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NVMe M.2 SSD und SATA SSD als Cache-pool

Featured Replies

Durch die Postings im Forum habe ich die Vorteile eines Cache-Pool erfahren. Kann ich aus einer NVMe M.2 SSD und einer SATA SSD, jeweils mit 1 TB einen Cache-Pool bilden? Mein Motherboard hat nur einen Anschluss für eine NVMe M.2 SSD, den ich mit einer Samsung 980 1 TB PCIe 3.0 NVMe M.2 belegt habe. Ich würde dann jetzt eine SATA SSD dazu kaufen. Müssen die beiden SSD gleich groß sein oder kann ich beispielweise eine SATA SSD mit 500 GB kaufen und den freien Platz  über 500 GB der NVMe anderweitig (feste Zuweisung für Windows) verwenden?

  • Community Expert
28 minutes ago, Heckeli said:

Kann ich aus einer NVMe M.2 SSD und einer SATA SSD, jeweils mit 1 TB einen Cache-Pool bilden?

Ja, aber dadurch wird der Cache auf die Geschwindigkeit der SATA SSD begrenzt (die je nach Modell 10x langsamer bei parallelen Anfragen ist).

 

29 minutes ago, Heckeli said:

Mein Motherboard hat nur einen Anschluss für eine NVMe M.2 SSD

Es gibt M.2 PCIe Adapter (ca 10 €)

 

29 minutes ago, Heckeli said:

Müssen die beiden SSD gleich groß sein

Nein, aber die kleinste SSD bestimmt dann die Gesamtgröße des RAID1

 

29 minutes ago, Heckeli said:

freien Platz  über 500 GB der NVMe anderweitig (feste Zuweisung für Windows) verwenden?

Nein

 

 

Wenn du regelmäßig Backups machst und mit einem Datenverlust zwischen den Backups leben kannst, brauchst du übrigens kein RAID1. Ich habe zb ein tägliches Backup aller meiner VMs und Docker-Daten eingestellt und falls die SSD kaputt gehen sollte, lebe ich eben mit dem Datenverlust in diesen maximal 24 Stunden. Ich habe mich nicht aus Kostengründen dafür entschieden, sondern weil ein BTRFS RAID1 gerne mal Probleme macht, wenn der Server crasht, Stromausfall, oder oder oder.

 

  • Community Expert
59 minutes ago, Heckeli said:

Durch die Postings im Forum habe ich die Vorteile eines Cache-Pool erfahren. Kann ich aus einer NVMe M.2 SSD und einer SATA SSD, jeweils mit 1 TB einen Cache-Pool bilden?

Du kannst eine NVMe und eien SATA SSD zu einem Pool verbinden. Die NVMe ist in der Regel aber schneller als die SATA SSD, wodurch die NVMe also etwas ausgebremst wird. Technisch ist das aber möglich.

 

59 minutes ago, Heckeli said:

Mein Motherboard hat nur einen Anschluss für eine NVMe M.2 SSD, den ich mit einer Samsung 980 1 TB PCIe 3.0 NVMe M.2 belegt habe.

 

Da Du Dein Motherboard nicht benannt hast ist leider unbekannt, welche PCIe Generation es unterstützt und wieviele PCIe Slots es in welcher Ausprägung besitzt & noch frei sind. Deshalb leider nur eine generelle Info:

 

Eine NVMe SSD im M.2 Format ist zwar für einen M.2 Sockel ausgelegt, aber per günstiger Adapterplatine kann man eine oder sogar mehrere NVMe SSD auch in einem freien PCIe Slot platzieren und nutzen.

 

Ein PCIe3.0 x1 Slot bremst zwar die (überwiegend mit 4 Lanes ausgetattete) NVMe, aber ab PCIe 3.0 ist selbst 1 Lane mit ca. 1GByte/s immer noch etwas schneller als SATA mit max 0,6GByte/s.

 

Ein PCIe 3.0 Slot mit mehr Lanes kann eine NVMe SSD entsprechend schneller/mit voller Beschaltung fahren und so die maximal ca. 4GByte/s (=32GBit/s) erreichen.

 

Mit PCie 4.0 ist alles nochmal doppelt so flott möglich, wenn die SSD auch 4.0 beherrscht.

 

Bei nur PCIe 2.0 x1 mit ca. 0,5GByte/s pro Lane ist hingegen SATA mit seinen max ca. 0,6GByte/s etwas flotter.

 

Zu beachten ist auch, daß viele SSD ihre gute Schreibperformance nach einiger Zeit dauerschreiben stark senken, weil dann beispielsweise ein SLC Cache/Puffer oder ein Temperaturproblem bremsend wirken. In so fern hängt es auch von der gewählten SSD ab, welche Geschwindigkeit ein Cache bringt, wenn man ihn beispielsweise flott mit Daten voll pumpt (ich spreche hier von beispielsweise 100GB auf einen Schlag oder so.

 

Und nicht zu vergessen ist auch, wo kommen die zu cachenden Daten her? Wenn die Daten über ein 1GBLan Anschluß rein kommen, dann fallen also Daten mit rund 112MByte/s Gecshwindigkeit an. Das sollte jede (SATA & NVME) SSD problemlos wegschreiben können. Selbst viele große heutige Festplatten fallen sequentiell schreibend über ihren gesamten Bereich nicht unter 110MByte/s. Aber Festplatten sind bei multiplen gleichzeitigen Zugriffen im Nachteil und habe Kopfpositionierungszeiten, die bremsen. Auch schon deshalb macht eine beliebige SSD zum schreibpuffern Sinn.

 

59 minutes ago, Heckeli said:

Ich würde dann jetzt eine SATA SSD dazu kaufen.

Bevor Du das machst, überlege ob Du wirklich einen Pool auch mehreren Datenträgerns brauchst und ob man dann vielleicht nicht doch eine NVMe per Adapter einsetzen könnte/sollte.

Vielleicht reicht auch einfach die einzelne NVMe SSD und Du machst ab und zu Backups um im Problemfall die Daten wieder herstellen zu können. Dann wären im Schadensfalle nur die gerade temporären Daten im Cache weg, aber wenn es nicht viele sind, kann man die sich vielleicht wieder irgendwo her holen? Alles eine Frage der Nutzung und für wie wichtig man diese Daten hält.

 

59 minutes ago, Heckeli said:

Müssen die beiden SSD gleich groß sein oder kann ich beispielweise eine SATA SSD mit 500 GB kaufen und den freien Platz  über 500 GB der NVMe anderweitig (feste Zuweisung für Windows) verwenden?

Wenn Du sie als Raid 1 verbinden willst, ist nur die Kapazität der kleinsten SSD verfügbar.

Der überschüssige Platz bleibt dann unbenutzbar.

Eine grosse SSD hat aber mehr TBW und verschleißt somit langsamer. Vielleicht macht es sinn eine große SSD jetzt dazu zu kaufen und wenn wieder genug Geld da ist die kleinere auch gegen eine größere auszutauschen?

Aber das kannst alles nur Du anhand Deiner geplanten Nutzung sagen, denn es ist zuviel Deiner Nutzung unbekannt.

Edited by DataCollector
Typos + Ergänzungen

  • Author

Vielen Dank an mgutt und DataCollector für die vielen neuen und wertvollen Informationen und Tipps. 🙂 Jetzt muss ich erst Mal darüber nachdenken, wie ich am sinnvollsten weiter vorgehe, denn auch der Tipp bezüglich der häufigeren Datensicherung und dem Verzicht auf ein Cache-Raid1 ist richtig, denn über mittel oder etwas länger wollte ich die Hardware austauschen, also keine unnötigen Ausgaben für dieses System mehr machen. Das Board ist übrigens ein "ausgedientes" ASUSTeK COMPUTER INC. Z97-PRO(Wi-Fi ac), Version Rev 1.xx mit Intel i7-4790 CPU, mit dem ich meine ersten Erfarhungen mit UNRAID machen wollte, und bei dem ich nicht sicher bin, ob es für einen UNRAID-Server, der 24/7 läuft eine gute Wahl ist.

  • Community Expert
3 hours ago, Heckeli said:

denn auch der Tipp bezüglich der häufigeren Datensicherung und dem Verzicht auf ein Cache-Raid1 ist richtig, denn über mittel oder etwas länger wollte ich die Hardware austauschen, also keine unnötigen Ausgaben für dieses System mehr machen. Das Board ist übrigens ein "ausgedientes" ASUSTeK COMPUTER INC. Z97-PRO(Wi-Fi ac), Version Rev 1.xx mit Intel i7-4790 CPU, mit dem ich meine ersten Erfarhungen mit UNRAID machen wollte, und bei dem ich nicht sicher bin, ob es für einen UNRAID-Server, der 24/7 läuft eine gute Wahl ist.

ASUS Z97-Pro [WI-Fi ac] 90MB0I10-M0EAY0
 Erweiterungsslots
  2x PCIe 3.0 x16 (1x x16, 1x x8)
  1x PCIe 2.0 x16 (x4)
  4x PCIe 2.0 x1
  1x M.2/M-Key (PCIe 2.0 x2/SATA, 2280/2260)

 

Wenn die PCIe Slots frei sind, eignen sich die PCIe 3.0 Slots gut für eine NVMe.
Der PCIe2.0 x16 (elektrisch x4) Slot hingegen bremst etwas, ist aber immer noch mit seinen maximal 16GBit/s (2GByte/s) fast 3-4mal so schnell wie SATA und immer noch genau so schnell wie der M.2 (ebenfalls nur PCIe 2.0 x4) mit NVMe bestückt.
Wenn also irgendeiner der PCIe x16 Slots noch frei ist, könntest Du da eine zweite NVMe SSD einsetzen.

 

Aber wie erwähnt, wenn Du keine fuer Dich wichtigen Daten auf der SSD hast, reicht auch ein regelmaessiges Backup und Du kannst aktuell das Geld für andere Erweiterungen/Aufrüstungen/Umbauten sparen.
Aktuell ist die Hardwarebeschaffungslage ja sowieso nicht rosig.
Ob es aber besser oder schlechter (billiger oder teurer) wird, kann wohl keiner verläßlich sagen.

Ich schätze zwar, daß Festplattenplatz auf Daiuer weiter im preis sinkt und auch SSDs günstiger werden, aber das wird mitmaßlich eher langsam vonstatten gehen.

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