Laut Unifi Doku soll der Switch 802.3ad können. Irgendwie bereue ich dass ich mir vor 4 Jahren die Switches zugelegt

habe, die Doku ist nicht besonders gut und die Optionen sind über den ganzen Controller verstreut.

Ich wollte das Bonding weil ich zeitweise mehrere Clients mit 1 Gbit auf dem Server habe, die aber selten auf die selben

Daten (also unterschiedliche HDDs) zugreifen. Da eine Platte 1 Gbit gut auslasten kann wollte ich das die brachliegende 

Ethernet Verbindung auf meinem Board im Bond nutzen. Beim Protokoll handelt es sich ausschließlich um SMB Clients.

Ich muss zugeben, hier bin ich verloren. Die Unifi Software hat meine beiden Etagenswitches auf "magische Weise" mit 

Link Aggregation versehen - das musste ich nicht viel machen.

 

Hier noch die Settings im Switch und auf dem Server (Hab zum testen auf Port 19 und 20 umgesteckt):

Es handelt sich um die Ports in der 11. Spalte, oben orange (100MBit, unten grün (1 GBit)


1547693205_SwitchSettings.thumb.png.c8e94736636e6d4e2426599b8c72146b.png43169639_ServerSettings.thumb.png.85b467c04a2a6788053dd4d762f7147f.png
 

Edited by Pippowicz

...ja, das UI ist halt verführerisch, aber tückisch ;-)

Kenne die unifi auch nciht, aber was hast Du noch für Edit: Port-Profiles Link-Profiles zur Verfügung?

Warum "uplink"?...das riecht so nach einem unifi-spezifischem Protokoll...was ist der default?..."all", "none", "default" ?...probiere die mal durch...

Edited by Ford Prefect

  • Author

Man kann Profile anlegen die man dann Switch Ports zuweisen kann. Hier ein Screenshot vom 
Uplink Profil:

Die Einstellungen werden dann dem Port (oder der LAG) zugewiesen.

Der einzige Unterschied zum Default ist das POE aus ist. Das Profil habe ich selber angelegt daß

ich nicht im Default Profil experimentieren muss.

 

618337677_SwitchProfil.thumb.png.3b24a4480e496e1bb31bc7329523b52e.png

Edited by Pippowicz

...mach mal das "enable LLDP-MED" auf "aus"...das ist nämlich nicht 802.3ad Standard...ansonsten bin ich leider raus ;-)

Edit; ...und evtl. auch Spanning Tree Protokoll...die Bridge in unRaid hat ja nur eine MAC und ist also kein Switch....müsste eigentlich nicht schaden, aber "you never know".

Edit2: STP muss eigentlich an bleiben, wenn Du noch Docker usw. dahinter hast, und die im Bridge-Mode laufen lässt.

Edited by Ford Prefect

  • Author

Ich glaube für jetzt ist erstmal die Luft raus, ich probier nachher oder Morgen nochmal. Wenn nicht 

bleibts halt so wie es jetzt ist oder ich schau mir mgutts Vorschlag an. :(

 

Danke für Eure Hilfe erstmal ;)

 

...zumindest mit meinem Mikrotik Switch geht es ohne Probleme: 

 

  • Author

Ich habe noch nen Managed TP-Link Switch da, wenn ich später oder Morgen Lust habe probiere

ich das mal aus. Wenn ich genervt bin geht die Erfolgsquote eher gegen Null. ;)

Daß beim Upgrade auf 6.9.1 was kaputt gegangen ist ist vermutlich eher ausgeschlossen, oder?

Deinen Edit habe ich gesehen, das steht auch so in der Unraid Hilfe. Deswegen habe ich das so

gelassen. Docker laufen nur Plex und Netdata.

Den Rest der Docker Container hab ich auf nem ESXI NUC laufen der immer an ist, der Unraid läuft

nur bei Bedarf.

Edited by Pippowicz

...das liegt nicht an der unRaid version.

Bond und Bridge an eth0 ist richtig, eth0+eth1 in den bond....Modus 802.3ad....dann sollten alle Links hochkommen, auch im Switch.

 

Ob Du über den Bond dann mehr als 1Gbps transportieren kannst hängt vom Algorithmus im Bond ab.

In meinem obigen Versuch mit iperf3 ist der Bond im Switch auf "Layer2+3" gestellt...sonst läuft pro Client-Mac immer nur in Link.

So wie es aussieht, kann man das im unifi aber nicht einstellen...im TP-Link kann ich es nicht sagen....vermute aber auch nicht so granular.

Im Mikrotik (CRS-Switch mit RouterOS) gibt es im 802.3ad die Varianten "Layer2, Layer2+3 oder Layer3+4")...in RouterOS ist halt ein "echter" Linux-Kernel drin.

Ein CSS-Switch von Mikrotik hat nur "passiv, aktiv oder statisch"....mit denen habe ich auch noch kein LACP/LAG/Bond probiert.

  • Author

Sagen wirs mal so: Ich hab grundlegende Hardware- und auch Netzwerkkenntnisse, das ist aber nicht mein

Broterwerb sondern nur ein Hobby. Ich habs mir mal wieder einfacher vorgestellt als es ist. ;)
 

Das mit dem TP-Link probiere ich aus Interesse mal aus, aber wegen Bonding jetzt die Hardware wechseln - eher

nicht. Dann lieber ne 10Gbit NIC mit SFP+ Steckplatz und ein DAC Kabel und andere Platten als die WD Reds die

bei mir Ärger zu machen scheinen.

Ich dachte ich übersehe hier was, einige machen das z.B. mit der Synology und Unifi Hardware - Dort schaut das

Netzwerk Setup aber anders aus. Lebenswichtig ist das bisher erstmal nicht.

Mal schauen was der Forscherdrang zu Tage fördert.

Zukünftig bleib ich bei den Unifi APs, die hier sehr gut funktionieren und beim Switching steig ich bei Defekten auf

was anderes um.

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