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unraid für mich geeignet?

Featured Replies

Guten Morgen,

 

ich bräuchte einmal eure Expertise, um entscheiden zu können, ob unraid für meinen Einsatzzwecke geeignet ist oder nicht:

 

Aktuell nutze ich OpenMediaVault auf einem alten Q1900-ITX von ASRock, bestückt mit 4GB Arbeitsspeicher. Nun würde ich die Hardware gerne erneuern. Diese ist für meinen Zweck zwar mehr als ausreichend, allerdings sind die Komponenten mittlerweile echt in die Jahre gekommen und fürs Gefühl würde ich ungern nur das Netzteil tauschen, sondern direkt das ganze System neu aufbauen.

 

Geplant ist ein einfaches ASUS PRIME N100I-D D4 mit NVME SSD als Systemplatte, dazu ein PCIe SATA-Controller.

 

Einsatzzeck:

 

- kein 24/7 Betrieb, wecken bei Bedarf per WOL

- Gigabit-LAN

- Datengrab für Medien

- Backup von Windows-PC und MacBook (Time Machine)

- Backup bestimmter, weniger Daten in eine online Storagebox

- Aufwecken per Zeit-/Aufgabenplan

- automatisch in den Standby schicken, sobald kein Zugriff/kein Traffic vorhanden

- 2, 3 kleinere Docker-Container, nichts wildes

- keine VMs, kein Transcoding o.Ä.

 

Wie man der Auflistung entnehmen kann, möchte ich das Teil in den Standby schicken und bei Bedarf per WOL aufwecken. Auf das Gerät wird so selten zugegriffen (meist wenige Stunden im einstelligen Bereich pro Woche), dass mir der Stromverbrauch den Komfortgewinn für die zwei, drei Zugriffe die Woche nicht Wert ist.

OMV erledigt das alles sehr zuverlässig und wacht extrem schnell aus dem Standby auf ( unter 10 Sekunden, meistens sogar unter 5), allerdings ist das WebGUI eine absolute Katastrophe, ständig müssen Änderungen doppelt bestätigt werden, der Ladebalken läuft endlos und die Seite refresht sich nicht von selbst.

 

Nun ist meine Frage: ist unraid für meinen Einsatzzwecke geeignet, oder sollte ich lieber bei OMV bleiben. Absolute Priorität hat für mich die schnelle Verfügbarkeit nach dem Wecken, nutzt das jemand so und kann Berichten, wie sich der Wakeup verhält?

 

 

Vielen Dank schon einmal 

11 minutes ago, hm28 said:

Nun ist meine Frage: ist unraid für meinen Einsatzzwecke geeignet,

es gibt einen Testzeitraum ... testen und selbst entscheiden ;)

 

11 minutes ago, hm28 said:

Absolute Priorität hat für mich die schnelle Verfügbarkeit nach dem Wecken, nutzt das jemand so und kann Berichten, wie sich der Wakeup verhält?

nutze ich das so, Nein, nutze ich wol, ja ... wakeup ist "instant" hier aktiv bei meiner Unraid VM Maschine ...

 

wird jedoch von der Hardware abhängen, das o.g. Board kann ich jetzt mit wol nicht beurteilen.

  • Author

Vielen Dank für deine Antwort, wenn auch nur semi-hilfreich. Ums Testen generell werde ich wohl am Ende nicht herumkommen, aber generelles Feedback zur Standbay-/WOL-Thematik sind für mich dennoch interessant. Hatte nämlich mal Xpenology ausprobiert, das hat beispielsweise überhaupt keinen Standby (sondern schickt nur die Platten schlafen)

  • Community Expert
16 minutes ago, hm28 said:

generelles Feedback zur Standbay-/WOL-Thematik

OMV hat sein OS auf einer HDD/SSD. Demnach kannst Du dort einen Ruhezustand von S4 („hibernation“, „suspend to disk“, „STD“) erreichen.

Unraid hat sein OS immer im RAM. Demnach kannst Du dort "nur" einen Ruhezustand von S3 (Suspend to RAM, STR, Suspend to memory, STM) erreichen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Advanced_Configuration_and_Power_Interface#Ruhezustände_(Sleep-States)

 

Immer unter der Vorraussetzung, das Deine Hardware das halt auch unterstützt.

  • Author

Vielen Dank für den wichtigen Hinweis, von wie viel Unterschied reden wir da ungefähr?

 

9 minutes ago, hm28 said:

Vielen Dank für den wichtigen Hinweis, von wie viel Unterschied reden wir da ungefähr?

 

Ich glaube nicht wirklich viel. 

 

Mein W480m Vision irgendwas mit i3-10100 verbraucht im Suspend to RAM ca. 2.5W laut Messteckdose (die in dem Messbereich dazu noch ziemlich ungenau ist). 

Dafür ist das System aber auch nach dem WOL in 15-20s ansprechbar. Ich lasse es sogar permanent im Suspend to RAM und aktiviere es nur "on Demand" via WOL vom Kodilclient oder manuellem WOL Request.

 

Natürlich hat es dann keinen Sinn auf dem System diverse Services wie Adguard/Unbound/Home Automatisierung etc. laufen zu lassen. Für das habe ich noch ein zweites Unraid System das 7/24 läuft aber auch nur 5W zieht (Fujitsu Esprimo Q957 glaub ich) mit 3 NVME/SSD und 8TB Speicher (2x2x4TB). Mit dem Teil arbeite ich eigentlich und der dicke Server ist nur Datengrab mit seinen 87TB. 

 

Speziell das mit den vielen interessanten Services via Docker macht Unraid ja interessant, weswegen viele kein "Suspend to xxx" nutzen und die Systeme 7/24 laufen lassen. Dann natürlich mit Extremist sparsamer HW und mit den entsprechende Stromsparmechanismen wie Disks in Spindown etc.

Solltest Dir überlegen ob Du das Suspend to ... wirklich willst.

 

 

Gruss,

Joerg

4 hours ago, hm28 said:

mit NVME SSD als Systemplatte

Systemplatte gibt es als solches bei unraid nicht. das System bootet immer vom USB-Stick (an den ist die Lizenz gebunden..Du brauchst einen hochwertigen, mit echter GUID) und läuft komplett im RAM.

 

Die NVME kannst Du dann als Storage einsetze, zB für Docker, VMs, Cache-Pool...schau Dir die Themen ml an...unraid ist "anders": 

 

13 minutes ago, hm28 said:

Vielen Dank für den wichtigen Hinweis, von wie viel Unterschied reden wir da ungefähr?

Bei Deinem kleinen System wahrscheinlich wenige 10mW bis 1W...die Netzteil-Verluste werden das Gros ausmachen.

 

4 hours ago, hm28 said:

- Datengrab für Medien

- Backup von Windows-PC und MacBook (Time Machine)

- Backup bestimmter, weniger Daten in eine online Storagebox

 

Das Asus hat nur 1xSATA, wenn ich richtig sehe...soll also alles auf diese NVMe oder kommt noch was dazu?...mit einem PCIe-x1 gibt es nicht viele Möglichkeiten für eine SATA-Karte.

Mit nur einer Disk im Array hast Du keine Chance auf Parity/Redundanz.

Natürlich kannst Du eine 4-8TB NVMe einbauen....

Wenn Du so klein bleiben willst, suche Dir evtl. ein MB mit direktem DC-Anschluss.

  • Author
19 minutes ago, MPC561 said:

Dafür ist das System aber auch nach dem WOL in 15-20s ansprechbar.

Vielen Dank für den Einblick - sind die 15-20 Sekunden dem vielen Speicher geschuldet? Ansonsten fände ich das doch recht viel...

 

@Ford Prefect

 

Auch dir vielen Dank - hatte gar nicht bedacht, dass die Bandbreite auf dem PCIe Slot nicht ausreichend ist. Als Alternative wäre ich jetzt direkt auf das ASRock N100M gekommen, allerdings wird eine zweite SSD, was einen zweiten M.2 Slot voraussetzt, empfohlen. Da landen wir dann ja direkt bei Boards mit dedizierter CPU und somit auch in einem Preis- und in einem Leistungsbereich, den ich eigentlich nicht gehen wollte.

 

Angenommen, ich würde jeweils eine SSD im M.2-Steckplatz und mittels M.2-Adapter im PCIE3.0 x1 Slot betreiben: würde ich in irgendeinem Szenario (sei es Dateitransfers, Dateien Entpacken, Geschwindigkeit von Docker-Containern) einen real spürbaren Unterschied merken?

 

Über den x2 Anschluss könnte ich dann 2-3 SATA nachrüsten?

 

Könnt ihr einen Stick empfehlen?

 

 

26 minutes ago, hm28 said:

Vielen Dank für den Einblick - sind die 15-20 Sekunden dem vielen Speicher geschuldet? Ansonsten fände ich das doch recht viel...

Ist eine Schätzung, nur für dich hab ich es eben mal grob gemessen. Waren 8 Sekunden bis die WebGUI ansprechbar war. 

bei meinem VM Server (Dekstop und/oder Gaming VM's, Backup Server) ist es eigentlich "instant", sprich, wol Paket geht raus, 1 Sekunde später springen die Lüfter an, Webui ist direkt da ... vielleicht dauert es nochmals 1 - 2 Sekunden ... aber gefühlt "instant".

 

Base, i9 10850k

  • Author

Perfekt, ich danke euch!

 

Ich habe noch eine Frage zu der SSD-Cache Geschichte: 

 

 

1. Ich erstelle einen Folder auf meinem Array und gebe diesen frei.

2. Ich ziehe eine Datei von meinem Rechner in die Freigabe.

3. Die Datei wandert auf die SSD.

4. Für mich sieht es am Rechner aber so aus, als würde diese im freigegebenen Ordner auf dem, NAS liegen.

5. Im Hintergrund läuft der Mover durch und kopiert die Datei - über den Arbeitsspeicher - aufs Array.

6. Sobald die Datei vollständig auf dem Array ist, wird die Datei von der SSD entfernt.

 

Soweit richtig?

 

Ich habe dazu noch ein paar Verständnisfragen:

 

- Wie lange liegt die Datei auf der SSD?

- Gehe ich recht in der Annahme, dass die SSD immer nur Dateien enthält, die XX:XX alt sind?

- Demnach benötige ich keine große SSD, sondern 500GB würden reichen?

- Auf der SSD kann ich gleichzeitig Docker-Container laufen lassen? Oder dafür lieber eine separate SSD?

 

  • Community Expert
13 minutes ago, hm28 said:

Soweit richtig?

Ja

Bis auf:

14 minutes ago, hm28 said:

über den Arbeitsspeicher

Was ist damit gemeint? Es wird einfach die Datei von der SSD ins Array geschrieben.

 

15 minutes ago, hm28 said:

Wie lange liegt die Datei auf der SSD?

Wann der Mover laufen soll, kannst Du einstellen.

15 minutes ago, hm28 said:

Gehe ich recht in der Annahme, dass die SSD immer nur Dateien enthält, die XX:XX alt sind?

Ja, bis der Mover sie verschiebt.

Es lassen sich aber auch Shares anlegen, die nur auf dem Cache liegen. Dann wird nichts verschoben.

16 minutes ago, hm28 said:

Demnach benötige ich keine große SSD, sondern 500GB würden reichen?

Musst Du entscheiden. Wir kennen Deinen Usecase nicht.

16 minutes ago, hm28 said:

Auf der SSD kann ich gleichzeitig Docker-Container laufen lassen?

Ja

17 minutes ago, hm28 said:

Oder dafür lieber eine separate SSD?

Nicht zwingend.

  • Author
1 hour ago, saber1 said:

Was ist damit gemeint? Es wird einfach die Datei von der SSD ins Array geschrieben.

Sorry, ich glaube ich habe den RAM-Cache etwas fehlinterpretiert.

 

1 hour ago, saber1 said:

Wann der Mover laufen soll, kannst Du einstellen.

Gibt es irgendeinen Usecase, in dem es Sinn macht, die Dateien nicht sofort ins Array zu verschieben (vorausgesetzt, dort sollen sie am Ende landen)?

 

1 hour ago, saber1 said:

Es lassen sich aber auch Shares anlegen, die nur auf dem Cache liegen. Dann wird nichts verschoben.

Was im Endeffekt für Daten Sinnvoll wäre, die häufig gelesen werden, um die HDDs nicht unnötig zu wecken? Oder eben für 10Gbit?

 

1 hour ago, saber1 said:

Nicht zwingend.

in welchem fall wäre es denn sinnvoll?

  • Community Expert
33 minutes ago, hm28 said:

Gibt es irgendeinen Usecase, in dem es Sinn macht, die Dateien nicht sofort ins Array zu verschieben (vorausgesetzt, dort sollen sie am Ende landen)?

 

Beispielsweise, wenn man Docker/Vm betreibt, sind deise erheblich flotter, wenn deren verwendete systemshares auf einer flotten SSD bleiben.

Einige Leute benutzen ein soklches NAS als Quelle für ihre Top1000 Musiklieblienge oder so und wollen beim Abrufen ihrer Musikstücke ggf. nicht 20-30 Sekunden warten, bis die Festplatte auf Drehzahlen ist und die Musik liefert. Sowas bleibt dann ggf. auch besser auf einer SSD im Pool/Cache.

etc...

 

33 minutes ago, hm28 said:

Was im Endeffekt für Daten Sinnvoll wäre, die häufig gelesen werden, um die HDDs nicht unnötig zu wecken?

 

genau

 

33 minutes ago, hm28 said:

Oder eben für 10Gbit?

 

19GBitLan bei einem N100 System ist machbar, aber in meinen Augen eher nicht anzuraten.

10GBLan frißt mehr Strom als 2,5 oder 1GBLan, wodurch sich der Vorteil eines N100 irgendwie nicht mehr so wirklich zeigt.

10GBLan kann Daten mit knapp unter 1GByte/s auf das System drauf pressen. Du hattest eine 500GB SSD erwähnt. Macht es wirklich Sinn, für etwas unter 500 Sekunden den Superturbo drin zu haben, der danach (beim Schreiben auf Festplatte ohne Parity) auf ca. 2,5GBLan Geschwindigkeit (beim Schreiben auf Array mit Parity) auf ca. 0,7GBLan zusammenbricht?

Lesend von der Festplatte wird es auch nicht wirklich mehr als 2,5GBLan.

 

Welche Datenmengen willst du in das System pressen und was versprichst Du Dir bei einem so kleinen SSD/Pool/Cache dann von den 10GBLan?

 

33 minutes ago, hm28 said:

in welchem fall wäre es denn sinnvoll?

Seperate SSD (nicht in einem Pool zusammengefaßt) machen Sinn, wenn man eben beispielsweise billige/langsame SSD im Pool als Cache für Nutzdaten verwendet und diese SSD eben durch Dauerlast so langsam wird, daß parallel benutzte/laufende Docker/Shares sich langsamer bedienen (ruckeln), weil die Daten von den Systemshares nicht schnell genug zur Verfügung stehen (gelesen/geschrieben werden können).

Aus dem Grund, weil ich wirklich ab und zu mit 10GBLan einige TB am Stück in meine unraid Systeme presse und da diese Cache SSDs dann an Ihre Dauerschreibfestigkeit geraten, wobei die Systemshares dann nur noch verzögert reagieren können, habe ich diese beiden Teile eben getrennt.

Eine gute 4TB (AData legend 960) puffert die Schreibzugriffe des 10GBLan ab, eine Samsung NVMe SSD bedient dabei gleichzeitig meine Docker/VM und einige eher anspruchslose Shares.

 

  • Community Expert
7 hours ago, hm28 said:

In welchem fall wäre es denn sinnvoll?

Hier noch mein Senf:

In Unraid gibt es das Array und es gibt Pools.

Üblicherweise sind HDD's im Array und SSD's in einem Pool.

Der "Cache" ist in Unraid Teil eines Pool's.

Ein Pool kann nur aus einer oder mehreren Disks (abhängig von Deiner Lizenz) bestehen.

 

Es besteht die Möglichkeit, mehr als einen Pool zu nutzen.

Mein Cache besteht aus zwei 2TB NVME.

Dieser fungiert als Schreibcache für bestimmte Shares und alle Docker-Container sind dort.

 

Einen zweiten Pool habe ich für VM(s) angelegt.

Dieser besteht nur aus einer SATA SSD.

Ich möchte einfach, das die VM(s) nicht auch noch die NVME's belasten.

 

Wenn es auch dennoch möglich wäre.

  • Author

Wirklich vielen Dank für die sehr ausführlichen Antworten! Umso unangenehmer, dass ich befürchte, noch immer nicht 100% zu verstehen, wie das ganze funktioniert bzw. was die richtige Konstellation für mich wäre....

 

Vielleicht gehe ich nochmal konkret auf mein Szenario ein und aufgrund dessen könntet Ihr mir vielleicht eine Empfehlung geben, was für mich am meisten Sinn macht.

 

- 1Gbit LAN

- große Mediafiles

- Dokumente in Form von PDFs

- automatisierte Backups über Time Machine und für den Windows Rechner

- im Falle eines 24/7 Betriebs: Ein paar Docker wie z.B. pihole, Homebridge, paperless, (ganz vielleicht mal Plex)

 

Klar, die Mediafiles kommen auf die HDDs ins Array, aber was ist mit den anderen Dingen?

Habt Ihr eine Ausfallsicherung für eure SSD? Gibt es da auch die Möglichkeit einer Parität? 

  • Community Expert
2 minutes ago, hm28 said:

- 1Gbit LAN

- große Mediafiles

- Dokumente in Form von PDFs

- automatisierte Backups über Time Machine und für den Windows Rechner

- im Falle eines 24/7 Betriebs: Ein paar Docker wie z.B. pihole, Homebridge, paperless, (ganz vielleicht mal Plex)

 

Ich übersetze mal "Videospeicher, Dokumentenspeicher und Zielort für Backups/Images" :) 

 

Das Ergebnis ist eigentlich eine Uunraid Standardkonfiguration:

Ein paar Festplatten ins Array und eine oder 2 davon als Parity.

 

Damit gerade stattfindende Schreiboperationen (Backuops) nicht zu lange dauern, eine flotte und große SSD (egal ob nun NVMe oder SATA) nehmen (1-2TB) und diese in einen Pool als Cache vor das Array legen.

 

Die paar benannten Docker könnten zwar auch auf die selbe SSD, aber zur Sicherheit würde ich die auf eien extrs SSD legen (auch hier ist es egal ob NVMe oder SATA). Da Docker sehr klein sind, kannst Du da auch eine kleine SSD nehmen (250 oder 500GB sind okay).

Dann stellst Du den mover so ein, daß er einmal in der Nacht anspringt und die Daten von dem Pool/Cache ins Array verschiebt.

 

Solltest Du dann doch irgendwann auf 2,5GBLan gehen und somit Schreibgeschwindigkeiten um die 250-280MByte/s auftreten, sollte die SSD dann besser eine gute NVMe sein, weil die sowas dann auch noch gut abfangen kann.

10GBLan macht auch hier nicht wirklich Sinn und frißt nur unnötig Strom.

 

2 minutes ago, hm28 said:

Klar, die Mediafiles kommen auf die HDDs ins Array, aber was ist mit den anderen Dingen?

 

Alles in Shares, die primär auf den Pool/Cache gehen und nachts per Mover ins Array gehen.

Ausnahme 8wie schon mal angedeutet) solltest Du beispielsweise Deien Favoriten Musikfiles ab und zu abrufen wollen und Dich 20-30 Sekunden Anlaufzeit der Festplatten im Array stören, belasse diese auf einer SSD in einem Pool. Falls Du aktuell noch nicht weisst ob sowas relevant ist: nimm lieber eine großße SSD, dann hast Du die Freiheiten das später so zu machen.

 

2 minutes ago, hm28 said:

Habt Ihr eine Ausfallsicherung für eure SSD? Gibt es da auch die Möglichkeit einer Parität? 

 

Mir reichen da Backups. Ausfallsicherheit im Rahmen von Raid im Pool ist für mich im privatbereich egal.

 

  • Community Expert

Ich stimme dem, was DataCollector sagt, zu.

Bis auf:

1 hour ago, hm28 said:

automatisierte Backups über Time Machine und für den Windows Rechner

 

1 hour ago, DataCollector said:

stattfindende Schreiboperationen (Backuops) nicht zu lange dauern

 

Ich sichere ebenfalls (hier zwei Macs) per Time Machine.

Diese Schreibvorgänge sollen bei mir aber gerade nicht eine SSD belasten.

Der entsprechende Share ist bei mir also so eingerichtet, das dem kein Cache vorgeschaltet ist.

 

NACHTRAG

Wie geschrieben, besteht mein Cache aus zwei 2TB NVME's.

Diese bilden zusammen ein RAID1. Also ist hier so eine Ausfallsicherheit gegeben.

 

Edited by saber1

2 hours ago, saber1 said:

Ich sichere ebenfalls (hier zwei Macs) per Time Machine.

Diese Schreibvorgänge sollen bei mir aber gerade nicht eine SSD belasten.

Der entsprechende Share ist bei mir also so eingerichtet, das dem kein Cache vorgeschaltet ist.

Ist bei mir auch so. Das Time Machine Backup hat viele kleine Hutzel Files und sichert inkrementell. Ich wäre mir nicht sicher ob das nicht zu Problemen führt wenn die Majorität der Daten auf HDD liegt und einige inkrementelle Files oder Files die nur durch eine neuer Version ersetzt wurden beim letzten Backup auf dem Cache liegen. Deswegen ist bei mir auch kein Cache vorgeschaltet.

  • Community Expert
16 minutes ago, MPC561 said:

inkrementelle

Ganz genau. Time Machine erzeugt ja ein Sparsebundle. Ich denke, das würde mit Cache zu Problemen führen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Apple_Disk_Image

  • Author

Vielen, vielen Dank an euch - ihr habt mir echt sehr weitergeholfen!

 

Eine letzte Frage schwebt mir gerade noch im Kopf:

 

Angenommen, mein NAS läuft 24/7 und die Platten sind gerade im Spindown. Ich nutze Infuse als Mediaplayer. Dieser sendet, sobald die App auf den Share zugreift (zum indexen), ein WOL Paket an meinen aktuellen NAS um diesen zu starten. 

Würde so ein Paket die Platten im Unraid System aktivieren? Kann man das pauschal beantworten?

1 hour ago, hm28 said:

Würde so ein Paket die Platten im Unraid System aktivieren?

Nein, denn so ein Paket soll den Server starten, keine HDDs.

Vielleicht könnte man sich irgendwas basteln, dass kontinuierlich nach Magic Pakets scannt und dann im Falle des Falles ein spinup veranlasst. Aber das ist offensichtlich nicht mal eben so getan

  • Community Expert
2 hours ago, hm28 said:

Angenommen, mein NAS läuft 24/7 und die Platten sind gerade im Spindown. Ich nutze Infuse als Mediaplayer. Dieser sendet, sobald die App auf den Share zugreift (zum indexen), ein WOL Paket an meinen aktuellen NAS um diesen zu starten. 

Würde so ein Paket die Platten im Unraid System aktivieren? Kann man das pauschal beantworten?

 

Ich verstehe nicht, was das bewirken soll.

Dein NAS läuft 24/7. Die Platten schlafen.

Dein Mediaplayer will eine Datei abrufen die im Array auf den schlafenden Platten liegt.

unraid erkennt das und weckt die notwendige Platte(n) selbstständig auf (Spinup Time 20-30 Sekunden).

 

Was soll da noch zusätzlich ein WOL  oder sonst etwas machen? Selbst wenn ein beliebiger PC/NAS mit schlafenden Festplatten da wäre und der komplett per WOL geweckst wird würde das auch nicht schneller sein, weil auch da die Festplatten hochdrehen müssen.

 

Was ist der gedankliche Hintergrund, wenn ein Player auf einen 24/7 laufenden NAS mit Spindown Festplatten zugreift?

 

Das NAS erkennt das ja sowieso (weil es ja läuft) und spinnt die Platten hoch.

Der Player muß nur eben damit klar kommen, daß er mal ab und zu 20-30 Sekunden Wartezeit hat.

Edited by DataCollector
Typos

2 hours ago, hm28 said:

Würde so ein Paket die Platten im Unraid System aktivieren? Kann man das pauschal beantworten?

Das Aufwecken der Platten erfolgt doch dann durch Unraid, indem es von außen eine Abfrage erhält den Inhalt eines Verzeichnisses wieder zu geben, oder bin ich da auf dem Holzweg?

Wenn Unraid also nicht mehr aus dem RAM heraus die Anfrage bearbeiten kann wird es die Platten von alleine aufwecken. 

  • Author
On 4/26/2024 at 12:56 PM, DataCollector said:

Der Player muß nur eben damit klar kommen, daß er mal ab und zu 20-30 Sekunden Wartezeit hat.

In dem Fall muss ich damit klar kommen, dass ich 30 Sekunden Wartezeit habe. Und genau da liegt dann auch mein Problem...

Ich muss mal schauen, was genau die App zum Start macht und ob irgendeine Form von Indexing stattfindet (muss ja eigtl.) und ob dadurch die Platten geweckt werden. Aber vielen Dank euch!

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