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SebastianSchmidt

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  1. Hallo Community Anbei mein kleiner Testbericht zu meinem (potentiell) zukünftigen Softrouter - dabei handelt es sich um ein solches Modell: Ich plane das Gerät als Router/Firewall einzusetzen. Durch die Dual 10Gbe NIC sollte es für meinen Fiber-Internetanschluss mit max. 10Gbe symmetrisch gut geeignet sein. Das System kam als Barebone und ich habe noch 16GB SO-DIMM DDR5 und eine kleine Samsung NVME mit 128 GB eingebaut. Hier zwei Fotos vom Mainboard und der SFP+ Netzwerkkarte: Das UEFI ist leider schon etwas älter, aber bisher habe ich keine neuere Version gefunden und CWWK hat bisher nicht auf meine Nachfrage nach einem Update reagiert: Wie im Titel erwähnt, handelt es sich bei dem Prozessor um einen Intel N100 (i7z-output): Beim ASPM-Status mit/ohne <pcie_aspm=force> Bootparameter sieht es leider schlecht aus: LSPCI-Output: Sensors-detect: So lange es keinen IT8613E-Treiber gibt, fehlen hier also weitere Systeminformationen, die über <coretemp> hinausgehen. ---------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Powertop Alle nachfolgenden Tests habe ich unter Ubuntu 22.04 (statt 24.04) durchgeführt. Irritierenderweise erreicht der Rechner unter 24.04 nämlich nur C3, während es unter 22.04 locker C10 sind. Das OS habe ich auf die NVME installiert, damit meine Testprogramme bei einem Neustart weiterhin verfügbar waren und auch das Booten schneller vonstatten ging. Powertop im Idle-Zustand ohne <powertop --auto-tune>: Wenn ich <powertop --auto-tune> anwende, friert der Desktop ein und ich muss den Rechner per Power-Taste ausschalten. Stückchenweises Probieren hat leider den Stromverbrauch nur unwesentlich gesenkt und auch beim vorsichtigen Vorgehen habe ich es bisher nicht geschafft herauszufinden, welches Tuning zur Systeminstabilität führt. Deshalb habe ich alle weiteren Tests ohne Tuning durchgeführt! Positiv ist, dass C10 praktisch augenblicklich nach dem Bootvorgang erreicht wird. Dabei liegt der Verbrauch (gemessen über eine Athom ESPhome Steckdose) bei ca. 15.4 W ohne Netzwerkkabel, mit USB-Wireless Tastatur-Dongle. Für mich ist das erstaunlich viel, aber beim oben angezeigten ASPM-Zustand wohl auch zu erwarten. ------------------------------------------------------------------------------------------------------- Performance und Verbrauchstests Als nächstes habe ich mit <stress> und <s-tui> eine Weile getestet. Dabei sind die Temperaturen mit 43° und einer Lüfterdrehzal von 1200 rpm (noch angenehm leise) meiner Ansicht nach gut: Die <btop>-Ausgabe sieht wie immer farbenprächtig aus: Ich habe auch einen Prime-Test gestartet, um die CPU noch ein wenig mehr zu stressen und den Maximalverbrauch (27.2 W) des Systems herauszufinden (1x 2.5 Gbe und 2x 10m AOC SFP Kabel): Die Netzwerkperformance habe ich mit <iperf3> gegen meinen Unraid Server getestet, der eine Intel X710 NIC verbaut hat. Test über eine der 2.5 Gbe NICs: Der Durchsatz sieht für mich ganz gut aus. Der Stromverbrauch ist natürlich mit 17.6 W leicht erhöht. Test über einen 10 Gbe Port: Wieder guter Durchsatz, bei Standard MTU und ohne sonstige Tweaks. Erfreulich ist auch der relativ niedrige CPU Takt von ca. 1300 MHz. Powertop zeigt, dass die CPU sich überwiegend langweilt: Zum Abschluss noch der Test, der mich am meisten Interessiert....die gleichzeitige Verwendung beider 10Gbe NICs. In meinem Router-Anwendungsfall benötige ich im Worstcase volle Down- und Upstream-Bandbreite. Insgesamt also 20 Gbe Bandbreite zuzüglich eines relativ vernachlässigbaren Anteils für den Rückkanal. Da ich <iperf3> sowol auf dem Server als auch auf dem Testgerät als Client und Server starten musste, poste ich hier mal den btop-Screenshot. Der Durchsatz ist im unteren linken Quadranten dargestellt - interessant ist auch die CPU-Frequenz und die Prozessorauslastung: Es werden also 9.15-9.17 Gbe erreicht, wobei die CPU durchaus noch Luft nach oben hat. Das wäre für mich absolut ausreichend. Powertop überrascht mich mit einem relativ hohen Anteil an C10-State: Der Stromverbrauch ist mit 24W in dem Fall allerdings schon relativ hoch: ---------------------------------------------- Mein Fazit: Für meinen Softrouter-Anwendungsfall mit 10Gbe Internetanschluss hat die kleine Kiste definitiv genügend Leistungsreserven. Negativ fällt der hohe Stromverbrauch auf, der sich übrigens durch das Herausziehen der Netzwerkkabel nur um 2.3 W senken lässt, aber auch im Idle-Zustand nicht unter etwa 17.7 W mit zwei angeschlossenen AOC-SFP-Kabeln fällt. Gewünscht hätte ich mir hier etwas zwischen 10-13W Gesamt-Idle-Verbrauch. Als Hauptursache sehe ich den miesen ASPM-Zustand, wobei mir hier nicht ganz klar ist, warum super C10-States erreicht werden. Bei meinen anderen Unraid-Builds hatte ich immer das Problem, dass ich mich ZUERST darum kümmern musste das ASPM aktiviert war, bevor solche C-States überhaupt erreichbar waren. Ausserdem lassen sich die PLs im UEFI nicht einstellen, sondern nur ein "Thermal Offsett", der zwar letztlich die CPU stark limitiert, aber den Gesamtverbrauch kaum beeinflusst. Die Wärmeentwicklung und Lautstärke gehen für mich dagegen in Ordnung. Die Lüftergeschwindigkeit lässt sich über 3 Temperaturstufen im UEFI einstellen, sodass der Lüfter in meinem Fall tatsächlich erst ab 42° anläuft (gerade noch angenehm säuselnd) und ab 60° mit voller Geschwindigkeit wie eine Turbine klingt. Soweit mein kleiner Review/Testbericht. Für Fragen und ergänzende Messungen bin ich diese Woche noch zu haben, falls jemand Bedarf sieht. Grüsse, Sebastian
  2. @woistwalter Alles klar....ich merke schon, Du hast alles im Blick! Mich hat die Bauqualität, die absolute Geräuschlosigkeit im Hybrid-Mode und die hervorragende Effizienz im Idle-Bereich überzeugt. Mein Seasonic Prime Ultra Titanium (650 W) habe ich als Rückläufer für nicht mal 130 Franken bekommen. Da konnte ich nicht widerstehen... Mein Kontron MB mit 14 laufenden Docker-Containern braucht aktuell mit einer Intel X710-DA2 Dual Port 10G SFP+ (angeschlossen über ein kurzes DAC Kabel) im Betrieb knapp 18-19W. Selten wird C-State 10 erreicht und dann geht der Verbrauch runter bis auf 14-16W. Beim Kopieren grosser Daten (oder auch bei meinen iperf-Tests) mit etwa 930Mb/s steigt der Gesamtverbrauch des Gesamtsystems auf bis zu 52W an - aber selbst dann bleibt der Lüfter im Netzteil bei 20° Raumtemperatur ausgeschaltet. Bezüglich Netzwerkperformance gibt's bei mir sicher noch Optimierungspotential. Aber ich bekomme schon glänzende Augen bei den aktuellen Zahlen...bin halt maximal 2.5 Gbit/s gewöhnt. 😆
  3. Das wäre dann nicht dasselbe Netzteil, dass ich habe...aber sicher auch gut (hab dazu mal einen Bericht im Hardwareluxx-Forum gelesen). Ich würde in Deinem Fall eher zu dem TX-750 statt dem TX-850 tendieren - da die beiden wirklich vergleichbar sind, wird das 750er mit hoher Wahrscheinlichkeit ein klein wenig sparsamer im Idle sein. Kann aber auch gut sein, dass beide NTs im Idle quasi gleich sind - dann würde ich das billigere nehmen. Die Seasonics haben einen "hybrid" Schalter, der den Lüfter bei meiner geringen Nutzlast komplett ausschaltet. 😎 Hm...ich habe auch ein paar Silentwings 3 und finde, dass die hörbar "rau" laufen. Nicht laut im eigentlichen Sinne, aber deutlich lauter als meine original Fractal-Gehäuselüfter (3-Pin). Von den 3x 1200er PWM Noctua NF-P14s bin ich ehrlich gesagt begeistert. Die laufen bei mir auf knapp unter 400 rpm quasi unhörbar (ich müsste meine Ohrmuschel schon fast schreddern um ein Laufgeräusch zu hören).
  4. @DeeBop CWWK scheint demnächst ein N100 Board mit ASM1166 auf den Markt zu bringen. Typenbezeichnung: CW-NAS-ADLN-K https://www.changwang.com/project.html?id=4 > bemühe Google Translate und erfreue dich an dem Zahnpastafabrik-Spruch 🤣 Hier die Stelle mit den wesentlichen Unterschieden der aktuellen Generation vs. Neuauflage: Es gibt auf Youtube dazu auch noch ein kleine (nichtssagendes) Video: Laut dem oben übersetzten Text ist der ASM1166 nur mit einer Lane angebunden. Somit müssten sich die 6 Ports ungefähr 1GB/s teilen und die Performance bleibt damit unter den Möglichkeiten des Chips. Aber eventuell sind damit gute C-States drin. Ausserdem soll das Board 2x2.5 Gbe NICs von Intel besitzen, dual NVME (nur mit 1x angebunden!) und einen PCIe x4 (an 4 Lanes). An den PCIe-Slot könnte man dann entweder eine 10Gbe NIC anschliessen, oder auch einen weiteren SATA-Controller. Falls Du sowieso einen Schuss ins Blaue wagen möchtest und testfreudig bist.....dann fänd ich das Board viel interessanter als eins mit einem JMB585. Für mich wäre das aber immer noch ein Nischenprodukt (ein bisschen wenig RAM) + ich habe bisher nur sehr schlechte Erfahrungen mit den Intel i226-V NICs gemacht, was die C-States anbelangt wenn diese Chips direkt an der CPU hängen.
  5. Also….ich hab mir so ein Teil zum Testen bestellt. Aber erst vor 2 Tagen - das kann also noch 2-4 Wochen dauern bis es hier ankommt. Und ich scheue mich auch nicht es hier zu schreiben, wenn das Teil Mist ist. Für mich ist das in erster Linie ein Spielzeug. Ich bin einfach sehr neugierig darauf! Im schlimmsten Fall nutze ich meinen zweiten neuen N100 Mini-PC mit 4x 2.5Gbe (der heisst Powerzwerg) als Gateway für meinen Unraid Server und installiere Home Assistant auf „Wundertüte“. „Powerzwerg“ läuft schon seit einer Woche stabil im Stresstest- wäre also brauchbar als Gateway. Danke @DataCollector, Du hast dem Teil damit seinen Gerätenamen verpasst! 😄
  6. Hahahaha.....tja - ich schau mir das Teil an und schreibe hier etwas dazu, sobald es angekommen ist. Im Notfall eignet es sich hoffentlich als Testsystem für neue Spinnereien von mir. Oder ich versenke es in der Bucht oder so... 😅
  7. 😅... mit der Wundertüte magst Du Recht haben. Allerdings habe ich beruflich mit technischer Dokumentation zu tun und ich lese aus der Beschreibung mit etwas Wohlwollen folgendes heraus: 1x PCIe x8 (x4 Lanes) Port (an dem das Zusatzboard mit den 10Gbe-NICs hängt, dass aber wohl auch Bifurcation für ein Expander-Board mit bis zu 4 NVMe x1 hätte...wenn es nicht schon belegt wäre) 4x 2.5Gbe Ports mit jeweils x1 Anschluss 1x PCIe 3.0 x1 Onboard-Port für eine 2280 NVMe (ist fast sicher so) 1x SO-DIMM (das ist eindeutig) 1x MiniPCI Slot, wahrscheinlich unterhalb des NVMe-Ports? Also zusammengerechnet: 4 Lanes für die beiden 10Gbe NICs + 4 Lanes für die 4 2.5Gbe NICs + 1 Lane für den SATA Port = 9 Lanes? Ich brauche die 2.5Gbe-Ports übrigens nicht, deshalb müsste die Anzahl an CPU-Lanes und die Anbindung eigentlich sicher für meine Zwecke passen. Es bleibt natürlich trotzdem spannend! Edit: Mist...irgendwie geht meine Rechnung aber nicht auf. Es fehlt noch ein Port für die NVMe, die ja mit x1 angeschlossen ist. Hm...tja, die Spannung steigt.
  8. @MPC561 Da bin ich erleichtert. Den technischen Teil Deines Posts fand ich übrigens super übersichtlich und lehrreich.👍
  9. Es gibt einen Anbieter auf Aliexpress. Ich habe einen symmetrischen 10/10 Gbit/s WAN Anschluss per Glasfaser und ich dachte, da wäre so eine Kiste als Edge-Gateway ganz brauchbar. Mein aktueller Qhora-301w Router braucht an der Steckdose 14-18W ohne grossen Mehrwert als Gateway, weil zu wenig RAM für Firewall-Aufgaben (EDIT: damit meinte ich eigentlich IP-based Routing und Packet-Filtering). Da ich von der Firma zwei Aerohive AP650 geschenkt bekommen habe (vor dem Müll gerettet) dachte ich, es wäre einen Test wert um zu schauen, ob die Kombi aus leistungsfähigem Mini-PC und einem AP650 nicht am Ende die deutlich bessere Lösung wäre? Die Internetverbindung habe ich persönlich übrigens noch nie voll auslasten können - das Maximum lag bisher bei etwa 8Gbit/s Download, daher mache ich mir keine Gedanken darüber, dass der N100 vielleicht für die volle Bandbreite zu wenig Leistung bringt. Ich vermute, dass sogar mein aktueller Router das nur unter Laborbedingungen bringt. Vom OPNsense Gateway soll es zukünftig weiter auf ein SFP+ Switch gehen. Ich bin da echt noch in der Probier- und Findungsphase. Daher auch aktuell meine Tests mit einer AQC100-NIC.
  10. Jep...da stimme ich Dir zu. Diese Werte können für die grundsätzliche Wahl der Hardware ausschlaggebend sein, aber hier im Post ist es soch so, dass alturismo seinen Server als Gaming-Maschine verwendet. In seinem Fall ist ein niedriger Idle-Wert mit Dual-Grafikkarten-Setup IMHO kaum machbar. Er wird vermutlich mehr Wert auf ein effizientes NT ab 20% Low-Load legen, eine NV-Graka mit hoher Leistung und eine CPU, die das Ganze dann auch befeuern kann -- weil das im Endeffekt sein Anwendungszweck und Hauptarbeitsbereich ist. Da mir persönlich die C-States und ein niedriger Idle-Verbrauch wichtiger sind als eine Gaming-VM, interessieren mich wiederum die hier getesteten Setups mit "nackig niedrigen Idle Werten" deshalb, weil ich dort das grundsätzliche C-State Potential und die ASPM-Umsetzung ablesen kann. Aber auch ein Setup, dass nur C8 erreicht und dabei um die 15W braucht wäre für mich okay gewesen. Mein Kommentar hat also eher darauf abgezielt, dass ich hier schon ein paar "extreme Stromsparposts" gelesen habe, bei denen ich persönlich denke, dass sich die Bemühungen nicht mehr in einem sinnvollen Bereich abspielen. Sorry, dass das nicht so klar rüber gekommen ist! Und nichts für ungut! Das Forum hier ist super. 😊
  11. Ha! - Ich hab den HA-Screen in ähnlicher Form schon mal in einem Deiner Posts gesehen und dachte mir, dass das ziemlich cool und abgefahren ist. Bei mir kommen demnächst noch zwei N100 Systeme dazu -- eins als dedizierter HomeAssistant Server und ein System mit 2x 10Gbe-NICs für einen OPNsense-Router (vermutlich Spielerei, aber irgendwie reizvoll). Bezüglich Verbrauchstests....ich muss manchmal wegen des hier laufenden "lowest power consumption" Wettbewerbs schmunzeln. Wenn es um die Vergleichbarkeit geht, finde ich es in Maßen sinnvoll ... aber ich nutze meinen Server ja und von daher interessiere ich mich deutlich mehr dafür, welcher Docker Container mir denn die C-States vermasselt und ob ich da etwas dran ändern kann, ohne an Nutzen einzubüssen (wie z.B. gestern SABnzbd gegen NZBget zu tauschen und damit 10% mehr C10 zu erreichen). Ich bin ganz zufrieden damit, dass mein Server mit 14 dauernd laufenden Containern zwischen 14-25W schwankt. Da nützt mir eine "nackige Idle-Krone" mal überhaupt nix... 😁
  12. @alturismo Ich hab mir sowas schon gedacht....wenn man hier im Forum mitliest, sieht man natürlich, dass Du schon einiges an Erfahrung gesammelt hast. Deshalb bin ich davon ausgegangen dass Du sehr gute Gründe hast, zwei Grafikkarten zu verwenden und nicht bloss eine in den unteren x16-Slot zu packen. 😉
  13. @woistwalter Datacollector hat da ein paar gute Punkte angebracht. Ich habe nicht viel zu Deiner Auswahlliste gesagt, weil ich mir überlegt hatte, dass Du wahrscheinlich ein paar der Teile schon bei Dir herumliegen hast. Falls dem nicht so ist, dann würde ich dem Post von @DataCollector voll und ganz folgen! Mir sind, durch völlig unnötiges selbst ausprobieren, eine Menge Kosten entstanden...die ich mir zwar leisten kann, aber ehrlich gesagt...wenn ich den getesteten "Quasi-Standard-Setups" gefolgt wäre, hätte ich sofort an ein stromsparendes, preiswertes (nicht billiges) System kommen können. Bei Verwendung der "üblichen" Komponenten (siehe obigen Post) hast Du auch den Vorteil, dass Du hier im Forum besseren Support erhalten kannst, wenn das mal nötig sein sollte. Meine eigene spezielle Wahl der Komponenten hat eine ganze Reihe bestimmter Gründe: - Ein sehr hochwertiges Mainboard in Industriequalität - Gute ASPM-Implementierung des Herstellers - Schnelle Muliticore-CPU, damit ich Faster-Whisper mittels CPU nutzen kann, statt noch eine Grafikkarte für die Spracherkennung meines Home Assistant-Servers einbauen zu müssen - Ich liebe Hörbücher und die automatische Umwandlung mit auto-m4b läuft deutlich schneller mit mehr Cores - So viel RAM wie aktuell möglich (DDR5 Module gibt es mit 48GB Bestückung und in mein MB passen somit 192 GB RAM) - Schnelle, günstige NVMEs mit hoher Lebensdauer und Schreibleistung (muss sich bei Lexar IMHO aber auch erst zeigen) - ... Beim Netzteil habe ich viel ausprobiert. Insgesamt 6 verschiedene Modelle (Corsair x2, Seasonic x1, be quiet! x2, CoolerMaster x1), inklusive solchen, die von Cybernetics im low-power-Bereich gut getestet wurden. Wahrscheinlich würde ich heute eben das von DataCollector vorgeschlagene bequiet 12 M (BN341) nehmen - aber ich hab nunmal das Seasonic grad hier und die Entscheidung war für mich preisgetrieben. Das Seasonic hat IMHO eine bessere Herstellerqualität, ist semi-passiv und dürfte sich vom be quiet! nur im Bereich von 1-2 Watt im Idle unterscheiden und ich konnte ein Einzelstück wirklich sehr günstig bekommen. ------------------------------------- Nachtrag: Ich verstehe noch nicht ganz, was Du mit so vielen (auch teuren) Lüftern machen möchtest? In meinem Gehäuse stecken insgesamt 4 Lüfter - 3x Noctua NF-P14s redux (die günstigen, superleisen grauen Modelle) und der Originallüfter meines CPU-Kühlers. Mit dem Setup lassen sich 6 HDDs auf unter 38° halten (hab's selbst ausprobiert) und aktuell überlege ich sogar, wegen SSD-only nur noch 3 Lüfter anzuschliessen. Habe ich etwas verpasst?
  14. Guten Morgen Walter Ich kann folgendes beisteuern: Die LEXAR NM790 NVME SSDs verbrauchen bei mir mit der BIOS-Limitierung auf PCIE 3.0 äusserst wenig Strom und ermöglichen C10 States in einem Kontron K3842-Q2 Board Sparsam getestete Netzteile sind be quiet! DARK POWER 13 750W (teuer) + Seasonic Prime Ultra Titanium (650 W) (günstiger Rückläufer) > bei beiden NT erreiche ich einen gleichwertigen Idle-Verbrauch meines Gesamtsystems um die 10W bei C10 ohne Docker/VMs Gehäuse ist bei mir ein Fractal Design Define R6, mit dem ich super zufrieden bin. Mein System sieht aktuell so aus: Kontron K3842-Q2 (Bios Version V5.0.0.27 R2.12.0 for K3842-Q2x) Intel i7-14700t 192 GiB DDR5 (50CR9656-2046PRO) 2x Lexar 790 2TB (ZFS Cache) mit PCIe 3.0 angesteuert 3x SATA Samsung 870 EVO 4TB (ZFS RAIDZ) 1x SATA SanDisk SSD Plus 2TB (Array ohne Parität) be quiet! DARK POWER 13 750W VM und Docker ausgeschaltet Onboard 1Gbe Intel NIC Powertop auto-tune Damit erreiche ich C10 und eben einen Verbrauch so um die 10 W (Tasmota-Steckdose). Die Lexar 790 sind mir übrigens anfangs mit zu hohen Temperaturen negativ aufgefallen, deshalb habe ich Kühlkörper montiert, die Anbindung auf PCIe 3.0 festgelegt und powertop --auto-tune angewendet. Seitdem liegen die Temps selbst beim dauerhaften Schreiben nie höher als 42°C. Ich hoffe dass hilft Dir, auch wenn wir nicht dasselbe Board und denselben Prozessor nutzen.
  15. Guten Morgen Alturismo Ich habe gestern ebenfalls manuell die ASPM-Einstellungen von zwei NICs gesetzt, um die Auswirkungen auf den Stromverbrauch und die C-States zu prüfen (siehe meinen Post dazu). Bei mir war es so, dass ohne ASPM die C--States nie über C3 hinausgingen und der Stromverbrauch ca. 6-10W höher war als mit erzwungenem ASPM. Bei allen drei Boards, mit denen ich in der Vergangenheit experimentiert habe (2x B550 und 1x X670e), hingen schlechte C-States und damit ein grosser Teil des Grundverbrauchs damit zusammen, dass ich PCIe Slots oder Geräte genutzt habe, die direkt an der CPU angebunden waren. Sobald ich NICs oder NVMEs oder auch Controller in Slots des Chipsatzes gepackt habe + ASPM enabled konnte ich durchweg mindestens C6 erreichen, wo vorher nur C3 möglich war. Mein Kontron Board ist die einzige teilweise Ausnahme die ich kenne. Es erlaubt C10 mit einer NVME direkt an der CPU und einer am Chipsatz - aber nur, wenn ich den 2.5Gbe Onboad Controller deaktiviere. Diese NIC hängt dann auch glatt wieder an einer CPU-Lane und ermöglicht nur noch C2. Grüsse aus der Schweiz!
  16. Hallo Ich habe auf der Suche nach der "besten" NIC heute einige Tests gemacht und möchte die Ergebnisse gerne mit Euch teilen. Meine Hardware: Kontron K3842-Q2 (Bios Version V5.0.0.27 R2.12.0 for K3842-Q2x) Intel i7-14700t (der war leicht günstiger als ein 14700k - also keine komischen Fragen diesbezüglich, bitte) 😉 192 GiB DDR5 (50CR9656-2046PRO) 2x Lexar 790 2TB (ZFS Cache) mit PCIe 3.0 angesteuert 3x SATA Samsung 870 EVO 4TB 1x SATA SanDisk SSD Plus 2TB be quiet! DARK POWER 13 750W VM und Docker ausgeschaltet Powertop auto-tune Anbei der Teil meines /boot/config/go Files mit den Testergebnissen und den notwendigen setpci-Settings um ASPM einzuschalten. Achtung > für die 10Gbe NIC mit AQC100 Chipsatz musste ich noch einen Kernel-Parameter mitgeben, weil mein Log-File sonst mit PCI-Fehlermeldungen geflutet wurde. #-------------------------------------------------- # NIC Tweaks for ASPM # Requires kernel parameter "pci=nommconf" # # Notes: # - Trendnet 10Gbe with AQC100, native x4 in x4-slot / 16W supports C10 > requires ASPM tweak + kernel parameter "PCI=nommconf" # - Realtek RTL8125 2.5Gbe (rev 05), native x1 in x1-slot / 15W supports C6 > requires ASPM tweak # - Intel Corporation Ethernet Controller 10-Gigabit X540-AT2 (rev 01), native x8 in x4-slot / 20W supports C6 > ASPM L1 works # - Intel Corporation Ethernet Controller I226-V 2.5Gbe (rev 04), native x1 in x1-slot / 14W supports C6 > ASPM L1 # >> system hangs when this card is inserted but onboard gigabit card is used for GUI and measurement # - Onboard Intel Corporation Ethernet Controller I225-LM (rev 03) / 19W supports C2 > ASPM L1.1+ # #-------------------------------------------------- #setpci -s 00:1a.0 0x50.B=0x43 # PCIe x16 (x4) slot #setpci -s 00:1c.0 0x50.B=0x43 # PCIe x1 slot 2 (bottom) #setpci -s 03:00.0 0x50.B=0x43 # Trendnet PCIe 10Gbe NIC with AQC100 chipset #setpci -s 03:00.0 0x80.B=0x43 # Realtek RTL8125 2.5GbE Controller (rev 05) Ich warte derzeit noch auf eine X710-DA2 10G SFP+ 2PORT > das ist eine x8 Karte, die ich aber in einen x4 Slot stecken werde, weil der über den Chipsatz angebunden ist. Vielleicht nützen jemandem hier ja meine Notizen. Langzeittests der AQC100 kann ich leider nicht anbieten, weil das meine erste und einzige SFP-Karte ist und ich hier auch noch auf DAC-Kabel und Switch warte. Bei Interesse melde ich hier meine Ergebnisse zurück. Grüsse, Sebastian EDIT: Damit alle Verbrauchswerte untereinander vergleichbar sind, habe ich bei den Tests immer nur die Onboard 1Gbit NIC verwendet, ausser bei den Tests mit der I226-V NIC, da hing das System nach dem Booten sofort und ich konnte nur testen, wenn ich das Netzwerkkabel in die I226-V NIC eingesteckt habe.

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