January 4, 20242 yr Hallo in die Runde, Vorweg: ich bin absoluter Unraid Newbee und neu hier. Habe aber schon einiges mitgelesen. Ich möchte meine Docker Container von meiner Synology auf einen eigenen Server verlegen und bin auf Unraid gestoßen. Es scheint für meine Anforderungen genau das richtige zu sein. Aktuell laufen bei mir folgende Container produktiv: Bitwarden, Paperless, Youtube DL, Mattermost, Portainer, Watchtower und Bookstack. Geplant ist außerdem noch pihole und Jellyfin. Außerdem soll auf dem Unraid noch eine Videoüberwachung laufen (z.B. AgentDVR). Und hws. noch ein DB-Server. Die klassischen NAS Funktionen (Backup, Datengrab, Photos, usw.) sowie Caldav und Carddav Server sollen (erstmal) auf der Synology bleiben, weil es gut funktioniert. Evtl. später auch auf Unraid. Ich habe leider überhaupt keine Ahnung mehr von Hardware-Spezifikationen. Habe früher meine PCs selber zusammengebaut, aber das ist alles schon zwei Jahrzehnte her. Welche Hardware macht für meine Anforderungen Sinn? Welches Motherboard mit welchem CPU? Wegen des Unraid-USB Sticks wäre ein Motherboard schön mit einem USB-Anschluss auf dem Board (ist aber kein Muss). Grafik on Board? Docker auf SSD/NVME? Brauche ich HDD in Schritt 1? 32 GB Ram OK? ECC-Ram Ja/Nein? Fragen über Fragen… Alles soll in ein 19 Zoll Gehäuse. HotSwap brauche ich nicht. Spiele sind für mich völlig irrelevant. Stromsparend wäre natürlich nicht schlecht, aber es muss kein 5W System werden. :-) Wesentliche Frage ist für mich erstmal Motherboard, CPU und RAM? Habt Ihr Vorschläge? Oder braucht Ihr noch weitere Infos? Vielen Dank.
January 5, 20242 yr 19 hours ago, JimLord said: Vorweg: ich bin absoluter Unraid Newbee und neu hier. Habe aber schon einiges mitgelesen. Willkommen und viel Spaß hier! 19 hours ago, JimLord said: Ich möchte meine Docker Container von meiner Synology auf einen eigenen Server verlegen und bin auf Unraid gestoßen. Es scheint für meine Anforderungen genau das richtige zu sein. Das kannst nur Du feststellen, wenn Du es getestet hast. unraid ist super, hat aber auch ein paar Pferdefüße. Bevor du Geld ausgibst, teste es erst. 19 hours ago, JimLord said: Aktuell laufen bei mir folgende Container produktiv: Bitwarden, Paperless, Youtube DL, Mattermost, Portainer, Watchtower und Bookstack. Da sehe ich wieder wie wenig ich weiß. Abgesehen vom Namen her kenne/nutze ich keinen. Aber ich schätze mal, wenn die auf der bisherigen Syno liefen ist da nicht viel Rechenpower notwendig. 19 hours ago, JimLord said: Geplant ist außerdem noch pihole und Jellyfin. Jellyfin als Frontend/Datenbank für mediazugriffe oder brauchst Du auch aufwändiges transcoding? 19 hours ago, JimLord said: Außerdem soll auf dem Unraid noch eine Videoüberwachung laufen (z.B. AgentDVR). Und hws. noch ein DB-Server. Auch die kenne und nutze ich nicht. Meinst Du mit Überwachung: einfach Bilder & Videos lagern und wieder abrufen oder meinst Du auch Gesichtserkennung, anlassbezogene Verarbeitung. Verschlagwortung und so weiter? Dann wird das sehr Leistungsfordernd/Rechenintensiv. 19 hours ago, JimLord said: Welche Hardware macht für meine Anforderungen Sinn? Professionelle Anwendung oder privat? Bei professionell würde ich ECC Systeme in betracht ziehen. Bei privat und wenn man Backups vorhält reicht auch standard PC Desktopware. Sollte Deinr Videoüberwachung viel Videomaterial produzieren sind große SSDs (im Pool als Cache) und viel Ram anzuraten. Aktuell (Jahreswechsel 2023/24) sind die Preise der Komponenten noch nicht zu rasant gestiegen. 19 hours ago, JimLord said: Welches Motherboard mit welchem CPU? Das kann man erst nach Beantwortung der Fragen grob anpeilen. Kommt auch gebrauchte Ware in Frage oder soll es neu sein? 19 hours ago, JimLord said: Wegen des Unraid-USB Sticks wäre ein Motherboard schön mit einem USB-Anschluss auf dem Board (ist aber kein Muss). Das kann man mit simplen Adaptern sogar auf einem USB2.0 Header oder kurzer Kabelpeitsche im Gehäuse auf dem Mainboard nachrüsten. Das wäre für mich kein K.O. Kriterium. 19 hours ago, JimLord said: Grafik on Board? Ja! Dann spart man sich einen PCie Steckplatz und meist ist iGPU sparsamer als dGPU. Es gibt auch leute die versuchen unraid headless (ohne GPU) laufen zu lassen, aber das hängt stark von Hardware und Experimentierwillen und Firmware/BIOS/UEFI ab. Wäre mir zu schwammig. Deshalb sehe ich iGPU als empfehlenswert an. 19 hours ago, JimLord said: Docker auf SSD/NVME? Kann man machen, SATA SSD gehen aber auch. 19 hours ago, JimLord said: Brauche ich HDD in Schritt 1? unraid braucht immer einen Datenträger im Array. Ob Du nun einr (oder mehrere ) Festplatten, SATA SSDs, NVMe SSDs oder gar nur einen USB Stick nimmst bleibt dir überlassen. Maximal 28 Datenträger für Nutzdaten und 2 Datenträger für Parität/Ausfallsicherheit sind möglich im Array. Weitere Datenträger könen in einem oder mehreren Pools angesprochen werden. Solltest Du unraid auch als NAS benutzen wollen und einige TB mehr speichern wollen ist das Array mit eben Standardfestplatten die typische Anwendung. Zum Testen ersteinmal hingegen kann man eben auch mit anderen Konstellationen experimentieren und eben beispielsweis enru einen USB Stick als Datenträger im Array anmelden. USB ist aber generell in einem aktiv genutzen Array keine gute Wahl (um nicht zu sagen: vermeide USB Festplatten oder USB SSD im Array, wenn Du das Array wirklich für mehr als nur Tests benutzt). 19 hours ago, JimLord said: 32 GB Ram OK? Deine Anwendungen oben sind mir zu unbekannt. Aber ich befürchte die Videoüberwachung (je nachdem wie intensiv und mit welchen Features) wird so winiges fressen. Probiere es mit einem 32GB Riegel, aber stelle Dich darauf ein, daß Du ggf. ein paar weitere dazu stecken müsstest. 19 hours ago, JimLord said: ECC-Ram Ja/Nein? Das kannst nur Du entscheiden. Wie gesagt: wenn Du auch Backups pflegst (und die Daten nicht wirklich ?lebenswichtig? sind), reicht auch ein nicht EDC System. 19 hours ago, JimLord said: Alles soll in ein 19 Zoll Gehäuse. HotSwap brauche ich nicht. Spiele sind für mich völlig irrelevant. Wieviele Festplatten (Speicherkapazität) sollen es denn später werden? 19 hours ago, JimLord said: Stromsparend wäre natürlich nicht schlecht, aber es muss kein 5W System werden. 🙂 Selbst wenn es ein 5W System wäre (meist gemessen idle und mit Minimalbestpückung) würden die Docker den verbrauch schon etwas anheben. 19 hours ago, JimLord said: Wesentliche Frage ist für mich erstmal Motherboard, CPU und RAM? Siehe oben: Dazu fehlen noch Details. Zusatzinfo: unraid/linux und AMD ist nicht immer der beste Freund. Ich würde definitiv (bei Neuware) zu einem aktuellen Intel S1700 System greifen. Edited January 5, 20242 yr by DataCollector Typos
January 5, 20242 yr 16 hours ago, JimLord said: Portainer,...,Watchtower Das wirst du bei UNRAID nicht brauchen, die Container werden direkt aus der UNRAID GUI installiert und konfiguriert. Auch etwaige Updates zeigt das Web GUI an. Bitwarden und YouTube-DL habe ich selbst im Einsatz, läuft also. Grundsätzlich funktionieren eigentlich alle Container aus dem Docker Hub auch in UNRAID (x86 Version des Containers vorausgesetzt). Ggfs ist eine Anpassung der User ID / Group ID nötig. Gibt hier aber auch schon Anleitungen dazu
January 5, 20242 yr Author 1 hour ago, jj1987 said: Das wirst du bei UNRAID nicht brauchen, die Container werden direkt aus der UNRAID GUI installiert und konfiguriert. Auch etwaige Updates zeigt das Web GUI an. Bitwarden und YouTube-DL habe ich selbst im Einsatz, läuft also. Grundsätzlich funktionieren eigentlich alle Container aus dem Docker Hub auch in UNRAID (x86 Version des Containers vorausgesetzt). Ggfs ist eine Anpassung der User ID / Group ID nötig. Gibt hier aber auch schon Anleitungen dazu Ok, das hört sich schon mal gut an. Das mit der UserID / GroupID werde ich schon rausfinden. Hatte das Thema ja auch bei der Synology. Danke
January 5, 20242 yr Author @DataCollector Vielen Dank für die ausführlichen Infos und Rückfragen. Hab mir schon gedacht, dass meine Infos nicht ausreichen. Hier ein paar weitere Hinweise: Natürlich werde ich erst testen bzw. habe ich schon angefangen, bevor ich in neue HW investiere. Meine Frage nach der Hardware hat auch das Ziel, dass ich beurteilen möchte, ob ich evtl. auch eine größere Synology in Frage käme. Wobei ich die Docker gerne getrennt von der Synology hätte und ich das Ziel Unraid fest im Auge habe. Ich probiere gerne auch neue Dinge aus. Die genannten Docker laufen auf meiner recht kleinen Synology recht performant, außer PaperlessNGX (Dokumentenverwaltung). Da hat sie Syno schon zu kämpfen. Jellyfin nur als Frontend/Datenbank für Medienzugriffe, kein Trancoding. Bzgl. Videoüberwachung: Da bin ich mir nicht sicher, ob es wirklich so hohe Anforderungen braucht. Ich möchte ca. 4 Außenkameras installieren, die Videos speichern und über die App (z.B. AgentDVR) mir das ganze ansehen. Auf der Synology schaffen diese Aufgaben selbst die kleinen Systeme. Es ist rein privat, daher könnte ich dann wohl auf ECC verzichten. Als RAM würde ich mal mit 32 GB starten. Aufrüsten kann man ja immer noch. Die Hardware würde ich neu kaufen. iGPU: Da folge ich Deiner Empfehlung, ebenso was Intel angeht. Wenn SATA SSD reicht, bleibe ich gerne dabei. Mir ist auf meinem Windows Server eine NVME nach nicht mal einem Jahr kaputt gegangen, das ist mir bei SATA SSD noch nie passiert. Die Frage nach der Anzahl der HDD kann ich schwer beantworten, da mir das mit dem Array und Parität bei Unraid noch nciht ganz klar ist. Die Synology hätte ichj wie folgt geplant: 2 x SSD (je 2 TB, Raid 1) für Docker und Applikationen, 2 x HDD zur Datensicherung und Photos (je 8TB Raid 1) und eine HDD für die Videoüberwachung. So war mein ursprünglicher Plan, bevor ich über Unraid nachdachte. Mehr brauche ich nicht nach aktuellem Stand. Ich hoffe, die Antworten helfen etwas. Vielen Dank
January 5, 20242 yr 31 minutes ago, JimLord said: UserID / GroupID 99:100 (nobody:users). Ist bei den Containern aus dem Unraid Store meist schon berücksichtigt. Z.B. so oder so ähnlich: Bei anderen Containern gibt es aber so gut wie immer einen entsprechenden Mechanismus.
January 5, 20242 yr 56 minutes ago, JimLord said: Die genannten Docker laufen auf meiner recht kleinen Synology recht performant, außer PaperlessNGX (Dokumentenverwaltung). Da hat sie Syno schon zu kämpfen. Da die 'kleinen' Synos in der Regel eher recht schwachbrüstige CPU Power haben (um eben stromsparend zu sein), sollte eine einfache CPU I3 12-14 Generation schon vergleichbar und mehr rechenkraft bieten. Weißt Du welche CPU in Deiner Syno werkelt oder welches Syno Modell Du hast? 56 minutes ago, JimLord said: Jellyfin nur als Frontend/Datenbank für Medienzugriffe, kein Trancoding. Super, also auch da keine wirklich große Rechenleistung notwendig. Die Kiste wird einmal etwas Zeit brauchen um die Datenbank aufzubauen. aber danach sollte die benötigte Rechenkraft auch problemlos von einer I3 abgedeckt werden können. 56 minutes ago, JimLord said: Bzgl. Videoüberwachung: Da bin ich mir nicht sicher, ob es wirklich so hohe Anforderungen braucht. Ich möchte ca. 4 Außenkameras installieren, die Videos speichern und über die App (z.B. AgentDVR) mir das ganze ansehen. Auf der Synology schaffen diese Aufgaben selbst die kleinen Systeme. Also nur Videos/Bilder speichern und abrufen. Ja. das barcuht auch kaum rechenpower. hier ost eher die Leistung der Festplatte/n, bzw. SSDs relevant um kontinuierliche Datenströme zu ermöglichen. Willst Du 24/7 durchgehend 4 Videoströme (vermutlich mal so ca. 3MP Kameras) aufzeichnen oder nur wenn ein Bewegungsmelder anschlägt oder so? Oder soll das NAS die Motiondetection selber handhaben? Festplatten kommen teilweise schon ins straucheln, wenn sie 4 kontinuierliche Datenströme durchgehend (ohne Pause) aufzeichnen sollen. Werden die Datenströme unendlich sein oder wird das in einzelne Dateien zerhackt zu beispielsweise je 1GB oder so? Hintergrund: eine kontinuierliche Aufzeichnung verhindert, daß der Mover irgendwann diese Datei anfassen und auf das Array verschieben kann, weil er geöffnete Dateien nicht verschieben kann. Eine Endlosaufzeichnung auf einen Cache (SSD) hingehen würde auch irgendwann voll laufen und zu einem Fehler führen. Deshalb bleibt nur. daß die Videoaufzeichnungen in Stücke zerteilt abgespeichert werden oder Du eben nur anlaßbezogen aufzeichnest. Ich lasse beispielsweise von einer Videokamera keine Videos geplant speichern, sondern in einem Zeitrahmen alle 3 Sekunden ein Standbild und bei Bewegungserkennung jede Sekunde ein Standbild. Das sind dann pro Tag zwar auch einige Zehntausend Bilder, aber die Datenmenge ist überschaubar und es sind einzelne Dateien, die dann auch jeweils nicht geöffnet sind, wenn ich damit etwas machen lasse (verschieben oder so).. 56 minutes ago, JimLord said: Es ist rein privat, daher könnte ich dann wohl auf ECC verzichten. Das sehe ich dann auch so. 56 minutes ago, JimLord said: Als RAM würde ich mal mit 32 GB starten. Aufrüsten kann man ja immer noch. Auch meine Meinung. Zu bevorzugen ist mit einem 32GB Modul zu starten. dann hat man n0ch maximale Aufrüstmöglichkeiten. Bei DDR5 sind auch schon 48GB Module zu haben., aber das Zeugs ist noch erheblich teurer. 56 minutes ago, JimLord said: iGPU: Da folge ich Deiner Empfehlung, ebenso was Intel angeht. Wenn SATA SSD reicht, bleibe ich gerne dabei. Mir ist auf meinem Windows Server eine NVME nach nicht mal einem Jahr kaputt gegangen, das ist mir bei SATA SSD noch nie passiert. Ausfälle kann es immer und überall geben. Von einem solchen EInzelfall würde ich mich davon nicht abbringen lassen. SATA hat den Vorteil 8TB sind billiger zu haben als bei NVMe SSD. Dafür kommen NVMe SSD sehr viel besser mit vielen parallel arbeiten (IOPS) klar und sind auch schneller. Diese Aussage bezieht sich aber generell auf qualitativ gute SSDs (egal welcher Bauart) es gibt bei beiden Anschlußtypen leider viele Modelle, die sich bei Benutzung dann doch als Bremsklotz oder gar als ungeeignet zeigen. 56 minutes ago, JimLord said: Die Frage nach der Anzahl der HDD kann ich schwer beantworten, da mir das mit dem Array und Parität bei Unraid noch nciht ganz klar ist. Die Synology hätte ichj wie folgt geplant: 2 x SSD (je 2 TB, Raid 1) für Docker und Applikationen, 2 x HDD zur Datensicherung und Photos (je 8TB Raid 1) und eine HDD für die Videoüberwachung. So war mein ursprünglicher Plan, bevor ich über Unraid nachdachte. Mehr brauche ich nicht nach aktuellem Stand. Okay, also ich nehme mit und übersetze in unraidsprache: 2x 2TB (Raid1) als Pool/Cache (Nutzkapazität 2TB) = 2x SATA 2x 8TB (eine Datendisk und eine Paritydisk) im Array (hoffentlich ist mindestens eine davon kein SMR) = 2x SATA 1x unbekannte Festplattengröße für Video. = 1x SATA Da auf die Videofestplatte kontinuierlich geschrieben (und wenn sie maximal auch 8TB groß ist) könnte man die auch ins Array packen und eben den Cache/Pool dem Array vorschalten. Sollten die bisherigen SSDs im Pool/Cache aber nicht schnell genug sein (Bildaussetzer nach längerer Zeit oder durcg die Schreiberei wird die Nutzung der Docker ausgebremst oder so), macht es Sinn hier doch über eine einzelne (2-4TB) NVMe SSD nachzudenken die dann sich nur um den Cache für das Videoverzeichnis/share auf der Videofestplatte kümmert. Der Mover kann ja dann nachts die Dateien vom NVMe Cache auf die Arrayfestplatte verschieben und somit dort wieder Platz schaffen. Zum Glück kann unraid mehrere Pools/Caches haben. Nur so mal als ersten Aufschlag: 5 SATA Ports ist heute bei den sparsamen Mainboards selten. 4 sind üblich. Deshalb ist hier der Griff zu einem SATA Zusatzkontroller wohl sinnvoll (alternativ ein weniger sparsames Mainboard mit 6x SATA (oder mehr) nehmen. Ich habe das Thema Zusatzadapter mal hier als FAQ verfaßt, falls Dich die Details interessieren: https://forums.unraid.net/topic/132205-faq-grundlagen-zusatzkarte-für-sata-ports-v12-stand-08052023/#comment-1200961 Überraschenderweise sind die letzten paar Tage/Wochen viele Anfragen in vergleichbarer Richtung hier aufgetaucht. Ich nenne einfach mal ein Mainboard, welches sich mit einem Zusatzkontroller wunderbar eignet, den Geldbeutel nicht zu sehr strapaziert und noch ein paar Erweiterungsmöglichkeiten hat. Mainboard: Das Gigabyte B760M-DS3H-DDR4 ist ein spartaisch ausgetattetes "Brot und Butter" uATX Mainboard https://geizhals.de/gigabyte-b760m-ds3h-ddr4-a2872190.html Aktuell rund 105 Euro CPU: Ich weiß noch nicht, was Deine Syno so leisten kann (CPU Type) aber ich stehe bisher zu meiner Aussage ein I3 sollte reichen, der I3-12100 ist aktuell die günstigste Variante und bei boxed ist auch schon der CPU Kühler dabei (ca. 120 Euro). Nach Bestpreis sortiertbare CPU S1700 Liste: https://geizhals.de/?cat=cpu1151&xf=12099_Desktop+(Mainstream)~14840_4~590_boxed~5_Grafik+(iGPU)~820_1700&asuch=&bpmin=&bpmax=&v=e&hloc=de&plz=&dist=&mail=&sort=p&bl1_id=30#productlist RAM: Dazu ein 32GB Speichermodul (oder gar mehrere) DDR4-3200, da gehe ich primär nach dem preis und bevorzuge ohne Blechdeckel: Mushkin Essentials DIMM 32GB, DDR4-3200, CL22-22-22-52 (MES4U320NF32G) momentan rund 56 Euro/Stück https://geizhals.de/mushkin-essentials-dimm-32gb-mes4u320nf32g-a2344753.html?hloc=de Da das Mainboard nur 4 SATA Ports hat, wird eine SATA Zusatzkarte benötigt. Hier hast Du meherere Möglichkeiten. Ich liste mal die Sinnvollsten auf, ich würde Variante a bevorzugen): a) Du kannst entweder eine ASM1166 PCIe x1 Steckarte in einen der PCIe 3.0x1 Slots stecken https://www.ebay.de/itm/126213124607 (Dies hier ist ein günstiges China Angebot [25 Euro], also mit einiger Lieferzeit rechnen. Diese Karte mit dem ASM1166 Chip gibt es auch von vielen anderen Händler, aber die Preise bei EU/deutschen Händlern haben leider seit ein paar Wochen massiv angezogen worden (um die 40-50 Euro aufwärts).) b) Du kannst eine Standard ASM1166 PCIe x4 (elektrisch x2) Steckkarte in dem PCIe x16 Slot einbauen (ws ich als Verschwenundung des sehr leistungsfähigen x16 ansehen würde) https://www.amazon.de/ciciglow-3-0-Erweiterungskarte-Kompatibel-Steckplätzen-SATA3-0-Erweiterungskarte/dp/B0BKSZWT21 (Auch die sind aus China billiger) c) Du kannst einen der vorhandenen M.2 NVMe/PCIe Steckplätze nutzen und dort einen ASM1166 Zusatzkontroller einbauen https://www.amazon.de/VBESTLIFE-SATA3-0-Adapterkarte-Erweiterung-Indicator/dp/B0C8TGT7CM Netzteil: vielleicht ein be quiet! Pure Power 11 FM 550W ATX 2.52 (BN317) https://geizhals.de/be-quiet-pure-power-11-fm-550w-atx-2-52-bn317-a2508430.html Dazu ein paar Kabel und ein knuffiges Gehäuse (falls Du noch erweitern willst,. bitet nicht zu wenige Laufwerksplätze einplanen). Hier mache ich keinen Vorschlag, da ich nicht weiß ob es eher minimalistisch winzig oder doch auch Towerformat sein darf. Die Links und diese Hardwareauflistung ist erst einmal nur ein erster Aufschlag/Vorschlag. Man kann in viele Richtungen noch verändern. Edited January 5, 20242 yr by DataCollector Ergänzt um Hardwareauflistung/vorschläge
January 5, 20242 yr Ich stimme DataCollector zu 100% zu damit wirst sehr viel spaß haben und hast noch viel Luft nach oben. Die IGPU in der 12/13th gen bei Intel ist wirklich beeindruckend mit Docker und Jellyfin/Plex. Für Video Überwachung kannst du ja noch ne GPU für Frigatte kaufen mit Gesichtserkennung uA. Edited January 5, 20242 yr by domrockt
January 5, 20242 yr Author Vielen Dank Euch, besonders DataCollector. Du hast Dir ja richtig Mühe gemacht, das alles rauszusuchen. Auch die Übersetzung der Platten in die Unraid-Sprache hat mir geholfen. Zu Deiner Frage bzgl meeienr Synology: ich habe eine DS220+ mit Intel Celeron J4125. Wie gesagt, PaperlessNGX macht da schon zu schaffen. @DataCollector ich werde auf Deinen Konfigurationsvorschlag aufbauen. Ich werde mich mit einem I3 begnügen. Allerdings werde ich, wie eingangs geschrieben, ein 19 Zoll Gehäuse nehmen. Da schaue ich nochmal. Wenn ich das Ganze zusammenrechne, dann lohnt sich der Unraid Server im Gegensatz zur Synology in jedem Fall. Eine ähnlich ausgestattete Synology (mit der ich bereits geliebäugelt hatte) kostet das 1,5 - 2 fache (beides ohne Platten gerechnet). Und mit dem Unraid Server habe ich sicherlich mehr Möglichkeiten. Ich werde das wohl angehen und ich werde sicherlich noch einige Fragen haben, wenn es dann losgeht. Danke für die Hilfe.
January 6, 20242 yr 9 hours ago, JimLord said: Zu Deiner Frage bzgl meeienr Synology: ich habe eine DS220+ mit Intel Celeron J4125. Wie gesagt, PaperlessNGX macht da schon zu schaffen. Danke für die Info. Nachdem ich nachgesehen habe: ja, eigentlich jede halbwegs aktuell I3 CPU sollte weitaus mehr schaffen, als der Intel® Celeron® Prozessor J4125 (4 Kerne, kein HT). Somit stehe ich zu meiner Aussage, Deine Anwendungen und Anforderungen sollten sich schon mit einem recht einfachen Intel I3 System abdecken lassen. Wie gesagt sehe ich nur bei der Videogeschichte vielleicht den einen oder anderen Engpaß bei Festplatten, weshalb sich eine SSD als Pool/Cache vor die Festplatte geschaltet anbietet. 9 hours ago, JimLord said: Wenn ich das Ganze zusammenrechne, dann lohnt sich der Unraid Server im Gegensatz zur Synology in jedem Fall. Eine ähnlich ausgestattete Synology (mit der ich bereits geliebäugelt hatte) kostet das 1,5 - 2 fache (beides ohne Platten gerechnet). Und mit dem Unraid Server habe ich sicherlich mehr Möglichkeiten. Solche Fertigsysteme (Synology, Qnap, Asustor, etc... ) sind sehr gut, wenn man etwas "out of the box" haben will, aber dadurch, daß die sich eben als Firma auch mit der Software rumschlagen und auch Service bieten meist teurer als die dazu erforderliche Hardware. Ich schweife mal ab: Wenn ich beispielsweise sehe, daß ein "Synology NAS Server RS2821RP+ NAS-Rackmount 16bay 19" AMD Ryzen (0/16 2,5"/3,5" SATA HDD/SSD, 4x 1GBLAN, 2x USB 3.0, 1x PCIe 3.0 x8, 4GB RAM)" ohne Festplatten im Sonderangebot gestern für 2203,63 Euro angeboten wurde und mir ansehe, was da wirklich an Hardware verbaut ist, würde ich sagen die reine Hardwaretechnik (wenn ich mal die ECC Fähigkeit weglasse) sollte eher so um die 1000 Euro kosten. https://www.mydealz.de/deals/synology-rs2821rp-nas-rackmount-16bay-19-amd-ryzen-016-2535-sata-hddssd-4x-lan-2x-usb-30-1x-pcie-30-x8-4gb-ram-2298711 Wobei ein 19" Gehäuse an der Sache wohl noch die teuerste Komponente ist: 500 Euro Gehäuse, 120 Euro Mainboard, 120 Euro CPU, 120 Euro Netzteil, 60 Euro Ram, 80 Euro SATA Zusatzkontroller oder SAS Kontroller, ein paar Kabel.... fertig für rund 1000 Euro. Selbst wenn man das mit ECC zusammenbaut: 500 Euro Gehäuse, 500 Euro Mainboard, 260 Euro CPU, 120 Euro Netzteil, 80 Euro Ram, 80 Euro SATA Zusatzkontroller oder SAS Kontroller, ein paar Kabel.... fertig für 1500 Euro. Der Rest ist dann eben Software und Service des Anbieters.
January 8, 20242 yr Author Ja, genau so eine Kalkulation habe ich auch für mich gemacht. Deswegen möchte ich auf Unraid umsteigen. Allerdings muss man für ein Rack Gehäuse keine € 500 ausgeben. Das geht auch günstiger: z.B. mit 2HE: https://www.caseking.de/silverstone-rm23-502-rackmount-server-gehaeuse-atx-usb-3.0-2u-schwarz-gesv-498.html oder 4HE: https://www.caseking.de/silverstone-sst-rm41-h08-4u-rackmount-server-gesv-513.html
January 8, 20242 yr 1 hour ago, JimLord said: z.B. mit 2HE: https://www.caseking.de/silverstone-rm23-502-rackmount-server-gehaeuse-atx-usb-3.0-2u-schwarz-gesv-498.html oder 4HE: https://www.caseking.de/silverstone-sst-rm41-h08-4u-rackmount-server-gesv-513.html Beide: keine 16 Hotswap Plätze für Festplatten. Da ich von ATX Netzteilen ausgehe ist 4HE schon sinnvoll um dir Luftöffnungen nicht zu verdecken oder den Platz des Mainboards zu beschränken. Ich habe mit Absicht Gehäuse ins Auge gefaßt bei denen ich die gleiche Anzahl von festplatten (16 Stück) in Hotswap unter bringen kann, wie in dem Syno. Klar kann man kleiner oder mit Standardbefestigungen auch günstigere Gehäuse finden, doch ich wollte ja darstellen, daß es eben auch bei eigentlich technischen gleichen oder bessern Eckwerten rein nackt von der Hardware her auch billiger geht.
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