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Eure Meinung und Erfahrung ist gefragt....

Featured Replies

  • Community Expert

Moin,

 

Ich beabsichtige einen Wechsel von Synology auf...Unraid. Warum? Nun, die Software DSM von Synology ist zwar gut, aber mir gefällt zunehmend deren Politik nicht und die schwache Hardware. Und nun habe ich mich bislang ein knappes Jahr mit alternativen Systemen auseinander gesetzt und Unraid scheint mir eine gute alternative zu sein. Hatte auch bereits OMV, Proxmox und Truenas getestet...aber bei Unraid, wenn auch propietär, gefällt mir, das ich alle meine Platten verwenden kann, egal welche Größe Hersteller.

Nun gut,wie auch immer...der Wechsel wird eh nicht gleich nächste Woche von statten gehen und dann werde ich bestimmt Unraid und meine alte Synology noch parallel betreiben.

 

Zu meine Fragen:

 

Ich kann quasi mehrere Platten als JBOD einbauen und habe eine Parity Platte (gleich oder größer als die Größte Datenplatte). Wie viele Platten dürfen denn ausfallen, zeitgleich, ohne Datenverlust zu bekommen?

 

Zu meiner Hardware, die ich noch nicht besitze, aber gerne eure Meinungen dazu hören würde.

 

Es soll unter Unraid laufen:

Vaultwarden

 

Stirling PDF

 

YouTube DL

 

Tiny RSS

 

und als VM Windows 11 (1-2 mal)

CalDav

 

CardDav

 

vielleicht Mailcow, dann erledigen sich die letzten beiden Punkte(habe eine statische IPv4)

 

eine Surveilance Sation( mal sehen was es so gibt)

 

Eine Backup Software, die soll auf lokale USB Platten sichern und über WebDav zu Hetzner

 

Gehäuse

https://www.amazon.de/dp/B0CL3WZJ3W/?psc=1

 

Mainboard

https://www.amazon.de/dp/B0BZD8HP1P/

 

CPU

https://www.amazon.de/dp/B0CQ2ZLXB4/

 

RAM

https://www.amazon.de/dp/B0CTHXMYL8/

 

Netzteil

https://www.amazon.de/dp/B0DK6WRP92/?psc=1

 

Grafikkarte

https://www.amazon.de/dp/B07CMH5F9R/

 

Vielen Dank soweit....

 

Gruß Lextor

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  • Community Expert
1 hour ago, Lextor1975 said:

Wie viele Platten dürfen denn ausfallen, zeitgleich, ohne Datenverlust zu bekommen?

Bei einer Parity: Eine beliebige Datendisk

Bei zwei Parity: Zwei beliebige Datendisks

  • Community Expert
2 hours ago, saber1 said:

Bei einer Parity: Eine beliebige Datendisk

Bei zwei Parity: Zwei beliebige Datendisks

 

Ich bin pingelig, deshalb eine Ergänzung: Der mögliche Ausfall betrifft alle Datenträger im Array.

 

Bei einer Parity: Eine beliebige Disk im Array, egal ob nun mit Nutzdaten gefüllt (Datendisk) oder mit Parityinformation gefüllt (Paritydisk).

Bei 2 Parity: 2 beliebige Disks im Array, egal ob nun mit Nutzdaten gefüllt (Datendisk) oder mit Parityinformation gefüllt (Paritydisk) oder je eine.

 

Und @Lextor1975 : selbst wenn eine oder gar 2 oder mehr Disks (egal ob Daten oder Partity) ausfallen: Die restlichen Disks mit Nutzdaten bleiben weiterhin normal auslesbar. Somit begrenzt sich der Verlust Deiner Nutzdaten bei Hardwareschaden 'nur' auf die ausgefallenen/betroffenen Disks. Alle anderen kann man notfalls einzeln mounten und die Daten da recht bequem kopieren.

Diesen Luxus erkauft man sich aber durch ein langsameres Array,. als man es bei Raid in QNAP/Synology gewohnt ist.

Edited by DataCollector

  • Community Expert
3 hours ago, Lextor1975 said:

"Silverstone SST-CS382 Server"

Das kannte ich noch nicht. Scheint eine neuere (und teurere) Variante der SilverStone Case Storage CS380 (V2) / DS380,zu sein. Ich hoffe die haben die Kühlung bei der neueren Version besser im Griff.

 

3 hours ago, Lextor1975 said:

Mainboard

https://www.amazon.de/dp/B0BZD8HP1P/

"MSI PRO B760M-P (DDR5)"

Ich sehe jetzt nicht, was dieses Mainboard hervorhebt, deswegen sage ich mal, was ich da sehe: nur 1GBLan (Realtek), Herstteller MSI ist ab und zu mit wenig sparsanmer Firmware aufgefallen, DDR5 dürfte wegen höherer Frequenzen etwas energiehungriger sein.

 

3 hours ago, Lextor1975 said:

"Intel Core i3-14100, 4C/8T, 3.50-4.70GHz, boxed (BX8071514100)"

Sollte gut sein, sofern Deine 1-2 VM nicht wirklich enorme Rechenleistung fordern.

Falls Deine "Surveilance Sation" auch aktive Auswertung des Bildinhaltes von mehreren Kamers beinhaltet solltest Du aber entweder mal über einen Unterstützunmgschip (Coral) oder vielleicht doch eine stärkere CPU nachdenken.

 

3 hours ago, Lextor1975 said:

"Crucial Pro DDR5 RAM 32GB Kit (2x16GB) 6000MHz CL36"

Trommelwirbel: Blechdeckel/Overclocking Ram.

1. Overclocking ist jetzt nicht etwss, was man unbedingt in einem stabil laufenden 24/7 NAS haben will, weil Overclocking immer so in Richtung "Grenzen austetsen udn ggf. abstürzen" geht. Wenn die Overclocking Module wirklich sehr billig sind, kann man sowas nehmen, aber normale/kompatible Standard SPD Module tun auch ihren Zweck und sind oft günstiger.

2. Mit Hinblick auf zukünftige Erweiterungen besser einen 32GB Ram, als 2x 16 GB Ram Riegel einsetzen.

 

3 hours ago, Lextor1975 said:

"SilverStone Technology ATTIS 650R Bronze ATX-3,1 ATX (SST-AT650R-BF)"

Habe ich etwas übersehen oder warum gerade das? Wieviele Festplatten willst Du einsetzen?

Was spricht gegen das normalerweise gute und sparsame Bequiet BN341?

 

3 hours ago, Lextor1975 said:

"MSI NVIDIA GEFORCE GT 1030 2GHD4 LP OC Grafikkarte '2 GB GDDR4"

Wofür? Reicht die die iGPU in der CPU nicht?

  • Author
  • Community Expert

Hallo,

 

OK, das sind ja schon mal hilfreiche Informationen.

Die Win 11 VMs werden nicht die ganz großen sachen machen...eher Office usw.

 

Also eher nicht dieser Ram?

 

Ich bereite mich bzgl. des Netzteils auf maximale Anzahl an Platten, was in das Case passt vor.

 

Die Grafikkarte bräuchte ich nicht umbedingt, hautsache die VMs begnügen sich mit der IGPU.

Und was ich vergessen habe, Jellyfin gibt es auch noch...da passiert das Hardwaretranscoding momentan mit einer DS920+, also einem Celeron mit IGPU...

 

Danke für den Tipp mit den Netzteil https://www.amazon.de/quiet-Pure-Power-550-BN341/dp/B0BT32N4C2 beim Mainboard schaue ich auch nochmal ob es doch noch mal was anderes wird...

 

 

 

 

  • Community Expert
3 minutes ago, Lextor1975 said:

OK, das sind ja schon mal hilfreiche Informationen.

Die Win 11 VMs werden nicht die ganz großen sachen machen...eher Office usw.

 

Dann verstehe ich die Grafikkarte noch weniger.

 

3 minutes ago, Lextor1975 said:

Also eher nicht dieser Ram?

 

Wenn er aktuell im SOnderangebot besonders billig ist: okay. Ansinsten eher normale SPD Module.

Und dann würde ich weiterhin lieber wenige große anstatt kleine Speichermodule bevorzugen.

Bei 32GB Gesamtbedarf, reicht ein 32GB Modul aus.

 

3 minutes ago, Lextor1975 said:

Ich bereite mich bzgl. des Netzteils auf maximale Anzahl an Platten, was in das Case passt vor.

Für 8 Festplatten (und ein paar SSDs und die I3 CPU + die überflüssige dGPU) sind 650W nicht erforderlich.

8 Festplatten sind von der elektrischen Leistung ger problemlos mit dem Bequet BN341 machbar. Man muß nur ggf. ein paar Kabeladapter einplanen um die gewünschten Anschlüsse zu realisieren.

 

3 minutes ago, Lextor1975 said:

Die Grafikkarte bräuchte ich nicht umbedingt, hautsache die VMs begnügen sich mit der IGPU.

Die VM laufen per default per simuliertter GPU. Erst wenn man besoinders viel GPU Power braucht ist es evtl. interessant auf die iGPU oder bei noch mehr Bedarf auf eien dGPU zu setzen.

Willst Du direkt an dem unraidsystem Deine VMs nutzen oder per fernbedienendem PC darauf zugreifen?

 

3 minutes ago, Lextor1975 said:

Und was ich vergessen habe, Jellyfin gibt es auch noch...da passiert das Hardwaretranscoding momentan mit einer DS920+, also einem Celeron mit IGPU...

 

Ich transcode nicht, aber das kann die iGPU ziemlich gut selbst.

 

  • Author
  • Community Expert

Ich will per PC auf die VMs zugreifen, dieser läuft mit Linux.

 

OK, für RAM und Mainboard vielleicht eine Empfehlung? Bin für alle Tipps dankbar.

  • Author
  • Community Expert
2 hours ago, DataCollector said:

Diesen Luxus erkauft man sich aber durch ein langsameres Array,. als man es bei Raid in QNAP/Synology gewohnt ist.

Das ist merklich, deutlich? Was wird mich erwarten?

  • Community Expert
4 hours ago, Lextor1975 said:

Das ist merklich, deutlich? Was wird mich erwarten?

 

Okay, ich vermute anhand der Frage, daß Du noch keine reale Erfahrung mit Array in unraid gemacht hast.

 

Dann wird es jetzt mal wieder lang & breit:

 

Unraid benutzt im Array kein Raid (deshalb heißt es ja auch UNraid).

 

Im Raid (>1) werden die Dateien auf alle Datenträger verteilt, so daß jede nur ein Stück hat. Und beim Schreiben, wie auch Lesen werden alle Datenträger angesprochen und jede schreibt/liest das entsprechende Stückchen.

Dadurch können viele Festplatten in einem Raid Dateien sehr schnell verarbeiten und dadurch erheblich flotter werden als eine einzelne Festplatte.

Ich nutze unter Windows Hardwareraid6 mit bis zu 12 Festplatten und komme mit handelsüblichen Festplatten problemlos im Peak auf 1GByte/s (wenn ich die Sekunden des Ramcache Puffers mit betrachte sogar >1,8GByte/s).

Das klappt aber nur. weil eben alle Festplatten drehen/mithelfen und somit alle maximal ihrem Strom verbrauchen  (ich gehe mal von einem Verbrauch pro  Festplatte von ca. 10-20 Watt aus). (Rechnung: 12 x 10-20 Watt sind dann auch 120-240W nur um eine simple Datei zu lesen/schreiben und selbst idle drehen die Festplatten bei einem Hardwareraid einige Zeit und fressen Strom.

 

Jetzt kommt unraid.

Im Array schreibt unraid jede Datei immer komplett auf nur eine einzige Festplatte. Somit erreicht man lesend wie schreibend (ohne Parity) maximal die Geschwindigkeit einer einzigen Festplatte.

Eine Festplatte schreibt im vorderen Bereich schneller, weil die drehenden Platter außen größer sind (mehr Sektoren/Bits haben) als im engeren inneren Bereich. Moderne Festplatten mit hohen Kapazitäten schaffen heutzutage im Außenbereich so um die 300MByte/s und sacken dann mit steigendem Füllstand nach innen hin auf irgendwas so um die 140 MByte/s ab. (Alles nur grob aus dem Bauch heraus). Deshalb setze ich bei Berechnungen für Festplatten einen geschätzten Mittelwert von rund 250MByte/s für moderne und große Festplatten an.

Ältere oder kleine Festplatten sind langsamer (aber das ist jetzt erst einmal weniger wichtig).

Also sage ich mal: im Array (ohne Parity) kann eine Datei maximal mit rund 250MByte/s geschrieben oder gelesen werden, egal ob im Array 1 oder 28 Festplatten drin sind.

Doch ist das Array dadurch auch extrem stromnsparend, weil für das, was man lesen oder schreiben will, im besten Fall nur eine einzige Festplatte braucht. Alle anderen können stromsparend schlafen. Bei 12 Disks im Array (ohne Parity) liest/schreibt man also die eine gewünschte Datei nur von/auf 1 Disk, die mit 10-20W dreht. Alle anderen 11 Festplatten schnarchen bei nominal ca. 1W weiter. 

Somit ist die gleiche Operation bei einem "12 Disk Raid5/6" mit seinen 120-240W   bei unraid im Array mit nur 20-30W abgewickelt. Dafür ist unraid eben langsamer, weil auch nur die eine Disk liest/schreibt.

 

Jetzt kommt ein Pferdefuß/Parity:

unraid hat sich für die Parityfunktion etwas ebenfalls stromsparendes ausgedacht:

Bei bis zu 28 Festplatten mit all ihren individuellen Dateien schaut sich unraid jedes einzelne Bit an (welches binär ja 1 oder 0 sein kann).

Es schaut sich also ausnahmslos alle "Daten"Bits aller Festplatten an Stelle 1 an und stellt fest ob alle zusammen als Quersumme eine 0 oder 1 ergeben und merkt sich für Position 1 diesen Wert.

Das selbe macht die Parity für Position 2...3...4... bis zur letzten Position der größten Disk (deshalb muß jede Paritydisk auch mindestens so groß sein, wie die größte Datendisk).

 

Nehmen wir also wieder ein Array mit 12 Festplatten an und 11 Stück enthalten Deine Nutzdateien/-daten und die 12. Disk ist die Parity.

Man kann also weiterhin eine beliebige Datei im Array lesen und es läuft lesend nur die erforderliche eine Festplatte an, weil jede Datei ja weiterhin nur auf einer einzigen Festplatte komplett gespeichert ist. Somit wird stromsparend mit maximal ca. 250MByte/s gelesen.

 

Wenn man hingegen speichern will, ändert man ja die Bits auf der Festplatte (sagen wir unsere Datei kommt/schreibt auf Festplatte 7). Somit ist es extrem wichtig, daß auch die Parity mit anläuft, weil die für den Fehlerfall ja immer die korrekte Parity haben sollte, falls direkt nach dem Schreiben die Festplatte 7 verstirbt.

Der Strombedarf liegt also schreibend bei 2Disk x 10-20W + die restlichen schlafenden 10 Festplatten mit ihren 1W.

Um auf der Parity die Daten korrekt neu zu schreiben muß unraid also einerseits wissen, wie die Bits auf der Datenfestplatte Nummer 7 für diese eine Datei gesetzt werden (wo kommt eine 0 hin und wo kommt eine 1 hin?) und dies auch auf der Parity neu berechnen und schreiben, weil die Quersumme auf der Parity ja immer passen muß.

 

Jetzt stell Dir vor: unraid hat ja nur das bisschen PC Ram und kann sich nicht alles in diesem winzigen Ram von vielleicht 64GB merken, denn 11 x 20TB Festplatten (=220TB) haben eben mehr Speicherplatz, als in dem RAM (64GB) passt.

 

Also muß unraid bei dem Schreiben einer Nutzdatei mehrere Schritte sequentiell nacheinander machen:

  a) es liest den Zustand der Parity für die betreffende Stelle ein

  b) es berechnet mit der CPU/Ram die korrekten Werte für die Datenfestplatte Nr. 7 und für die Parityfestplatte.

  c) unraid wartet, bis die gerade auf der Parity gelesene Stelle wieder unter den Lese/Schreibköpfen vorbei rotiert

  d) unraid schreibt gleichzeitig auf Datenfestplatte Nr.7 und Parity die berechneten neuen Werte.

  e) unraid ist fertig.

 

Wenn also in erst einmal die betreffende Paritystelle liest und diese mit 250MByte/s gelesen wird um sie später auch mit ca. 250MByte/s zu schreiben kommt man zusammen betrachtet auf nur noch 50% de Geschwindigkeit, weil immer 2 Operationen stattfinden müssen um auch nur ein simples Bit zu setzen.

Und nun kommt noch die mechanische Verzögerung der drehenden Schreiben dazu. Unraid kann ja nicht direkt nach dem Lesen sofort auf die Parity wieder schreiben, weil die betreffende Stelle ja gerade beim Lesen unter den Köpfen durchgeflitzt ist. Also ist Warten angesagt bis die Stelle wieder vorbei kommt.

Deshalb hat man beim Schreiben nicht einmal 50% der Geschwindigkeit, die eine einzelne Festplatte an der jeweiligen Position erreichen kann.

 

Wenn ich meine 250MByte/s für eine Disk nehme erhält man unter unraid in der Realität schreibend eine Geschwindigkeit zwischen rund 33 und 50% der Transfergeschwindigkeit.

Das wären dann also irgendetwas zwischen ca. 125 und 80 MByte/s schreibend in einem Array mit Parity.

(Wie schon oben erwähnt schreiben Festplatten außen schneller und innen langsamer. Wenn Du im Innenbereich (140MByte/s) schreibst kann es also auch schon mal auf 70-45MByte/s absacken. Bei den oben erwähnten alten, kleineren oder gar langsamer drehenden Festplatten geht es dann real auch nochmal langsamer.)

 

Deshalb sage ich, die Stromersparnis erkauft man sich durch ein langsames Array.

 

Und um das weitgehend zu kompensieren wird eben dem Array am sinnvollsten ein Pool vorgeschaltet, der dann als Schreibcache fungiert. Wenn man in dem Pool eine (ausreichend flotte) SSD platziert kann man dennoch schnell schreiben, weil die Daten erst einmal auf der SSD landen und timergesteuert dann automatisch ins Array verschoben werden.

 

Dieses Gesamtkonstrukt (Festplattenarray & SSD Pool/cache) ist für viele User ein guter Kompromiß zwischen Stromverbrauch und Datenlagerung.

Es ist nichts für industrielle/hochprofessionelle Anwendungen, bei denen man jedes Quentchen an Speed braucht. Dann sollte man bei Raid bleiben und ggf. sogar SSDs direkt dort einsetzen.

Wenn man es mal eilig hat kann man unraid so konfigurieren, daß auch beim Schreiben alle Disks drehen und somit die Parity nicht erst gelesen werden muß, aber dieser Modus liest dann die Daten aller Disks im Array und damit ist die Stromersparnis dahin. Das sollte nur im Notfall verwendet werden oder wenn einem der Strombedarf vollkommen egal ist. Aber ob dann unraid das Richtig für einen ist muß man dann vielleicht nochmal überdenken. Dann tut es auch wieder jedes andere Raid.

Dieser Modus heißt "Reconstruction Write".

 

Zweiter Pferdefuß/Spinup-time:

Oben erwähnte ich ja schon, daß unraid die nicht benötigten Festplatten schlafen legen kann (spindown). Das bedeutet die hören auf zu drehen und schnarchen dann mit nur noch nominal ca. 1W vor sich hin. Super Sache zum Strom sparen - blöde Sache, wenn man eine Datei einer schlafenden Festplatte braucht. unraid erkennt das, stubst die notwendige Festplatten an, die Disk wacht auf und beschleunigt ihre Platter, so daß bei vorgesehener 'Drehgeschwindigkeit' die Köpfe ausfahren und die Stelle suchen & lesen können. Unterschiedliche Festplattentypen brauchen unterschiedlich lange zum Anlaufen, deshalb wird einfach mal pauschal 30 Sekunden gesagt.

So kann eine Suche einer einzigen Datei (wenn man nicht weiß, wo die ist) über ein Array mit 11 Datenfestplatten + 1 Parity allein für diesen Vorgang 11x30 Sekunden = 330 Sek. = 5 Minuten + 30 Sekunden daueren + die Zeit in denen das Dateisystem auf der jeweiligen Disk durchsucht wird.

Hier gibt es 2 Lösungsansätze:

a) man sollte sich Gedanken machen, wie man seien Dateien auf dem Array sortiert, damit man nicht alles durchsuchen muß

b) Es gibt beispielsweise ein plugin "Dynamix Cache Dirs" Dieese benutzt ab und zu etwas Strom und Speicherplatz um sich die Inhaltsverzeichnisse bis zu einer gewissen Einstellbarkeit zu merken. Somit müssen die Festplatten nicht alle anlaufen, weil das Plugin das mit seinem RAM abfängt. Wenn man das Plugin benutzt muß man aber damit leben, daß sich auf einigen Systmen dann in regelmäßigen Abständen sehr kure Stromverbrauchs Peaks zeigen. Mir persönlich ist es aber lieber, als wenn zur Suche dann doch meine 24 Disks alle anlaufen müssen, was dann doch ein erheblich gößerer Stromverbrauch ist.

 

 

 

Falls Dich die Parity genauer interessiert:

Es gibt bei youtube übrigens so einige Videos, die Parity im unraid array sehr gut erklären:

https://www.youtube.com/watch?v=HybwCOVDg9k    (hier ab ca. 9:22 ist es sehe einfach bildlich in englisch erklärt. Meiner Meinung nach einer der besten Erklärungsversuche, den ich in youtube gesehen habe)

https://www.youtube.com/watch?v=dX2PvD1qtKw

https://www.youtube.com/watch?v=c-JNWoP2sSk

HIer in deutsch (bitte nur die Parityerklärung ab ca. 20:33 betrachten. Der Aufbau, den Ct3000 da vorher macht ist beeindruckend aber er macht einiges, was bei unraid besser zu unterlassen ist, weil es ein wackeliges System ergeben kann):  https://www.youtube.com/watch?v=cB5n_cWJor8&t=1233s

 

Edited by DataCollector

  • Community Expert
5 hours ago, Lextor1975 said:

Ich will per PC auf die VMs zugreifen, dieser läuft mit Linux.

Dann sehe ich keine Notwendigkeit eine dGPU einzubauen.

 

5 hours ago, Lextor1975 said:

OK, für RAM und Mainboard vielleicht eine Empfehlung? Bin für alle Tipps dankbar.

 

Board:

Ich habe noch nicht so ganz auf dem Schirm wieviele Festplatten/SSDs Du einzusetzen gedenkst, aber 

nur so als Idee (weil ich das Mainboard doch des öfteren als Testplattform unter unraid durchgemessen habe):

https://forums.unraid.net/topic/156160-gigabyte-b760m-ds3h-ddr4-verschiedene-messungen-werte/

Leider als Neuware im Preis angestiegen, als Gebrauchtware bei Ebay günstig zu haben.

Wenn Du bis zu 8 SATA Festplatten verwenden willst (wobei das Gehäuse ja nur 8 Schächte hat) wär ein Zusatzkontroller für 4 weitere Festplatten erforderlich. Da bietet sich ein ASM1064 (mit unter Windows geflashter Firmware) in einem der PCIe 3.0 x1 Slots an.

 

RAM:

Als ganz normaler SPD Ram macht sich Crucial 32GB DDR4 3200MHz CL22 Desktop Arbeitsspeicher (CT32G4DFD832A) ziemlich gut.

Ich schaue meist nach dem Preis und sortiere nach Bestpreis:

https://geizhals.de/?cat=ramddr3&xf=1454_32768~15903_DDR4~15903_dunkel~15903_keinSO~15903_ohneECC~15903_ohneREG~15903_ohnepuff~254_3200&asuch=&bpmin=&bpmax=&v=e&hloc=de&plz=&dist=&mail=&sort=p&bl1_id=30&togglecountry=set

Aktruell liegt ein Modul 32GB DDR4-3200 Standard SPD bei irgendwas zwischen 45-55 Euro + ggf. Versandkosten in Deutschland.

Vor längerer Zeit waren es eher so 60 Euro oder mehr. In wie weit Trumps Zollchaos da in naher Zukunft Auswirkungen zeigt, kann wohl keiner hellsehen, aber dei Preise scheinen langsam wieder zu steigen.

 

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  • Community Expert

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