December 28, 20241 yr Hallo, ich habe ein neues wirklich schnelles System mit Windows Server 2022, 2 x 2 TB Raid-0 M.2 SSDs und einen AMD Ryzen 7 8700G. Ich nutze das System für die Speicherung von Daten und als Datenbank-Server für eine SQL-Server-Datenbank und ein paar Terminalservern. Geplant ist ggf. noch eine Erweiterung als Mail- bzw. WebServer. Auch Jellyfin und den Lyrion Music Server nutze ich darauf. Nun stehe ich vor der Frage, warum das Ganze alles in Windows laufen lassen, wenn doch ohnehin die meisten Anwendungen eher für Linux gemacht sind und da sicherlich auch besser laufen. Und da bin ich auf Unraid gestoßen und dachte, dass ich den Windows Server in eine VM umziehe und alle anderen Anwendungen direkt im Docker oder was auch immer laufen lasse. Der Umzug einer VM testhalber mit meiner Windows 10 Workstation war recht erfolgreich. Zumindest lief alles, obwohl die Installation schon wirklich lange her ist und mein Windows schon recht "fett" ist. Die Performance ließ sich aber schlecht testen, da ich das auf einer SATA-SSDs, die ich hier noch lagen getestet habe. Deshalb folgende Fragen: Macht es Sinn die VM, also Windows Server 2022, als Image laufen zu lassen oder ist das deutlich langsamer? Wenn ja, wo lege ich das Image ab, direkt ins Unraid-Array? Das wäre doch im schlimmsten Fall, wenn es auf die Daten HDs liegt viel zu langsam. Was mache ich mit den 2x2 TB Raid-0 M.2? Zum einen würden die überhaupt von Unraid als Raid-Array erkannt werden? Und die nur als Cache zu nutzen, wäre bei meinem 1 GB-LAN doch eine wirkliche Verschwendung oder? Kann man ggf. auch partitionieren, also einen Teil als Cache im Array zu nutzen und einen direkt als gemountetes Laufwerk für Windows? Oder, wenn ein DIsk-Image die Beste Option ist, das Image auf eine Partition auf der SSD auslagern? Und nun noch eine letzte Frage zum Unraid-System als solches: Wenn ich es richtig verstanden habe, werden die Dateien einfach auf die einzelnen Platten im Array verteilt, große Dateien werden nicht geteilt, sondern müssen eben auf einer Platte Platz finden, die noch genügend Kapazität frei hat. Das bedeutet aber auch, dass wenn eine Platte ausfällt, kann man mit der Paritätsplatte die fehlende nach Ersatz wiederherstellen und auch so, wären die anderen Dateien auf den anderen Dateien genauso noch vorhanden und lesbar. Richtig?
December 28, 20241 yr 10 minutes ago, Cannon said: Macht es Sinn die VM, also Windows Server 2022, als Image laufen zu lassen oder ist das deutlich langsamer? macht keinen wirklichen Unterschied, bei Gaming VM's wo schnelles Nachladen von Shadern ... kann es einen Unterschied machen ... aber für einen Server als VM, macht es wenig Sinn da eine SSD im passthrough mode zu verwenden ... virtio Treiber halt nutzen, sind schneller als sata. 11 minutes ago, Cannon said: Wenn ja, wo lege ich das Image ab, direkt ins Unraid-Array? Das wäre doch im schlimmsten Fall, wenn es auf die Daten HDs liegt viel zu langsam. das wäre "spürbar" langsamer ... um nicht zu sagen "grottig ..." 11 minutes ago, Cannon said: Was mache ich mit den 2x2 TB Raid-0 M.2? Zum einen würden die überhaupt von Unraid als Raid-Array erkannt werden? Und die nur als Cache zu nutzen, wäre bei meinem 1 GB-LAN doch eine wirkliche Verschwendung oder? als cache pool, cache ist nur ein Name für schnellen Speicher 12 minutes ago, Cannon said: Kann man ggf. auch partitionieren, also einen Teil als Cache im Array zu nutzen und einen direkt als gemountetes Laufwerk für Windows? Oder, wenn ein DIsk-Image die Beste Option ist, das Image auf eine Partition auf der SSD auslagern? genau ... /system (Docker Image Daten, kvm qemu Systemdaten), /appdata (persistent Docker Dateien), /domain /VM Images), ... sind empfohlen auf einem "schnellen" cache pool laufen zu lassen ... 13 minutes ago, Cannon said: Wenn ich es richtig verstanden habe, werden die Dateien einfach auf die einzelnen Platten im Array verteilt, große Dateien werden nicht geteilt, sondern müssen eben auf einer Platte Platz finden, die noch genügend Kapazität frei hat. Das bedeutet aber auch, dass wenn eine Platte ausfällt, kann man mit der Paritätsplatte die fehlende nach Ersatz wiederherstellen und auch so, wären die anderen Dateien auf den anderen Dateien genauso noch vorhanden und lesbar. Richtig? exakt alls Daten liegen erstmal "für sich vollständig" auf EINER HDD ab, wenn man parity nutzt fängt diese den Ausfall EINER HDD ab (egal welcher, Quersummen Berechnung), wenn man 2x Parity nutzt (max), dann den parallelen Ausfall von zwei HDD im Array ... und ja, Daten bleiben lesbar (werden emuliert) und man hat Zeit zur Sicherung oder Ersatz ... geschrieben wird nichts auf eine emulierte Platte da müssen dann die anderen solange herhalten
December 28, 20241 yr Author Vielen Dank für die wirklich schnelle Antwort! Ich meinte oben natürlich Cache-Pool und nicht Cache. Das heißt ich binde mein M.2 SSD Raid als Cache-Pool bei Unraid ein? Aber dann wird die doch komplett als Cache-Pool genutzt und nicht zur Ablage meiner Daten (VM, Domain, Docker, usw.)? Oder wie richte ich das an der Stelle genau ein?
December 28, 20241 yr 18 minutes ago, Cannon said: Aber dann wird die doch komplett als Cache-Pool genutzt und nicht zur Ablage meiner Daten (VM, Domain, Docker, usw.)? Oder wie richte ich das an der Stelle genau ein? doch ... kannst du einrichten wie du Lust hast ... empfohlen ... stand bereits oben 1 hour ago, alturismo said: als cache pool, cache ist nur ein Name für schnellen Speicher 1 hour ago, alturismo said: genau ... /system (Docker Image Daten, kvm qemu Systemdaten), /appdata (persistent Docker Dateien), /domain /VM Images), ... sind empfohlen auf einem "schnellen" cache pool laufen zu lassen ... Beispiel, hier liegt fast alles auf dem cache ... Backup Strategie nicht vergessen !!!
December 28, 20241 yr Author 25 minutes ago, alturismo said: Beispiel, hier liegt fast alles auf dem cache ... Backup Strategie nicht vergessen !!! Noch mal langsam für den Laien: Das heißt ich binde die schnelle SSD erst einmal komplett als Cache-Pool in Unraid ein, danach mounte ich das selbige Laufwerk mit dem Plugin (Name fällt mir gerade nicht ein) und danach erstelle ich mir dann entsprechend noch Ordner und darauf dann die User-Freigaben? Der Cache-Pool bekommt dann halt das was noch übrig ist. Richtig oder denke ich da zu kompliziert? Das mit dem Backup ist klar. Alles was nicht direkt im Array als Speicher hängt, muss gesichert werden. Ist halt fraglich, ob ich das direkt in Windows mache, da ich dann auch inkrementell sichern kann oder ob ich das auch so irgendwie hinbekomme. Das ist aber dann der nächste Schritt. Aktuell läuft die Sicherung direkt in Windows, aber das geht dann ja zum Teil auch gar nicht mehr, wenn die Daten gar nicht mehr in der Windows-Sphäre liegen, was sie auch nicht sollen.
December 28, 20241 yr 16 minutes ago, Cannon said: Das heißt ich binde die schnelle SSD erst einmal komplett als Cache-Pool in Unraid ein, danach mounte ich das selbige Laufwerk mit dem Plugin (Name fällt mir gerade nicht ein) und danach erstelle ich mir dann entsprechend noch Ordner und darauf dann die User-Freigaben? Der Cache-Pool bekommt dann halt das was noch übrig ist. Richtig oder denke ich da zu kompliziert? du legst dein array (hdd) an, du legst deinen "cache" pool (ssd) an, du legst einen Share an, dem sagst du dann 1/ primary cache, secondary none >> alles kommt NUR auf den cache und bleibt NUR auf dem cache 2/ primary cache, secondary array, cache > array >> alles kommt auf den cache, alles geht vom cache ins array wenn der mover läuft (ohne tuning, später ...) 3/ primary cache, secondary array, cache < array >> alles kommt auf den cache, alles bleibt auf dem cache, beides NUR solange genug Platz auf dem cache ist - - wenn cache voll, alles neue kommt direkt ins array, mover macht Platz ... wenn wieder frei, mover schiebt wieder retour in den cache (wenn files not in use) 4/ primary array, secondary none >> alles kommt und bleibt NUR im array mover tunning ... damit kann man noch diverse Regeln erstellen ... move erst ab Füllrate N move nur runter bis Füllrate N move NIE folder1, 2, 3, ... movie NIEfiletype1, 2, 3 usw usw ... also, /domains /system /appdate ... cache only bedeutet, kommen und bleiben NUR auf den cache und belegen den Platz, keine Redundanz bei Ausfall ... immer gute Latenz und schneller up / down ... kein spinups der disks ... usw usw ... Rest sollte selbsterklärend sein, siehe unraid docs
December 28, 20241 yr Author Danke!!! Klingt alles sehr einleuchtend. Und das System ist ja noch besser, als ich dachte.
December 28, 20241 yr Author Achso noch eine Frage zur Systemlast. Ich hatte ja testhalber das Unraid hier auf meiner Workstation laufen und Windows 10 auch als VM laufen lassen. Allerdings, als die VM lief, war die Last des Gesamtsystems deutlich höher. Das habe ich an der Lautstärke der Lüfter erkannt, die vom Mainboard dynamisch angepasst werden. Der hatte also einiges zu arbeiten. Woran liegt das? Treiber hatte ich installiert und auch sonst Hyper-V aktiviert usw. Ich würde quasi erwarten, dass die Gesamtleistung des Systems mit Unraid nicht signifikant höher liegt, als ohne Unraid.
December 28, 20241 yr Community Expert 2 hours ago, Cannon said: Achso noch eine Frage zur Systemlast. Ich hatte ja testhalber das Unraid hier auf meiner Workstation laufen und Windows 10 auch als VM laufen lassen. Allerdings, als die VM lief, war die Last des Gesamtsystems deutlich höher. Das habe ich an der Lautstärke der Lüfter erkannt, die vom Mainboard dynamisch angepasst werden. Der hatte also einiges zu arbeiten. Woran liegt das? Eine VM erzeugt eben imme reine gewissen Grundlast. Somit muss also unraid unbd die VM glaichzeitig laufen und das ist eben mehr Last als nur eines der OS alleine. Aber soweit ich es hier überflogen habe ist die angedachte Konstellation ja sowieso nicht unbedingt als maximal energetisch sparsam zu bezeichnen. 2 hours ago, Cannon said: Ich würde quasi erwarten, dass die Gesamtleistung des Systems mit Unraid nicht signifikant höher liegt, als ohne Unraid. Das müsstest Du messen. Aber ich erwarte bei AMD generell etwas mehr Verbrauch.
December 29, 20241 yr 10 hours ago, Cannon said: Ich würde quasi erwarten, dass die Gesamtleistung des Systems mit Unraid nicht signifikant höher liegt, als ohne Unraid. das hängt von einigen Faktoren ab ... aber im Grunde ist es auch so sofern die VM wirklich nur im idle läuft ... alle Treiber laufen, der "Bildschirm" aus ist, ... usw usw ne remote win11 VM braucht beispielsweise 2--3 W hier im idle, sowie ich mich verbinde gerne auch 10-15 W... ohne was zu machen, jetzt ist bei dir wahrscheinlich win Server ... müsste man tief rein ...
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