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doch nicht so ganz ein Fehlschlag - Gigabyte B760M DS3H Gen5 (DDR5)

Featured Replies

Vorab: ich habe den Betreff geändert, wegen meinem nun 2. Beitrag mit neuen Messungen.

alt: Fehlschlag - Gigabyte B760M DS3H Gen5 (DDR5)

neu: doch nicht so ganz ein Fehlschlag - Gigabyte B760M DS3H Gen5 (DDR5)

====

Hallihallo mal wieder.

Sorry, es wird laaaaang!!

Ich wollte ursprünglich mal der Frage nachgehen, ob DDR5 Ram wirklich mehr Strom schluckt als DDR4.

Da es wohl kaum Mainboards gibt, die beides beherrschen habe ich versucht die Sache einfach anders anzugehen.

Ich habe ja das Gigabyte B760M DS3H DDR4, welches ist gerne für Tests heranziehe.

Siehe auch

https://forums.unraid.net/topic/156160-gigabyte-b760m-ds3h-ddr4-verschiedene-messungen-werte/page/8/#findComment-1563871

Somit habe ich mir nun auch mal den neueren Bruder Gigabyte B760M DS3H GEN5 gekauft, welcher auch laut www.gh.de sehr ähnlich sein soll (leider scheint das nicht so ganz zu stimmen. Dazu später mehr unter "Netzwerktrouble")

Damit es vergleichbar ist, habe ich hier zwar neue aber eigentlich weitgehend gleiche/ähnliche Hardware gekauft, und mich sehr nahe an die ursrpüngliche Bestückung der DDR4 Tests gehalten.

Erst einmal die Ausgangssituation mit dem neuen DDR5 Board:

Hardware und Beschaltung (ich bezeichne es gerne als "nackt"):

- Gigabyte B760M DS3H GEN5 (BIOS/UEFI: 2025-09-24 F5) (BIOS auf Default und dann die selben Abweichungen wie ich sie bei dem DDR4 Board auch eingestellt hatte (siehe Link oben).

!! (Beachte: auch hier habe ich aus Stromspargründen im BIOS die CPU und PCH Geschwindigkeit auf PCIE 3.0 reduziert!

- Intel I3-12100 boxed (incl. Intel boxed CPU Kühler) (neu gekauft)

- 2x 32GB DDR5-4800 Crucial UDIMM 32GB DDR5-4800 CL40-39-39, 2RX8, On-Die ECC (CT32G48C40U5)

- kein SATA

- interne Netzwerkkarte (Realtek RTL8125D) 2,5GBLan Link aktiv (Achtung! Unraid beherrscht die Netzwerkkarte nur mit dem Realtek 8125(B) Plugin/Treiber. Dazu später mehr unter "Netzwerktrouble" unten.)

- PCIe x16: leer

- M.2 NVME Slot neben CPU: leer

- 1. PCIe x1: leer

- 2. PCIe x1: leer

- M.2 NVME Slot (Chipsatz) am Ende des Mainboard: leer

- Leicke 156W 12V ULL.

- Inter-Tech Mini-ITX PSU 160W, Wandlerplatine (88882188) 12V Input

- USB Bootstick: Transcend Jetflash 600 32GB

- USB 2.0 Kabelpeitsche: USB_SanDisk_3.2 Gen1 32GB als einzige Disk im Array (weil sich unraid 6.12.4 sowieso ja nur mit Array vollständig nutzen läßt).

Array mit Autostart, damit es immer gleich ist und ich nach einem Reboot für die Tests nicht erst ins WebGUI zum Starten gehen muß.

Unraid hat alle Systemshares automatisch auf die USB Stick gelegt (weil ich ja keinen Pool/Cache-SSD eingebunden habe) und damit den USB Stick schon mit 28GB von den vorhandenen nominal 32GB belegt.

Software:

Tja, wegen der leicht anderen Netzwerkfunktion kann ich das Board nicht unter 6.12.4 testen, weil ich keinen LAN Link bekomme und der Netzwerkchip dieses neuen DDR5 Boards von unraid nativ nicht unterstützt wird (unraid zeigt die MAC nicht an).

Wenn ich es richtig sehe wird auch das Realtek 8125(B) Plugin nicht unter unraid 6.12.4 angeboten, wobei sich hier das nächste Problem ergibt, ich habe keine zusätzliche Netzwerkkarte zur Hand um unraid 6.12.4 auf dem DDR5 Board ins Internet zu bringen um überhaupt in den APP Bereich (CA) zu schauen. Siehe unter "Netzwerktrouble" unten)

Also mußte ich leider das OS Upgraden. Ich bin über mehrere Upgradeschritte zur aktuellsten Version 7.2.2 durchgegangen.

Somit nun: unraid 7.2.2 stable (und deswegen muß ich mich wohl nun auch mit den ASPM Einstellungen rumschlagen.)

Zu beachten, meine Messungen zum DDR4 Board waren mit unraid 6.12.4 und sind somit ggf. nicht so ganz zu vergleichen. Deshalb gedenke ich das DDR4 Board auch später nochmal mit 7.2.2 durchzugehen, damit man eine Referenz/Vergleich hat.

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ASPM Helper

Realtek 8125(B)

im Go File: powertop --auto-tune

alle tunables stehen auf "Good" (habe extra bei jeder Messung nochmal nachgesehen)

WebGUI und Terminal geschlossen,

idle > 15 Minuten,

der Bildschirmschoner hat den angeschlossenen HDMI Ausgang schwarz geschaltet (das spart hier in der Regel noch mal rund 1W, deshalb warte ich mindestens diesen 'Bildschirmschoner' ab).

Das bezeichne ich gerne als "idle".

Messungen wieder mit AVM DECT200 Funksteckdose.

Messung DDR5 Nr.1:

Ich habe noch keine ASPM Optimierungen durchgeführt. Wie zu befürchten gehen die C-States nicht unter C3 herunter.

Der Verbrauch liegt bei enttäuschenden minimal 15,37 Watt.

Soweit die ASPM Anzeige zu interpretieren ist wurde der Realtek Chip 02:00.0 mit seinem Root Controller 00:1c.2 nicht ASPM enabled.

B7860M-DDR5-Messung0-ASPM-Pre-Run-Screenshot 2025-11-28 025044.png

Weitere Bilder siehe unten. (Weil ich zu blöd bin Bilder an die korrekten Stellen in den Text einzufügen, hänge ich die alle unten ran.)

Messung DDR5 Nr.2:

Ich habe nun mit dem ASPM Helper Optimierungen on the Fly durchgeführt (Wert 1 = L0s) und nicht neu gebootet. Auch hier gehen die C-States nach weiteren ca. 15 Minuten Laufzeit nicht unter C3 herunter.

Der Verbrauch liegt wieder bei enttäuschenden minimal 15,37 Watt (mich wundert zwar, dass der Wert absolut identisch ist, aber das ist dann eben so).

Soweit die ASPM Anzeige zu interpretieren ist wurde der Realtek Chip 02:00.0 mit seinem Root Controller 00:1c.2 nun in den Status L0s enabled.

Messung DDR5 Nr.3:

Ich habe die Änderungen des ASPM Helper mit Hilfe des Plugin nun in den Autostart eintragen lassen (also weiterhin 1 = L0s) und neu gebootet.

Direkt nach dem Boot nachgesehen: es sind weiterhin die Realtek+Root mit L0s enabled.

Auch hier gehen die C-States nach weiteren ca. 15 Minuten Laufzeit nicht unter C3 herunter.

Der Verbrauch liegt wieder bei enttäuschenden minimal 15,30 Watt.

Messung DDR5 Nr.4:

Hier habe ich mit dem ASPM Helper nun auf 2 (L1) umgestellt, in den Autostart eintragen lassen & wieder neu gebootet.

Direkt nach dem Boot nachgesehen: es sind die Realtek+Root mit L1 enabled.

Auch hier gehen die C-States nach weiteren ca. 15 Minuten Laufzeit nicht unter C3 herunter.

Der Verbrauch liegt wieder bei enttäuschenden minimal 15,30 Watt.

Messung DDR5 Nr.5:

Ich habe mit dem ASPM Helper nun auf 3 (L0s + L1) umgestellt, in den Autostart eintragen lassen & wieder neu gebootet.

Direkt nach dem Boot nachgesehen: es sind die Realtek+Root mit L0s+L1 enabled.

Auch hier gehen die C-States nach weiteren ca. 15 Minuten Laufzeit nicht unter C3 herunter.

Der Verbrauch liegt wieder bei enttäuschenden minimal 15,59 Watt.

Messung DDR5 Nr.6:

Nur aus Spaß habe ich im BIOS/UEFI mal die OnBoard LAN Funktion abgeschaltet und ins WebGUI gebootet.

Der Screenshot zeigt einen erheblich niedrigeren Stromverbrauch (12,23W). Leider springt der Bildschirmschoner im WebGUI nicht an, weshalb man 1-2W für die permanent laufende WebGUI annehmen muß.

ASPM ist weiterhin auf 3 (L0s + L1) eingestellt

Messung DDR5 Nr.7:

Um es noch weiter zu treiben habe ich mit deaktivierter OnBoard LAN Funktion unraid ohne WebGUI neu rebootet um zu sehen, wo man dann wirklich auch ohne Bildschirmausgabe landet.

ASPM ist weiterhin auf 3 (L0s + L1) eingestellt, aber weil ich kein extra Terminalfenster öffnen kann, kann ich nicht sehen, welche C States erreicht werden.

Mit 10,15 Watt fühle ich mich bestätigt: die Onboard LAN in Verbindung mit den Plugin "Realtek 8125(B)" sehe ich als Ursache für den höheren Verbrauch an.

Vorläufiges Fazit:

Bisher sehe ich den Kauf dieses Mainboards als Fehlschlag an, was en Betrieb als sparsames NAS angeht.

Als ein normales System in einer Desktop Verwendung, welche nur eingeschaltet wird, wenn man sie braucht und ansonsten vom Strom getrennt ist, es bestimmt okay/super. Vor allem, wenn man unbedingt dem Hype folgen will "DDR5 ist neuer als DDR4, also muß es besser sein".

Man kann wunderbar sehen, daß man bei Mainboards nicht allein auf die die Typenbezeichnung schauen und daraus annehmen kann, daß die Alle irgendwie (fast) gleich sind.

Hier wurde wohl nicht nur das alte Board auf DDR5 umdesignt, man hat auch zumindest den LAN Chip geändert, wodurch man unter unraid aktuell in der energieverschwenderischen Falle des Treibers steckt.

Zur Zeit sehe ich da keine Lösung und kann diesem Board keinen Vorzug gegenüber seinem DDR4 Geschwisterchen geben.

Durch dieses LAN Problem ist auch ein Vergleich des Verbrauches DDR4 gegen DDR5 nicht sinnvoll durchzuführen.

Ich kann allerhöchstens sagen: selbst mit deaktiviertem LAN verbraucht das DD5 Board unter unraid 7.2.2 mit über 10W mehr als sein DDR4 Vorgänger mit funktionsfähigem LAN unter unriad 6.12.4.

(Da mich mein erster Händler zu lange hat warten lassen [>12 Tage für eine angeblich in 3 Tagen verfügbare Lieferung], hatte ich das Board auch wo anders parallel geordert. Ich schätze ich werde zumindest eines davon als Widerruf zurück senden.)

Hier nun der "Netzwerk-Trouble".

Das bisherige

Gigabyte B760M DS3H DDR4 soll einen Netzwerkchip haben, welcher Realtek 8125 BG lauten soll. Dieser funktioniert bei mir mit unraid 6.12.4 problemlos und ohne Zusatztreiber/-plugin.

Gigabyte B760M DS3H DDR5 sollte laut www.gh.de ebenfalls den Realtek 8125 BG haben, doch lief der Chip nicht unter unraid (egal ob 6.12.4, oder 7.2.2).

Ein installiertes Windows förderte zutage, daß der Chip sich dort als Realtek 8125 D ausgibt.

Leider finde ich weder im Manual des Mainboards, noch auf der Webseite von Gigabyte keine Details welchen LAN Chip die genau verbaut haben.

Da es für unraid 6.12.4 das unreaid Plugin "Realtek 8125 (B)" nicht gibt blieb mir nur temporär eine andere Netzwerkkarte zu installieren (PCIe x1 Realtek 8111G) und darüber aus dem Internet (CA) das "Realtek 8125(B)" Plugin zu installieren.

(Leider lief auch die RTL8111G nicht unter unraid 6.12.4. Aber unter 7.2.2 konnte ich sie nutzen.)

Dann habe ich die 8111G wieder ausgebaut und konnte die Onboard LAN Funktion der 8125D nutzen.

Natürlich war bei Ein- und Ausbau der PC abgeschaltet, vom Strom getrennt und auch durch Drücken des Powerknopfes die Stromversorgung entladen.

Und wenn ich oben gemachte Messungen richtig interpretiere zeigt sich hier ein großes Energieperoblem:

Es ist schon früher bei anderen Boards aufgefallen, daß das installierte Realtek 8125(B) Plugin zwar anscheinend dafür sorgt, daß die Realtek angeblich ASPM aktiviert, doch wurde auch da schon festgestellt, daß man nicht unter C3 herunter kommt und damit das ganze System "wacher" bleibt, als sonst nötig/möglich.

Ich interpretiere meine Messungen dahingehend, daß es auch hier passiert. Wodurch das Mainboard entweder den Chip mit dem Plugin/Treiber nutzt und rund 5W mehr verbraucht oder den Chip und das Plugin nicht nutzt, wodurch man ggf. eien zusätzliche Steckkarte verwenden muß, die möglicherweise den Verbrauch auch hebt.

Leider weiß ich nicht, wie man unraid den Treiber direkt (ohne das Plugin) unterschiebt und kann somit nicht prüfen ob das einen Unterschied machen würde.

Hier sollte man auch beachten, daß einige der ASPM Einstellungen bei der Netzwerkfunktion ggf. die Performance der LAN Verbindung negativ beeinflußt. Dies habe ich nicht getestetm, da es mir hierbei erst eiunmal um den Energiespareffekt ging.

Hier das Bildmaterial (weil ich zu blöd bin Bilder an die korrekten Stellen in den Text einzufügen, sind sie hier unten)

Messung DDR5 Nr.1:

B7860M-DDR5-Messung1-ALL 2025-11-28.jpg

Messung DDR5 Nr.2: Zuerst die Einstellung im ASPM Helper auf 1 (L0s)

B7860M-DDR5-Messung2-ASPM-1-Einstellung-Screenshot 2025-11-28 025044.png

Messung DDR5 Nr.2: Hier die Ergebnisse:

B7860M-DDR5-Messung2-ALL 2025-11-28.jpg

Messung DDR5 Nr.3: Hier die Ergebnisse nach dem Reboot (weiterhin ASPM 1 =L0s)

B7860M-DDR5-Messung3-ALL 2025-11-28.jpg

Messung DDR5 Nr.4: Hier die Ergebnisse nach dem Reboot mit nun ASPM 2 =L1

B7860M-DDR5-Messung4-ALL 2025-11-28.jpg

Messung DDR5 Nr.5: Hier die Ergebnisse nach dem Reboot mit nun ASPM 3 =L0s + L1

B7860M-DDR5-Messung5-ALL 2025-11-28.jpg

Messung DDR5 Nr.6: Deaktivierte Onboard LAN gebootet ins WebGUI (wodurch der Bildschirmschoner nicht anspringt)

B7860M-DDR5-Messung6-AVM-Screenshot 2025-11-28 025044.png

Messung DDR5 Nr.7: Deaktivierte Onboard LAN gebootet ohne WebGUI.B7860M-DDR5-Messung7-AVM-Screenshot 2025-11-28 025044.png

Und hier die beiden Chips auf den Mainboards mit Makro abfotografiert. Links das neue DDR5 Board, rechts das alte DDR4 Board:

RTL-VERGLEICH.jpg

Edited by DataCollector

  • DataCollector changed the title to doch nicht so ganz ein Fehlschlag - Gigabyte B760M DS3H Gen5 (DDR5)
  • Author

Soooo...

bei den Recherchen zu dem Realtek 8125(B) Plugin/Treiberproblem Im Rahmen des neuen Bemessens des B760M DS3H DDR4 habe ich einen Beitrag entdeckt, der mir eine mögliche Lösung aufzeigte.

Deshalb nehme ich mir das B760M DS3H Gen5 (DDR5) nochmal vor.

Dazu eine Vorabinfo: Weil mein erster Händler mich >10 Tage hat sitzen lassen (obwohl der Webshop Lieferung bis 4 Tage avisierte) hatte ich bei einem anderen Händler auch ein solches Board bestellt.

Und natürlich wurden dann beide doch geliefert. Meine Messungen basierten auf dem erstbestellten Board, welches ich aber in der Zwischenzeit per Widerruf zurückgesendet habe.

Somit stammen die neuen Messungen hier von dem zweitbestellten Board (welches ich behalten werde, weil man es bestimmt irgendwann doch mal gebrauchen kann).

Das zur Erklärung, warum die Messungen auf einmal minimal abweichen. Das dürften Fertigungtolleranzen der Komponenten sein.

Und bevor es zu den Messunge geht: Ehre, wem Ehre gebührt:

Ich danke jabberwocky für seinen Beitrag:

https://forums.unraid.net/topic/156160-gigabyte-b760m-ds3h-ddr4-verschiedene-messungen-werte/page/8/#findComment-1537908

welcher mich auf den Ursprung von Fuzzy0101 (welchem ich auch Danke) brachte:

https://forums.unraid.net/topic/141349-plugin-realtek-r8125-r8126-r8168-and-r815267-drivers/page/9/#comment-1379870

Vorbereitung:

Das das B760M DS3H Gen5 den wohl neueren Realtek Chip Realtek 8125D nutzt kann man out of the box keine Netzwerkverbindung mit unraid herstellen, weil unraid diesen anscheinend nicht (richtig) erkennt. Zumindest war es bei mir mit beiden Gen5 Boards der Fall.

Ich habe mit einer Standard PCIe x1 1GBits/ LAN RJ45 Karte beholfen, die für den Kontakt zum lokalen LAN & Internet temporär eingesetzt wurde um das "8125(B) Plugin" aus dem CA/APP Store zu beziehen und das System zu konfigurieren.

Nachdem ich alles eingestellt hatte wurde die Karte wieder entfernt.

Alle Hardwareumbauten fanden immer bei ausgeschaltetem System (auch vom Strom getrennt und PSU entladen) statt.

Hardware, wie zuvor in dem Test: nacktes Board mit CPU und boxed Kühler, USB Stick im Array, USB Bootstick, Inter-Tech 160W Spannungswandler an Leicke 156W Netzteil...

Software ebenso identsich. ASPM Helper ist zwar installiert, brauche ich hier aber nicht. 8125(B) Plugin für Netzwerkkarte installiert.

powertop --auto-tune weiterhin permanent im go File eingetragen.

Erneut mindestens 17 Minuten idle gewartet.

Ergänzungsmessung 1:

System mit 8125(B) Plugin, aber im Bezug auf ASPM nicht weiter optimiert

13,66 Watt (ich erwähnte ja, die Fertigungstoleranzen, die einen kleine Unterschied ausmachen können).

Maximal C3 (nicht überraschend)

Und wenn man sich ASPM Status anzeigen läßt, klar erkennbar, daß Realtek LAN und seine Bridge ASPM disabled haben.

Ergänzungsmessung 2:

System mit 8125(B) Plugin, aber nun, wie im oben erwähnten Beitrag, mit der Datei

r8125.conf

im Verzeichnis auf dem Bootstick: /boot/config/modprobe.d

mit dem Inhalt

options r8125 aspm=1

ergänzt und neu gebootet.

Hier wird es zwiespältig.

Wenn man den "niedrigsten" Wert der AVM/FRitz Oberfläche ansieht erkennt man wieder sehr tolle:

9,94 Watt. Leider ist dies ein nur extrem kurz erreichter Wert. Betrachtet man die 10 Minuten der Anzeige liegt das Board die meiste Zeit dennoch zwischen 12 und 13 Watt.

Maximal werden gute C10 erreicht, aber auch da ist zu erkennen: das ist nur seeeeehr kurze Zeit der Fall.

Der ASPM Status zeigt L1 enabled an, doch auch wenn man nur mit dem ASPM Helper experimentiert, kann man diese Anzeige auch erreichen, aber ohne, daß der Verbrauch signifikant sinkt. In so fern ist der Trick mit der r8125.conf Datei schon ein gewisser Erfolg.

Fazit:

Ich habe das (zweite) GEN5 Board für jede Messung nur jeweils unter 30 Minuten in Betrieb gehabt und somit kann ich nicht sagen ob es innerhalb eines ganzes Tages vielleicht länger im C10 oder so verweilt, aber grundlegend scheint es das mit der Anpassung des Treibers zu können.

Leider zeigt es in den kurzen Tests/Messungen dennoch, keine ganz so gute Effizienz, wie ich sie bei vergleichbaren Messungen des DDR4 Vorgängers erkennen konnte.

Ich würde aus dem Bauch heraus sagen: es scheidet nicht mehr komplett aus der Reihe der empfehlenswerten Boards aus, wie ich es bei meinem ersten Beitrag hier annahm, aber irgendwie kann es anscheinend dennoch nicht so ganz mithalten.

Hier sollte man aber im Hinterkopf behalten: dies hier sind wieder "idle/nackt" Messungen.

Sobald man es zu einem NAS aufrüstet/bestückt und weitere Komponenten ins Spiel kommen gehen diese minimalen Unterschiede zwischen dem optimierten DDR4 und dem optimierten DDR5 Board immer weiter in dem Verbrauch der weiteren Komponenten und auch der Softwarebelastung unter.

Da DDR4 Speichermodule und auch DDR5 Speichermodule aktuell eine 'Bergfahrt' machen und man nicht wirklich absehen kann, wo wir da preislich landen, kann man also bei einem System, mit zahlreichen Zusatzkomponeten vielleicht doch beide Systeme auf dem Papier mal zusammen rechnen und dann das mit den billigeren gesamten Anschaffungskosten wählen.

Dies ist aber nur meine persönliche Meinung!

EDIT: Bild 3 unten zeigt die Werte einer 3h 50 Minuten Betriebszeit, Im AVM Verlauf ist zu sehen, daß relativ selten der elektrische Wert sinkt, aber dennoch erreicht das Board einen respektablen Anteil der Betriebszeit C10.

Nun noch das obligatoiorische Bildmaterial:

Ergänzungsmessung 1: Board ohne ASPM Optimierungen

B760M-DS3H-GEN5-Messung1-eMessung-neu.jpg

Ergänzungsmessung 2: Board mit ASPM Optimierungen per Extra Datei r8125.conf

B760M-DS3H-GEN5-Messung2-eMessung-neu.jpg

Bild 3: Betriebszeit rund 3 Stunden 50 Minuten - Links die Leistungsmessung der letzten Stunde. Rechts die C-Anagben:

GEN5 -1HScreenshot 2025-11-30 213052.jpg

Edited by DataCollector
3h Messung hinzugefügt

  • 2 weeks later...

Guten Morgen ,

ich hänge mich mal hier mit rein. Ich hatte jetzt lange Zeit NAS und Hypervisor (Proxmox) getrennt, was mir etwas auf den Nerv ging. Habe jetzt alles unter Unraid gebündelt und bin grundsätzlich auch ziemlich zufrieden.


Aktuell laufen 13 Docker Container dauerhaft. Dazu eine VM (Home Assistant).

Mein IDLE Stromverbrauch liegt bei ca. 18W mit HDDs im Spin Down. Beim Starten setze ich noch per Script ASPM für die NIC und danach powertop autotune. Dann geht die Kiste auch immer sauber in C10. Mit der Realtek NIC hatte ich absolut keine Probleme. Lief auch out-of-the-box mit Unraid 7.2 direkt ohne jegliche Probleme. Nur ASPM war nicht standardmäßig aktiviert. Hatte mal kurz über den Store andere Treiber installiert, bin aber wieder zur Basis zurück. Hatte eigentlich maximal 15W angepeilt. Mein alter HP Elitedesk lief auf 8W. Ich denke mal mehr ist bei der Hardware aber einfach nicht drin oder?

Mit nacktem Unraid 7.2, also ohne Container/VMs/Plugins und ohne angeschlossenen HDDs und Gehäuselüfter komme ich auf ~8W. Ich habe auch das Gefühl, dass gerade der SATA Controller bzw. Platten im Spin Down ein "Stromfresser" ist, auch wenn die HDDs im Spindown sind, macht das sicher ~3-4W nach meinem Test aus. Gemessen mit Shelly Plus Plug S

SPECS
Unraid 7.2.2
Core i5-14500
Gigabyte B760M-DS3H Gen 5 (Bios F5)
48GB DDR5-6000
4x Seagate Exos X18 (Array)
2x NVME (Pool, Beide PCIe 4.0)
1x Sonoff Zigbee Dongle
Corsair RM850x (2021)

3x Arctic P14 140mm PWM PST Lüfter (1x auf CPU - Dauerhaft ca 680RPM; 2x Gehäuse über Fanctrl Plus gesteuert. Einer dauerhaft an mit ca 20%, der andere nur wenn das Array läuft)

3 hours ago, b4rRa said:

48GB DDR5-6000

Was ist das für Speicher genau und welchen Takt hast du eingestellt? Weil ein XMP Profil auch die Spannung erhöhen kann um damit die höhere Leistung zu erzielen, die in einem Nas nicht so wichtig ist.

3 hours ago, b4rRa said:

Mein IDLE Stromverbrauch liegt bei ca. 18W mit HDDs im Spin Down

Das ist doch volkommen OK. Etwas kannst du noch für die Gehäuselüfter abziehen.

3 hours ago, b4rRa said:

Mein IDLE Stromverbrauch liegt bei ca. 18W mit HDDs im Spin Down

Das Board saugt leer eher 9W, ich vertraue da eher Datas Messungen. Dazu 4 HDDs im Spindown wären dann nochmal ca. auf der 5V Schiene für die Elektronik im Spin-Down4W. Bist Du schon auf 13W. Der Lüfter dürfte auch 1-2W kosten, also gut 15W. Zigbee USB Dongle kostet auch etwas Saft.keine Ahnung wieviel.

Dazu viele Docker und vor allem eine VM. 18W klingen vollkommen plausibel.

Gruss,

Joerg

Ob das jetzt leer 8W saugt oder 9W ist jetzt auch erst mal irrelevant. Da spielen ja viele Faktoren mit. Hier mal ein entsprechender Graph. Werte lasse ich gemittelt auf 15s einlaufen, da die Shellys teils mehrfach sekündlich Schwankungen mitnehmen. Gegen 12:50 Uhr lief ein Job, daher der Peak.

image.png

Als Ram habe ich Crucial Pro UDIMM 48GB Kit, DDR5-6000, CL48 im Einsatz. Habe im Bios kein XMP Profil geladen, alles auf Standard.

In wie Fern macht denn eine Begrenzung von PCIe 4.0 auf 3.0 sich im Stromverbrauch bemerkbar?

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