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Sparsamer Server im 19 Zoll Rack: NB100 oder andere Alternative?

Featured Replies

Hallo zusammen,

 

mir ist vor kurzem die externe HDD an einem rpi4 abgeraucht, welchen ich als Download-Station benutzt habe. Hier liefen die diversen *arr-Services, ein Torrent-Client, ein Usenet-Client und andere kleinere Dienste. Den rpi habe ich inzwischen anders in Verwendung (DNS Server), nun brauche ich noch neue Hardware um das alte System wieder zu installieren. Da inzwischen ein 19 Zoll Serverschrank im Keller rumsteht, würde ich gerne einen Server für das Rack bevorzugen.

 

Zunächst dachte ich einfach, wieder einen rpi zu nutzen, allerdings war der 4er teilweise über Stunden bei 100% CPU-Auslastung (download + entpacken), obwohl ich da nur eine 50er Leitung dahinter hatte. Nun habe ich eine 250er Leitung und bräuchte etwas mehr Leistung. Ein rpi5 würde evtl. reichen, allerdings ist dieser im Vergleich zu teils deutlich besserer Hardware nicht mehr so sparsam. Ein N100 braucht minimal mehr Strom, ist aber dem rpi5 deutlich überlegen, so dass ich hier in Zukunft vielleicht alles über Docker laufen lassen kann.

 

Allerdings findet man diese CPUs meist in Mini-PCs, im Server-Rack eher selten und dann auch ohne HDDs, sondern lediglich mit NVMe. Für das OS finde ich das ok, nicht aber, um die Downloads dort abzulegen, da ich mitunter teilweise 200 GB oder mehr pro Tag schreibe. Hierfür würde ich lieber 2 HDDs im RAID 1 nutzen.

 

Zu welcher Hardware würdet ihr mir raten? Ein N100, oder doch lieber einen i3? Oder vielleicht etwas ganz anderes?

 

Die restliche Hardware ist recht einfach:

- 16GB oder evtl. 32GB RAM

- 1x NVMe für das OS

- 2x SATA HDDs im RAID 1 für die Daten

- 1 GB LAN Port ist ausreichend

 

Achja, ich habe noch eine NAS hier laufen, auf der die wichtigen Daten liegen, der neue Server soll kein riesen Datengrab werden ;)

 

Danke für die Ratschläge.

44 minutes ago, HTPProXy said:

sondern lediglich mit NVMe. Für das OS finde ich das ok

Das Unraid nur auf einem Stick installiert werden kann ist Dir bekannt?

 

45 minutes ago, HTPProXy said:

Zu welcher Hardware würdet ihr mir raten? Ein N100, oder doch lieber einen i3?

N100(M) sollte locker für Dich reichen.

1 hour ago, HTPProXy said:

Zu welcher Hardware würdet ihr mir raten? Ein N100, oder doch lieber einen i3? Oder vielleicht etwas ganz anderes?

Wie saber1  schreibt sollet ein ASRock N100DC-ITX oder N100M locker reichen. Mit dem N100M hast Du ein paar mehr freie PCIe Lanes verfügbar um später vielleicht doch zu erweitern.

PAR2/RAR ist eher langsam. Ich würde das dennoch auf einer NVMe/SAS SSD laufen lassen.

Gerade Festplatten schlucken Spinup einiegs an Strom. ich würde die Festplatten (Raid1) nicht für aktive Nutzung nehmen, sondern alles auf einer (zwei) SSD laufen lassen und das Ergebnis vielleicht per Mover dann verschieben oder per Cronjob kopieren.

Dann schluckt das Ganze erheblich weniger Strom.

 

200GB Schreiben pro Tag... ja, da komme ich auch hin (ab und zu auch mal 300-500GB) und lasse das alles in einer Win VM laufen, die mit ihrem VM-Imagedatei auf einer SSD liegt.

 

 

1 hour ago, HTPProXy said:

- 16GB oder evtl. 32GB RAM

 

Damit möglichst viel im RAm stattfindet und wenig auf SSD/HDD geschrieben wreden muß: geh in die Vollen und nimm 32GB.

 

1 hour ago, HTPProXy said:

- 1x NVMe für das OS

Wie saber1 schon schrieb: unraid läuft nicht auf SSD oder HDD. es botet vom USB Stick und arbeitet dann im RAM.

Nimm die SSD (oder auch gerne 2 im Raid1, wenn Du das wirklich für nötig hälst) für den Cache/Pool, der den HDDs vorgeschaltet ist.

 

1 hour ago, HTPProXy said:

- 2x SATA HDDs im RAID 1 für die Daten

 

Die ASRock N100 Boards haben sowieso nur 2 SATA Ports.

Wenn man mehr will, ist eine Erweiterung mit einem ASM1166 oder ASM1164 basierten Kontroller ratsam. Der ASm1064 (wenn man ihn flasht) ist auch wieder interessant für sowas.

 

Du erwähnst ein NAS.

Das würde ich als Backup nehmen und nur bei bedarf einschalten und alles andere auf dem N100M konsolidieren (wenn es mit maximal 8 Festplatten machbar ist).

 

  • Author

Ich danke Euch für die Antworten.

 

Eventuell ist die Idee mit den SSDs die beste, manchmal hat das System mehrere Woche (fast) nichts zu tun, manchmal läuft es aber auch mal ein paar Tage mit ziemlich viel Schreiblast. Für den Stromverbrauch wäre eine SSD definitiv die bessere Wahl.

 

Um die ASRock-Boards in ein 19 Zoll Gehäuse zu kriegen, sind dann vermutlich 2HE nötig, da die Boards etwas höher sind. Natürlich könnte ich auch einen Mini-PC unten in den Serverschrank stellen, aber aufgeräumter wäre es im 19 Zoll Format schon ;)

12 minutes ago, HTPProXy said:

Eventuell ist die Idee mit den SSDs die beste, manchmal hat das System mehrere Woche (fast) nichts zu tun, manchmal läuft es aber auch mal ein paar Tage mit ziemlich viel Schreiblast. Für den Stromverbrauch wäre eine SSD definitiv die bessere Wahl.

 

Es spricht nichts gegen festplatten als Speicher für Lagerung (vor allem, wenn sich über Wochen Daten angesammelt haben), aber die festplatten im Array kann man eben mit einer vorgeschalteten SSD als Cache bei schreibzugriffen "puffern", so daß die HDD weiter schlafen können. Erst, wenn der Mover zeitgesteuert anspringt verschiebt er dann Dateien von der SSD auf die HDD. Dnaach können die HDDs weiter im Spindown schnarchen

 

12 minutes ago, HTPProXy said:

Um die ASRock-Boards in ein 19 Zoll Gehäuse zu kriegen, sind dann vermutlich 2HE nötig, da die Boards etwas höher sind. Natürlich könnte ich auch einen Mini-PC unten in den Serverschrank stellen, aber aufgeräumter wäre es im 19 Zoll Format schon ;)

 

Ich würde zwar kein 1 HE Gehäuse nehmen (vor allem, wenn dann doch später vielleicht ein paar Festplatten dazu kommen können), aber 1 HE sind rund 4,4cm.

Der aufgebrachte Kühlkörper ist bei dem N100M (und vermutlich auch dem N100DC) nicht wirklich sehr hoch. Wenn an einen Lüfter drauf patschen will, trägt das natürlich auf.

(Bei 19Zoll ist die Lüftung ja eher als Durchzug im Gehäuse und nicht auf der CPU vorgesehen.)

 

Da @MPC561 sich da um sein N100DC Board ein Gehäuse konstruiert hat, kann er vielleicht zu den Maßen (Höhe) etwas genaueres sagen.

Mein N100M habe ich in einem Gehäuse und komme aktuell zum Nachmessen jetzt nicht ran.

51 minutes ago, DataCollector said:

Da @MPC561 sich da um sein N100DC Board ein Gehäuse konstruiert hat, kann er vielleicht zu den Maßen (Höhe) etwas genaueres sagen.

Mein N100M habe ich in einem Gehäuse und komme aktuell zum Nachmessen jetzt nicht ran.

Ich habe nur ein existierendes Design so abgeändert das ich eine ASM1164 PCIe Karte mit reinbekomme. Das hat normal nur die kostenpflichtige Variante des Designs. Das abändern hat nur 30 Minuten gedauert. Das drucken schon länger.

 

Aber auch ich habs verbaut. Trotzdem, versuchen wir es mal deduktiv.

Die Breite und Länge des Boards ist bekannt, 17cm ITX. Also ist die Höhe das Problem, deswegen auch die Anspielung auf HE. 2 HE sind knapp 9cm Höhe. Schauen wir uns die Bilder vom N100DC-ITX auf der Homepage an:

N100DC-ITX(L3).thumb.png.59129905a501587bc6ff7d6fe51ee1ab.pngN100DC-ITX(L5).thumb.png.c228c43f093773f87dbc8cef42ec97ea.png

Hier sehen wir das der Prozessorkühlkörper eine geringere höhe hat als die Anschlussleiste (USB/AUDIO etc). Die Höhe der Anschlussleiste (die kann man von aussen messen) ist ziemlich genau 1 HE, sprich man hat noch 1 HE Reserve für die Luftzirkulation. Es funktioniert also solange man keine PCIe Steckkarte nutzt.

 

Gruss,

Joerg

7 minutes ago, MPC561 said:

Hier sehen wir das der Prozessorkühlkörper eine geringere höhe hat als die Anschlussleiste (USB/AUDIO etc). Die Höhe der Anschlussleiste (die kann man von aussen messen) ist ziemlich genau 1 HE, sprich man hat noch 1 HE Reserve für die Luftzirkulation.

 

Ich hatte auch geschätzt, daß der Kühlkörper das ATX Feld nicht überragt, aber ob das Bild des ATX Feldes dahingehend beschnitten ist, weiss ich nicht.

Aber ja, ich vermute auch, das es kein Problem sein sollte das in ein 1HE Gehäuse zu stopfen, wenn das normale ATX Feld da rein passt.

Danke, dass Du es auch so sieht.

Ich habe mein N100DC-ITX bereits in ein 1HE-Gehäuse gebaut.

Mittels gwinkelter Riser-Karte ist auch der Einbau einer PCI-Karte kein Problem.

Idee von hier:

 

Habe ich genauso umgesetzt.

  • Author

Ich habe mir ein heute einige Komponenten für den neuen Server gekauft, unter anderem:

- gebrauchtes 1HE Servergehäuse

- 32GB Kingston Fury Beast DDR4

- 1TB Samsung 990 Pro M.2

- 2TB Samsung 870 Evo

 

Das Servergehäuse hat bereits ein 500W ATX Netzteil integriert. Würdet ihr in diesem Fall das N100M bevorzugen oder dennoch das DC-ITX Modell nehmen und das ATX-Netzteil ausbauen?

8 hours ago, HTPProXy said:

Ich habe mir ein heute einige Komponenten für den neuen Server gekauft, unter anderem:

- 32GB Kingston Fury Beast DDR4

 

Blechdeckel Overclocker RAM 😞

 

8 hours ago, HTPProXy said:

Das Servergehäuse hat bereits ein 500W ATX Netzteil integriert. Würdet ihr in diesem Fall das N100M bevorzugen oder dennoch das DC-ITX Modell nehmen und das ATX-Netzteil ausbauen?

 

Vorhandene 500W Netzteile in Servern sind oft nicht sehr effizient, sondern eher auf Stabilitaet ausgelegt. Aber bei 1HE gibt es kaum Alternativen.

 

Das N100DC-ITX wäre interessant, wenn es sparsamer sein soll und eben die Anschlüsse darauf ausreichen. Dann würde ich das 500W Netzteil rauswerfen/tod legen.

 

Solltest Du das 500W Netzteil verwenden wollen ist das N100M besser passend und hat eben auch minimal mehr Anschlußmöglichkeiten.

 

Zur Not könnte man das N100DC-ITX sogar per 12 V vom 1HE 500W Netzteil speisen, aber dann wird es auch eher ein ineffizientes Gesamtkonstrukt.

 

 

Wenn 2x SATA + 1x NVMe SSD und 1GBLan reichen sollte das DC vollkommen in Ordnung sein.

  • Author

Danke für die ausführliche Antwort!

 

Was am RAM gefällt dir denn nicht? Gibt es bessere Alternativen?

13 hours ago, HTPProXy said:

Was am RAM gefällt dir denn nicht? Gibt es bessere Alternativen?

 

Blechdeckelram: Die Hersteller verstecken unter dem Blechdeckel die Chips, wodurch die verbauen könenn, was sie wollen. Wechselnde Chips in der Produktion oder qualitativ fragliche Chips werden von einigen Herstellern dann verbaut.

Overclocker Ram ist nicht selten XMP fähig, was bei einigen Mainboards zu automatischem Overclocking oder auch schon höherer Betriebsspannung führt.

Die N100M/DC-ITX sind zwar keine Overclocker Mainboards, aber solche Speichermodule sind dennoch "Geschmackssache".

 


EDIT:

Wie ich gerade sehe, hat die ct daszu auch halbwegs aktuell mal wieder etwas geschrieben:

https://www.heise.de/select/ct/2025/2/2429613031749015635

 

"Beim RAM raten wir von Übertaktermodulen ab und empfehlen JEDEC-konformen DDR5-5600 (also ohne Blechdeckel und ohne XMP oder EXPO). Die laufen nämlich direkt nach dem Einsetzen mit den Vorgabewerten. Bei übertaktetem RAM hingegen müssen Sie im BIOS die Profile von Hand einstellen. Problematisch an Übertaktermodulen ist, dass sie nur mit erhöhter Spannung laufen, was in der Vergangenheit bereits zu Defekten an CPUs geführt hat."

Edited by DataCollector
CT Bezug eingefügt

  • Author

Danke, ich habe mir nun stattdessen den ValueRAM von Kingston geholt. Dieser hat 3200Mhz bei 1.2V, also ganz ohne übertakten.

Edited by HTPProXy

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