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Neues All-Flash System für NAS, Docker, VMs und mehr

Featured Replies

Hi zusammen,

ich betreibe seit 7 Jahren eine Synology DS918+ mit 3 Disks im Dauerbetrieb. Jetzt stand endgültig die Entscheidung an: was tun mit dem Ding. Denn die Platten werden nicht jünger. Und ich sichere zwar einen Großteil meiner Daten in die Cloud als Backup, aber davon möchte ich mich auch am liebsten trennen.

Daher mein genereller Entschluss: ich schaffe mir ein high-performance (all-flash) NAS an und ersetze damit die Synology als Primärsystem. So lange die Disks leben, wird die 918+ als Backupsystem weiter betrieben. Immerhin habe ich das Teil mal auf 16GB RAM und mit 2 M.2 SSDs als Cache aufgerüstet. Das werde ich auch weiterhin zum Testen von neuen Apps nutzen.

Zurück zum eigentlichen Thema: ich habe aktuell ca. 14TB Speicherplatz verfügbar, davon ca. 5.5TB belegt. Großes Datenwachstum erwarte ich nicht, ich habe schon Backups meiner Geräte zuhause auf dem NAS sowie sämtliche privaten Fotos und Videos. Damit sind wir auch schon beim Anwendungsfall des Systems:

  • Klassisches NAS (viel SMB/CIFS, wenig NFS aktuell)

  • Medienserver (Plex) - baue ich gerade auf. Habe meine Sammlung schon soweit initialisiert, aber die Clients zuhause noch nicht darauf zugreifen lassen

  • Docker-Host für Apps, die aktuell auf der Synology schon laufen, wie Paperless, Docmost, EVCC, TeslaMate (incl. Grafana und Erweiterung mit Prometheus), Homarr, Linkwarden, Bitwarden, Monitoring (Beszel, Uptime Kuma)

  • Für den Ersatz von Synology-nativen Apps plane ich noch Immich und NextCloud umzusetzen

  • VM-Host für initial mindestens Home Assistant OS. Mittelfristig sicherlich auch noch die eine oder andere Linux VM zu "basteln" (Suse Rancher für K8s mit RaspPi will ich mir auf jeden Fall anschauen)

Die 16GB auf der Synology sind aktuell zu ca. 50% belegt. Durch die neuen Apps (Immich, NextCloud) und das Migrieren von Home Assistant als Container zu einer VM erwarte ich eine höhere RAM-Nutzung.
Die Celeron CPU von vor 7 Jahren ist natürlich nicht der Rede wert. Man merkt den Zahn der Zeit schon an vielen Stellen, besonders bei Paperless und OCR.

Ja, ich weiß dass all-flash hier total übertrieben ist. Aber ich nähere mich dem Optimum lieber von oben anstatt von unten. Und ich plane auch hier wieder über einen langen Zeitraum, in dem ich das System nicht signifikant "anfassen" muss.

Geplant habe ich jetzt aktuell folgendes:

Hersteller/Modell

Preis

Gehäuse + Lüfter

Jonsbo C6 Max + 2x Noctua NF-A12x25 PWM Lüfter - 120mm

60€ + 2× 32€ = 64€ == 125€

CPU

Intel Core i5-14400 (tray)

130€

CPU Kühler

be quiet! Pure Rock Slim 2

25€

Mainboard

GIGABYTE B760M DS3H DDR4 (µATX)

90€

RAM

4x Crucial Pro DIMM 32GB, DDR4-3200, CL22-22-22

4× 60€ = 240€

Netzteil

be quiet! Pure Power 12 M 550W ATX 3.1

Chieftec Compact CSN-550C 550W SFX

90€

95€

Data Disks

3x oder 4x Samsung 870 EVO 4TB

3× 280€ / 4× 280€ = 840€ / 1.120€

Cache Disks

2x Samsung 990 Pro 1TB (Kühlkörper)

2× 115€ = 230€

Boot USB-Stick für Unraid

SanDisk Ultra Fit USB 3.2 Flash-Laufwerk 128 GB

12€

Aus meiner Sicht sollte das eine runde Sache sein. Ich habe die Komponenten schon einmal hier im Forum gesucht und bin auf keinen Thread gestoßen, der mich hat von meiner Wahl abschrecken lassen.


DDR5 macht aus meiner Sicht (noch) keinen Sinn - das gleiche Board als DDR5-Variante ist preisgleich. Aber ich würde je 32GB DIMM ca. 15-20€ mehr zahlen, ohne dass ich jetzt großen Mehrwert sehe. Und mehr als 128GB RAM werde ich in dem System auf seine Lebensdauer nicht brauchen.

Energieverbrauch ist zumindest ein mittelgroßes Thema. Ich hoffe, dass ich die CPU nicht sonderlich hoch unter Last setzen werden. Durch die SSDs sollte der Verbrauch eh recht gering sein.

Unsicher bin ich mir noch beim Netzteil. In das Case passen sowohl ATX als auch SFX Netzteile. Ich tendiede zum ATX-Netzteil. Was wäre eure Meinung dazu?

Und ich bin mir noch unschlüssig, ob ich auf 3 oder 4 Daten Disks gehe. Ich plane mit ZFS und RAID-Z1. Mit Unraid 7.1 sollte auch das Erweitern eines data vdev mit einzelnen Disks supported sein. Das spricht eher für 3x 4TB = 8TB nutzbar. Auf der anderen Seite bin ich da dann auch direkt zu knapp 70% belegt. Ich plane nicht mit großem Datenwachstum, aber haben ist immer besser als brauchen. Da würde mich mal eure Meinung interessieren, ob ihr eher auf 3 oder 4 Disks gehen würdet.

Das Argument der Erweiterbarkeit und ZFS scheint ja keines mehr zu sein - wenn ich es korrekt verstanden habe, kann ich ab Unraid 7.1 auch ZFS Expansion mit einzelnen Disks im data vdev betreiben. Korrekt?

Die beiden M.2 NVMe Devices plane ich als mirrored special vdev. Alle anderen ZFS sub-pools ergeben für mich in der Konstellation keinen Sinn. Lasse mich da aber auch gerne eines besseren belehren.

Edit: Bezüglich Netzwerk werde ich erst einmal auf die onboard 1GbE NIC setzen. Ja, ich weiß: bei dem Hobel Perlen vor die Säue. Aber mein Netzwerk zuhause ist einfach nirgendwo aktuell schneller als 1GbE. Mittelfristig plane ich natürlich auch mit 10GbE. Dann kommt noch eine zusätzliche 10GbE NIC mit in den Server.

Danke euch schon einmal für euer Feedback.

Edited by fabian_w

2 hours ago, fabian_w said:

Cache Disks

2x Samsung 990 Pro 1TB (Kühlkörper)

2× 115€ = 230€

Moin,

ich würde keine 990 Pro empfehlen, ich hatte mal eine verbaut, die regelmäßig ausgestiegen ist. Nimm lieber die 980 Pro, ist kaum langsamer aber bisher noch keine Probleme mit gehabt..

2 hours ago, fabian_w said:

Data Disks

3x oder 4x Samsung 870 EVO 4TB

3× 280€ / 4× 280€ = 840€ / 1.120€

Nimm lieber weiterhin drehende Platten fürs Datengrab. SSD im Array sind nicht sinnvoll, da das Array kein Trim unterstüzt. Lieber eine SSD als riesen Cache.

2 hours ago, fabian_w said:

Ich plane nicht mit großem Datenwachstum

Und das mit einem Plexserver??? ^^

2 hours ago, fabian_w said:

Danke euch schon einmal für euer Feedback.

Gerne :-)

Jonsbo C6 Max + 2x Noctua NF-A12x25 PWM Lüfter - 120mm

Also laut Herstellerwebseite und laut www.gh.de hat das Gehäuse Platz vorgesehen für "Drive Bay:2.5SSD*1 / 3.5HDD*1".

Wo willst Du die ganzen SATA-SSDs einbauen?

(Ja, man kann sich immer etwas "hinbasteln", aber warum nicht gleich ein Gehäuse wählen, daß das direkt so vorsieht?)

2 hours ago, fabian_w said:

Aus meiner Sicht sollte das eine runde Sache sein.

Aus meiner Sicht ist das mit SSDs massive Geldverschwendung und Deine gewählt CPU für die Anwendungen überdimensioniert.

Aber wenn Du Geld verbrennen willst kannst Du das machen.

Ich habe auch einen großen SATA-SSD Bereich, aber ich nutze ihn als extra Pool (3x8TB SSD = ca. 16TB Nutzkapazität zfs).

2 hours ago, fabian_w said:

Ich habe die Komponenten schon einmal hier im Forum gesucht und bin auf keinen Thread gestoßen, der mich hat von meiner Wahl abschrecken lassen.

Wenn das Bankkonto es mitmacht:; technisch wird es klappen.

2 hours ago, fabian_w said:

DDR5 macht aus meiner Sicht (noch) keinen Sinn - das gleiche Board als DDR5-Variante ist preisgleich.

Und ich dachte Du möchtest Dich Deiner Idealvorstellung von oben nähern.

Dann sollte es doch vielleicht gleich ein

https://geizhals.de/asrock-rack-w680d4u-2l2t-g5-a2952735.html

sein. das ist mit rund 800 Euro doch schön weit oben (in der Preisliste). 😁

2 hours ago, fabian_w said:

Aber ich würde je 32GB DIMM ca. 15-20€ mehr zahlen, ohne dass ich jetzt großen Mehrwert sehe.

Naja, bei einem All Flash System scheint Geld doch keine Rolle zu spielen.

2 hours ago, fabian_w said:

Unsicher bin ich mir noch beim Netzteil. In das Case passen sowohl ATX als auch SFX Netzteile. Ich tendiede zum ATX-Netzteil. Was wäre eure Meinung dazu?

Das Bequiet BN341 ist zwar ein sehr effizientes Netzteil, aber wenn man sich der Idealvorstellung lieber von weiter oben nähern will, wäre da ein 1-2kW Netzteil nicht schön weit oberhalb der Idealvorstellung? 😆

2 hours ago, fabian_w said:

Das spricht eher für 3x 4TB = 8TB nutzbar. Auf der anderen Seite bin ich da dann auch direkt zu knapp 70% belegt.

70% Belegung ist ja kein Problem, wenn man nicht viel mehr drauf schaufelt.

2 hours ago, fabian_w said:

Ich plane nicht mit großem Datenwachstum, aber haben ist immer besser als brauchen.

Dan würde ich die SSDs besser gegen

https://geizhals.de/mushkin-source-hc-16tb-mknssdhc16tb-a2580916.html

Mushkin Source HC 16TB, 2.5" / SATA 6Gb/s (MKNSSDHC16TB)

Da brauchst Du dann für ein Raid1 nur 2 Stück und hast dich von oben (preislich und Kapazität) mit SATA SSDs an Dein ideal herangetastet und hast noch einiges mehr an Platz.

Da das Mainboard 4 SATA Ports hat, kannst Du mit dem Wunsch der Übertreibung/Erweiterung dann noch 2 weitere dazu packen. (Wenn Dein Bankkonto wieder überfüllt ist.)

2 hours ago, fabian_w said:

Da würde mich mal eure Meinung interessieren, ob ihr eher auf 3 oder 4 Disks gehen würdet.

Ich würde auf SATA Festplatten gehen und 1/2 brauchbare NVMe SSD als xfs Singledisk Pool für Docker & Cache einsetzen.

2 hours ago, fabian_w said:

Das Argument der Erweiterbarkeit und ZFS scheint ja keines mehr zu sein - wenn ich es korrekt verstanden habe, kann ich ab Unraid 7.1 auch ZFS Expansion mit einzelnen Disks im data vdev betreiben. Korrekt?

Das habe ich noch nie benötigt und somit noch nie getestet.

Darauf verlassen würde ich mich sowieso nicht und (mindestens) ein Backup ist immer anzuraten.

2 hours ago, fabian_w said:

Die beiden M.2 NVMe Devices plane ich als mirrored special vdev.

Ich sehe Raid1 an der Stelle als übertrieben an, würde keine Samsung 990pro verwenden und wenn Du Dich von oben nähern willst, wären 4TB SSDs doch viel 'luftiger'.

2 hours ago, fabian_w said:

Edit: Bezüglich Netzwerk werde ich erst einmal auf die onboard 1GbE NIC setzen.

Das ist doch heute Standard. von weiter oben würde ich mit 10, 5 oder 2,5GBit/s kommen, wenn ich sowieso ein überdimensioniertes System bauen würde.

2 hours ago, fabian_w said:

Ja, ich weiß: bei dem Hobel Perlen vor die Säue.

Ja, das kann man so sagen und Du bist dabei nicht wirklich so konsequent. Entweder ganz übertrieben oder doch besser pasend.

2 hours ago, fabian_w said:

Aber mein Netzwerk zuhause ist einfach nirgendwo aktuell schneller als 1GbE. Mittelfristig plane ich natürlich auch mit 10GbE. Dann kommt noch eine zusätzliche 10GbE NIC mit in den Server.

Naja, damit wird es wohl nicht unbedingt stromsparender.

Dieser Beitrag enthält viel Ironie und Satire um herauszustellen,. daß ich diese Konstellation wirklich als recht inkonsequent aber dennoch übertrieben ansehe.

Sofern Du ein passendes Gehäuse wählst und veileicht die Wahl der NVMe SSDs überdenkst wird es technisch funktionieren (wobei ich Deinen zfs Erweiterungswunsch nicht beurteilen kann).

Aber es kostet mehr als notwendig und ob es Dich wirklich Glücklich macht wirst Du dann ja feststellen.

(P.S.: und dabei habe ich mal mit absicht die BlechdeckelRAM übersehen, da sie eben teils gerade sehr günstig sind... 😅 )

11 hours ago, fabian_w said:

Edit: Bezüglich Netzwerk werde ich erst einmal auf die onboard 1GbE NIC setzen.

Zumindest das von dir gewählte Board kommt (wie fast alle Board der letzten Jahre) ja schon mit 2,5Gbps.

Mit einem günstigen Switch bekommst du dann vielleicht schon einen Teil deines Netzes günstig immerhin auf 2,5G, weil andere PCs vermutlich ebenfalls schon 2,5G unterstützen…

Ansonsten stimme ich data voll zu 😉

P.s.

Auf der Suche nach einem passenden mATX Gehäuse bin ich gerade auch 🙄 das ist gar nicht so einfach wie zuerst gedacht, wenn mehr als 2-3 Anforderungen zusammenkommen und einem die Filtermöglichkeiten bei geizhals bzw die Ergebnisse nicht ausreichen… zusätzlich passende Bastelmöglichkeiten zu finden ist die Kür.

Aber dazu mache ich mal einen eigenen thread auf…

  • Author

Danke euch schon mal für die Rückmeldungen.

Wahrscheinlich ist es wirklich nicht sonderlich sinnvoll sich ein all-flash System zusammenzubauen. Wenn man täglich damit auf Enterprise-Ebene zu tun hat, färbt das vielleicht doch zu sehr ab. 😃

Ich nehme mal die für mich dringlichsten Punkte auf.

  • Ja, das genannte Case hat nur Platz für 2x 2,5". Aber auf den Fotos und Videos sieht man, dass man durch die modulare Weise für die verschiedenen Lüftungsoptionen Platz gewinenn können sollte, um auch 4x 2,5" Devices unterzubringen. Und da es von den Maßen her perfekt in mein Rack zuhause passen würde, war das meine erste Wahl. Fällt dann aber jetzt dem zum Opfer, dass ich zurück auf HDDs gehe.

  • Nein, ich habe keine Gelddruckmaschine und es war vielleicht etwas unglücklich ausgedrück, dass ich mich von oben nähern möchte. Geld zu verschenken habe ich wahrlich nicht.

  • Meine Switchinfrastruktur zuhause ist aktuell halt nur 1GbE. Ich plane aber im Laufe des Jahres die WLAN Access Points zu erneuern und werde in dem Zuge auch an den Switch müssen. Wahrscheinlich werde ich dann um einen kleinen 8-Port 10GbE Switch erweitern. In dem Zuge wird auch das Unraid System um 10GbE erweitert werden.

Ich habe mich noch einmal etwas mit der "hybriden" Variante auseinandergesetzt und würde jetzt folgendes planen.

Hersteller/Modell

Preis

Gehäuse + Lüfter

Jonsbo N4 Black

120€

CPU

Intel Core i5-14400 (boxed)

150€

CPU Kühler

boxed

-

Mainboard

GIGABYTE B760M DS3H DDR4 (µATX)

90€

RAM

4x Crucial Pro DIMM 32GB, DDR4-3200, CL22-22-22

4× 60€ = 240€

Netzteil

Chieftec Compact CSN-450C 450W SFX

85€

Data Disks

4x Toshiba N300 NAS Systems 4TB

4× 90€ / 360€

Cache Disks

2x Patriot Viper VP4300 1TB (special vdev)

2× 100€ = 200€

In das Case passt kein ATX-Netzteil mehr, daher die SFX-Variante. Auch der Kühler von oben passt nicht mehr, daher die Boxed-Variante der CPU.

Ich würde ganz gerne bei ZFS bleiben. Daher auch wieder 2x M.2 NVMe als special vdev. Ich tendiere dazu noch eine weitere SATA SSD als SLOG device hinzuzunehmen. Was denkt ihr?

Bei der CPU habe ich nochmal geschaut, aber ich wüsste nicht, worauf ich downstrippen sollte. Auch i3 CPUs haben eine TDP von 60W, was - naiv wie ich bin - mich rückschließen lässt, dass der Verbrauch nicht signifikant niedriger sein sollte. Aber vielleicht täusche ich mich da.

Ich hab so ein reines SSD System ganz günstig aufgebaut.

  • Asrock N100DC-ITX (integrierte PicoPSU 90W) 130 Euro

  • 90W Netzteil 20 Euro

  • 32GB RAM 40 Euro (glaub ich)

  • ASM1164 Sata x1 PCIe controler 30 Euro

  • ein PC Lüfter 10 Euro, ein leiser 12er Arctic iirc

  • 1xNVME + 5 SSD (2x1TB als Pool, Mirror), rest im Array. Hab da alte SSD reingesteckt und paar neue (1x4, 2x2, 2x1 + 2TB NVME) mit Insgesamt 11TB Kapazität.

230 Euro + 10 Euro 3d Drucker PETG. Das System läuft schon länger bei mir und wird mindestens 5 Jahre laufen insgesamt.

Gehäuse wie schon angedeutet aus PETG gedruckt. Gibt da ein cooles Modell bei printables (das ich etwas modifiziert habe um den ASM1164 reinzubekommen).

Das Teil zieht ca. 11W rum im Durchschnitt und macht fast genau das gleiche was Du oben in deinen Anforderungen beschreibst ausser der HA VM, das mach ich via Docker Container, obwohl ich die auch schon als VM getestet habe (schafft der ATOM locker mit einem Kern und 4GB RAM assigned). Plex transcoding läuft auch hervorragend.

Das ganze ist absolut lautlos. Der Gehäuselüfter ist ein Zero RPM Lüfter den ich erst bei 70 Grad Celsius des Prozessors anlaufen lasse.

Alles viel günstiger als ein iX System.

Bildschirmfoto 2025-07-15 um 14.17.28.png

Edited by MPC561

2 hours ago, fabian_w said:

Data Disks

4x Toshiba N300 NAS Systems 4TB

4× 90€ / 360€

Warum nicht eine große? Ist doch viel günstiger

  • Author
32 minutes ago, Timmey85 said:

Warum nicht eine große? Ist doch viel günstiger

Eine einzelne Data Disk? Ausfallsicherheit steht da ganz oben. Und ich habe mal in meiner Ausbildung gelernt, dass in einem RAID (was ich mit ZFS und RAID-Z1 habe) die Performance über die Anzahl der Spindeln skaliert. Auch deshalb mehr als 1 Device.

4 minutes ago, fabian_w said:

Und ich habe mal in meiner Ausbildung gelernt, dass in einem RAID (was ich mit ZFS und RAID-Z1 habe) die Performance über die Anzahl der Spindeln skaliert

Das ist zwar richtig, nur frage ich mich dann ernsthaft, ob unraid dann noch das richtige System für Dich ist. Hier geht es ja primär darum, kein RAID mehr zu haben....

Die performance kommt hier ja eher vom Cache (hier ggf. auch gerne zfs bzw RAID) und das Array als Datengrab/Tier2 oder wie auch immer Du es bezeichnen willst wird eher über 1-2 parity-disks gegen Ausfall geschützt, aber die Platten zum lesen einzeln gestartet.

Das spart Strom und schont die Platten im Gegensatz zu performanten RAID-Systemen, wo immer alle Platten zum Schreiben/Lesen laufen.

Aber ja, Du kannst das schon so machen....

1 hour ago, _alo_ said:

schont die Platten im Gegensatz zu performanten RAID-Systemen, wo immer alle Platten zum Schreiben/Lesen laufen

Noob Frage an die Nerds 😉 Und das soll jetzt keine Grundsatzfrage auslösen: Ist es für die (NAS)-Platten schädlicher 24/7 zu laufen, oder wie bspw. bei Unraid nach 15 Minuten im SpinDown verschwinden und öfter wieder aufwachen?

56 minutes ago, k3vbert said:

Noob Frage an die Nerds 😉 Und das soll jetzt keine Grundsatzfrage auslösen: Ist es für die (NAS)-Platten schädlicher 24/7 zu laufen, oder wie bspw. bei Unraid nach 15 Minuten im SpinDown verschwinden und öfter wieder aufwachen?

Also schädlich ist das 24/7 Laufen sicher nicht. Nur Teuer... Einfache Rechnung: Eine Platte die nur dreht verbraucht ca. 6 W pro h, also 0,06€*24=0,144KW*365=52,56KW/h pro Jahr *0,28€ = 14,72€ Stromkosten pro Jahr.

Meine älteste Platte im Server ist jetzt über 6 Jahre und die Stoppt regelmäßig. Und ist oft halt über mehrere Tage im Spindown. Die Parity z.B geht ja nur an, wenn was auf die Platte geschrieben wird.

  • Author
2 hours ago, _alo_ said:

Das ist zwar richtig, nur frage ich mich dann ernsthaft, ob unraid dann noch das richtige System für Dich ist. Hier geht es ja primär darum, kein RAID mehr zu haben....

Die performance kommt hier ja eher vom Cache (hier ggf. auch gerne zfs bzw RAID) und das Array als Datengrab/Tier2 oder wie auch immer Du es bezeichnen willst wird eher über 1-2 parity-disks gegen Ausfall geschützt, aber die Platten zum lesen einzeln gestartet.

Das spart Strom und schont die Platten im Gegensatz zu performanten RAID-Systemen, wo immer alle Platten zum Schreiben/Lesen laufen.

Aber ja, Du kannst das schon so machen....

Ich dachte schon, dass unraid das richtige System ist. Nicht, weil ich gerne ein System ohne RAID haben möchte. Aber es scheint für mich die Eierlegendewollmilchsau zu sein. Ich habe eine stabiles System, mit welchem ich gewisse Redundanzen über RAID erhalte (mit allen Vor- und Nachteilen eines RAID), mit dem ich Performance durchs Filesystem (ZFS) erhalte und welches in der Lage ist nicht nur NAS-Shares bereitszustellen, sondern auch direkt Docker-Container und VMs hosten kann. Ich kann natürlich auch beigehen, "best of breed" machen und mir für jede der drei "Disziplinen" das Beste heraussuchen. Dann habe ich hier nachher aber wahrscheinlich 3 19" Rackmount Server für mein ESXi Cluster mit vSAN stehen, eine Schar an RaspberryPi Geräten für K8s und noch ein dediziertes NAS.
Das habe ich jahrelang in abgeschwächter Form so gemacht, weil ich es beruflich gemacht habe und es mein Investment in meine Fortbildung war. Aber aus dem Alter bin ich raus. Ich möchte am liebsten das eine System haben, welches ich ausreichend Groß für den Status Quo und mögliche Eventualitäten in der Zukunft plane. Ich möchte, dass EVCC und Home Assistant sauber laufen, weil darüber steuere ich mein PV-Überschussladen. Und wenn solch ein System mit großzügigem Puffer geplant ist, dann ist es das eben. Der Wife Acceptance Faktor spielt da eine größere Rolle, als am Ende 50€ zu sparen.

Wenn unraid nicht das System ist, welches diese Anforderungen erfüllt, dann ist es eben so. Dann muss ich mich nach Alternativen umschauen. Nach meinem Dafürhalten sollte unraid das alles können. Und nicht irgendwie, sondern ziemlich gut.

1 hour ago, k3vbert said:

Noob Frage an die Nerds 😉 Und das soll jetzt keine Grundsatzfrage auslösen: Ist es für die (NAS)-Platten schädlicher 24/7 zu laufen, oder wie bspw. bei Unraid nach 15 Minuten im SpinDown verschwinden und öfter wieder aufwachen?

Ja, so habe ich es damals auch gelernt. Eine Disk geht immer genau dann kaputt, wenn sie den Spinup macht. Daher war ich bis dato auch immer ein Verfechter davon die Disks durchlaufen zu lassen. Und bei meinem 7 Jahre alten Synology NAS versuche ich aktuell auch jeden Spindown zu verhindern.

6 minutes ago, Timmey85 said:

Also schädlich ist das 24/7 Laufen sicher nicht. Nur Teuer... Einfache Rechnung: Eine Platte die nur dreht verbraucht ca. 6 W pro h, also 0,06€*24=0,144KW*365=52,56KW/h pro Jahr *0,28€ = 14,72€ Stromkosten pro Jahr.

Meine älteste Platte im Server ist jetzt über 6 Jahre und die Stoppt regelmäßig. Und ist oft halt über mehrere Tage im Spindown. Die Parity z.B geht ja nur an, wenn was auf die Platte geschrieben wird.

Naja, teuer ist immer relativ. Und du vergleichst hier eine Disk, die 24/7 im Idle Betrieb mit 6W läuft, zu genau was? Der Vergleich sollte ja zu einer Disk sein, die im Spindown ist. Ich habe jetzt keine empirische Erhebung, aber nach kurzer Recherche verbraucht eine Disk in dem Zustand gute 1W. Delta sind also 5W Verbrauch -> 12,26€/Jahr bei den von dir angenommenen 0,28€/kWh. Aber wie viel Prozent über ihre Laufzeit ist die Disk wirklich im Spindown? 60%? Dann wäre das Delta nur noch bei 7,35€/Jahr. Das ist für mich ein Betrag, den ich gerne als gutes Gefühl investiere, bei dem ich weiß, dass die Disk lebt und sich dreht. Und gerade bei älteren Disks habe ich es beruflich sehr, sehr oft erlebt, dass sie eben nicht mehr starten. Vielleicht bin ich da aber auch einfach zu konservativ.

@k3vbert

Hängt davon ab wie oft sie anlaufen müssen. Bei mir eher selten da viel über den Cache läuft. Dann ist das definitiv besser für die Platten weil die thermische Belastung geringer ist.

Ich hatte früher eine DS1815 mit permanent laufenden Platten und diese mussten relativ oft ersetzt werden. Während ich noch nicht eine einzige Platte in einem Unraid System wegen Alterung ersetzen musste.

Lessons learned.

1 hour ago, k3vbert said:

Noob Frage an die Nerds 😉 Und das soll jetzt keine Grundsatzfrage auslösen: Ist es für die (NAS)-Platten schädlicher 24/7 zu laufen, oder wie bspw. bei Unraid nach 15 Minuten im SpinDown verschwinden und öfter wieder aufwachen?

Ich würde mich meinen Vorredner anschließen, die Zeiten wo Platten länger leben wenn sie permanent laufen sind wahrscheinlich vorbei ... hier schon immer Spindown, jetzt mehr wegen Lautstärke und Wärme ... und in einen meiner Server laufen schon lange lange 8tb Platten so ... Die waschen genau einmal pro Woche auf für ein Backup zu empfangen.

1 hour ago, k3vbert said:

Noob Frage an die Nerds 😉 Und das soll jetzt keine Grundsatzfrage auslösen: Ist es für die (NAS)-Platten schädlicher 24/7 zu laufen, oder wie bspw. bei Unraid nach 15 Minuten im SpinDown verschwinden und öfter wieder aufwachen?

Die Antwort sehe ich ganz klar:

"Das kommt drauf an und nichts ist bewiesen"

Eine 24/7 Platte ist eben für Dauerbetrieb ausgelegt.

Eine normale Desktop Festplatte ist eher für mehr Start/Stoppzyklen ausgelegt.

Das sind aber nur pauschale (Werbe)Aussagen der Hersteller (hier verweise ich auf so lustige Marketingstrategien wie besondere Farbnamen für Festplatten (Red, Gold)) und kommt vielleicht zum Tragen, wenn man Herstellergarantie beantragt. Wenn sich hinterher herausstellt, daß man die Festplatte nicht zu den Vorgaben passend betrieben hat, könnte es zur Abweisung der Garantie kommen. Das kenne ich aber eher bei anderen Parametern (viel zu warm, Feuchtigkeit im Laufwerk [bei früheren nicht für Helium versiegelten Festplatten]).

Eine Desktopfestplatte kann auch problemlos jahrelang 24/7 laufen und eine Enterprise/NAS Festplatte kann auch unheimlich viele Start/Stopp-Zyklen vertragen.

Nur weil die eine oder andere Person bei einer Nutzung einen Ausfall hatte, kann man nicht sagen, dass es nun eine solche Regel gibt und alle Festplatten der Klassifizierung wirklich dadurch schneller sterben.

Ich bin auch nur ein Einzelfall, sehe es aber durch eigene Erfahrung so:

a) Ich kaufe (meist rein Preis- und Kapazitätsbasiert) & nutze Festplatten seit Jahrzehnten (meine ältesten Fotos meiner Hardwareraidsysteme [damals noch mit PATA] stammen von 2003) in Hardwraeraids (und kauf(t)e dafür alles und mischte auch alles: egal ob Desktop, NAS oder Enterprise/Server Klasse. Und ich habe zwar vereinzelte Ausfälle gehabt aber nichts was auf eine Serie oder Bestätigung schließen lässt.

b) Genauso kaufte und nutze ich für unraid array ebenfalls gemischt (teils sogar alte Ware, die ich vorher in den Raids hatte) und habe dahingehend noch keine Ausfälle. Dabei sind da 18TB Seagate Desktop, WD White Label (aus USB), WD Desktop, Toshiba MG gemischt drin, seit rund 3 Jahren. (Ja bei dem System werden Stück für Stück und nach Bedarf 18TB Disks gegen 20, 22, und jetzt auch 24TB Festplatten getauscht, aber es sind immer noch einige 18TB der ersten Tage drin. Und die dort ausgebauten 18TB kommen dann später in die Hardwarerraid der anderen PCs [ siehe a) ], damit sie dort sie schon sehr lange tätigen 8, 10, 14 und 16TB basierten Raids ablösen (die dann wieder wo anders eingesetzt werden oder zu den unten erwähnten "Alt" Platten ins Regal wandern).

Somit sehe ich in meiner Praxis (privates Betätigungsfeld!) keine wirklichen Unterschied.

Das mag bei jemand, der ein Rechenzentrum beruflich betreut, anders sein, aber ein solcher Usecase trifft wohl nicht so ganz auf unsere unraid Systeme zu.

Aber wie gesagt: selbst meine >100 Festplatten im aktuellen Einsatz und geschätzt weiteren hundert(en), die ich schon ausgemustert habe (meist eher ins Regal gelegt, weil zu klein [habe sogar noch viele 500GB , 2TB und so Festplatten im Regal gestapelt oder sich die Technologie änderte, siehe PATA] sind nur ein winziger Einzelfall und lassen auch da nur sehr begrenzt etwas belegen.

Edited by DataCollector
Typos und ergänzungen zu dem unraid Array in b)

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