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Entscheidungsfindung Unraid Daten-Server

Featured Replies

Guten Tag erstmal,

 

ich bin Christian und spiele mit dem Gedanken mir einen Unraid-Server aufzubauen.

 

Die letzten etwa 5Jahre hatte ich einen OMV4 NAS-Server, den ich aus Teilen gebaut habe die halt so rumlagen.

 

Intel i3-540

MSI H55M-ed55

4GB GEIL DDR3

400W Enermax Liberty 2 Eco

120GB Crucial BX500 OS

5x500GB RAID6

 

Nutzung rein als NAS, in erster Linie um die Daten hier in meinem Netzwerk von all meinen Rechnern erreichbar zu machen. Keine krassen Workloads wie Filmschnitt oder ähnliches. Mit ein bisschen underclocking und feintuning habe ich den auf so 42W im Betrieb und 27W im Idle (Downspin) bekommen. Daher habe ich den aber dann in der Regel immer per WoL gestartet und per Autoshutdown nach 20min runterfahren lassen. Das geht mir mitlerweile aber ziemlich auf die Nerven, immer erst 5min warten bis der Server sich bequemt erreicht bar zu sein. Würde ich also nicht mehr machen.

 

Vor etwa einem halben Jahr hatte ich dann auf dieses neumodische Cloud-Zeug umgesattelt, klingt ja alles ganz toll und ich brauchte eh ein neues office. Also Microsoft OneDrive. Ich bin eigentlich bekennender MS-Windows-Fan, aber das war voll der Griff ins Klo. Der Kram ist unfassbar langsam und ständig hängt irgendwas, auch fühlt sich mein Hauptrechner mit OneDrive an als wäre der dreimal langsamer.

 

Hauptrechner ist ein:

AMD Ryzen 7 3700X

ASRock B450 Pro4

32GB G.Skill Aegis 3200

1TB Samsung 980 Pro NVMe

KFA2 GeForce GTX 1660 Super

Seasonic Focus GX-550W

BeQuiet! Pure Rock2

BeQuiet! Pure Base 600

 

(Nicht wundern über die ungewöhnliche Zusammenstellung, das ist speziell für meine CAD-Bedürfnisse angepasst)

 

Nun habe ich in letzter Zeit immer mal wieder was von Unraid gehört und speziell das Video von ct3003 hat mich jetzt dazu gebracht mir das dochmal etwas genauer anzuschauen und das gefällt mir.

 

An den üblichen NAS-Lösungen, Synology, QNAP usw stört mich extrem, dass man sobald man mehr als 4 Platten möchte direkt eine Niere verkaufen muss. Ich möchte nämlich gerne eine doppelte Parität. Ist mir einfach wohler mit, daher auch bei dem alten Server bereits ein Raid6.

 

An Unraid gefällt mir dort besonders, dass man sein Array relativ leicht upgraden kann, auch mit anderen Festplattengrößen. Und, dass die Platten im Notfall auch einzeln auslesbar sind, wenn das Array mal zerbrechen sollte und man da schnell dran muss. (Sollte ich irgendwas falsch verstanden haben gerne sagen)

 

Zudem finde ich die Möglichkeiten Richtung Adblock/Pihole durchaus interessant, bisher habe ich überall in Firefox einfach Ublock installiert, aber soeine zentrale Adblock Instanz die wir auch die FireTV-Stick frei hält klingt schon nice.

 

Nun bin ich aber etwas unschlüssig was ich genau machen soll und brauche daher eure Hilfe.

 

Einfach meinen alten Server weiternutzen? Unraid drauf packen, die OS-SSD zum Cache ernennen und ab dafür?

Bisher hielt ich die Verbrauchswerte immer für völlig katastrophal, 32nm undso. Aber je mehr ich hier im Forum lese, desto mehr begegnen mir auch Werte in der Größenordnung. Adblock oder andere Dockeranwendungen will man dem Ding aber wohl nicht zumuten.

 

In den Youtube-Videos bauen aktuell ja viele irgendwas auf i3-12100-Basis. Klingt schon sehr spannend, hat aber vermutlich viel zu viel Leistung für ein einfaches NAS, ohne Transcoding-Anforderungen. Kann aber ja noch kommen, man wächst mit seinen Möglichkeiten?

 

Würde dann vermutlich Gehäuse, Netzteil und Festplatten von meinem alten Server wiederverwenden und sowas dazu kaufen:

 

https://geizhals.de/wishlists/3612917

 

Eine Crucial P2 250GB NVMe als Cache hätte ich noch da.

 

Über das Biostar-Mainboard scheiden sich aber ja wohl die Geister, es hätte alles was mir gefallen würde zu einem guten Kurs. So wirkliche Erfahrungsberichte dazu habe ich aber nicht finden können.

 

Oder eine echte Energiesparlösung richtung Mini-ITX, wobei mir da die Upgradebarkeit fehlt, die meisten dieser boards kaum IO haben. Möchte schon gerne meine massig vorhandenen 500GB-Platten weiternutzen, zumal ich nicht nicht viel Platz brauche (1,5-2TB) und gerne die doppelte Parität möchte, was 5 bis 6 Datenplatten bedeutet. Nachteil, ich brauche dann auch ein neues Gehäuse und Netzteil. Die Platzersparnis eines ITX-Cases wäre mir unwichtig.

Aber vielleicht gibt es da ja eine ansprechende aktuelle Hardwarezusammenstellung, die für meinen zweck Sinn machen würde.

 

Oder als letzte Möglichkeit noch, weswegen ich meinen aktuellen Hauptrechner auch erwähne:

Der dürfte auch durchaus mal aktualisiert werden, Richtung PCIe4/5, DDR5 usw.

 

Also könnte ich mir auch vorstellen diesem ein neues MB + Prozessor + Ram zu verpassen und dann die frei werdenden Teile für den Server zu nutzen. Soein 3700X ist jetzt aber wohl nicht unbedingt der ideale Prozessor für ein zumindest einigermaßen Stromsparendes NAS-System..

 

Eine abschließende Frage noch.

 

Gibt es irgendwo eine Liste empfehlenswerter USB-Sticks für das Unraid-OS? Ich habe überwiegend SanDisk hier, habe jedoch gelesen, dass diese nicht unbedingt empfehlenswert sind, da die keine eindeutige Seriennummer haben?.

 

MfG Christian

Edited by techam
Ergänzung

6 hours ago, techam said:

ich bin Christian und spiele mit dem Gedanken mir einen Unraid-Server aufzubauen.

 

Willkommen.

 

6 hours ago, techam said:

Intel i3-540

MSI H55M-ED55

4GB GEIL DDR3

400W Enermax Liberty 2 Eco

120GB Crucial BX500 OS

5x500GB RAID6

 

Aus heutiger Sicht für unraid gut nutzbar (+ 1 USB Bootsick), aber mir wären das zu viele kleine Festplatten. Je weniger Festplatten, desto weniger Stromverbrauch.

 

6 hours ago, techam said:

Nutzung rein als NAS, in erster Linie um die Daten hier in meinem Netzwerk von all meinen Rechnern erreichbar zu machen.

Das kann unraid gut.

6 hours ago, techam said:

habe ich den auf so 42W im Betrieb und 27W im Idle (Downspin) bekommen.

 

Das mag auch an der alten Hardware liegen.

 

6 hours ago, techam said:

Daher habe ich den aber dann in der Regel immer per WoL gestartet und per Autoshutdown nach 20min runterfahren lassen. Das geht mir mitlerweile aber ziemlich auf die Nerven, immer erst 5min warten bis der Server sich bequemt erreicht bar zu sein. Würde ich also nicht mehr machen.

 

Ich würde unraid während eines Arbsitatages (oder gar ganz) durchlaufen lassen (auch um die Moverfunktion nicht abzuwürgen) und nur die Festplatten in den Spindown schicken. So wachen die in maximal ca. 30 Sekunden wieder auf und wenn man die SSD als Cache nutzt, werden Schreibzugriffe sowieso da gepuffert.

BÚnd wenn man sowieso so viele kleien festplatten nutzt: warum nicht gleich nur SSD? die sind aktuell ja immer noch ziemlich billig und deine 1TB Festplattennutzkapazität ist heutzutage wirklich wenig (auch für SSDs). Wenn Du eine Ausfallsicherheit von Raid6 haben willst nimmst Du hast 2 Paritätsdatenträger dazu.

(bei unraid ist das im Array zwar kein echtes Raid6, aber die Ausfallsicherheit ist gleich gut)

 

6 hours ago, techam said:

Nun habe ich in letzter Zeit immer mal wieder was von Unraid gehört und speziell das Video von ct3003 hat mich jetzt dazu gebracht mir das dochmal etwas genauer anzuschauen und das gefällt mir.

 

Zu dem ct3003 Video möchte ich anmerken:

So gut wie das Video ist, es werden (mindestens) 3 Sachen gezeigt, die ich fraglich empfinde:
a) USB Festplatten im Array verwenden (kann man machen ist aber wirklich nicht unbedingt empfohlen!)
b) als Bootmedium einen MicroSD-Cardreader nutzen (das kann schon beim Erzeugen des "Bootsticks" ein problem werden, weil jeder Bootstsick eine eindeutige Kennzeichnung braucht und viele (Micro)SD-Karten (wie auch USB Sticks selber) das nicht haben. 

c) für die Ausfallsicherheit im Cache wird nur btrfs erwähnt, obwohl die bei der Installation schon unraid 6.12.5 hatten. Hier ist auch zfs verfügbar. Ich vertraue zfs aktuell mehr als btrfs (wenn ich mehr als 1 Datenträger koppeln will. Bei nur einem Datenträger im Cache ist xfs meine Wahl).
 

6 hours ago, techam said:

An Unraid gefällt mir dort besonders, dass man sein Array relativ leicht upgraden kann, auch mit anderen Festplattengrößen. Und, dass die Platten im Notfall auch einzeln auslesbar sind, wenn das Array mal zerbrechen sollte und man da schnell dran muss. (Sollte ich irgendwas falsch verstanden haben gerne sagen)

 

Grundlegend passt das so.

 

6 hours ago, techam said:

Einfach meinen alten Server weiternutzen?

 

Um ersteinmal in die Sache reinzukommen und unraid in den 30 Tagen zu testen: ja, die Hardware ist geeignet. Mache aber von Deinen Nutzdaten erst einmal ein externes Backup, wenn die Daten wichtig sind, da Du im Rahmen der unraideinrichtung die Datenträger formatieren mußt.

Später kannst Du dann Sonderangebote abwarten und Dir nach Deinen wünschen etwas schnuckligeres/sparsameres zusammenstellen.

 

6 hours ago, techam said:

Unraid drauf packen, die OS-SSD zum Cache ernennen und ab dafür?

 

Unraid läuft NUR von einem extra USB Bootstick! Die SSD wird dafür nicht verwendet!

Die vorhandene SSD kannst Du als Cache verwenden, auf dem sich dann auch die Docker und VM verzeichnisse befinden sollten (einstellbar!)

 

6 hours ago, techam said:

Bisher hielt ich die Verbrauchswerte immer für völlig katastrophal, 32nm undso. Aber je mehr ich hier im Forum lese, desto mehr begegnen mir auch Werte in der Größenordnung. Adblock oder andere Dockeranwendungen will man dem Ding aber wohl nicht zumuten.

 

Werbeblocking sollte auf der CPU i3-540 doch gut laufen. Andere machen sowas mit einem RasPi.

Dockeranwendungen sind sehr ressourcensparsam. Das System sollte schon so einiges können.

Wenn Du mit etwas heftogeren Dockern oder gar einer VM experimentieren willst: vielleicht schaust Du mal, ob Du nicht vielleicht noch etwas RAM zu deinen 4GB dazu stecken kannst. Laut Intel Ark kann die CPU maximal 16GB. Das kann beim Cachen und anspruchsvolleren Dockern schon die Sache etwas flüssiger gestalten.

 

6 hours ago, techam said:

In den Youtube-Videos bauen aktuell ja viele irgendwas auf i3-12100-Basis.

 

Ja das ist eine brauchbarer Kompromiß zwischen Sparsam, halbwegs aktuell und doch einigem Wumms, wenn man doch mal Leistung braucht.

 

6 hours ago, techam said:

Klingt schon sehr spannend, hat aber vermutlich viel zu viel Leistung für ein einfaches NAS, ohne Transcoding-Anforderungen.

Definitiv, ja. Sehr viel Leistung. Aber wenn man die nicht abfordert auch weiterhin ein brauchbarer/sparsamer Kompromiß.

Ansonsten wird hier auch gerade gerne über diverse Intel N100 Boards diskutiert. Schau Dich im Forum einfach mal um.

 

6 hours ago, techam said:

Kann aber ja noch kommen, man wächst mit seinen Möglichkeiten?

 

ja. Deswegen macht es nur begrenzt sinn jetzt schon kanpp auf Kante zu nähen und von Anfang an das System auszureizen. Etwas Reserve ist meiner persönlcihen Meinung ratsam. Aber, bevor Du heftig Geld rauswirfst und dann doch vielleicht einen Pferdefuß für Dich findest: probiere es mit Deiner aktuellen OMV Hardware aus (+USB Bootstick).

 

6 hours ago, techam said:

Würde dann vermutlich Gehäuse, Netzteil und Festplatten von meinem alten Server wiederverwenden und sowas dazu kaufen:

https://geizhals.de/wishlists/3612917

 

Das sind knapp unter 300 Euro, die man sich für Deine bisherige Anforderung und Tests durch Verwendung der alten Hardware sparen kann.

Erst, wenn Du Dich ein bisschen reingefuchst hast, kannst Du immer noch zuschlagen.

 

6 hours ago, techam said:

Eine Crucial P2 250GB NVMe als Cache hätte ich noch da.

 

Kann man nutzen. Ich tendiere aber lieber zu größeren SSDs, da diese meist auch höhere TBW haben und eben auch mehr Cachen können, woidurch die Festplatten ggf. länger schlafen können, wenn man viel schreibt.

Aber für den Anfang geht auch sowas. Eine NVMe SSD kann man auch per PCIe Adapter (ca. 10 Euro) in einem PCIe Slot verwenden. Auch hast Du ja schon eien 120 GB SATS SSD (auch etwas klein, aber für anfängliches rumexperimentieren brauchbar)

 

Dein MSI H55M-ED55 (7635-010R) hat eigentlich eine brauchbare Ausstattung für erste unraidtests:
  2x PCIe 2.0 x16 (1x x16, 1x x4)  (eignen sich beide per Adpterkarte für die NVMe SSD mit akzeptabler Performance)
  1x PCIe 2.0 x1  (naja, nicht wirklich ein Leistungskracher, aber selbst da kann man eine NVMe SSD oder einen einfachen SATA Zusatzkontroller reinstecken und für 1 SSD oder maximal 2 Festplatten nutzen.)

  1x PCI - den ignorieren wir mal ganz einfach. Zu alt.
  6x SATA 3Gb/s (SATA 6GBit/s ist zwar moderner, aber für erste Tests mit den alten Festplatten: vollkommen ausreichend und hat ja auch genug Ports für die 5 SATA Datenträger)
  1GBLan ist auch okay
  OnBoard Grafik

 

Alles da um erste Gehversuche mit unraid zu starten. Wenn Du unbedingt die NVMe SSD darin schon nutzen willst: PCIex4 M.2 Key-M Adapter ab 10 Euro nehmen.

 

6 hours ago, techam said:

Gibt es irgendwo eine Liste empfehlenswerter USB-Sticks für das Unraid-OS? Ich habe überwiegend SanDisk hier, habe jedoch gelesen, dass diese nicht unbedingt empfehlenswert sind, da die keine eindeutige Seriennummer haben?.

 

Die Transcend Jetflash 600 werden aufgrund der etwas robusteren Speichernutzung (MLC-NAND-Flash-Chips) als etwas langlebiger angesehen.

https://de.transcend-info.com/product/usb-flash-drive/jetflash-600

und sind ein Kompromiß zwischen einfachen Wegwerfsticks und des ziemlich teueren Extremsticks.

Aber für erste Tests brauchst Du auch das nicht.

Nimm einfach einen USB Stick den Du dafür nutzen willst und versuche ihn mit den USB-Stick-Creator zu beschreiben. Der Creator sagt Dir schon, ob der Stick eien UUID hat oder nicht. Wenn ja, kannst Du dann damit erstmal anfangen und Deine Testlizenz darauf nutzen.

Erst, wenn Du Dich wirklich für eine unraid Kauflizenz entscheidest (nach der Testphase) würde ich mir da mehr Gedanken zum Stick machen.

 

  • Author
6 hours ago, DataCollector said:

 

Willkommen.

 

 

 

Vielen Dank für die ausführliche Antwort.

 

Ich habe jetzt mal auf das Vollzitat verzichtet und wie ich das ausklappbar mache habe ich leider noch nicht gefunden. (geht das automatisch bei längeren Zitaten?)

 

Das hat auf jedenfall schonmal den Großteil meiner aktuellen Fragezeichen beantwortet.

 

Wie von dir vorgeschlagen werde ich erstmal meinen aktuellen Server auf Unraid umstellen.

 

Meine USB-Sticks habe ich jetzt mal durchgetestet mit dem Creation-Tool, die sind alle inkompatibel, werde mir also soeinen Trancend ordern. Kostet ja gerade einmal nen 10er.

 

Dazu dann eine PCIe zu M.2 M-Key Adapterkarte, worüber ich dann die 250GB NVMe-SSD als Cache und für Docker etc, nutzen kann.

 

Den freiwerdenden Sata-Port kann ich dann evtl ja noch mit einer weiteren 500GB HDD bestücken, die ich eh noch habe, als Ersatz falls in meinem RAID6 mal eine ausgefallen wäre, um die 2TB voll zu machen.

Ich bin eigentlich sehr happy mit der Nutzung mehrer kleiner Platten, besonders beim RAID, da mussten ja alle gleich groß sein und wenn man doppelte Parität möchte, dann ist man ja ohnehin direkt bei 5+ Platten. in Verbindung mit meinen geringen Anforderungen an die Große war das für mich sehr sinnvoll, zumal man 500GB HDD zum zeitpunkt des Serverbaus hinterhergeschmissen bekamm.

Ist aber durchaus ein weiterer Grund warum ich Unraid so reizend finde, wenn da mal eine von den 500GB HDD kaputt gehen sollte, dann brauch ich nicht wieder eine davon kaufen, sondern kann das Array nach und nach mit größeren Platten füllen. Auch wenn man da natürlich bei den Paritätsplatten anfangen müsste.

 

Den RAM aufzurüsten wäre sicherlich wünschenswert, will aber natürlich ungerne noch großartig Geld in soeine veraltete DDR3-Platform stecken.

Jetzt einfach nochmal 4GB dazu stecken ist auch immer soeine Sache, DDR3 war da meiner Erfahrung nach nicht besonders robust was volle Slotbelegung und Modul-mixen anging.

Ich werde wohl mal bei Kleinanzeigen schauen, ob ich in der Nähe irgendwo 8-16GB DDR3 1333MHz finde.

 

Dann mal erstmal mit der Unraid-Testlizenz schauen wie mir das alles gefällt und dann kann ich ja immernoch mal später auf etwas moderneres umsatteln. Evtl wenn mein Hauptrechner erneuert wird etwas auf der AM4 Basis aufbauen.

 

MfG Christian

 

 

 

5 hours ago, techam said:

Ich habe jetzt mal auf das Vollzitat verzichtet und wie ich das ausklappbar mache habe ich leider noch nicht gefunden. (geht das automatisch bei längeren Zitaten?)

 

Das Ausklappen habe ich auch noch nicht hinbekommen.

Vollzitate finde ich nicht gut: Ist aber auch besser nur das zu zitieren, auf was man sich bezieht.

Entschuldige, daß ich vermutlich viel zu wortreich bin.  😅

 

5 hours ago, techam said:

Den freiwerdenden Sata-Port kann ich dann evtl ja noch mit einer weiteren 500GB HDD bestücken, die ich eh noch habe, als Ersatz falls in meinem RAID6 mal eine ausgefallen wäre, um die 2TB voll zu machen.

 

Da macht die Sache nicht stromsparender, aber für Testzwecke ist das okay. Wenn Du dann später wirklich optimieren willst, dann kannst Du es Dir ja noch einmal überlegen.

 

5 hours ago, techam said:

Ich bin eigentlich sehr happy mit der Nutzung mehrer kleiner Platten, besonders beim RAID, da mussten ja alle gleich groß sein

 

Wenn DU die Festplatten im unraid Array nutzt brauchen die Festplatten nicht gleich groß sein (nur jede Parität muß die größte von allen sein).

Und es klingt mir, als wenn da noch etwas im falschen Hals gelandet ist: unraid hat kein Raid6 im Array. Es hat aber bis zu maximal 2 Paritätsfestplatten.

Das ist vergleichbar ausfallsicher, aber schreibt und liest langsamer als ein Raid.

Deshalb ist der Schreibcache auf SSD ja recht wichtig.

 

5 hours ago, techam said:

Den RAM aufzurüsten wäre sicherlich wünschenswert, will aber natürlich ungerne noch großartig Geld in soeine veraltete DDR3-Platform stecken.

 

Hier würde ich bei ebay schauen ob da irgendwo was billiges zu bekommen ist.

Laut Intel Ark soll die CPU für DDR3 1066/1333 ausgelegt sein.

Wenn Du schon 4GB drin hast, vermute ich 1 oder maximal 2 Riegel. Die Abbildung des Mainboards deutete 4 Steckplätze an.

Wenn da wirklich noch was frei ist, kann man also etwas dazu stecken

 

https://www.ebay.de/itm/164144948785

2x2GB = 4GB zusätzlich = 2,90 Euro kostenlose 3 Tage Lieferung (von Firma)

 

https://www.ebay.de/itm/123507126866

2x2GB = 4GB zusätzlich = 4,80 Euro kostenlose 3 Tage Lieferung (von Firma)

 

Solltest Du sogar nur 4x1GB verbaut haben, wären sogar 4x2GB nicht allzu teuer

https://www.ebay.de/itm/123507126866

4x2GB = 8GB  = 8,90 Euro kostenlose 3 Tage Lieferung (von Firma)

 

Also gerade gebrauchte DDR3 Module sind wirklich günstig.

 

5 hours ago, techam said:

Jetzt einfach nochmal 4GB dazu stecken ist auch immer soeine Sache, DDR3 war da meiner Erfahrung nach nicht besonders robust was volle Slotbelegung und Modul-mixen anging.

 

Wenn man die vorhandenen Module entfernt und dann gleich 4GB Module nimmt

 

https://www.ebay.de/itm/134855723726

2x4GB = 8GB;   aktuelles Gebot 1 Euro + 1,60 Versand von privat

 

https://www.ebay.de/itm/204585799195

2x4GB = 8GB;   aktuelles Gebot 1 Euro + 1,95 Versand von privat

 

https://www.ebay.de/itm/204585792143

2x4GB = 8GB;   aktuelles Gebot 1 Euro + 1,95 Versand von privat

 

 

5 hours ago, techam said:

Dann mal erstmal mit der Unraid-Testlizenz schauen wie mir das alles gefällt und dann kann ich ja immernoch mal später auf etwas moderneres umsatteln.

 

Das ist erst einmal das preisgünstigste um über die Feiertage mal reinzuschnuppern.

 

Zu Dem Hinweis mit AM4 .... AMD Systeme unter unraid bieten gelegentlich das Potential für Probleme und man sagt Intelsystemen nach etwas stromsparender zu sein.

Vor allem, da Dein erwähnter AMD Ryzen 7 3700X keien iGPU hat und eine zusätzliche Grafikkarte auch noch etwas Strom schluckt. unraid ohne GPU sollen einige hinbekommen haben, aber dazu habe ich keine Erfahrung. Eigentlich lese ich meist nur, daß unraid sich eine Grafikkarte beim starten krallt.

Erst ausprobieren, bevor Du da eine finale Entscheidung triffst, die Dich später nur Nerven kostet.

 

In jedem Fall: Frohe Feiertage!

  • Author

Danke nochmal für die ausführliche Antwort.

 

26 minutes ago, DataCollector said:

Wenn DU die Festplatten im unraid Array nutzt brauchen die Festplatten nicht gleich groß sein (nur jede Parität muß die größte von allen sein).

Und es klingt mir, als wenn da noch etwas im falschen Hals gelandet ist: unraid hat kein Raid6 im Array. Es hat aber bis zu maximal 2 Paritätsfestplatten.

Das ist vergleichbar ausfallsicher, aber schreibt und liest langsamer als ein Raid.

Deshalb ist der Schreibcache auf SSD ja recht wichtig.

Ne, ich sprach da von meinem alten OMV-Server bei welchem ich ja ein RAID6-Verbund nutze, daher der verweiß auf RAID6, plan ist es mir dann in Unraid das Äquivalent zu einem RAID6 aus 3-4 Datenplatten und 2 Paritätsplatten aufzubauen.

 

30 minutes ago, DataCollector said:

Da macht die Sache nicht stromsparender, aber für Testzwecke ist das okay. Wenn Du dann später wirklich optimieren willst, dann kannst Du es Dir ja noch einmal überlegen.

Die 6. Platte würde ich natürlich erst einbauen, wenn ich den zusätzlichen Speicher brauche, aktuell reichen die 1,5TB noch aus, wenn ich dann aber an die Grenze komme kann ich die ja einfach nachträglich anschließen, das sollte bei Unraid ja problemlos möglich sein? Ob das System dann 2-3W mehr im Idle braucht ist mir auch egal.

Glaube ohnehin, dass der Server mit Unraid stromsparender sein wird als aktuell mit OMV, da ich bei meinen kleinen Datenmengen mit denen ich gewöhnlich arbeite, easy aus dem Cache arbeiten kann und die Datenplatten wahrscheinlich nur hin und wieder hochspinnen müssen, wenn der Mover die Daten verschiebt, und dann ja auch immer nur die aktuell im Zugriff befindliche Platte, ich bin also viel öfter im niedrigen Idle-Verbrauch als das aktuell bei dem OMV-Setup der Fall ist.

1 hour ago, DataCollector said:

Hier würde ich bei ebay schauen ob da irgendwo was billiges zu bekommen ist.

Laut Intel Ark soll die CPU für DDR3 1066/1333 ausgelegt sein.

Wenn Du schon 4GB drin hast, vermute ich 1 oder maximal 2 Riegel. Die Abbildung des Mainboards deutete 4 Steckplätze an.

Wenn da wirklich noch was frei ist, kann man also etwas dazu stecken

 

WOW, die DDR3-Preise sind ja echt durch den Boden gefallen. Vor etwa 2 Jahren als ich das letzte mal geschaut habe ( damals aber 4GB 1600MHz Riegel), lagen die gerne bei 12-15€ + Versand das Stück..

 

Da habe ich jetzt natürlich gleich mal zugeschlagen bei knapp 3€ inkl. Versand kann man ja nichts falsch machen. Wenn das Board dann nicht mit 4 gemischten Riegeln klarkommt, dann ist das halt so, der Verlust hällt sich ja in Grenzen.

 

1 hour ago, DataCollector said:

Zu Dem Hinweis mit AM4 .... AMD Systeme unter unraid bieten gelegentlich das Potential für Probleme und man sagt Intelsystemen nach etwas stromsparender zu sein.

Vor allem, da Dein erwähnter AMD Ryzen 7 3700X keien iGPU hat und eine zusätzliche Grafikkarte auch noch etwas Strom schluckt. unraid ohne GPU sollen einige hinbekommen haben, aber dazu habe ich keine Erfahrung. Eigentlich lese ich meist nur, daß unraid sich eine Grafikkarte beim starten krallt.

Erst ausprobieren, bevor Du da eine finale Entscheidung triffst, die Dich später nur Nerven kostet.

Den 3700X würde ich dann wohl gegen sowas wie einen Athlon 3000G ersetzen, Mainboard (8x Sata) und 32GB DDR4 RAM sind aber natürlich nicht das Ungeeigneteste. Das ist aber erstmal Zukunftsmusik, ich fokissiere mich jetzt erstmal darauf den alten Server umzurüsten.

 

 

CPU-Kühler und neuer Gehäuselüfter (Das Teil muss leiser werden!)

Trancend USB-Stick

PCIe zu M.2 Adapter

RAM

 

Sollen alle angeblich noch vor Weihnachten kommen. Dann komme ich nach den Feiertagen evtl dazu mal zu testen.

 

MfG Christian

 

 

On 12/20/2023 at 4:49 PM, techam said:

wenn ich dann aber an die Grenze komme kann ich die ja einfach nachträglich anschließen, das sollte bei Unraid ja problemlos möglich sein?

 

ja.

 

On 12/20/2023 at 4:49 PM, techam said:

WOW, die DDR3-Preise sind ja echt durch den Boden gefallen.

 

Bei Gebrauchtware: ja.

 

On 12/20/2023 at 4:49 PM, techam said:

Vor etwa 2 Jahren als ich das letzte mal geschaut habe ( damals aber 4GB 1600MHz Riegel), lagen die gerne bei 12-15€ + Versand das Stück..

 

Neuware ist auch heute nicht billig (weil es diese kaum noch neu hergestellt gibt. Aber gebraucht ist sowas wirklich günstig zu bekommen.

Wenn Du einen Verlust meiden willst kaufe von einem Händler. Der muß eigentlich bei funktionstüchtig beschriebener Ware gesetzliche Gewährleistung bieten.

Aber auch bei Gebrauchtware ist der Verkäufer verantwortlich, wenn er nicht auf einen Defekt hingewiesen hat. Aber da wird es schwieriger sich zu einigen.

 

In jedem Fall empfehle ich nach Ein-/Umbau erst einmal so 24 Stunden einen Mentest86 (oder memtest86+) Prüflauf zu machen.

 

On 12/20/2023 at 4:49 PM, techam said:

Da habe ich jetzt natürlich gleich mal zugeschlagen bei knapp 3€ inkl. Versand kann man ja nichts falsch machen. Wenn das Board dann nicht mit 4 gemischten Riegeln klarkommt, dann ist das halt so, der Verlust hällt sich ja in Grenzen.

 

okay.

 

On 12/20/2023 at 4:49 PM, techam said:

CPU-Kühler und neuer Gehäuselüfter (Das Teil muss leiser werden!)

 

Zum CPU-Kühler sage ich nichts.

Wenn Deine Gehäuselüfter 12cm Modelle mit PWM Steuerung sein dürfen: ich finde aktuell die Arctic P12max sehr gut. Wenn die voll aufdrehen sind sie zwar wirklich laut, aber wenn man die per PWM etwas runter regelt, erscheinen sie mir subjektiv ziemlich leise und haben auch da noch einen kräftigen Luftzug.

Aber Geräuschentwicklung ist immer eine sehr subjektive Sache. Absolut lautlos/silent sind die nicht.

im 5er Pack unter 35 Euro direkt bei ebay vom Herstellershop.

 

Edited by DataCollector
Typos

  • 4 weeks later...
  • Author

Ich habe mich jetzt mal eine Wenig mit Unraid auf meinem alten NAS-Server auseinandergesetzt, leider war ich nicht besoders glücklich damit. Zuerst klingt das mit dem NVMe Cache zwar sehr schön, aber ohne zweite Parrity-Cache-SSD ist das recht sinnlos in meinen Augen, da die Daten im Cache so natürlich bis der Mover die aufs Array schiebt nicht gesichert sind. Ich müsste also noch eine weitere Cache-SSD einbauen. Zudem fand ich das zu beginn jetzt erst recht buggy, mag aber auch ein Fehler meinerseits gewesen sein. Die ersten 10 Mal die ich mich per IP auf dem Server einloggen wollte bekam ich jedes mal wieder die Erstellmaske für das Root-Passwort angezeigt. Also wieder eingegeben und dann ging es weiter, aber sinn der Sache ist das ja nicht. Dann irgendwann kam das zu erwartende Fenster für den login passwort anzeigen ist leider nicht möglich. Der funktionierte aber nicht. Also passwort datei und shadow etc gelöscht und weiter das passwort eingeben. Nächster Login tat wieder nicht. Nochmal das gleiche Spiel, dann aber ein wesentlich kürzeres Passwort ohne Sonderzeichen benutzt. Seit dem funktioniert es. Kann natürlich sein, dass ich mich irgendwo mit dem PW vertan habe, hatte das aber per PW-Manager ausfüllen lassen also naja. Kann es sein, dass es beim root-PW beschränkungen gibt?

 

Einrichtung fand ich jetzt auch nicht so einfach, wie ich mir das erhofft hatte. Unraid wird ja häufig dafür gelobt wie intuitiv das alles sein soll. Fand ich jetzt nicht unbedingt so, will ich unRAID aber auch nicht vorwerfen, ist ja meine eigene fehlende IT-Kenntnis usw. Tutorials fand ich zudem recht rah gesäht, und wenn dann gingen die häufig direkt von: "so erstellt man den USB-Stick" zu "und so lasse ich eine VM auf nur 3 der 8 Prozessorkerne zugreifen"

 

 

Habe mich jetzt entschieden erstmal den alten Server mit einem aktuellen OMV6 wieder laufen zu lassen So kann ich dann zumindest erstmal die lästige Cloud wieder rauswerfen und habe etwas Zeit mir eine langfristige Lösung zu suchen. Aktuell tendiere ich zu zwei DS224+, eine bei mir und eine bei meinen Eltern, die sich dann gegenseitig als offsite-Backup dienen.

 

Trotzdem vielen Dank für die Entscheidungsfindung, besonderer Dank dabei natürlich an @DataCollector, auch wenn es jetzt nicht unRAID geworden ist, hat mir der Einstieg in die unRAID-Welt sehr geholfen genauer zu wissen was ich gerne will und was nicht.

 

MfG Christian

4 hours ago, techam said:

Ich habe mich jetzt mal eine Wenig mit Unraid auf meinem alten NAS-Server auseinandergesetzt, leider war ich nicht besoders glücklich damit. Zuerst klingt das mit dem NVMe Cache zwar sehr schön, aber ohne zweite Parrity-Cache-SSD ist das recht sinnlos in meinen Augen, da die Daten im Cache so natürlich bis der Mover die aufs Array schiebt nicht gesichert sind.

 

Ist zwar keine Parity-SSD, aber klar, Ausfallsicherheit gibt es nur durch Redundanz. Das kann man entweder durch häufige Backups oder eben beispielsweise Raid (per zfs) erreichen.

 

4 hours ago, techam said:

Die ersten 10 Mal die ich mich per IP auf dem Server einloggen wollte bekam ich jedes mal wieder die Erstellmaske für das Root-Passwort angezeigt.

Das ist komisch und nicht das Standardverhalten.

 

4 hours ago, techam said:

Also wieder eingegeben und dann ging es weiter, aber sinn der Sache ist das ja nicht.

Da das nicht üblich ist, kann ich nur vermuten, daß da lokal in deinem System etwas schief gelaufen ist.

 

4 hours ago, techam said:

Unraid wird ja häufig dafür gelobt wie intuitiv das alles sein soll. Fand ich jetzt nicht unbedingt so,

Eine gewisse Lernkurve ist da. Ich habe anfangs auch etwas gebraucht und meien erste Testinstallation hinterher komplett verworfen udn nochmal von vorne angefangen. (Auch) Dafür ist ja die Testlizenz. Wenn es Dir nicht liegt: schade, aber ist dann so. Hauptsache Du findest dann etwas anderes, was Dir besser gefällt. 👍

Weil eben nicht jeder mit unraid glücklich wird, schlage ich gelegentlich vor, es mit alter und günstiger (vorhandener) gebrauchtware auszuprobieren um ein Gefühl dafür zu bekommen, bevor man unmengen Geld rauswirft und sich ärgert.   

💸 💸 💸 💸 💸

 

4 hours ago, techam said:

Tutorials fand ich zudem recht rah gesäht,

Hier empfehle ich wirklich die (englischsprachigen) Tutorials von spaceinvader1 auf youtube.

Also die Mühe die er sich gibt ist schon bewundernswert und sehr vieles ist wirklich wunderbar erklärt.

 

Have fun und viel Erfolg, egal was es am Ende wirklich wird! 

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