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Welche Temperatur für disk1-HDD ist beim Parity Check noch OK? (Check pausiert alle 15 Min wg. HDD-Temp 42 °C)

Featured Replies

Symptome:

ca. alle 20 Minuten wird der Parity Check für 15 Minuten unterbrochen, weil disk1 (nie parity) "überhitzt" (42 °C). Das passt auch zu den Einstellungen:

  • "Disk Settings > Default warning disk temperature threshold" steht bei 45 °C.
  • "Parity Check Tuning > Pause an array operation at" steht bei 3 °C (eigtl. K...),
  • "Resume an array operation at" steht bei 8 °C (eigtl. K).

 

Braucht es diese Margen, oder kann ich getrost die Temperaturgrenze erhöhen / die Resume-Abkühlung absenken? Oder habe ich ein tatsächliches Kühlungsproblem? Das Gehäuse ist durch das MiniATX-Netzteil ja schon recht un-luftig. Aber die Platten sitzen ja auf der unteren Etage, und der Prozessor hat ja kein Problem. Im sonstigen Betrieb läuft es gut, und die Platten gehen auch erkennbar erst bei Bedarf an (Das meiste läuft über den NVME-Cache-Pool).

 

Details zu meinem Setup bei Bedarf:

  • Unraid 6.12.14 (Ich traue mich noch nicht, mit dem produktiv genutzten System den Sprung auf 7.x zu machen).
  • Jonsbo N3 mit derzeit noch 3 HDDs nebeneinander: Slot 1 Parity, Slot 2 disk1 (beide Exos 18 16 TB), Slot 3 "Backup".
  • Die Dauer-Föhn-Lüfter hatte ich gegen eine leisere Arctics getauscht mit einer einstellbaren 40 % / 60% / 100 % Umschaltung (Da könnte ich bei Bedarf nochmal ran, aber eigentlich läuft das im sonstigen Betrieb gut).
  • Array aus parity und disk1 (jeweils auf ZFS)
  • Parity Check alle 3 Monate - Bisher OK.
  • Änderungen seither:
    • disk1 ist jetzt nicht mehr auf einer Seite frei, sondern sitzt zwischen Parity und Backup-HDD (1. Platte eines ZFS Pools, der noch eine zweite HDD bekommen soll).
    • etliche letzte Daten von Diskstation nach Unraid-Server migriert Da dürften nochmal ein halbes TB oder so dazugekommen sein, aber das sollte den Server nicht in die Knie zwingen)
    • NVME 1x 1TB (ZFS) gegen 2x 2 TB (ZFS-Pool) getauscht (dürfte ja keinen Einfluss haben).
    • Syncthing installiert und in Nutzung
    • ZFS Snapshots und Replication nach "Backup" gemäß Anleitung SpaceInvador1 eingerichtet.

 

Solved by saber1

  • Community Expert
1 hour ago, madmin said:

Symptome:

ca. alle 20 Minuten wird der Parity Check für 15 Minuten unterbrochen, weil disk1 (nie parity) "überhitzt" (42 °C). Das passt auch zu den Einstellungen:

 

Das ist keine Defaulteinstellung und (meiner persönlichen Meinung nach) eine zu niedrig eingestellte Temperatur

Bei Dauerhaft 52 Grad (oder mehr) unter Vollast würde ich mir anfangen Sorgen zu machen.

 

1 hour ago, madmin said:

... oder kann ich getrost die Temperaturgrenze erhöhen / die Resume-Abkühlung absenken?

In meinen Augen hast Du das für diese festplatte viel zu vorsichtog eingestellt und würde ich erhöhen.

 

1 hour ago, madmin said:

Oder habe ich ein tatsächliches Kühlungsproblem?

Wenn diue Festplatte permannent >50 Grad wäre (egal ob Last oder idle) dann sollte man die Kühlung verbessern.

 

1 hour ago, madmin said:
  • Array aus parity und disk1 (jeweils auf ZFS)

 

Parity hat kein Dateisystem. zfs im Array ist "nicht wirklich eine Spitzenidee". (zumindest ist das meien persönliche Meinung)

 

  • Author

@saber1, @DataCollector: Schon mal vielen Dank - Das hat mir weitergeholfen! Ich habe es jetzt auf 50 (-3) °C eingestellt, und auch das hätte dann ja noch etwas Reserve. Ich dachte, ich hätte irgendwo gelesen, dass es nicht dauerhaft über 40 °C sein soll - Aber das ist ja dann wohl weit ab von realistisch... Insgesamt ist das dann mit dem Gehäuse ja viel entspannter, als ich bisher das Gefühl hatte.

 

1 hour ago, DataCollector said:

Parity hat kein Dateisystem. zfs im Array ist "nicht wirklich eine Spitzenidee". (zumindest ist das meien persönliche Meinung)

OK... Das Array ist als reines Datengrab ja eher selten hochgefahren (Regelmäßig zugegriffene Shares gehen bisher komplett über den Cache). Und ja, man hat nicht alle Vorteile von ZFS - aber einige coole Features eben doch, die mir wichtig waren (Snapshots als Ressourcen-sparsame Time Machine, direkte Replication). Wäre das bei 6.X schon gegangen, hätte ich vielleicht auch gleich zwei ZPools ohne Array gemacht. Andererseits ist ein Unraid-Array ja schon auch reizvoll für einfache Erweiterbarkeit und Upgrade-Fähigkeit der Dauer-Daten (Wobei die 16 TB wahrscheinlich für viele Jahre reichen werden...). Vielleicht habe ich da einfach den deutlichen Nachteil der Kombi "Array mit ZFS-disks" noch nicht geblickt... Mein Setup hat bisher jedenfalls auch noch mehr als genug Reserven für meinen Use Case (Das ist vielleicht bei Anderen enger...).

  • Community Expert
10 minutes ago, madmin said:

OK... Das Array ist als reines Datengrab ja eher selten hochgefahren (Regelmäßig zugegriffene Shares gehen bisher komplett über den Cache).

 

zfs hat selbstheildende/-prüfende "Kräfte". Diee funktionieren aber nur, wenn weitere Datenträger dem ZFS zugeordnet sind und die Datenträger laufen.

Du hast aber im Array einzelne Datenträger und wenn sich zfs da mit den Bits beschäftigt und etwas ändert, muß immer die Parity mitmachen.

Das widerspricht dann aber einem Array, welches weitgehend spindown sein soll.

 

Wenn Du das so willst: okay. Aber die Nachteile sind da.

  • Community Expert

Würde auch von ZFS im Array abraten.

Geht nichts über XFS im Array > Rocksolid

  • Author

Bitte entschuldigt, wenn ich so genau nachhake - Ich schätze Eure Expertise und möchte es einfach auch selbst verstehen:

 

Dass XFS auch solide ist, und dass ZFS im Array nicht alle Funktionen ausspielen kann, ist schon klar. Das wäre für mich auch vollkommen OK, denn Snapshots und Replication zum ZFS Backup-Pool funktionieren ja trotzdem auch bei Einzel-Datenträgern (Was XFS nicht kann, soweit ich weiß). Das wären immer noch Vorteile, die ich auch nutze.

 

Was ich noch nicht so richtig greifen kann: Was an ZFS-Einzelplatten im Array ist denn der Nachteil? Also versucht ZFS z.B. dauernd, auch bei denen Bits gegen Rotting zu ändern? Und weckt es dann dazu auch ständig die Parity (oder das gesamte Array) auf? Ich habe schon den Eindruck, dass das Array bisher fast immer erst hoch-spinnen musste, wenn ich darauf zugreife. Aber vielleicht passieren ja andere Dinge, die mir als Einsteiger noch entgehen...

  • Community Expert

@madmin

Lies mal diesen Post:

 

  • Community Expert
On 3/5/2025 at 8:57 AM, madmin said:

Was an ZFS-Einzelplatten im Array ist denn der Nachteil? Also versucht ZFS z.B. dauernd, auch bei denen Bits gegen Rotting zu ändern?

 

zfs kann (kaum) gegen Bitrot helfen, wenn es keine Redundanzdaten hat und im Array ist eben für zfs kein weiterer Datenträger für zusätzliche Redundanz vorhanden.

Also ist zfs im Array gegen Bitrot zfs unnütz.

Dennoch versucht zfs gelegentlich diverse seiner Funktionen auszuführen, was die Platten dann aufweckt.

Wie schon angedeutet. wenn Du das willst. dann nutze es.

 

Ich habe Parity im Array und verwende für mich Checksummen. Ich brauche zfs im Array nicht, weil es mir nichts bringt und sich im Bezug auf Stromsparen (das ist ja der Grundgedanke des Array gewesen) eher kontraproduktiv sein kann.

 

On 3/5/2025 at 8:57 AM, madmin said:

Und weckt es dann dazu auch ständig die Parity (oder das gesamte Array) auf?

 

Wenn zfs auf seiner Datenfestplatte etwas verändert, MUß es die Parity ja anpassen, ansonsten ist dei Parity ja ab der ersten Änderung der Datenfestplatte ungültig ist.

 

On 3/5/2025 at 8:57 AM, madmin said:

Ich habe schon den Eindruck, dass das Array bisher fast immer erst hoch-spinnen musste, wenn ich darauf zugreife.

 

Wann es spinup macht kannst Du im Protokoll sehen.  Ich schaue nicht immer auf das Array und weiß somit nicht jedesmal, ob es irgendwann (nachts/mittags/abends) mal zusätzlich aufgewacht sein könnte oder nicht.

Ich weiß aber, daß ich vor längerer Zeit zfs in einem Festplattenpool Raid0 (2x18TB = 36TB als Backup einmal nächtlich abgeglichen) eingesetzt habe (in dem somit auch keine Redundanz vorhanden war) und der pool mit seinen Festplatten alle Nase lang (auch tagsüber) spinup war, ohne einen erkennbaren Zugriff.

 

Edited by DataCollector
Typo

  • Author

OK. Da ist ja echt viel zu durchdenken... Ich schaue mir mal die Spinups an und überdenke dann meine Strategie. Schonmal vielen Dank für die geduldigen und hilfreichen Antworten!

 

Das Array ist schon ein typisches Datengrab-Daten, bei dem nur selten was passiert und das auch nur sporadisch eingesehen wird (v.A. Archiv Daten und Familien-Fotos/-Videos - Alltagsdaten sind im Cache). Aber mit XFS muss ich mir dann wohl zum Cache parallele neue Lösungen ausdenken für:

A) eine Time Machine (statt Snapshots), um versehentlich überschriebene (und ggf. schon nach-gesicherte) Dateien re-rollen zu können, und

B) ein zeit- und speichereffizientes Backup (differentiell-inkrementellee Kombi) mit täglichem Voll-Abgleich (statt der direkten Replication zwischen ZFS-Platten).

 Das ist halt Alles so schön schnell, einfach und einheitlich mit ZFS... 😉

  • Community Expert
4 hours ago, madmin said:

Aber mit XFS muss ich mir dann wohl zum Cache parallele neue Lösungen ausdenken für:...

 

Wie gesagt: wenn Du die Besonderheiten von zfs akzeptierst und eben die Vorteile nutzen möchtest: dann manch es.

Es gibt garantiert Fälle in denen zfs auch im array geeignet ist. Aber ich sehe eben eher sehr wenige Fälle dieser Art.

 

Edited by DataCollector

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