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Allrounder auf Unraid-Basis oder doch lieber ein Synology DS220+?

Featured Replies

Hallo zusammen,

ich hab schon sehr lange ein kleines Synology-NAS, das ich jetzt durch ein neues Gerät ersetzen möchte.

Da ich mit dem Syno bisher sehr zufrieden war, habe ich mir angeschaut, was aktuell von Synology angeboten wird und bin auf das Gerät hier gestoßen. Dann habe ich aber auf Youtube ein Video über Unraid gesehen, war begeistert und habe mir sofort gedacht, dass musst Du dir genauer anschauen! 😄
Zu meinem Anforderungsprofil:

Ich bin passionierter Freizeitfotograf und habe demzufolge eine große Bildersammlung, die sich ständig vergrößert. In letzter Zeit kommen eigene Videos mit Bearbeitung dazu, aber das wird eher eine untergeordnete Rolle neben der Fotografie spielen. Ansonsten das übliche Datengrab an Dateien. Idealerweise möchte ich Fotos mit vernünftiger Performance vom NAS anschauen und auch bearbeiten. Musik möchte ich gerne von unterwegs streamen.  Dann streame ich ab und zu Videos auf unseren TV, bisher mit DLNA vom Syno.

VM-Unterstützung brauche ich eher nicht, zum Zocken haben wir PCs und eine Switch. Aber Docker-Nutzung wäre schon cool.

Den Speicherbedarf, auch für die nächsten Jahre, schätze ich auf 8 TB ein. Das NAS sollte sich aber dann noch kommod um ein oder zwei Festplatten erweitern lassen.

Außerdem möchte ich dann natürlich das Potential von Unraid nutzen, eine Private Cloud aufbauen mit Nextcloud einem eigenen Messaging-Server, LAN-weites Adblocking mit Pi Hole usw. was da noch interessant sein kann.

Die grundlegende Konfiguration stelle ich mir so vor:

- Cache-SSD für den Tagesbetrieb (also eine SSD mit 1 TB oder so)

- Nachts werden die Daten auf die Festplatten mit Parity geschrieben (also brauche ich 2x 8 TB Harddisks)

- Danach läuft in der gleichen Nacht ein Backup auf eine externe Platte (von denen hab ich genug, da sollte es im Unraid-Appstore so was Ähnliches wie Duplicati geben)

Ich strebe ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen Stromverbrauch und Leistung an. Das Gerät muss also nicht auf Teufel-komm-raus Strom sparen, aber für eine vernünfitige, performante Leistung einen akteptablen Stromverbrauch haben.

 

Alle paar Jahre baue ich mir mithilfe des c't-Bauvorschlags einen PC zusammen. Ich kann also schon was zusammenschrauben, wenn ich die Teile habe und auch konfigurieren, wenn mir eine Anleitung vorliegt, aber ich fuchse mich dann auch gerne mal tiefer ein. Mir fehlt aber völlig der Überblick über eine sinnvolle Hardwarezusammenstellung für ein NAS nach meinen Vorstellungen.

 

Macht es Sinn, sich damit genauer zu beschäftigen oder ist für mein Anwendungsszenario dann doch besser ein Syno geeignet? So von der Kostenseite sollte ich mit einer Unraid-Lösung doch günstiger und langfristig auch flexibler sein als mit einem Kauf-NAS für 800 Euro, oder?

Ich habe hier im Forum schon einiges gelesen, aber noch nicht gefunden, was für mich passt. Übrigens bin ich wirklich sehr positiv überrascht über das Engagement der Leute hier und den positiven Ton, der hier im Forum herrscht.

Meine Hardware-Liste ist momentan noch leer. Ich hätte gerne ein kompaktes Gehäuse.

Gaaaanz flüsterleise muss das NAS nicht sein, da es im Dachgeschoss neben dem Syno Platz finden wird.
Mir fehlt der Einstieg in die Hardware. Wenn ich da eine grundlegende Übersicht bzw. Empfehlung habe, also Gehäuse, Mainboard, Netzteil, Festplatten und RAM, dann käme ich schon weiter. Dann kann ich darauf aufbauen, ganz wie beim c't-Bauvorschlag, den ich dann auch immer etwas variiere. Die Software-Konfiguration von Unraid bekomme ich dann schon hin.

Bin gespannt und sage schon mal vorab Danke für die Unterstützung!

Mike

 

 

 

15 hours ago, Mike_Saravus said:

Zu meinem Anforderungsprofil:

a) Bilder lagern (steigende Tendenz)

b) Videos lagern (steigende Tendenz)

c) beliebige Dateien lagern (steigende Tendenz)

Das ist das Hauptgebiet eines NAS. Das können die Syno und auch unraid beide gut.

 

15 hours ago, Mike_Saravus said:

Idealerweise möchte ich Fotos mit vernünftiger Performance vom NAS anschauen und auch bearbeiten.

 

Bedeutet das

a) Du transferierst die Dateien von NAS zum PC oder TV un sie dort zu schauen/bearbeiten und transferierst sie wieder zurück?

b) Du greifst vom TV oder PC auf die Dateien auf dem NAS zu, welche aber weiterhin dort liegen?

c) Du verwendest auf dem NAS eine APP/Programm, welche eigenständig als Mediaplayer/Manipulationsprogramm fungiert und vielleicht ueber dort eingebauten HDMI Anschluß zum TV ausspielt?

 

15 hours ago, Mike_Saravus said:

Musik möchte ich gerne von unterwegs streamen. 

 

Hm.. streamen mache ich nicht. Zu Plex/Jellyfin. etc.. müssen andere etwas sagen. DLNA nutze ich auch nicht. Meine Player/Widergabegeräte können direkt mit Netzwerkfreigaben umgehen.

Ich greife von unterwegs per VPN auf das Heimnetz und NAS zu um dann per Freigabe etwas zu machen/lesen oder ich ahbe meine relevante Musiksammlung sowieso dabei. Eine 1TB MicroSDXC Karte kostet heutzutage nicht mehr die Welt. 😁

 

15 hours ago, Mike_Saravus said:

VM-Unterstützung brauche ich eher nicht... Aber Docker-Nutzung wäre schon cool.

 

Dies sollten auch beide schaffen, egal ob die Synos oder unraid.

 

15 hours ago, Mike_Saravus said:

Den Speicherbedarf, auch für die nächsten Jahre, schätze ich auf 8 TB ein. Das NAS sollte sich aber dann noch kommod um ein oder zwei Festplatten erweitern lassen.

 

eine Datenfestplatte, eine Parität = 2 Festplatten, dazu eine SSD, damit es etwas flotter läuft, sollte kein problem sein. Wenn Du später mehr willst: Viele Mainboards ( die nicht auf das Minimalste reduziert wurden) kommen heutzutage schon mit 4 SATA Anschlüssen und dem einen oder anderen PCIe Slot/M.2 daher. Also 2-4 Festplatten und eine SSD: Das ist also für unraid keine exotische Vorstellung. Bei den Synos muss man da aber schon um die kleinsten Modell einen Bogen machen.

 

15 hours ago, Mike_Saravus said:

Außerdem möchte ich dann natürlich das Potential von Unraid nutzen, eine Private Cloud aufbauen mit Nextcloud einem eigenen Messaging-Server, LAN-weites Adblocking mit Pi Hole usw. was da noch interessant sein kann.

 

Okay, alles Anwendungen, die nicht so mein sind. Auch da muessen ggf. Andere etwas zu sagen.

 

15 hours ago, Mike_Saravus said:

aber für eine vernünfitige, performante Leistung einen akteptablen Stromverbrauch haben.

 

Das liegt eben im Auge des Betreibers, was man als akzeptabel ansieht.

Die einen pressen jedes Watt aus der Konfiguration raus, ab´nderen sind 10 W mehr oder weniger den Aufwand nicht wert.

Ich gehöre zu der zweiten Fraktion. Wenn es in meinen Augen halbwegs sinnvoll/bequem und ohne Magengeschwür geht, akzeptiere ich auch ein paar Watt mehr.

 

15 hours ago, Mike_Saravus said:

Macht es Sinn, sich damit genauer zu beschäftigen oder ist für mein Anwendungsszenario dann doch besser ein Syno geeignet?

 

Deine Anwendungen klingen für mich so grundlegend, daß beide sgut in Frage kommt. ich schätze, bei der Syno bekommst Du mit entsprechendem Geldeinsatz und Firmenbindung ein gutes System, welches das alles (schlimmstenfalls mit ein paar nachinstallieren Anwendungen) kann.

Auch unraid ist hier als Unterbau vergleichbar gut, bietet aber eine flexible Aufrüstbarkeit und ich schätze der Basteltrieb macht auch eine gewissen reiz aus. Nachteil: DU hast bei unraid keinen Profisupprt, er Dir in der ersten Zeit bei Problemen hilfrt, dafür hast Du hier eine überwiegend freundlich gesinnte Community, die in der Regel nicht auf einzuhaltende Garantieen besteht. 

 

(Ich habe da mit QNAP die Erfahrung gemacht, daß der Support eine Anfrage zu einer Raid Erweiterung erst abgelehnt hat, weil ich 2 fremde Speicherriegel drin hatte. Also Speicherriegel wieder raus, den Originalen rein, neue Diagnise laufen lasen und die Anfrage damit neu gestellt. Voila, dann kam auch eine hilfreiche Antwort. [Danach natuerlich wieder die Speicherriegel reingeschraubt 😁 ]).

ich weiß nicht ob der Syno Support auch so drauf ist, aber wenn dei schon eigene Festplatten labeln und zu Mondpreisen anbieten sehe ich das schon bedenklich.

 

15 hours ago, Mike_Saravus said:

So von der Kostenseite sollte ich mit einer Unraid-Lösung doch günstiger

 

Man kan es auch bei urnaid sehr gteuer gestalten.

Aber da die Syno schon kein ECC einsetzt und auf eher einfahe Bauweise setzt, sollte eine vergleichbare unraidhardware kaum teurer sein.

ABER die Unraidlizenz ist schon ein ziemlicher Happen. schon die kleinste Lizenz ist mit rund 60US$ nicht wenig. Das fällt bei der Syno nicht an, bzw. ist schon eingepreist. Leider hast Du gerade den Black Week Rabatt verpasst.

 

15 hours ago, Mike_Saravus said:

und langfristig auch flexibler sein als mit einem Kauf-NAS für 800 Euro, oder?

 

Also wenn Du die oben best´chreiben Anforderungen hast, ja Du kannst weit unter 800 Euro raus kommen.

Vielleicht schaust Du Dir auch einfach mal einen gebrauchten BüroPC an. bei den eher geringen Anforderungen sollte ein SFF oder so HP/Fujitsu/Delll.... schon günstig zu haben sein.

Ich tippe mal auf 200 Euro für einen alten Büro PC mit 3-6 SATA Anschlüssen, mechnaischen Patz für 2-3 3,5Inch Festplatten (ggf. den einen oder anderen Rahmen nachrüsten/reinbasteln), dazu eine 1-2 TB NVME SSD, 2x8 (oder mehr) TB Festplatten: alles zusammen 500-600 Euro.

Nur so als Beispiel:

Mit den BüroPCs meine ich eines der sehr vielen Angebote in vergleichbarer Größe:

https://www.mydealz.de/deals/dell-optiplex-5070-office-aufrust-pc-micro-tower-intel-i5-9500-6-cores-2xdp-usv-ebay-gebraucht-2282175

https://www.mydealz.de/deals/exone-1203-tower-ab-162eur-intel-i5-9600k-512gb-ssd-2x-m2-slot-atx-standard-bequiet-400w-aufrust-pc-nas-oder-promox-server-refurbished-2272676

https://www.mydealz.de/deals/hp-elitedesk-800-g4-sff-intel-i5-9500-8gb-ram-256gb-m2-ssd-2xdp-usb-c-windows-11-office-pc-oder-diy-nas-proxmox-server-refurfbished-2268720

(Man muss aber ggf. nochmal genauer recherchieren, wieviele 3,5 inch Festplatten man da wirklich rein bekommt oder ob man vielelicht doch schon auf (SATA SSD. ausweicht

 

  • Author

Hallo Datacollector,

 

zuerst mal vielen Dank für Deine ausführliche Antwort.

 

-----------------------schnipp,schnapp----------------------

Idealerweise möchte ich Fotos mit vernünftiger Performance vom NAS anschauen und auch bearbeiten.

 

Bedeutet das

a) Du transferierst die Dateien von NAS zum PC oder TV un sie dort zu schauen/bearbeiten und transferierst sie wieder zurück?

b) Du greifst vom TV oder PC auf die Dateien auf dem NAS zu, welche aber weiterhin dort liegen?

c) Du verwendest auf dem NAS eine APP/Programm, welche eigenständig als Mediaplayer/Manipulationsprogramm fungiert und vielleicht ueber dort eingebauten HDMI Anschluß zum TV ausspielt?

-----------------------schnipp,schnapp----------------------

Ich benutze Netzwerkfreigaben, aber für die Bild/Videobearbeitung auf dem PC ist mir das zu langsam mit dem alten NAS. Ich arbeite auf dem PC und kopiere dann fertige Dateien auf das NAS. Meistens synchronisiere ich die Verzeichnisse, ich benutze dazu unter Windows Freesync. Diese Schritte mit den lokalen Dateien und dem Synchronisieren bzw. manuellem Kopieren möchte ich mir zukünftig, zumindest teilweise, sparen. Der zweite Grund sind Platzprobleme auf dem alten NAS, daher arbeite ich noch zusätzlich mit externen Festplatten. Das möchte ich alles vereinfachen.

Ich arbeite mit DLNA und uPnP für Videostreaming über WLAN. Da benötige ich keine Benutzerverwaltung für die Famile für SMB-Freigaben z. B. für Zugriff mit VLC. Das heißt aber nicht, dass das in Zukunft so bleiben muss.

Das NAS ist direkt am Router angeschlossen. In der Nähe vom NAS und vom Router hält sich normalerweise niemand auf. Der Zugriff vom TV und von den anderen Geräten in unserem Haushalt auf die Daten im NAS passiert über das LAN bzw. WLAN. Beim WiFi bin ich bei Generation 6 und werde auf 7 umsteigen, sobald verfügbar.

 

Aber, ich glaub, ich bin nicht ganz so rübergekommen wie ich dachte. 🙂 Sorry.

 

Also ich will schon die Features und die speziellen Vorteile von Unraid nutzen. Es gibt da so einige Apps und Möglichkeiten, die es bei Synology nicht gibt und die spannend finde. Die paar US$ für eine Lifetime-Lizenz schrecken mich überhaupt nicht. Einen Profi-Support habe ich in 13 Jahren Synology nur einmal benötigt, als die Firma ihre DLNA-Medienserver-Software mit einem Update zerschossen hatte und ich mir vom Support eine ältere Version zuschicken ließ. 🙂 Ein Profi-Support ist sicher kein Muss für mich, ich bin beruflich in der IT unterwegs (wenn auch auf ganz anderem Gebiet) und weiß mir schon zu helfen. Das läuft mit den Selbstbau-PCs genauso über Recheche/Foren und klappt sehr gut.

Schöne Idee mit den alten PCs, aber gebrauchte Hardware kommt für mich und meine für mich wertvollen Daten nicht in Frage. Das Risiko bei der alten Hardware, dass da was über kurz oder lang abraucht, will ich nicht eingehen. Außerdem, das passende Gerät zu finden und dann noch in vernünfitigem Zustand und dann entsprechend aufzurüsten ist auch Aufwand und den stecke ich lieber in einen Selbstbau. Ich will schon das NAS selbst bauen mit Unraid als Betriebssystem. Und wie Du schreibst, die Frickelei ist ja, zumindest im Winter, ein schönes Hobby und für mich die Gelegenheit, neben der Hardware mal wieder mit Linux zu arbeiten.

 

Ich fasse nochmal zusammen:

- Möglichst schneller Datentransfer vom/zum NAS über LAN/WLAN

- Cache mit SSD, nachts läuft Datenübertragung auf die Festplatten und externe Datensicherung

- 2 Festplatten à 8 TB, eine davon als Parity, mit der Option, 2 weitere Festplatten nachzurüsten

- Betrieb mit Unraid

 

Hätte da jemand einen Bauvorschlag als Grundlage für mich? Danke!

 

 

 

 

6 hours ago, Mike_Saravus said:

Ich benutze Netzwerkfreigaben, aber für die Bild/Videobearbeitung auf dem PC ist mir das zu langsam mit dem alten NAS.

 

Leider ist das (im Bezug auf die 3 genannten Alternativen) weiterhin keine präzise Aufklärung, wie Du das handhaben willst.

Ich gehe nun einfach mal davon aus, daß Du die Datei durchgehend auf dem NAS liegen haben willst und mit dem PC darauf zugreifst ohne sie erst in einen temporären Zwischenspeicher (SSD) des PC zu kopieren/verschieben.

 

Die Übertragungsgeschwindigkeit der Netzwerkfreigabe kann man durch eine flottere Netzwerkanbindung erhöhen.

Die Latenz (weil der Abruf jedesmal erst einmal durch Dein Netzwerk muß) kann bei solch Häppchenweisen Zugriffen leider nicht verbessert werden.

Beachte: Denn das Quellmaterial auf einer Festplatte im schlafenden Array liegt, kann es bei unraid zu 20-30 Sekunden Verzögerungszeit kommen, bis die Festplatte angelaufen ist und diese Datei dann für den Netzwerkzugriff durch den PC erreichbar ist.

 

Wenn Du maximale Performance willst, ist ein Raid oder dauerlaufend Festplatte besser. Das kann unraid auch, aber dann ist es eben nicht mehr stromsparend.

 

6 hours ago, Mike_Saravus said:

Der zweite Grund sind Platzprobleme auf dem alten NAS, daher arbeite ich noch zusätzlich mit externen Festplatten. Das möchte ich alles vereinfachen.

Ich arbeite mit DLNA und uPnP für Videostreaming über WLAN. Da benötige ich keine Benutzerverwaltung für die Famile für SMB-Freigaben z. B. für Zugriff mit VLC. Das heißt aber nicht, dass das in Zukunft so bleiben muss.

 

Wie gesagt, Stremen mach eich nicht, dazu kann ich nichts sagen. Benutzerverwaltung der Familie: nute ich auch nicht. Abgesehen vom Root benutze ich weitgehend nur einen Nutzer für alle Geräte.

 

6 hours ago, Mike_Saravus said:

Das NAS ist direkt am Router angeschlossen.

 

Sollte das einer der üblichen Consumerrouter mit maximal 1GBLan sein, kann man am Netzwerk (nur durch Beschleunigung des NAS) auch nichts verbessern.

Ein 2,5 oder gar 10GBLan am NAS wird dann durch den 1GBLan des Routers ausgebremst.

Wenn Du dort etwas flotter machen willst, sollte vielleicht ein Ethernetswitch mit flotteren Ports und auch am PC eine flottere Netzwerkkarte in Betracht gezogen werden.

2,5GBLan ist schon recht preisgünstig zu realisieren und eben ca. 2,5mal so flott wie 1GBLan.

 

6 hours ago, Mike_Saravus said:

Schöne Idee mit den alten PCs, aber gebrauchte Hardware kommt für mich und meine für mich wertvollen Daten nicht in Frage.

 

Wenn sie wertvoll sind, sind Backups sehr anzuraten. Für esterne Backupdatenträger ist mehr Geld, wenn man am NAS durch gebrauchte Hardware Geld spart.

Aber okay. Wenn Du Neuware willst, kostet das meist etwas mehr.

 

6 hours ago, Mike_Saravus said:

Das Risiko bei der alten Hardware, dass da was über kurz oder lang abraucht, will ich nicht eingehen.

 

Gerade die BüroPCs sind in der Regel sehr robust gebaut, da sie in großen Mengen eben in Büros auch von großen Firmen eingesetzt werden.

 

6 hours ago, Mike_Saravus said:

Ich will schon das NAS selbst bauen mit Unraid als Betriebssystem. Und wie Du schreibst, die Frickelei ist ja, zumindest im Winter, ein schönes Hobby und für mich die Gelegenheit, neben der Hardware mal wieder mit Linux zu arbeiten.

 

Naja, so viel muss man mit Linux nicht in Kontakt kommen, wenn man unraid nutzt. Lime bewahrt einen schon sehr weitgehen vor dem direkten Kontakt.

Ist wie bei der Syno. Da ist ne Oberfläche (GUI) drauf und die bedient man.

 

6 hours ago, Mike_Saravus said:

Ich fasse nochmal zusammen:

- Möglichst schneller Datentransfer vom/zum NAS über LAN/WLAN

 

Da ich mal davon ausgehe, daß Du bisher schon 1GBLan hast und das ausnutzt:

Siehe oben: Kann Dein Router überhaupt mehr als 1GBLan

 

6 hours ago, Mike_Saravus said:

- Cache mit SSD, nachts läuft Datenübertragung auf die Festplatten und externe Datensicherung

 

Das ist bei unraid so üblich. Nachteil: Der Cache (SSD/Pool) muß groß genug sein und Dateien auf dem Array, die nicht im Cache/Pool liegen sind erst mit der Wartezeit/Aufwachzeit der Festplatten zu lesen. (Im Defaultmodus von unraid)

 

Bauvorschlaege: hier geistern viele Vorschlaege mit den B-Mainboards auf Intelbasis durchs Forum und wenn man auf dem NAS selber mit ein paar Dockern klar kommt, sind auch die N100 Bauvorschläge hochinteressant.

Solltest Du mehr als 1GBLan wünschen sollte man Deine Ethernet-Infrastruktur auch mal ins Auge fassen.

  • Author

Hallo Datacollector,

 

vielen Dank für deine ausführlichen Antworten. Gruß Mike

Hallo,

 

ich nutze seit 3 Jahren eine DS220+ und fotografiere auch gerne und viel.

Meine RAW Dateien lege ich immer erst auf dem Laptop mit Kopie auf USB Festplatte ab, nach ein paar Monaten wandern die RAW Files dann auf die Syno.

Das funktioniert auch mit 1Gbit Netzwerk Anbindung dank der "Smart-Vorschau" von Lightroom sehr gut (Lightroom legt "kleine" 2560×1770 Pixel große DNG-Dateien lokal an).

Also damit meine ich, dass dank der Smart Vorschau problemlos Bilder welche im Original aus dem NAS liegen bearbeitet und exportiert werden können.

 

Soweit dazu. Ansonsten läuft die Synology auch mit ein paar Docker Containern, für eine VM ist die DS220+ m.M.n. aber etwas schwach.

Ich liebe die Synology Photos App zum ablegen der entwickelten Bilder und von da werden die auch direkt geteilt (geht natürlich auch per Nextcloud o.ä.).

 

Ich werde nun trotzdem nach 3 Jahren zu Unraid wechseln, weil mir der Speicherplatz langsam knapp wird stand ich vor der Frage

Unraid selber bauen? oder Upgrade auf Synology 4-Bay mit Erweiterungsmöglichkeit.

 

Synology

+alles funktioniert out of the box

- teurer (wenn man 4 und mehr bays haben möchte)

- weniger leistungsreserve

 

Unraid

+super flexibel was Speichererweiterung angeht

+kann günstiger sein als vergleichbare neue Synology

- ne Menge stuff zu lernen und selbst einzurichten im Vergleich zu Synology. 

 

Das ist mein persönliches Empfinden. 

Da ich der Typ DIY bin und mich gerne in Themen einarbeite um zu lernen, Stand für mich der Wechsel zu Unraid ausser Frage.

 

Gruß,

Chris

 

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