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FAQ - Grundlagen Zusatzkarte für SATA-Ports v1.7 Stand 04.12.2025

Featured Replies

Hallo Allerseits.

 

Die Wahl der PCIe basierten SATA Kontroller für unraid (Stand April 2025).

 

Ist zwar schon (sehr) oft durchgekaut worden, aber da immer wieder entsprechende Fragen auftauchen hier einmal ein paar Grundlagen. (Diese spiegeln meine aktuelle Meinung und Erfahrung wieder. Verbesserungsvorschläge willkommen.)

 

Hier incl. PCIe und SATA Grundlagen, damit man hier ggf. drauf verweisen kann und es nicht immer wieder neu tippen muß.

 

 

Zuerst die übliche Schnittstelle auf dem Mainboard, die diese Kontroller versorgt - PCIe:

Zuerst ist es interessant, welchen PCIe Standard das Mainboard bei den zu benutzenden Slots unterstützt, damit man auch abschätzen kann, was ein SATA Kontroller darauf maximal leisten kann:

 - PCIe 1.0 ist stark veraltet und liefert pro Lane rund 250MByte/s. Das ist nicht zu empfehlen.

 - PCIe 2.0 ist veraltet und liefert pro Lane rund 500MByte/s. Wenn es nicht anders geht, kann man es nutzen. PCIe SAS-Kontroller mit PCIe 2.0 sind aber oft etwas stromsparender als PCIe 3.0.

 - PCIe 3.0 ist aktuell (& gut) und liefert pro Lane knapp unter 1Gbyte/s.

 - PCIe 4.0 oder gar 5.0 sind zu neu. Speziell dafür sind mir aktuell keine SATA Kontroller bekannt.

 

Da PCIe abwärtskompatibel ist, kann man in einem sehr neuen Mainboardslot mit Standard 4.0 oder gar 5.0 dennoch auch Kontroller verwenden, welche beispielsweise nur PCIe 2.0 oder 3.0 beherrschen. Leider ist man dann aber eben auch auf die Geschwindigkeit von PCIe 2.0 oder eben 3.0 pro Lane reduziert. Dafür wird bei der langsamen Taktung oft auch etwas weniger elektrisch Energie benötigt.

 

 

Dann ist es relevant welche PCIe Steckplätze das Mainboard hat.

 - Einerseits gibt es die normalen PCIe Slots in verschiedenen Längen und intern unterschiedlich viel belegbaren (elektrisch verbundenen) Lanes. Mechanisch lange Slots (bis x16) können so ausgeführt sein, daß sie elektrisch dennoch nur weniger Lanes verbinden (x1, x4, x8).

 - Andererseits gibt es seit einiger Zeit M.2 Steckplätze (alt auch NGFF bezeichnet), die entweder selber nur einen einzigen SATA Anschluß bieten oder evtl. (zusätzlich oder exklusiv) den NVMe Standard beherrschen und dadurch auch PCIe Lanes haben. Diese sind mit 1, 2 oder 4 Lanes zu finden. Diese sind mechanisch nicht ganz so robust/stabil, aber mit etwas Vorsicht immer noch gut nutzbar.

 

 

Nun zu SATA:

Der aktuelle SATA-3 Standard kann Datenträger mit bis zu ca. 600MByte/s (6GBit/s) ansprechen.

 - Große und schnelle Festplatten mit der Drehzahl von ca. 7200 Rpm schaffen heutzutage in der kurzzeitigen Spitze etwas mehr als 280MByte/s von ihrem Scheiben. Im normalen Dauerbetrieb sackt diese Geschwindigkeit über die Festplatte hinweg ab, so daß ich pauschal pro Festplatte von ungefär 250MByte/s ausgehe.

 - SATA-SSD hingegen schaffen aufgrund ihres Aufbaus in der Spitze durchaus weit höhere Geschwindigkeiten. 550MByte/s sind keine Seltenheit und da kommt man so langsam an die SATA-3 Limitierung ran. Weniger Peformante SATA-SSD sacken nach sehr kurzer Spitze auch gerne schon mal auf 300 MByte/s oder sogar viel weniger ab.

 

 

Hier nun zu den Kontrollern für SATA-Festplatten und SATA-SSD:

Die Kontroller sind in der Regel mit einem (oder mehreren) Chip bestückt, welcher den PCIe Slot (Eingang) nutzt und dann SATA Ports für Festplatten/SSD (Ausgang) bereit stellt.

Die Leistungsfähigkeit (und Kompatibilität zu unraid) eines Kontrollers hängt stark von dem verwendeten Chip auf dem Controller ab, weshalb es meist egal ist, wer der Kartenhersteller ist, da dieser meist nur die Funktion des Chips nach außen anbindent. (Deshalb werde ich im weiteren eher von Chiptypen, als von Kontrollerherstellern schreiben).

 - Einerseits gibt es SATA Kontroller, welche meist nicht so viel Strom verbrauchen, dafür aber auch nur wenige SATA-Anschlüsse (bis 6) haben und passiv gekühlt werden (bei einfachen Chips ist nicht einmal ein Kühlkörper nötig).

 - Andererseits gibt es SAS Kontroller, welche auch zu SATA kompatibel sind. Diese benötigen mehr elektrische Energie, gibt es aber dafür auch mit hoher SAS/SATA-Portzahl (bis 28). Aufgrund des hohen Stromverbrauches sind bei SAS Kontrollern mindestens Kühlkörper nötig und diverse Hersteller sehen eine zwingende Belüftung mit vorgegebener Luftmenge als notwendig an. Hier sind HBA Kontroller im IT Mode für Unraid in der Regel kompatibel. Raid Kontroller ohne IT Modus sind bei Unraid nicht anzuraten.

 - Dann gibt es noch eher exotische Lösungen, bei denen verschiedene Chips mit SATA-Multipliern hinter dem eigentlichen SATA Chip oder gar PCIe-Switche dem SATA Chip vogeschaltet sind. (Beide Varianten sind nicht optimal!)

Deshalb ganz kurz zu diesen beiden Zusatzkomponenten:

 - SATA Multiplier sind Verteiler, die die maximalen 600MByte/s eines SATA (Eingangs-)Ports auf bis zu 5 SATA (Ausgangs-)Ports verteilen. Man hat also weitaus mehr Ports gleichzeitig zur Verfügung um Datenträger anzuschließen, aber wenn man alle Datenträger gleichzeitig ansprechen will, teilen sie sie die maximale Bandbreite des einen Ports. Somit schafft man dann pro SATA Port theoretisch maximal ca. 120MByte/s. In der Praxis kommen noch ein paar bremsende Details hinzu.

 - PCIe-Switche sind vergleichbar mit Netzwerkswitchen. Man hat auch hier einen Eingang (evtl. mit mehr als einer Lane), der versucht die zu transportierenden Datenpakete auf mehrere Ausgänge zu verteilen. Da PCIe weitaus performanter ausgelegt ist und so auch mehrere Eingangslanes gleichzeitig auf verschiedene daran angeschlossene SATA Kontroller mit je einer Lane gesplittet werden können, ist das eine interessante Methode mehrere stromsparende SATA Chips performant an einen breiteren PCIe Slot (beispielsweise mit 4 Lanes) anzubinden. Leider hat die Sache einen großen Haken: die PCIe Switches selber sind auch Stromschlucker und damit macht man die Energiebilanz des nachgeschalteten sparsamen SATA Chips wieder zunichte. Dann kann man gleich überlegen einen SAS Kontroller oder mehrere einfache SATA Kontroller zu nehmen.

 

Und endlich: die SATA Chips auf den Kontrollerkarten (egal ob Standardbauweise oder M.2).

Aktuell steht auf dem Markt folgendes zur Verfügung (was auch in unraid gut funktioniert, aber ggf. die  vom Mainboard erreichbaren Stromsparzustände (C-States) verändern/verschlechtern kann):

 

ASM1062 Chip – Eingang PCIe 2.0 x2; Somit hat man also rund 1GByte/s Bandbreite (wenn dieser Chip eben zum Mainboard mit mindestens PCIe 2.0 x2 Lanes angebunden ist), die hier auf bis zu 2 SATA Ports verteilt werden. Bei gleichzeitige Nutzung aller 2 Ports sind knapp unter 500MByte/s pro Port nutzbar, wodurch sich dieser Kontroller sich gut anbietet bei älteren PCIe 2.0 basierten Mainboards bis zu 2 SATA Festplatten oder aus SATA-SSD gleichzeitig zu betreiben.

Diese Kontroller sind aber auch auf PCIe Steckkarten mit nur einer (x1) Lane Anbindung zu finden. Hier stehen dem Chip also nur maximal rund 500MByte/s zur Verfügung und damit würde es bei 2 guten SATA-SSD gleichzeitig schon wieder zu eng mit der Gesamtbandbreite.

 

JMB582 Chip - Dieser hat baulich 1 eine PCIe 3.0 Lane. Dieser Chip bietet 2 SATA Ports, die sich dann die maximale Bandbreite von rund 1GByte/s teilen, wodurch dann bei gleichzeitiger Nutzung knapp unter 500MByte/s pro SATA Port drin sind. Das reicht auch für gute SATA SSDs.

Diese 582 Chips werden sehr gerne für die Nischenlösung der M.2 Key A/E Steckkarte eingesetzt um in solch kurzen A oder E Slots, welche eigentlich für WiFi Karten gedacht sind und auch PCIe 3.0 x1 enthalten, einen zusätzlichen SATA Kontroller einzusetzen. In reinen CNVI M.2 Slots funktionieren diese Kontroller nicht.

Nicht unerwähnt sollte sein, daß die JMB 582 (und siehe unten auch 585) kein vernünfitiges ASPM beherrschen und somit der PC in der Regel nicht mehr in tiefere Stromsparmodi wechseln kann. Das kann dann schon einmal einen Unterschied von ein paar Watt im einstelligen bis niedrigen 2 stelligen Bereich ausmachen.

 

ASM1064 Chip – Eingang PCIe 3.0 x1; Somit hat man also rund 1GByte/s Bandbreite, die hier auf bis zu 4 SATA Ports verteilt werden. Bei gleichzeitiger Nutzung aller 4 Ports sind knapp unter 240MByte/s pro Port nutzbar, wodurch sich dieser Kontroller gut anbietet bis zu 4 SATA Festplatten gleichzeitig zu betreiben. Bei performanten SATA-SSD sollten nicht mehr als 2 SATA Ports gleichzeitig benutzt werden, da diese sonst ggf. ausgebremst werden.

Edit: Diese Chips haben aber gezeigt, daß Sie mit der ausgelieferten Firmware beim Einsatz von Powertop im auto tune Modus ggf. die SATA Links verlieren. Diese sind ebenfalls keine gute Empfehlung mehr für unraid.

Siehe unten EDIT2: mit einem Firmwareupdate kann man die nach ersten Tests doch wieder gut nutzen.

 

ASM1164 Chip – Eingang PCIe 3.0 x2; Somit hat man also rund 2GByte/s Bandbreite, die hier auf bis zu 4 SATA Ports verteilt werden. Bei gleichzeitige Nutzung aller 4 Ports sind fast 500MByte/s pro Port nutzbar, wodurch sich dieser Kontroller gut anbietet bis zu 4 SATA-SSD gleichzeitig zu betreiben. Steckkarten mit diesem Kontroller sind aber sehr selten, weil sie preislich vergleichbar dem unten erwähnten ASM1166 liegen und dieser sogar 6 SATA Ports bietet. Auch dieser Kontroller ist vereinzelt auch auf x1 Steckkarten zu finden, wobei er sich von der Geschwindigkeit her dann nicht mehr von der ASM1064 Variante unterscheidet. Nicht unerwähnt sollte sein, daß es für die ASM11.. Chips ein Firmweareupdate gibt, welches bei einigen Zusatzsteckkarten evtl. vorhandene Probleme mit den Energiesparmodi ausmerzen. Ob dieses Firmwareupdate bei allen ASM11.. basierten Steckkarten funktioniert kann ich nicht sagen, aber sie ließen sich bei allen von mir getesteten ASM1064,1166 Steckkarten problemlos einflashen. Eine ASM1164 habe ich nicht.

 

JMB585 Chip - Dieser hat baulich 2 Stück PCIe 3.0 Lanes, wodurch man seine maximale Bandbreite nur in einem Slot 3.0 mit x2 Lanes (oder mehr) erreichen kann. Dieser Chip bietet 5 SATA Ports, die sich dann die maximale Bandbreite von rund 2GByte/s teilen, wodurch dann bei gleichzeitiger Nutzung knapp unter 400MByte/s pro SATA Port drin sind. Das ist mehr als die aktuell flotteste SATA HDD schafft und auch nicht übel, wenn man SATA SSD verwenden will. Es wird dann bei gleichzeitiger Nutzung performanter SATA-SSD zwar immer noch etwas Transfergeschwindigkeit beschnitten, aber das muß man selber entscheiden, ob man das akzeptieren kann und ob die SSD soweiso nicht selber schon langsamer ist.

Auch hier der Hinweis: 

daß die JMB 585 (und siehe oben auch 582) kein vernünfitiges ASPM beherrschen und somit der PC in der Regel nicht mehr in tiefere Stromsparmodi wechseln kann. Das kann dann schon einmal einen Unterschied von ein paar Watt im einstelligen bis niedrigen 2 stelligen Bereich ausmachen.

 

ASM1166 Chip – Auch dieser hat baulich 2 Stück PCIe 3.0 Lanes und somit auch maximal 2GByte/s. Er verteilt dies auf bis zu 6 SATA Ports, wodurch dann bei gleichzeitiger Nutzung rund 330MByte/s drin sind. Immer noch mehr als eine Festplatte und auch bei SATA-SSD für den einen oder anderen User interessant. Wenn man nur 4 Ports beschaltet hat man eigentlich das Selbe wie bei einen ASM1164 Chip (siehe oben) nur eben für ggf. zukünftige Erweiterungen oder Umplanungen 2 SATA Ports mehr.

Hier gilt auch der Hinweis zu der Firmware bei Stromsparproblemen.

EDIT: in den letzten Monaten sind aber auch viele (billige) ASM1166 basierte Zusatzkontroller auf den Markt gekommen, die zwar nicht (wie der ASM1064 ohne aktuelle Firmware) die Links verlieren, aber dennoch in den Stromsparmodi (selbst mit angepaßter Silverstone Firmware) nicht mehr so ganz gut mit den Mainboards harmonieren und somit die C-States negativ beeinflussen.

Selbst, wenn der Kontroller selber nur so um die 2W schluckt, kann es sein, daß das Mainboard (incl. CPU) dann von sich aus einiges mehr an Energie benötigt (wie bei den JMB gilt hier, daß es zwischen wenigen Watt bis zu niedrigen 2 stelligen Bereich sein kann, je nachdem wie spartansich das Mainboard selber ausgestattet ist). Es ist also hier ein bisschen Glückssache.

Hier ist eine Info zu der erwähnten Silverstone Firmware:

https://forums.unraid.net/topic/141770-asm1166-flashen-mit-der-firmware-der-silverstone-ecs06-karte-sata-kontroller/

In diesem Test ist auch eine neuere Firmware zu finden:

https://forums.unraid.net/topic/185255-asm1064-test-der-firmwares/

 

RTL9101 Chip – Hier haben wir etwas Neues. Ich verteste das Ding gerade (Stand Dezember 2025) in M.2 Bauform, deshalb die Aussagen hier erst einmal unter Vorbehalt!

Auch dieser hat baulich 2 Stück PCIe 3.0 Lanes und somit auch maximal 2GByte/s. Er verteilt dies auf bis zu 9 SATA Ports, wodurch dann bei gleichzeitiger Nutzung rund 220MByte/s drin sein sollten. Das entspricht zwar nicht dem bisher von mir gerne veranschlagten Wert von 250MByte/s pro Festplatte ist aber immer noch ziemlich gut, wenn es eben nicht um die neuesten/schnellsten/größten Festplatten geht.

Meine aktueller Beitrag dazu:

https://forums.unraid.net/topic/195560-ein-neuer-hirsch-auf-dem-platz-sata-zusatzkontroller-realtek-semiconductor-rtl9101/

Diverse LSI Chips (des aktuellen Inhabers Broadcom) – Das sind dann die SAS Chips. Hier gibt es sehr viele Varianten. Am verbreitetsten sind die Chips, welche PCIe x8 zum Mainboard hin anbinden und daraus 8 oder mehr SAS/SATA-Ports machen. Wie schon geschrieben: im IT Mode sind diese für unraid gut nutzbar, aber aufgrund des höheren Strombedarfes, aktiver Kühlung und zur Verfügung stehender PCIe Slots des Mainboard muß man abschätzen, ob man lieber einen SAS Kontroller mit 4, 8 oder mehr Ports oder einen oder mehrere SATA Kontroller mit jeweils weniger Ports einsetzt um die gesamt gewünschte SATA-Portanzahl zu erreichen.

Es gibt solche SAS Kontroller die gerne Spitzenwerte von 20-30Watt erreichen. Die aktive Kühlung ist dabei definitiv zwingend!

Hier sei ergänzt, daß es auch neuere SAS-Chipentwicklungen gibt, die durch komplett neues Design und Reduzierung ihrer SAS Fähigkeiten wieder etwas weniger Energie benötigen sollen. Aber das Zeugs ist eben noch recht neu und kostet somit einiges mehr.

Hier sei ein Broadcom 9500-8i genannt, welcher auch auf der Deviceseite NVMe/PCIe beherrscht und laut Broadcom mit unter 6W angegeben ist.

https://www.broadcom.com/products/storage/host-bus-adapters/sas-nvme-9500-8i

oder sein größerer Bruder:

HBA 9500-16i mit 8.9W

Hier sei angemerkt: Man hat die Steckverbinder zu den Vorgängern wieder einmal geändert SFF-8654 (SlimSAS).

EDIT: Anscheinend hat Broadcom die Angaben in den Specs geändert. Nun ist der 9500-8i Kontroller auch mit 1024 Festplatten (SAS/SATA) angegeben. Früher waren es weniger.

Ungünstigerweise muß man bei dem Kauf eines Verbindungskabels für die SFF-8654 (SlimSAS) Anschlüsse sehr aufpassen, denn dies Bezeichnung findet sich auch bei inkompatiblen Kabeln.

 

Kleine Randnotiz zu den Kontrollern, welche PCIe 3.0 x2 verwenden:

Es gibt im breiten Markt keine Standard PCIe x2 (mechanisch) Slots. Aus dem Grund sind diese Kontrollerkarten für maximale Performance immer in Slots einzusetzen, welche länger sind und ggf. sogar mehr Lanes bieten. Ob man nun wirklich bei einem PCIe x4 Slot eine x2 Karte einsetzen will und somit x2 Lanes unbenutzt bleiben, muß jeder User für sich selber entscheiden.

 

EDIT 1: (früher waren ASM1064 vorgeschlagen, aber die sind nicht mehr empfehlenswert):

Wenn es um 5-6-SATA Ports geht bevorzuge ich 2 Stück PCIE 3.0 x1 ASM1166 (oder wenn billig zu haben ASM1164)  in gesamt 2 PCIe x1 Slots eines Mainboards einzusetzen, als nur einen JMB585 (PCIe 3.0 x2) oder ASM1166 (PCIe 3.0 x2) zu verwenden, wodurch ein ganzer PCIe x4 (oder mehr) Slot ver(sch)wendet wird.

Aber das ist sehr individuell und nur meine persönliche Meinung.

EDIT 2: Die ASM1064 sind mit einem Firmwareupdate doch wieder geeignet.
Siehe folgenden Beitrag:

https://forums.unraid.net/topic/185255-asm1064-test-der-firmwares/

EDIT 3: oben den RTL9101 hinzugrfügt: Noch nicht endgültig ausgetestet, aber bisher macht er mir ein überraschend gutes Bild.

 

Aufgrund der oben erwähnten stromsparenderen Firmware mag man auch einen oder mehrere ASM1166 oder ASM1164 (ggf. sogar nur als x1 Steckkarte) bevorzugen und darauf hoffen, daß sie sich bei dem eigenen Kontroller einspielen läßt und den Kontroller gesamt noch etwas sparsamer macht. Natürlich sollte man dennoch mit Bedacht überlegen wieviele SATA Ports man dann belegt und gleichzeitig nutzen wird. An der PCIe Bandbreite der Steckkarte ändert sich nichts.

 

Edited by DataCollector
C-States erwähnt; Typos, 1164 neu dazu; Link zu Flashartikel; Link zu Flashtest eines ASM1064; kleinere Streichungen und Umformulierungen; RTL9101

  • DataCollector changed the title to FAQ - Grundlagen Zusatzkarte für SATA-Ports v1.5 Stand 18.01.2025
On 12/10/2022 at 5:57 PM, DataCollector said:

EDIT: Anscheinend hat Broadcom die Angaben in den Specs geändert. Nun ist der 9500-8i Kontroller auch mit 1024 Festplatten (SAS/SATA) angegeben. Früher waren es weniger.

 

Mir ergeben sich bei der Sache 3 Fragen:

  1. Wie kann man an einen 8-Port-Controller 1024 Festplatten anschließen?
  2. SATA und SAS sind doch erst mal unterschiedliche Protokolle bzw. sind da wohl auch irgendwelche Kabel gedreht. Was mich nun irritiert, wie der denn nun SATA und SAS kann? Wird das in der Controllerkarte entsprechend eingestellt?
  3. Ich habe mal bei den Varianten etwas recherchiert. Da gibt es auch den 9211-8i gebraucht. Der hat direkt SFF8087-Anschlüsse, die meine Server-Backplane auch hat. Allerdings ist die Backplane meines Servers SAS, die Platten aber SATA. Da braucht man dann irgendwie ein gekreuztes Kabel oder? Ich frage weil das mit dem Kabel zwischen aktuell SATA (ASM 1064) und SFF8087 auch irgendwelche speziell gekreuzte sein mussten.
  • Author
20 minutes ago, Cannon said:

Wie kann man an einen 8-Port-Controller 1024 Festplatten anschließen?

 

Indem man SAS Expander verwendet und diese immer weiter kaskadiert.

 

20 minutes ago, Cannon said:

SATA und SAS sind doch erst mal unterschiedliche Protokolle bzw. sind da wohl auch irgendwelche Kabel gedreht. Was mich nun irritiert, wie der denn nun SATA und SAS kann? Wird das in der Controllerkarte entsprechend eingestellt?

 

SAS und SATA sind kabeltechnisch identisch. Das SAS Datenprotokoll beherrscht einfach auch das SATA Protokoll, womit sich SAS Kontroller eignen SATA Datenträger anzusprechen.

Anders herum geht das nicht. Ein SATA Kontroller kann mit einer SAS Festplatte oder einem SAS Expander nichts anfangen.

 

20 minutes ago, Cannon said:

Ich habe mal bei den Varianten etwas recherchiert. Da gibt es auch den 9211-8i gebraucht. Der hat direkt SFF8087-Anschlüsse, die meine Server-Backplane auch hat. Allerdings ist die Backplane meines Servers SAS, die Platten aber SATA. Da braucht man dann irgendwie ein gekreuztes Kabel oder?

 

Wenn Kontrolle rund Backplane SFF-8087 Anschlüsse haben und beide die gleichen Protokolle sprechen, fujnktioniert das.

Gedrehte Kabel werden erst interessant, wenn man Standard SATA Ports verwenden will, wobei das auch davon abhängt,

ob man nun einen SFF8087 Kontroller mit SATA Anschluß bei den Datenträger

oder umgekehrt (einen) SATA Kontroller mit SFF8087 Anschluß bei den Datenträgern nutzt.

 

Also ein Kontroller mit SFF8087 Anschluß   in Richtung einzelner SATA Datenträger braucht ein normales Kabel.

Ein/mehrere Kontroller mit satandard SATA Anschlüssen   in Richtung einer SATA fähigen Backplane mit nur einem SFF8087 Anschluß braucht hingegen ein gekreuztes Kabel.

 

Das betrifft übrigens nicht nur SFF8087. Die späteren und 'flotteren' SFF Anschlüsse sind dahingehend auch so.

 

Da dieser Umstand viele Leute (und auch Händler) verwirrt, findet man leider sehr oft falsche Beschreibungen. Es wird gerne bei normalen geraden Kabel von "reversible" oder  "crossed" oder so geschrieben oder bei gekreuzten Kabeln von Direktverbindung oder so. Gerne wird auch einfach nur von "Octopus" oder "Krakenkabeln" geschrieben, wobei das nicts zu der Beschaltung aussagt, sondern eher nur, das ein Anschluß fächerförmig für mehrere Anschlüsse aufgeteilt wird.

 

Ich suchte mir deswegen meist Beschreibungen zu den Kabeln, bei denen eindeutig der gewünschte Anwendungszweck beschrieben ist:

SFF Host bedeutet dann in der Regel der Kontroller hat den SFF Anschluß

SFF Target ist dann in aller Regel eher die Backplane.

 

Und da Du den 9211-8i erwähnt hast: Beachte, daß sich solche SAS Kontroller erheblich negativer auf die C-States auswirken und selber auch mehr Energie schlucken, als es ein SATA Kontroller macht.

Aus rein energetischer Sicht sind bei einer eher so niedrigen Portzahl SATA Kontroller sparsamer/zu bevorzugen.

SAS hat hingegen den Charme bei sehr hoher Port-/Devicezahl die Aache extrem zu vereinfachen/weniger Kabelgewirr zu verursachen.

 

Falls Dich Werte interessieren, ich hatte mir mal die Mühe gemacht ein paar der SAS Kontroller aus meinem Fundus zu messen:

https://forums.unraid.net/topic/156160-gigabyte-b760m-ds3h-ddr4-verschiedene-messungen-werte/#findComment-1388195

 

Edited by DataCollector

Dein Post hat jetzt mein Grundwissen deutlich erweitert!  Danke dafür.

 

Ich möchte 24-25 Ports haben, wenn ich den Server voll bestücken will. Nachrüsten hätte ich da von den Karten her keine Lust. Wenn ich eine Platte dazu stecke, soll es gleich gehen. Deshalb folgende Gedankenspiele:

  • Mein Mainboard hat 6 SATA-Steckplätze, wovon ich 4 auf die Backplane bringen könnte SATA- > SFF-8087 und ggf. deshalb 25 einen noch intern nutzen könnte.
  • Dann nehme ich noch eine Broadcom 9500-8i-Karte, die hätte theoretisch 8 Ports, die ich über ein entsprechendes Kabel auf die Backplane bringen könnte. Oder ich nutze die Karte nur als Host für eine Expanderkarte.
  • Die Expanderkarte "Intel RES2SV240 24port 6G 6Gbps SATA SAS Expander" hat ohnehin schon 24 Ports. Also deutlich mehr als ich bräuchte. Ich könnte die aber am einfachsten mit SFF-8087 -> SFF-8087 direkt auf die Backplane bringen.

 

Klingt das so logisch? Und wieder entstehen leider neue Fragen:

  1. Wie verbinde ich denn die 9500-8i-Karte überhaupt mit dem Expander?
  2. Und was brauche ich an PCIe überhaupt? Denn ich glaube das wird knapp. Ich habe 1 x PCIe 5.0 x16 und 2 x PCIe 4.0 x1. Gerades das x1 macht mir Sorgen. Ich brauche wohl mindestens einen x4 für die Expanderkarte. 

Hintergrund der ganzen Geschichte ist übrigens, dass ich eine ASM1064-Karte nutzen wollte und das für mich super so geplant war. Nun habe ich allerdings die Vermutung, dass der Server wegen der Karte ständig abstürzt. Zumindest fällt mir derzeit kein anderer Grund ein und ich suche eine alternative Lösung. Aktuell teste ich mit einer noch vorhandene ASM1166 10fach-Karte. Die ist aber so langsam, dass der Paritätscheck wohl eine ganze Woche dauern wird. Die läuft gerade insgesamt mit ca. 500 MB/s lesend, pro Platte 30-35 MB/s.

 

Ergänzung:

Alternativ, um das Problem mit den Steckplätzen zu umgehen, wäre die 9500-16i wohl doch eine Option. Die verbraucht deutlich weniger und ich kriege dann halt im Besten Fall ohne Expander mit den internen SATAs wohl 20-21 Festplatten abgedeckt. Die 4 müsste ich dann halt doch weg lassen oder eben so eine Mini-Sata-Karte noch einbauen. Dafür brauche ich dann aber noch 2 Adapterkabel SFF-8654 -> 2 x SFF-8087

Edited by Cannon

  • Author

Jetzt hatte ich meine Ellenlkange Antwort verfasst und ein falscher Tastendruck hat alles markiert und gelöscht.

😡

 

Also von Vorne.

 

1 hour ago, Cannon said:

Ich möchte 24-25 Ports haben...

 

1 hour ago, Cannon said:
  • Mein Mainboard hat 6 SATA-Steckplätze, wovon ich 4 auf die Backplane bringen könnte SATA- > SFF-8087 und ggf. deshalb 25 einen noch intern nutzen könnte.

Also braucht Du noch 20 weitere Ports.

 

1 hour ago, Cannon said:
  • Dann nehme ich noch eine Broadcom 9500-8i-Karte, die hätte theoretisch 8 Ports, die ich über ein entsprechendes Kabel auf die Backplane bringen könnte.

Dan hättest Du aber nur 8 zusätzliche Ports.

 

1 hour ago, Cannon said:
  • Oder ich nutze die Karte nur als Host für eine Expanderkarte.

 

WENN Du ausgerechnet die 9500-8i nehmen willst, ist ein Expander sinnvoll um auf die 20 zu kommen, aber...

 

 

1 hour ago, Cannon said:
  • Die Expanderkarte "Intel RES2SV240 24port 6G 6Gbps SATA SAS Expander" hat ohnehin schon 24 Ports.

 

Inclusive der 4 oder 8 SAS Verbindung zum Host. Somit bleiben nur 20 oder 16 Ports für die Backplane übrig.

 

1 hour ago, Cannon said:
  • Also deutlich mehr als ich bräuchte.

 

Nein.

Ich setze mal folgendes voraus:

Eine heutige/große/flotte Festplatte berechne ich im Mittel mit rund 250MByte/s (Peak sind schon 300MByte/s  geknackt, aber je voller, desto langsamer).

SATA 3 schafft 6Git/s = ca. 600 MByte/s (wegen dem Overhead ist es nicht mehr).

SAS 6G schafft 6Git/s = ca. 600 MByte/s (auch hier: wegen dem Overhead ist es nicht mehr).

Wenn Du den SAS Kontroller mit 8 SAS 6G Links an den 24 Port SAS Expander anschließt, bleiben nur 16 Anschlüsse für die Backplane übrig.

Wenn Du den SAS Kontroller mit 4 SAS 6G Links an den 24 Port SAS Expander anschließt, bleiben zwar 20 Anschlüsse für die Backplane übrig, aber Du hast für alle Festplatten eine Gesamtbandbreite von 4x600MByte/s = 2400MByte/s.   Das beduetet Du kannst bei gleichzeitiger Nutzung (Paritycheck, Paritysync, reconstructive Write...) maximal 9,6 Festplatten gleichzeitig voll ansprechen.

Du hast also entweder ein Portproblem oder einen Flaschenhals in der Bandbreite.

Das ist der Grund, warum ich bei meinen Windowsmaschinen mit SAS Technik auf anfangs

INTEL Expander 6GB SAS RES2CV360 SFF-8087 gesetzt habe. Als diese kaum noch zu bekommen waren, habe ich dann zusätzlich

INTEL Expander 12GB SAS RES3FV288 SFF-8643 (auch bekannt als Adaptec 82885T) dazu genommen.

 

Du könntest mal einen Blick hier drauf werfen (da sieht man übrigens auch den 4 pol Molexsteckverbinder, der unten erwähnt ist(rechts auf dem Bild das beige/weisse Quadrat)):

https://de.aliexpress.com/item/1005006097798909.html

+Als ich meine noch neu in EU gekauft habe, habe ich das 20fache bezahlt.

 

1 hour ago, Cannon said:
  • Ich könnte die aber am einfachsten mit SFF-8087 -> SFF-8087 direkt auf die Backplane bringen.

 

Wenn Du das so nutzt, wie Du Dir vorstellst, kannst Du das machen. Aber auch SFF-8643 zu SFF-8087 Kabel gibt es und funktionieren auch gut.

 

1 hour ago, Cannon said:

Klingt das so logisch?

 

Siehe oben: Nur zum Teil.

 

1 hour ago, Cannon said:

Und wieder entstehen leider neue Fragen:

 

Ich bin nicht verwundert 😉

 

1 hour ago, Cannon said:

Wie verbinde ich denn die 9500-8i-Karte überhaupt mit dem Expander?

 

Mit einem passenden Adapterkabel SFF-8654 x8   auf 2x SFF-8087 x4.

 

1 hour ago, Cannon said:

Und was brauche ich an PCIe überhaupt?

PCIe 3.0 x1 kann 1GByte/s; Mit PCIe 3.0 x8 = 8GByte/s hast Du genug Bandbreite für gleichzeitige Nutzung von 32 Festplatrten zu je 250MByte/s

PCIe 4.0 x1 kann 2GByte/s; Mit PCIe 4.0 x4 = 8GByte/s hast Du genug Bandbreite für gleichzeitige Nutzung von 32 Festplatrten zu je 250MByte/s

PCIe 5.0 x1 kann 4GByte/s (aber die 9500 beherrscht kein PCIe 5.0.

 

PCIe 3.0 x8 könnte sogar stromsparender sein als PCIe 4.0 x4. Das muß man ausprobieren. (Oft kann man im BIOS/UEFI das einstellen.)

Thema Strom: Die Karten (und auch SAS Expander) werden warm/heiß. Spezifiziert sind dieedurch die Bank mit mindestens Luftbewegung von 200LFM. Nimm das ernst!!! Es rauschen also immer Lüfter und auch wenn das System idle ist ist die Belüftung wichtig! SAS ist Servertechnik! Stromsparen war nie der Gedanke dahinter!!

 

1 hour ago, Cannon said:

Ich habe 1 x PCIe 5.0 x16 und 2 x PCIe 4.0 x1.

 

Die Karte MUSS in den x16 Slot  oder Du adaptierst einen M.2 NVMe/PCIe 4.0 Slot. Aber das Adaptieren wird eine wackelige Angelegenheit.

 

1 hour ago, Cannon said:

Ich brauche wohl mindestens einen x4 für die Expanderkarte. 

 

Nein. Lass Dich von dem PCIe Stecker dieser SAS Expander nicht verunsichern. Die sind nur für die Stromversorgung und sonst nichts. Diese SAS Expander haben in aller Regel auch einen Anschluß für 4 Pin Molex Stromversorgung. Die müssen also nicht in einem PCIe Slot gesteckt werden.

Wenn Du die Karte irgendwo hängend einbaust und nicht in einen PCIe Slot steckst solltest Du aber die PCIe Kontaktreihe abkleben oder so, nicht daß die irgendwo auf einmal einen elektrischen Kontakt bekommt und einen Kurzschluss verursacht.

Hint: Bei PCIe Grafikkarten sind oft für den Transport Kontaktschoner aus Kunststoff oder Gummy dabei. Ab und zu findet man sowas auch bei ebay. 

 

1 hour ago, Cannon said:

Hintergrund der ganzen Geschichte ist übrigens, dass ich eine ASM1064-Karte nutzen wollte und das für mich super so geplant war. Nun habe ich allerdings die Vermutung, dass der Server wegen der Karte ständig abstürzt.

 

Für eine NORMALE ASM1064 (ggf. mit der neueren Firmware) sehe ich da keinen Grund. Aber es wurde eine 6x ASM1064 Karte erwähnt und da habe ich meine Zweifel. 6 einzelne ASM1064 sollten hingegen kein Problem darstellen (wenn man die alle angebunden bekommt. Hier wäre Bifurcation x4x4x4x4 hilfreich, aber dann hätte ich eher zu 4x ASM1166 mit je 6 SATA Ports gegriffen).

 

1 hour ago, Cannon said:

und ich suche eine alternative Lösung

 

Du könntest mal hier schauen:

https://www.ebay.de/itm/375866006539

Und das ggf. mit https://www.ebay.de/itm/134612626468

ergänzen, wenn Du keine USV nutzt.

Das ist zumindest meien Läsung (siehe Sigantur) in meinem System mit 30 Festplattenplätzen, 4 SATA SSD Plätzen.

Siehe auch hier:

https://forums.unraid.net/topic/120263-vorstellung-erster-unraid-server-4he-noch-kein-finaler-stand-erreicht/

1 hour ago, Cannon said:

Aktuell teste ich mit einer noch vorhandene ASM1166 10fach-Karte.

 

Wieder ein nicht zu empfehlenswertes Konstrukt. Vermutlich 1 ASM1166, der per SATA Multiplier auf 10 SATA Ports erweitert wurde.

Beachte: SAS Technik ist da etwas gewitzer konstrukiert. Der SAS Kontroller kann mit voller Geschwindigkeit mit eihnem SAS Expander "reden" und dieser Expander kümmert sich indiviuduell um jede angeschlossene Festplatte. Somit müssen die Festplatten nicht aufeinander warten. (Da die SAS-Expaner so 'schlau' sind, verbrauchen die eben fast genau so viel Energie wie ein SAS kontroller)

 

Bei SATA Multipliertechnik wird der SATA Port des Kontrollers solange blockiert, bis die Festplatte meldet, daß sie die Verbindgung nicht mehr braucht. Ers dann wird die zweite Festplatte am Multiplier kontaktiert. Deswegen waren SATA Multiplier anfangs sogar exrem langsam. Seit die Command Queue erweitert wurde schafft man über einen Multiplier mehr, weil die Festplatte weniger auf Roitationen warten muß, aber dennoch ist die Technik eher langsam und gerade in einem Array mit Paritychecks, Pritysnc, reconstruct Write... nicht zu empfehlen. Du erlebst es ja gerade selber: es BREMST! 

 

1 hour ago, Cannon said:

Ergänzung:

Alternativ, um das Problem mit den Steckplätzen zu umgehen, wäre die 9500-16i wohl doch eine Option.

 

Du gehst bei dem SAS Expander von den falschen Vorausssetzungen aus, aber ja ein Kontroller mit ausreichend Ports würde den SAS Expander obsolet machen und DU kannst den SATA 20Fach/10Fach Kontroller raus nehmen.

ABER Du hast dann nur 20 (=16+4) und nicht 24/25 Ports.

 

Puh, das war viel Text. Fertig!

Edited by DataCollector

2 hours ago, DataCollector said:

Jetzt hatte ich meine Ellenlkange Antwort verfasst und ein falscher Tastendruck hat alles markiert und gelöscht.

 

Das tut mir sehr leid. Vielen Dank für die doppelte Mühe dann!

 

2 hours ago, DataCollector said:

Eine heutige/große/flotte Festplatte berechne ich im Mittel mit rund 250MByte/s (Peak sind schon 300MByte/s  geknackt, aber je voller, desto langsamer).

SATA 3 schafft 6Git/s = ca. 600 MByte/s (wegen dem Overhead ist es nicht mehr).

SAS 6G schafft 6Git/s = ca. 600 MByte/s (auch hier: wegen dem Overhead ist es nicht mehr).

Wenn Du den SAS Kontroller mit 8 SAS 6G Links an den 24 Port SAS Expander anschließt, bleiben nur 16 Anschlüsse für die Backplane übrig.

Wenn Du den SAS Kontroller mit 4 SAS 6G Links an den 24 Port SAS Expander anschließt, bleiben zwar 20 Anschlüsse für die Backplane übrig, aber Du hast für alle Festplatten eine Gesamtbandbreite von 4x600MByte/s = 2400MByte/s.   Das beduetet Du kannst bei gleichzeitiger Nutzung (Paritycheck, Paritysync, reconstructive Write...) maximal 9,6 Festplatten gleichzeitig voll ansprechen.

Du hast also entweder ein Portproblem oder einen Flaschenhals in der Bandbreite.

Das ist der Grund, warum ich bei meinen Windowsmaschinen mit SAS Technik auf anfangs

INTEL Expander 6GB SAS RES2CV360 SFF-8087 gesetzt habe. Als diese kaum noch zu bekommen waren, habe ich dann zusätzlich

INTEL Expander 12GB SAS RES3FV288 SFF-8643 (auch bekannt als Adaptec 82885T) dazu genommen.

 

Du könntest mal einen Blick hier drauf werfen (da sieht man übrigens auch den 4 pol Molexsteckverbinder, der unten erwähnt ist(rechts auf dem Bild das beige/weisse Quadrat)):

https://de.aliexpress.com/item/1005006097798909.html

+Als ich meine noch neu in EU gekauft habe, habe ich das 20fache bezahlt.

Ja die Bandbreite ist ja nur bei bestimmten Aktionen ein Problem. Ich habe leider aktuell nur 1 GBit LAN, damit ist das von der Seite auch noch zu langsam. Der UnRaid-Rechner kann zwar 2.5 G, aber träumen tue ich eher von 10 G, was aber aktuell noch zu teuer und aktuell für mich eh nur Luxus ist.

 

Jetzt verstehe ich aber das Prinzip des Expanders. Das heißt die SAS-Ports sind gleichzeitig Expander-Ports und der limitierende Faktor sind dann die Anzahl der Ports mit denen ich den Expander verbinde und die Leistungsfähigkeit der Ports, also 6G oder 12G.

 

Der empfohlene Adaptec-Expander hat dann mit einem 8i-Adapter noch 28 Ports übrig oder mit einem 16i-Adapter noch 20 Ports. Das ist dann die Preisfrage am Ende. Aber mit der 8i Karte und SAS 12G, sollte ich dann 9.600 MB/s stemmen können, was mehr als ausreichen sollte.

 

2 hours ago, DataCollector said:

Wenn Du die Karte irgendwo hängend einbaust und nicht in einen PCIe Slot steckst solltest Du aber die PCIe Kontaktreihe abkleben oder so, nicht daß die irgendwo auf einmal einen elektrischen Kontakt bekommt und einen Kurzschluss verursacht.

Also der Tipp ist nett gemeint, aber da so rumbammeln lassen, wäre mir irgendwie nichts. ;-) Wenn ich die in einen PCI x1 Slot kriege, dann ist das ja auch okay - vorausgesetzt die passt da rein. Aber dafür ist da ja der Schlitz, dann steckt die eben nur mit einer Seite drin und ich kann die wenigstens am Slot festschrauben.

 

2 hours ago, DataCollector said:

Aber es wurde eine 6x ASM1064 Karte erwähnt und da habe ich meine Zweifel. 6 einzelne ASM1064 sollten hingegen kein Problem darstellen (wenn man die alle angebunden bekommt.

Ja das sind 6x ASM1064 auf einer Karte. Gibt es bei Amazon. Aber wie gesagt ständig stürzt der Rechner ab. Aber die war recht flott. Ohne Firmwareupdate konnte ich 2.2 GB/s lesen und jede Platte lief mit ca. 120 MB/s. mit Update waren es nur noch 1.7 GB/s. Aber stabiler war das dennoch nicht.

 

Aber nach einigem Suchen frage ich mich, warum nicht gleich den Adaptec ASR-72405 mit 24 Ports nehmen? Dann braucht man doch gar keinen Expander mehr. Verbrauch laut Datenblatt allerdings ca. 22 W.  Aber da habe ich ja pro Port die vollen 600 MB/s.

 

Der Superkondensator ist dafür da, dass die Platten ordentlich runtergefahren werden, wenn der Strom ausfällt oder man einfach den Rechner abschaltet?

 

Edited by Cannon

  • Author
2 hours ago, Cannon said:

Das tut mir sehr leid. Vielen Dank für die doppelte Mühe dann!

 

War ja meine eigene Ungeschicklichkeit 😄

 

2 hours ago, Cannon said:

Ja die Bandbreite ist ja nur bei bestimmten Aktionen ein Problem.

 

Ja, eben paritycheck, sync oder wenn man reconstruct write benutzt.

 

2 hours ago, Cannon said:

Ich habe leider aktuell nur 1 GBit LAN,

 

Das hat damit weniger zu tun, da zumindest ja schreibend sollte das ja auf einer SSD landen und nicht driekt im Array. Und lesend wird ein Array mit seinen ca. 250MByte/s pro Festplatte 1 - 2,5GbLan sättigen. für 10GbLan ist eine Festplatte im Array sowieso zu langsam.

 

2 hours ago, Cannon said:

Jetzt verstehe ich aber das Prinzip des Expanders. Das heißt die SAS-Ports sind gleichzeitig Expander-Ports

 

Es gibt SAS Expander, bei denen sind bestimmte Ports als Input vom Host und andere aus Output zu den Festplatten (oder ggf. weitere Expander) festgelegt.

Bei den erwähnten Intel-Modellen ist dem nicht so. (mal abgesehen von minimalen EInschränkungen, die hier keien Rolle spielen) kann jeder Port entweder input vom Host oder Output zum Datenträger sein.

 

2 hours ago, Cannon said:

und der limitierende Faktor sind dann die Anzahl der Ports mit denen ich den Expander verbinde und die Leistungsfähigkeit der Ports, also 6G oder 12G.

 

Ja. Wenn Du weniger SAS Ports zum Host verbindest, und viele zu den Festplatten, macht es Sinn ggf. eine schnellere Version (SAS 12G statt SAS6GB) zu nehmen.

Natürlich einigen sich beide Seiten (Host/Kontroller und auch SAS Expander) auf den höchsten gemeinsamen Nenner (sofern es nicht in der Software begrenzt wird).

 

2 hours ago, Cannon said:

Der empfohlene Adaptec-Expander hat dann mit einem 8i-Adapter noch 28 Ports übrig oder mit einem 16i-Adapter noch 20 Ports. Das ist dann die Preisfrage am Ende. Aber mit der 8i Karte und SAS 12G, sollte ich dann 9.600 MB/s stemmen können, was mehr als ausreichen sollte.

Ja. Nur ist es eben fraglich, ob es ein 8i Host + SAS Expander sein muß (weil beide Strom schlucken) oder doch ein 24i-Host ohne Expander (wie der später erwähnte Adaptec HBA). Ich kann Dir nicht sagen. was in Summe sparsamer ist.

 

2 hours ago, Cannon said:

Also der Tipp ist nett gemeint, aber da so rumbammeln lassen, wäre mir irgendwie nichts. ;-)

 

Rumbasteln?

Der SAS Expander ist eine PCIe Slotkarte, die nicht in einem PCIe Slot stecken muß, weil sie eben auch extern mit Strom versorgt werden kann. Die schreibt man fest in einen Platz für Slots, der nicht vom Mainboard versorgt wird (meist haben gerade 19Zoll Gehäuse da mehr Brackets, als das Mainboard) und schon schwebt der eben neben dem Mainboard. Die PCIe Kontakte abkleben und fertig.

 

2 hours ago, Cannon said:

 Wenn ich die in einen PCI x1 Slot kriege, dann ist das ja auch okay - vorausgesetzt die passt da rein.

 

Natürlich passt eine PCIe x4 oder x8 Karte NICHT in einen geschlossenen PCIe x1 Slot rein.

 

 

2 hours ago, Cannon said:

Aber dafür ist da ja der Schlitz, dann steckt die eben nur mit einer Seite drin und ich kann die wenigstens am Slot festschrauben.

 

Ich weiß nicht, von welchem Mainboard Du sprichst, aber hinten offene PCIe x1 Slots sind eher sehr selten.

Und wie geschrieben: eine normale x4 oder x8 Karte passt auch mit dem Schlitz in der Kontaktleiste nicht in einen normalen x1 Slot.

 

2 hours ago, Cannon said:

Ja das sind 6x ASM1064 auf einer Karte. Gibt es bei Amazon. Aber wie gesagt ständig stürzt der Rechner ab. Aber die war recht flott. Ohne Firmwareupdate konnte ich 2.2 GB/s lesen und jede Platte lief mit ca. 120 MB/s. mit Update waren es nur noch 1.7 GB/s. Aber stabiler war das dennoch nicht.

 

Tja,. ich hatte dazu ja schon etwas geschrieben. Ich sehe das Problem in der PCIe Switchanbindung der Karte.

Und ich schaffe aus dem Array mit 26 Festplatten Peakwerte in Summe >4GByte/s bei einem Paritycheck (siehe Screenshot unten).

2,2 GByte/s bedeutet möglicherweise, daß die Karte (mit ihrem aufgelöteten PCIe Switch) dann wohl maximal PCIe 3.0 x2 benutzt.

 

2 hours ago, Cannon said:

Aber nach einigem Suchen frage ich mich, warum nicht gleich den Adaptec ASR-72405 mit 24 Ports nehmen?

 

Deshalb erwähnte ich den ja. Dann brauchst Du keinen Expander. Nur schluckt der eben mehr Strom alös der 9500-8i alleine (welcher ja sehr sparsam ist), aber wie schon erwähnt: wenn es um hohe Portzahlen geht ist SAS eine echte Wahl.

Ich erwähnte ja: https://www.ebay.de/itm/375866006539

 

2 hours ago, Cannon said:

Aber da habe ich ja pro Port die vollen 600 MB/s.

 

...die sowieso keine Festplatte von ihren Plattern schafft.

 

2 hours ago, Cannon said:

Der Superkondensator ist dafür da, dass die Platten ordentlich runtergefahren werden, wenn der Strom ausfällt oder man einfach den Rechner abschaltet?

 

Nein. Die Backupunit ist dafür da, daß der Ram Speicher in der Adaptec HBA Karte im Falle eines Stromausfalles gerade noch so in den Flashspeicher der Zusatzplatine geschrieben werden kann.

Diese Backueinheit (bestehend aus Flashkarte und eben der Energieeinheit) hat nicht genug Power und auch nicht die passende Stromvbersorgungsverkabelung um alle Festplatten ein paar Sekunden am laufen zu halten. No Senior, so viel diese Einheit auch leistet, bei 24 Festplatten im Betrieb mit je 6-20 Watt müsste die Einheit spontan mehr als 150 W für ein paar Sekunden liefern.

Die ist nur für den HBA da (primär, wenn der Kontroller als Raid genutzt wird, aber im HBA Modus treiben sich auch Datem in desen Ram rum).

Diese Backup Unit ist nicht zwingend. Eine funktionierende UPS selber ist sinnvoller, weil die gleich den ganzen PC absichert.

 

 

Array-Speed2023-05-05 Read.png

9 hours ago, DataCollector said:

Deshalb erwähnte ich den ja. Dann brauchst Du keinen Expander. Nur schluckt der eben mehr Strom alös der 9500-8i alleine (welcher ja sehr sparsam ist), aber wie schon erwähnt: wenn es um hohe Portzahlen geht ist SAS eine echte Wahl.

Ich erwähnte ja: https://www.ebay.de/itm/375866006539

Da habe ich mich verguckt gehabt. Da stand nur 6 Ports. Aber es sind ja 6x4 Ports. 🙂

 

Ich habe den jetzt bestellt und hoffe das dann alles besser läuft. Vor allem interessiert mich nun doch die Geschwindigkeit. Wobei dann sowieso die langsamste Platte den Paritycheck begrenzt. 🙂

  • Author
1 hour ago, Cannon said:

Da habe ich mich verguckt gehabt. Da stand nur 6 Ports. Aber es sind ja 6x4 Ports. 🙂

 

Ich habe den jetzt bestellt und hoffe das dann alles besser läuft. Vor allem interessiert mich nun doch die Geschwindigkeit. Wobei dann sowieso die langsamste Platte den Paritycheck begrenzt. 🙂

 

Bei dem Adaptec macht es Sinn die aktuellste Firmware zu flashen und dann erst das Ding auf HBA zu konfigurieren und zu nutzen.

Alle diese Adaptec Kontroller, die mir geliefert wurden, hatten eine ältere Firmware (vor 2018).

 

BIOS/FIRMWARE:

https://storage.microsemi.com/en-us/downloads/bios_fw/bios_fw_ver/productid=sas-72405&dn=adaptec+raid+72405.php

 

Manuals und weitere Infos:

https://storage.microsemi.com/en-us/support/raid/sas_raid/sas-72405/

27 minutes ago, DataCollector said:

Bei dem Adaptec macht es Sinn die aktuellste Firmware zu flashen und dann erst das Ding auf HBA zu konfigurieren und zu nutzen.

Alle diese Adaptec Kontroller, die mir geliefert wurden, hatten eine ältere Firmware (vor 2018).

 

Vielen Dank für die ganzen Tipps. Dann bin ich mal überrascht. Das Thermal Design Guide sagt 200LFM sollen da die ganze Zeit sein. Komisch Einheit, naja USA halt. Idealerweise würde ich auf den Kühlkörper direkt einen Lüfter rauf schrauben. Nicht so, wie bei deinem Rechner, sondern direkt einen kleinen Lüfter auf den Kühlkörper.

 

Weißt du zufällig wie groß da der Lüfter sein kann und vor allem welche Schrauben man da nimmt, dann kann ich den auch gleich mit bestellen.

 

  • Author
15 minutes ago, Cannon said:

Idealerweise würde ich auf den Kühlkörper direkt einen Lüfter rauf schrauben. Nicht so, wie bei deinem Rechner, sondern direkt einen kleinen Lüfter auf den Kühlkörper.

 

Weißt du zufällig wie groß da der Lüfter sein kann und vor allem welche Schrauben man da nimmt, dann kann ich den auch gleich mit bestellen.

 

 

Ich glaube ein 5 oder 4cm Lüfter sollte passen, aber Schrauben. weiss nicht. Du kannst versuchen die vorsichtig mit ner kurzen Spax oder so in den Kühlkörper zu krallen.

Wen Du einen 3D Drucker hast kannst Du Dir auch eine Halterung selber konstruieren und drucken.

8 minutes ago, DataCollector said:

Ich glaube ein 5 oder 4cm Lüfter sollte passen, aber Schrauben. weiss nicht. Du kannst versuchen die vorsichtig mit ner kurzen Spax oder so in den Kühlkörper zu krallen.

Wen Du einen 3D Drucker hast kannst Du Dir auch eine Halterung selber konstruieren und drucken.

Gute dann messe ich noch mal, wenn die Karte kommt. 🙂

 

Na Halterung braucht man nicht. Da gibt es spezielle Schrauben für. Entweder finde ich hier noch ne alte Karte bei mir irgendwo oder ich muss dafür 50 Schrauben (https://www.ebay.de/itm/316123893762) kaufen. ;-) Oder der Luftstrom vom Festplattenkühler reicht da aus. Das schaue ich mir mal an.

Also grundsätzlich muss ich erst mal sagen: Die Karte ist verdammt schnell. Ich wusste nicht, dass meine Platten so schnell sein können. Die ASM-Controller-Karten bremsen die wirklich aus, auch ohne die Multiplex-Chips. Die Adaptec gibt da ordentlich mehr Leistung.

 

Der Einbau gestaltete sich allerdings anfangs schwierig, weil die Karte nicht richtig drin war. Die Slotblende ist irgendwie etwas zu groß und wenn man die Karte anschraubt, steckt sie nicht gerade im Slot.

 

Aber was ich dazu noch sagen kann: Die ASM-Karten waren nicht der Grund des Absturzes.

  • Author
1 hour ago, Cannon said:

Also grundsätzlich muss ich erst mal sagen: Die Karte ist verdammt schnell. Ich wusste nicht, dass meine Platten so schnell sein können. Die ASM-Controller-Karten bremsen die wirklich aus, auch ohne die Multiplex-Chips. Die Adaptec gibt da ordentlich mehr Leistung.

 

Sie ist ein (etwas umfangreicher einstellbarer) STandard SAS Kontroler, der zwischen Raid uns HBA umgeschaltet werden kann.

Das, was Du da erlebt ist die native Geschwindigkeit der Datenträher. Dein ASM Kontroller waren ja auch (ich hatte es ja auch angedeutet) keien empfehlenswerte Kombilösung entweder mit SATA Multiplex oder PCIe Switch mit zu schwacher Anbindung.

Normale ASM Kontroller (ASM1064, ASM1164, ASM1166) mit nur den vorgesehenen 4 oder 6 SATA Ports liefern für Festplatten aber auch deren native Geschwindigkeit.

 

1 hour ago, Cannon said:

Der Einbau gestaltete sich allerdings anfangs schwierig, weil die Karte nicht richtig drin war.

 

Die ist eben doch etwas groß. Meist klemmt bei mir bei solchen großen Karten das Slotblech etwas.

 

1 hour ago, Cannon said:

Die Slotblende ist irgendwie etwas zu groß und wenn man die Karte anschraubt, steckt sie nicht gerade im Slot.

I know! Ist aber eben bei vielen großen Steckkarten so. Diese Toleranz ist aber bei den Kontakten des PCIe Slots einkalkuliert.

 

1 hour ago, Cannon said:

Aber was ich dazu noch sagen kann: Die ASM-Karten waren nicht der Grund des Absturzes.

 

Oh. dann schmiert die Kiste also weiterhin ab?

 

 

Noch eine Information zu der Adaptec Karte:

Es kann sein, daß einzelne Disks daran langsam werden, wenn der Schreibcache sich abschaltet.

Um das Problem zu umgehen habe ich direkt im Go File für jeden Datenträger an der Karte eine Zeile eingefügt, die das Problem beim booten behebt:

 

smartctl -s wcache-sct,on,p /dev/sdb
smartctl -s wcache-sct,on,p /dev/sdc
smartctl -s wcache-sct,on,p /dev/sdd
smartctl -s wcache-sct,on,p /dev/sdf
smartctl -s wcache-sct,on,p /dev/sdg
smartctl -s wcache-sct,on,p /dev/sdh
smartctl -s wcache-sct,on,p /dev/sdi
smartctl -s wcache-sct,on,p /dev/sdj
 

und so weiter

 

16 hours ago, DataCollector said:

I know! Ist aber eben bei vielen großen Steckkarten so. Diese Toleranz ist aber bei den Kontakten des PCIe Slots einkalkuliert.

Naja wir reden von ca. 4mm Toleranz des Slotbleches. Und das passte eben dann nicht, weil dann die Karte schräg drin steckt. Die Karte geht nur, wenn ich sie nicht anschraube.

 

16 hours ago, DataCollector said:

Oh. dann schmiert die Kiste also weiterhin ab?

Ja. Ich habe langsam keien Optionen mehr. Ich habe nicht nur die Steckkarte, auch das Mainboard getauscht und ein ganz anderes genommen. Und es war ja vorher schon alles neu. Jetzt verkaufe ich das 2 Monate alte Mainboard wieder.

 

16 hours ago, DataCollector said:

Noch eine Information zu der Adaptec Karte:

Es kann sein, daß einzelne Disks daran langsam werden, wenn der Schreibcache sich abschaltet.

Um das Problem zu umgehen habe ich direkt im Go File für jeden Datenträger an der Karte eine Zeile eingefügt, die das Problem beim booten behebt:

Sollte ich das präventiv machen oder ist das nur im Falle eines Falles sinnvoll?

 

Ich habe vielleicht noch eine andere Frage. Man kann die Hotplug-Fähigkeit aktivieren. Standard ist deaktiviert. Welchen Sinn hat das, das das deaktiviert ist? Kann es nicht immer von Vorteil sein die bestehenden Datenträger im laufenden Betrieb wechseln zu können. Auch wenn man das vielleicht nicht macht. Für Windows macht das ja vielleicht noch Sinn, damit man den Haken da im Infobereich nicht hat. Aber bei UnRaid?

Edited by Cannon

  • Author
5 hours ago, Cannon said:

Sollte ich das präventiv machen oder ist das nur im Falle eines Falles sinnvoll?

 

Da es auch nicht schadet würde ich es präventiv machen.

 

5 hours ago, Cannon said:

Ich habe vielleicht noch eine andere Frage. Man kann die Hotplug-Fähigkeit aktivieren. Standard ist deaktiviert.

 

Nutze ich nicht, kann ich direkt nichts zu sagen.

Hotplug unter urnaid sehe ich aber kritisch.

Ich nutze die Ports zwar an Wechselrahmen, fahre aber unraid dennoch runter, wenn ich Hardware umbaue/verändere (nachdem ich bei einem Lüfterumbau meine vorherige SAS-Karte geschrottet habe).

 

5 hours ago, Cannon said:

Welchen Sinn hat das, das das deaktiviert ist?

 

Stabilität?

Woher soll man entscheiden, welchen Sinn der Vorbesitzer einer gebrauchten Steckkarte darin gesehen hat etwas zu aktivieren oder deaktivieren?

 

5 hours ago, Cannon said:

Kann es nicht immer von Vorteil sein die bestehenden Datenträger im laufenden Betrieb wechseln zu können.

 

Nicht jedes OS kommt problemlos mit HotPlugging klar.

Auch stellt sich die Frage  ob das ständieg überwachen eines Ports nicht auch zu unerwünschten Nebeneffeklten führen kann. Anlaufende Datenträger, extra Energieverbraucht für diese Funktion ?

Wenn Du es wirklich zwingend brauchst probiere es aus. Wenn Du Probleme bekommst, schalte es ab.

 

  • DataCollector changed the title to FAQ - Grundlagen Zusatzkarte für SATA-Ports v1.7 Stand 04.12.2025

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