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Corruption Errors auf beiden Cache-Laufwerken - behebbar? Wie?

Featured Replies

Seit geraumer Zeit habe ich scheinbar "Corruption Errors" auf meinen beiden Cache-Laufwerken.

Ich setze das momentan immer wieder mal wieder zurück, aber spätestens wenn ich Scrub drüber laufen lasse, dann erscheinen die Fehler wieder.

Wenn ich mir in den anhängenden Diagnosedateien die syslog.txt am Ende anschaue, so scheint es mir ein Problem mit MariaDB zu sein.

Bekomme ich diese Fehler irgendwie behoben? Wenn ja, wie? Was muss ich da tun?

VG und Danke vorab

Hylli

urs1-diagnostics-20260822-1804.zip

In Unraid unter Main → Cache-Pool → Scrub ist besonders interessant:

Corrected: ?

Uncorrectable: ?

Unverified: ?

Bei einem Btrfs-Pool mit zwei Laufwerken im RAID1-/Mirror-Profil kann Scrub eine beschädigte Kopie normalerweise von der intakten zweiten Kopie reparieren. Wenn dagegen Uncorrectable größer als 0 ist, gibt es für mindestens einige Blöcke keine gültige zweite Kopie mehr.

  • Author

Hi,

ich habe von Anfang an immer die gleiche Anzahl an uncorrectable errors je Laufwerk. Aktuell sind es 56/56:

Error summary:    csum=112
  Corrected:      0
  Uncorrectable:  112
  Unverified:     0

Hylli

In deinen Diagnostics sieht man:

Der Cache-Pool besteht aus 2× NVMe im Btrfs RAID1.

Beim Scrub treten auf beiden NVMes dieselben logischen Fehlerbereiche auf.

Btrfs meldet ausdrücklich unable to fixup, also: keine der beiden RAID1-Kopien ist für diese Blöcke gültig.

Mindestens ein betroffener Bereich lässt sich eindeutig dieser Datei zuordnen:

/mnt/cache/appdata/mariadb/databases/edb696c2a7b3.err

Btrfs nennt dabei sogar denselben Inode:

inode 9878256

offset 6742016

length 4096

Die NVMes sehen außerdem nicht nach einem offensichtlichen Defekt aus

Die im Diagnostics-Paket enthaltenen SMART-Daten zeigen für beide WD-NVMes:

SMART overall-health: PASSED

Critical Warning: 0x00

Media and Data Integrity Errors: 0

Auch die Extended Self Tests wurden ohne Fehler abgeschlossen.

Hast du eine Sicherung von vor dem 17.08., die du verwenden könntest?

Wenn ja, würde ich den MariaDB-Container stoppen, das aktuell möglicherweise korrupte MariaDB-Verzeichnis zunächst auf ein USB-Laufwerk oder an einen anderen sicheren Ort wegkopieren und anschließend die ältere Sicherung zurückspielen.

Danach MariaDB wieder starten und prüfen, ob alles funktioniert. Anschließend einen erneuten Btrfs-Scrub durchführen.

Wenn der Scrub dann keine uncorrectable errors mehr meldet, war sehr wahrscheinlich nur dieser Datenbestand beschädigt.

Wichtig: Wenn die alte Sicherung dieselben beschädigten Blöcke bereits enthält, bleiben die Fehler natürlich bestehen. Deshalb ist eine Sicherung von deutlich vor dem ersten bekannten Auftreten ideal.

Ich würde außerdem nach dem Zurückspielen erst kurz prüfen, ob MariaDB/Nextcloud sauber läuft, und danach den Scrub starten.

und für die Zukunft das Thema btrfs überdenken.

es ist (leider) immer wieder ein Thema das btrfs im Bezug auf docker, Datenbanken, usw gerne Probleme verursacht.

da bringt ein redundanter pool wenig, wenn es raid1 sein muss, Wechsel zu zfs in Betracht ziehen oder bei Verzicht der Redundanz single drive xfs

(Backups nicht vergessen)

  • Community Expert
On 8/23/2026 at 7:49 AM, alturismo said:

und für die Zukunft das Thema btrfs überdenken.

es ist (leider) immer wieder ein Thema das btrfs im Bezug auf docker, Datenbanken, usw gerne Probleme verursacht.

da bringt ein redundanter pool wenig, wenn es raid1 sein muss, Wechsel zu zfs in Betracht ziehen oder bei Verzicht der Redundanz single drive xfs

(Backups nicht vergessen)

Kann ich nicht bestätigen mit btrfs (läuft bei mir auf 2 systemen seit langer zeit ohne probleme (ja auch mit datenbanken). man liest ja nichts von den systemen bei denen es ohne probleme läuft, nur von denen mit problemen. daraus würde ich den einsatz von btrfs im cache nicht überdenken (der faktor liegt wahrscheinlich bei 1000 zu 1), da das sogar die vorgabe von unraid ist. ;-)

  • Community Expert

Bei mir sieht's genauso aus, wie bei @dibux : bislang keine Probleme mit btrfs!

in meinen beiden unraid-Systemen werkelt auch jeweils ein btrfs-cache, einmal als RAID1 und einmal single

mein zusätzlicher 4TB Raid1 Pool läuft sogar auch auf btrfs

Aber es läuft einfach ohne Probleme ... bislang klopfaufholz

Ja, man liest hier mehr von Problemen mit btrfs, aber ich denke auch einfach weil es bei unraid Standard war/ist und wenn dann "mach mal neu als zfs" kommt, liegt es anschließend immer am "bösen btrfs", aber ist das wirklich so?

Auch zu zfs hat man hier schon von Problemen gelesen, da ist dann auch teilweise nichts mehr zu retten und es muss ein Backup restored werden. M.M.n. auch nicht besser, daher hab ich den Änderungs-Aufwand auch noch nicht betrieben.

Vielleicht sollte man mal eine Umfrage starten:

Wer nutz was? wer hatte schonmal Probleme mit filesystem xy? konnte es repariert werden? war format/restore notwendig? traten nach fs wechsel weitere Probleme auf?

Ist halt für die meisten sicher auch schwer zu beurteilen, ob die Probleme wirklich im Filesystem begründet sind, oder ob ein spezielles dafür ursächlich war oder vielleicht auch etwas ganz anderes. Wenn ich formatiere (egal welches fs) und ein lauffähiges Backup zurückspiele, läuft es so oder so immer erstmal wieder, egal auf welchem fs. (erinnert mich hier manchmal auch an Windows-Foren damals: am Ende hieß es dort eh immer "neu installieren" 😆).

6 hours ago, _alo_ said:

Ja, man liest hier mehr von Problemen mit btrfs, aber ich denke auch einfach weil es bei unraid Standard war/ist und wenn dann "mach mal neu als zfs" kommt, liegt es anschließend immer am "bösen btrfs", aber ist das wirklich so?

mir ist es persönlich 2x passiert, seither ist es für mich "ex", einmal (wegen eigen Dummheit) auch fatal ;)

und ja, natürlich ist es oft erstmals btrfs, aber man hört halt nach Umstellung nichts mehr ... daher sage ich persönlich klar ja, es liegt darsn ...

war ja vor "Docker Directory" noch häufiger im btrfs Image das sehr oft Docker Images corrupt gingen, nicht schlimm da schnell wieder erstellt, aber trotzdem ... Fehlersuche usw usw

Und auch ja, bei zfs hatten wir anfangs auch oft "destroy and new please", das hing aber eher an der Implementierung in Unraid, ist halt auch etwas komplexer und schnell mal "fail" 😬

ich nutze weder noch, immer nur single xfs und Backup, seither nie wieder auch nur ansatzweise ein Problem, Backup (bisher) nie gebraucht ...

btrfs zu anfällig meiner Erfahrung nach (und auch wie oft ich das gelesen hatte)

zfs total overhyped für mein homelab, daher auch nichts für mich

Schöne ist, wir haben die Wahl und es war auch nur ein Ratschlag meinerseits.

  • Author

Es hat jetzt ein wenig gedauert, da ich mir die vergangenen Tage mal Gedanken gemacht habe.

Das Problem konnte ich leider nicht lösen, da ich mit dem Problem zu lange gewartet habe, und ich kein Backup ohne diesen Fehler hatte.

Mehrere Tatsachen bringen mich nun dazu, dass ich gerne UnRAID nochmals komplett neu aufsetzen möchte_

  • Die Tatsache, dass ich den Fehler nicht los bekomme.

  • Die Tatsache, dass ich über die letzten 5 Jahre sehr vieles getestet habe, und dadurch auch viel Datenmüll entstanden ist.

  • Die Tatsache, dass UnRAID ja einige Fortschritte gemacht hat, wie z.B. Unterstützung ZFS oder Wechsel auf ein internes Boot-Laufwerk usw.

  • ...

Nun würde ich gerne komplett neu starten, aber dabei meine bestehende Hardware erst einmal weiter nutzen wollen, naja u.a. auch der Speicherpreise wegen.

Bisher sieht es so aus:

  • Mainboard: ASRock X570M Pro4

  • CPU: AMD Ryzen 7 PRO 4750G

  • RAM: 64 GiB DDR4 Multi-bit ECC

  • 2x Western Digital WD_BLACK SN750 (WDS100T3X0C) M.2 NVMe SSD 1TB als Cache-Pool im RAID1

  • 4x Western Digital Red 8TB (WD80EFZX) -> 1x Paritiy, 3x Daten

  • 1x USB-Stick SanDisk Cruzer Blade als Bootlaufwerk

Falls ich auf ein internes Boot-Laufwerk wechseln wollte: Eine weitere M.2 SSD kann ich leider nicht mehr verbauen, lediglich eine 2,5" SATA SSD. (Der noch vorhandene M.2 2230 Anschluss, ist nur für WiFi gedacht!)

Ich habe mal alles wichtige für mich auf zwei externe Festplatten gesichert und möchte eigentlich nochmals von 0 starten, und dabei sinnvoll vorgehen.

Wie gehe ich das Thema am besten an?

VG

Hylli

38 minutes ago, hylli said:

Wie gehe ich das Thema am besten an?

naja, wenn wirklich alles auf "0" soll

1/ Lizenz Datei sichern vom Stick

2/ Stick neu erstellen

3/ Lizenz Datei in den /config Ordner auf dem neu erstellten Stick kopieren

4/ booten

5/ nach dem Start, Tools, internal boot Wizard starten

-- internal boot konfigurieren, dabei wird die nvme (oder raid1) formatiert, Vorschlag, nur die 16 GB für boot reservieren, dann kannst du den pool nutzen

6/ 4 x HDD ... halt formatieren wenn die auch platt gemacht werden sollen, sollte halt überlegt sein ob das Sinn macht

danach bist du bei "0" und kannst starten mit Backup der Daten einspielen usw.

  • Community Expert
14 hours ago, hylli said:
  • Mainboard: ASRock X570M Pro4

Kein Intel Mainboard (das wird beim Wifi M.2 wichtig)

14 hours ago, hylli said:
  • 2x Western Digital WD_BLACK SN750 (WDS100T3X0C) M.2 NVMe SSD 1TB als Cache-Pool im RAID1

Also wenn unbedingt Raid im Pool ... würde ich zu zfs greifen. Aber Diskussion war hier ja schon.

14 hours ago, hylli said:

Eine weitere M.2 SSD kann ich leider nicht mehr verbauen

Das sehe ich anders.

14 hours ago, hylli said:

(Der noch vorhandene M.2 2230 Anschluss, ist nur für WiFi gedacht!)

Bei Intel Boards gibt es Fälle, bei denen M.2 Wifi nur mit CNVi angebundne ist und somit kein PCIe vorhanden ist. Aber ich hege große Zweifel, daß AMD die Intel CNVI Technik eingebaut hat.

Somit dürfte an dem M.2 mindestens USB und bestimmt auch PCIe 3.0 x1 anliegen.

Ich würde es mal testen, wenn Du wirklich eine weitere M.2 SSD einsetzen willst (und Adapter von KEY A/E auf M gibt es ja zu kaufen).

14 hours ago, hylli said:

Ich habe mal alles wichtige für mich auf zwei externe Festplatten gesichert und möchte eigentlich nochmals von 0 starten, und dabei sinnvoll vorgehen.

Wenn Du den USB Stick einfach neu machst (vorher aber ein Backup lokal ablegst und die Keydatei lokal vorhälst) kannst Du dann bei 0 anfangen und den key dann einfach wieder einkopieren.

Und sollte es Dir nicht gefallen oder Du doch zur alten Konfig zurück wollen: USB Stick löschen und Backup einspielen.

Alles ganz easy.

Nur so nebenbei: Meinst Du wirklich "bei 0 anfangen" = auch Deine Daten im Array und Pools sind weg?

Wenn Dir irgendetwas davon wichtig ist: mach davon mindestens ein Backup.

Edited by DataCollector

  • Author

@DataCollector

Von allem was mir wichtig war, habe ich ein Backup erstellt.

Wie ich schon geschrieben habe: Es hat sich über die Jahre sehr viel Datenmüll aufgebaut. So als kleines Beispiel:

Ich habe mir früher mal überlegt, wie ich meinen PC und meine zwei Notebooks am einfachsten sichern kann.

Diesbzgl. habe ich mal Urbackup, Kopia und auch Syncthing getestet, und am Ende doch ein manuelles Backup erstellt. Syncthing habe ich auch oder insbesondere im Hinblick auf das Sichern meiner Bilder vom Smartphone getestet.

Insofern lagen da jetzt im Datenpool alte Backups, die über die drei genannten Tools gemacht wurden.


Was das Thema M.2 SSD 2230 auf dem Board betrifft, so habe ich mein Board direkt beim Hersteller überprüft, und da steht eben, dass nur ein Wifi/BT-Modul unterstützt wird.

Auch Googles KI sagt das:
Das ASRock X570M Pro4 unterstützt M.2 2230 Module primär für WiFi/BT-Module im M.2 Socket (Key E).

Für NVMe-SSDs ist das 2230-Formfaktor auf diesem Board nicht nativ unterstützt, da die M.2-Sockets für Speicher (M2_1 und M2_2) explizit die Längen 2242, 2260 und 2280 (sowie beim M2_3 des größeren X570 Pro4 auch 22110) auflisten. Ein 2230-SSD würde mechanisch und elektrisch in den Speicher-Slots nicht kompatibel sein.


@alturismo

Kann ich also den Cache-Pool auch zum Booten benutzen, und muss da nur 16GB für das System reservieren?

Kann ich das im Rahmen des Wizards tun?

VG

Hylli

Edited by hylli

6 hours ago, hylli said:

Kann ich also den Cache-Pool auch zum Booten benutzen, und muss da nur 16GB für das System reservieren?

Kann ich das im Rahmen des Wizards tun?

genau, Beispiel hier aber nicht redundant (was auch geht inkl. boot) an einem Test Setup

image.png

500 GB SSD, davon 16 GB für boot, Rest als cache, der Wizard führt dich da auch durch

zum Spaß weil ich bei einem anderen Test Server eingangs vergessen hatte disk umzustellen, in Kombi mit btrfs (und das bei mir ... wird aber ganz sicher kein btrfs bleiben ;) ) hier jetzt mit 32 GB für boot reserviert.

image.png

  • Community Expert
23 hours ago, hylli said:

Wie ich schon geschrieben habe: Es hat sich über die Jahre sehr viel Datenmüll aufgebaut.

Deiner Beschreibung nach klingt es nach Datenmüll in den Pools oder Array. Den kann man doch simpel löschen.

Aber egal.-

23 hours ago, hylli said:

Was das Thema M.2 SSD 2230 auf dem Board betrifft, so habe ich mein Board direkt beim Hersteller überprüft, und da steht eben, dass nur ein Wifi/BT-Modul unterstützt wird.

Intel hat extra ein Protokoll (CNVi) entwickelt um BT/Wifi Module anzubinden ohne einen USB Port oder PCIe Lane zu verschwenden. AMD hat diese Krücke nie entwickelt und meines Wissens auch nicht übernommen.

Nur weil der Boardhersteller schreibt "1 x M.2 Socket (Key E), supports type 2230 WiFi/BT module" heißt das nicht, daß dieser M.2 Anschluß nicht auch etwas anderes unterstützt (bzw. kein PCIe enthält.).

Genauso wie Das Manual Deine WD Datenträger nicht als unterstützt angibt, diese aber wie ein Wunder dennoch laufen. Die können (und wollen) in einem Handbuch oder einer QVL Liste nicht alle zu dem Zeitpunkt aktuellen oder gar zukünftige Komponenten auflisten, die funktionieren.

Und Zu Deinem Gookle KI Zitat sind Dir die Worte "primär" und "nativ" nicht aufgefallen?

Nur so als Gedankenanstoß:

Mein Auto ist primär um zur Arbeit und zurück zu fahren. das bedeutet aber nicht, daß ich damit nicht auch mal einkaufen fahren kann.

Es wurde übrigens so entwickelt daß nativ ein Mensch damit rumfahren kann, aber das bedeutet nicht, daß ich nicht auch einen Hund mitnehmen kann.

Und nur mal so als Fakt: in meinem M.2 Key A/E Wifi Steckplatz meines Fujitsu D3644-B betreibe ich per Adapter einen ASM1166 (2280 M.2) SATA Kontroller, welcher mit der PCIe 3.0 x1 Lane wunderbar bis zu 4 SATA Festplatten unterstützt.

Aber auch hier: egal. Wenn Du nicht ausprobieren willst ob da nicht doch eine SSD funktioniert (falls Du doch eine mehr betreiben willst), dann eben nicht.

  • Author

@alturismo

Danke für Deine Hilfe, hat soweit erst einmal geklappt. Hatte jetzt schon mal testweise den Server aufgesetzt, nur will ich nun mal der Sache mit der SSD im M.2 Wifi-Steckplatz nachgehen.

@DataCollector

Ich habe jetzt meinen Server mal aufgeschraubt und mir die M.2 2230 Schnittstelle angeschaut.

Auch hier steht explizit M.2 WiFi und vor allem passt meine M.2 SSD (Aussparung ziemlich rechts!) da nicht direkt rein, da die Aussaprung am Steckplatz ziemlich weit links ist.

Stellt sich die Frage nach einem Adapter, den Du in vorherigem Post beschreibst.

Anbei Screenshot aus dem Handbuch zum Maimboard:

image.png

VG
Hylli

Edited by hylli

  • Community Expert
13 minutes ago, hylli said:

Auch hier steht explizit M.2 WiFi

...weil der Hersteller das so vorgesehen hat.

Das bedeutet aber nicht, daß auch nur Wifi Karten darin funktionieren müssen.

13 minutes ago, hylli said:

und vor allem passt meine M.2 SSD (Aussparung ziemlich rechts!) da nicht direkt rein,

Anscheinend sind meine Aussagen zu Key A/E Adaptern bisher nicht verstanden worden.

Diese WIfi Steckplätze entsprechen meist dem M.2 Key A oder Mey-E oder eben KEY A/E Standard. Und ein solcher Sockel sollte mindestens USB und meist auch PCIe beherrschen (sofern im Falle von Intel da nicht CNVI exklusiv eingesetzt wird).

SATA SSD in M.2 Bauweise nutzen den Key B Standard (und benötigen eben eine SATA Schnisttelle im Sockel).

NVMe SSDs entsprechen weitestgehend dem M.2 Key M Standard (und hat mindestens PCIe x1, wenn nicht eben bis maximal PCIe x4).

Es gibt mechanische Adapter, welche auch die zugehörenden elektrischen Leiterbahnen so anpassen, dass dort eben auch andere Standards benutzt werden können.

Es hängt also im Endeffekt nur davon ab ob:

a) der Hersteller die korrekten Leiterbahnen (hier PCIe) im M.2 Sockel auf dem Board angeschlossen hat und

b) der Hersteller im BIOS/UEFI in irgendeiner Weise eine Blockade eingebaut hat.

zu a: verweise ich erneut auf meine Aussagen:

Intel hat bei CNVi WIFI Schnittstellen die normale PCIe Anbindung weggelassen und implementiert dort seine eigene Technik.

AMD hingegen hat CNVI nicht übernommen. Somit sollte eine solche M.2 WiFi Schnisttelle auf AMD Board in sehr vielen Fällen PCIe enthalten.

zu b: Solche Blockaden in BIOS/UEFI sind eher bei Boards von professionellen Systemen zu finden, damit die ihre eigenen, bzw. zertifizierte Komponenten (teurer, weil getestet) verkaufen können. In diverse DELL Server passen eben nur Dell (oder Partnerunternehmen) Komponenten in bestimmte Schnitsttellen rein. Intel, HP, IBM, Lenovo, etc.. Server und auch diverse Workstations haben für einige Schnittstellen ähnliche Beschränkungen. Aber bei einem Standardmainboard der Consumerklasse eines Anbieters, welcher eben die Basis auch für Selbstbausysteme bildet, wären solche Beschränkungen doch recht verkaufshinderlich, wenn User nicht das kompatible Zeugs einbauen & betreiben kann, was er will.

Und zu den Key Varianten: wie gesagt: Adaptieren ist meist möglich, wenn eben die notwendigen elektrischen Kontakt auch passend beschaltet sind..

13 minutes ago, hylli said:

Anbei Screenshot aus dem Handbuch zum Maimboard:

Danke, ich hatte das Handbuch vorher schon konsultiert und auch daraus zitiert: "1 x M.2 Socket (Key E), supports type 2230 WiFi/BT module"

  • Community Expert
1 hour ago, hylli said:

https://www.amazon.de/dp/B08T5ZK7RH

Wäre das ein passender Adapter dafür?

Zumindest sieht das wie der Adapter aus, den ich in dem erwähnten Fujitsu Board verwende: ja.

Wäre mir für einen Test aber zu teuer.

Wenn es billiger sein darf (Bei CHinaversand sollte man aber die ca. 3 Euro Extrazoll auch bedenken):

https://www.ebay.de/itm/227145950469

https://www.ebay.de/itm/318590005508

https://www.ebay.de/itm/396804746169

Wenn baulich hinter dem Slot genug Platz ist (man kann die NVMe SSD ggf etwas schräg platzieren):

https://de.aliexpress.com/item/1005004711422885.html

https://www.amazon.de/POFET-Adapter-Converter-Network-Interface/dp/B0DF5F4F6F

https://de.aliexpress.com/item/1005008632578938.html

https://www.ebay.de/itm/206217469319

https://www.amazon.de/CY-Karte-Stecker-Verl%C3%A4ngerung-Halterung-Laptop-Mainboard/dp/B0DXV1MY1P

https://de.aliexpress.com/item/1005008087265502.html

Wenn man die SSD etwas anders platzieren will:

https://de.aliexpress.com/item/1005012641255429.html

https://de.aliexpress.com/item/1005010470480452.html

https://de.aliexpress.com/item/1005009719381294.html

https://de.aliexpress.com/item/1005012544135584.html

Bei Platzproblemen gibt es auch Adapter, die den Key A/E Slot auch um 90 Grad drehen:

https://de.aliexpress.com/item/1005010675290466.html

(Aber meist ist da schon der nächste M.2 oder PCIe Slot im Weg.)

Man könnte den Key A/E auch auf Standard PCIe adaptieren und dann da reinbauen, was man will (und oasst):

https://de.aliexpress.com/item/1005006479434872.html

Ich würde mit der billigsten Variante erst einmal testen ob es im Slot wirklich funktioniert.

Und nur so nebenbei, man kann M.2 Wifi Slots (die nicht auf CNVi kastriert wurden) ggf. auch als TF/MicroSD Adapter verwenden:

https://de.aliexpress.com/item/1005007713007034.html

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