March 25, 20251 yr Hallo Zusammen, jetzt nutze ich meinen Unraid Server nun schon seit ca. 10 Jahren. Je intensiver ich mich mit dem Thema beschäftige desto größer werden die Zweifel ob ein normaler Server (Ubuntu oder ähnliches) nicht die bessere Lösung wäre. Situation ist die folgende. Ich nutze mein Unraid als Filmserver. Über Docker ist Jellyfin installiert und ich habe so um die 10 3TB Festplatten im System. Das System ist nicht das Neueste reicht mir aber. Der Server wird nur bei Bedarf hochgefahren und läuft dann ca. 3 Stunden. Früher hatte ich die Sache mit der Parität als ein Raid verstanden. Ich wollte mir im Falle eines Ausfalls das mühselige Kopieren der 3 TB sparen. Und deshalb hatte ich eine 4 TB und eine 3 TB Platte als Parität eingerichtet. Nun wurde der Platz langsam eng und ich wollte mit einer 8 TB Platte erweitern. Also wurde die Platte als neue Parität eingebunden. Die alten Festplatten sollten dann als Datenfestplatten genommen werden. Ich habe da viel probiert, Konfigurationen gelöscht etc. Kriege ich nicht mehr auf die Reihe. Was mir dabei aber aufgefallen ist. Das Wiederherstellen einer 4 TB Platte, auf der noch nichts gespeichert war, hat gut 1,5 Tage gedauert. Also in meinen Augen keine Zeitersparnis. Denn ich habe auch noch ein echtes Backup. Neue Festplatte rein und vom Backup ggfs wieder einspielen dürfte nicht länger dauern. Außerdem stresst der turnusmäßige Paritätscheck imho die Festplatten und den Platz für die Paritätsfestplatte könnte ich sonst auch anderweitig nutzen. Sehe ich das falsch ...oder habe ich irgendwelche Vorteile übersehen? Ciao Jens
March 25, 20251 yr Community Expert Der Vorteil einer Parität bei unraid (oder einem entsprechenden RAID bei anderen Systemen) ist in erster Linie die ununterbrochene Datenverfügbarkeit bei einer oder zwei ausgefallenen HDDs. Das Wiederherstellen und generell der Paritätscheck dauern zwar lange, aber währenddessen sind die Daten eben verfügbar! Alternativ wären die Daten weg bis das Restoren aus dem Backup durch ist. Kann sein bzw ist wahrscheinlich, dass das Restoren aus dem Backup schneller geht als das Wiederherstellen aus der Parity, aber dafür hast Du eben die Übergangszeit, in der die Daten nicht verfügbar sind 🤷♂️ Wie wichtig Dir das ist, musst Du selber wissen... P.S.: der Paritycheck dauert auch bei größeren Platten in aktuelleren Systemen ca. 1,5 Tage. Will sagen: bei meinen 18TB Platten dauert das ggü. deinen 4 TB jetzt nicht mehr als viermal so lange, sondern auch nur etwas über einen Tag, nur zur Info
March 25, 20251 yr Author Vielen Dank für die Info. Für einen Fileserver wäre das natürlich ein nicht zu unterschätzender Vorteil wenn der Rest der Daten weiter verfügbar ist. Aber dann kann ich ja drauf verzichten. ;-)
March 25, 20251 yr 5 minutes ago, j_a_p said: Aber dann kann ich ja drauf verzichten. Ich hatte jetzt erst den Fall, dass eine Platte ausgefallen ist und die Parity sie immuliert hat. Einfach super, so konnte die alte Platte zum Hersteller (Garantie) und alle Filme ware weiter verfügbar. Und der Rebuild macht ja nichts zumindest bei mir, weil die Kiste eh 24/7 läuft. Also ich will die Parity nicht missen.
March 26, 20251 yr Author Also da ich nicht 24/7 Filme schaue wäre mir das zuviel Stromverbrauch. Für die anderen Daten läuft ein Stromsparendes Synology NAS. Ich bin noch immer am überlegen. Rein praktisch. Wenn ohne Parität eine Festplatte ausfällt dann tausche ich die defekte Platte mit einer neuen Platte. Und dann müsste ich die Backupfestplatte ins System die Platte in das Array integrieren und dann die Dateien verschieben. Danach die Festplatte aus dem Array entfernen und eine neue Konfiguration erstellen. Außerdem sind bei mir die Dockerdaten, und damit die Jellyfin Konfiguration, auch auf die Festplatten verteilt. Ich müsste also auch hier regelmäßig ein Backup machen. Ganz schön aufwendig. Ich glaube, ich werde erstmal wieder mit Parität fahren. Und wenn ich Zeit habe, dann werde ich mal auf einen normalen Linux Server umstellen. Ich nutze nur sehr wenig das Potenzial von Unraid aus. Auf der anderen Seite läuft der Server nun schon seit 10 Jahren problemlos. Aber allein schon die Gefahr, dass der USB-Stick langsam alt wird .... naja, ist eben viel Kopiererei.
March 26, 20251 yr Community Expert also für docker und jellyfin würde ich generell einen cache empfehlen, eine (oder redundante) ssd. Wenn Dir ohne parity eine HDD ausfällt, startet dein array nicht mehr, weil die dann defekte HDD fehlt. Dann baust du eine neue ein, weist die dem Slot zu und startest das Array. Dein Backup mountest Du dann ein, z.B. über unassigned Devices (USB, SMB, etc. wo Dein Backup halt liegt), und kopierst dann die Daten manuell auf die neu hinzugefügte leere HDD.
March 26, 20251 yr Community Expert 23 hours ago, j_a_p said: Das Wiederherstellen einer 4 TB Platte, auf der noch nichts gespeichert war, hat gut 1,5 Tage gedauert. Da das eeeeextrem lange/langsam iist: sind im Array SMR Festplatten oder 2,5Inch Modelle? Ein Rebuild in einem normalen Array mit 3,5inch 4TB 7200Rpm CMR sollte vielleicht 9-12 Stunden dauern aber nicht 36.
March 26, 20251 yr 8 hours ago, j_a_p said: Ich glaube, ich werde erstmal wieder mit Parität fahren. Und wenn ich Zeit habe, dann werde ich mal auf einen normalen Linux Server umstellen. Ich nutze nur sehr wenig das Potenzial von Unraid aus. Auf der anderen Seite läuft der Server nun schon seit 10 Jahren problemlos. Aber allein schon die Gefahr, dass der USB-Stick langsam alt wird .... naja, ist eben viel Kopiererei. Lass dir gesagt sein wenn du das ganze mit einem Linux Server von "Hand" machen willst dann hast du viel mehr arbeit. Genau das war auch mein Gedanke bevor ich Unraid getestet habe. Ich wollte mir das Geld sparen. Aber ich habe schnell gemerkt das es ein Haufen Arbeit macht das alles nachzubauen. Wenn es nur um deinen USB Stick geht den kannst du doch sehr leicht ersetzen.
April 1, 20251 yr Author Ich war in der Zwischenzeit nicht untätig. Irgendwie bin ich nicht ganz glücklich. Das liegt aber vermutlich auch daran, dass ich den Server seinerzeit nicht sauber eingerichtet habe. Vor ca. 10 Jahren gab es da noch nicht so viele Infos. Zuerst einmal. Der jetzige Server läuft mit alter Hardware. Ein A4-7300 AMD und dazu 8 GB Ram. Die Festplatten sind alle ca. 8 -10 Jahre alt. Ich hatte Unraid seinerzeit so eingestellt dass Unraid alle Dateien nach belieben auf die Platten verteilt. Das hat zur Folge, dass alle Festplatten mehr belastet werden. Auf welche Platte nun der Film und auf welcher nun die Extras auf welche nun das Cover.... das kann man checken ...ist aber aufwändig. Ich habe bei der händischen Kontrolle sogar festgestellt, das teilweise auch nur ein Ordnernahme angelegt wurde. Mein Backup erfolgte dann wie folgt. Die Fime wurde erst aufs NAS und dann auf eine externe Platte kopiert. Will ich eine defekte Platte nun restoren so müssen bei Parität viele Platten laufen und arbeite ich ohne Parität müsste ich mir überlegen wie ich die Daten wieder auf die Ersatzplatte bringe. Sicher habe ich auch noch andere Fehler gemacht. Bin eben mit Linux, obwohl ich diesen Text gerade mit einem Linuxrechner schreibe, nie richtig warm geworden. Ich habe seinerzeit Unraid gekauft weil ich die erste defekte Festplatte hatte ujnd mich das stundenlange Kopieren wahnsinnig machte. Nun gut glücklicherweise habe ich 10 Jahre nie merken müssen, dass es mit Unraid genmausolange dauert. Ich will, mir mit etwas aktuellerer Hardware, ein neues System aufsetzen. Nur für Jellyfin gibt es da ja viele Möglichkeiten. Und kurzfristig habe ich auch überlegt alles auf Unraid laufen zu lassen. Aber die anderen Systeme, Synology, Promox mit pihole und rasperymatic, und ein LMS Musikserver verbrauchen zwar jeweils Strom ...aber wenn ein so komplexer Unraidserver stirbt, dass wäre der Supergau. Und ich fühle mich nicht kompetent genug so etwas rasch wieder zu fixen. Und so habe ich viel gelesen über xpenology, proxmox, ubuntu server, Truenas Scale, OMV und Unraid. Bei Truenas Scale reizt mich ja das Dateisystem. Allerdings funktioniert es ja ähnlich wie Unraid. Es gibt Pools - die Daten werden verteilt. Und wenn ich Datensicherheit haben will muss ich auch eine Platte für die Parität opfern. Mal abgesehen davon dass ich keine Ahnung habe ob ich das System mit Jellyfin zum fliegen bekomme. Ubuntu Server bekommt nach 10 Jahren auch keine Updates mehr. Da ständ ich wieder blöd da. Unraid lief jetzt 10 Jahre mehr oder weniger problemlos. Meine Unraid Server Plus Lizenz ist noch ohne jährliches Abo. Eigentlich Argumente dafür bei Unraid zu bleiben. Habe erstmal meinen USB Stick gesichert. Meine 10 Platten im System reichen eigentlich aus. Wenn nicht, dann kann ich sie ja gegen größere Platten nach und nach tauschen. Bin noch am überlegen... :-)
April 1, 20251 yr Solution 58 minutes ago, j_a_p said: ...aber wenn ein so komplexer Unraidserver stirbt, dass wäre der Supergau Warum? So lange der USB Stick überlebt, einfach in Neue Hardware und booten. Bei Unraid läuft alles im Ram ab. Es wird nichts installiert oder so was an Hardware gebunden ist. Das ist alles auf dem Stick. Also kannst du die Hardware nach belieben tauschen. Du solltest nur darauf achten das die Laufwerke den richtigen Slots in der richtigen Reihenfolge zugeordnet sind. Also einfach nen Screenshot machen. 1 hour ago, j_a_p said: Das hat zur Folge, dass alle Festplatten mehr belastet werden Unraid schaltet nur die Platte an die Gebraucht wird. Ich kenn mich mit Jellyfin nicht aus, hoffe aber das dieses Programm eine Datenbank anlegt mit den Cover, so dass Unraid nicht immer die Platte mit dem Cover mit anlaufen lassen muss.
April 1, 20251 yr Author Prima, Du hast mir gerade eine weitere Frage erspart 🙂 Ich will nämlich gleich auf die neue Hardware umziehen. So war auch mein Gedanke. Einfach die Festplatten wie vorher einbinden und fertig. Die restliche Konfiguration will ich eh neu machen. Habe inzwischen einiges gelesen und gesehen habe bestimmt den einen oder anderen Fehler im System. Und auch eine Lösung gefunden wie ich immer Nur eine Festplatte anspreche. Über die Freigaben kann ich das ja regeln. Festplatte1 ist dann auch für Jellyfin Festpatte1. Ich kann ja auch in Jellyfin mehrere Ordner zur einer Mediendatenbak hinzufügen. Jetzt muss ich nur noch die Verteilung auf die verschiedenen Platten säubern und dann kann ich loslegen. Die Parityplatte lass ich dann auch laufen und über die Zuordnug der Freigaben ist die Sache mit dem Backup auch eindeutig. Gehen wir es an 🙂
April 1, 20251 yr Also ich habe in meinem Plex Docker die Freigabe Medien durchgereicht. Diese besteht aktuell aus 10 Hdds mit 120TB so unterscheidet Plex nicht was auf dem Cache oder einer HDD liegt. Ich habe das auch erst so wie du gemacht wie du es jetzt vorhast. Das kann ich nicht empfehlen. Dann musst du für jedes Laufwerk einzeln den Pfas freigeben inkl. Cache. Nur unnötig.
April 1, 20251 yr Community Expert ich hab das auch so wie @Timmey85: ein share über alle Platten verteilt. Darin dann verschiedene Ordner, die ich jellyfin als einzelne Quellen präsentiere (um in der Gui etwas Ordnung zu haben). Ja zugegebenermassen kann Backup bzw Restore dann eine Herausforderung sein, wenn eine HDD ausfällt und man dann von verschiedenen USB-Backup-Platten einzelne Dateien wiederherstellen muss um am Schluss wieder alles im Array zu haben. Das wird fast unmöglich. Woher/Wann weiß man, dass man alles zurückgesichert hat? Wobei auch das Backup von sagen wir mal 50TB schwierig wird, wie willst Du das auf einzelne Platten aufteilen? Manuell? Ich arbeite hier daher mit einem zweiten starter-unraid ohne Party. Hier schiebe ich dann das Backup wieder in einen Share. Wie er das auf die HDDs aufteilt, ist mir da relativ egal. 1 hour ago, Timmey85 said: Ich kenn mich mit Jellyfin nicht aus, hoffe aber das dieses Programm eine Datenbank anlegt mit den Cover, so dass Unraid nicht immer die Platte mit dem Cover mit anlaufen lassen muss. Ja, es muss eigentlich eine DB vorhanden sein. Erst gestern hab ich den Client für einen neuen User auf einen weiteren FireTV Stick installiert und direkt war alles da (ohne jedes Bild einzeln von HDDs laden zu müssen).
April 1, 20251 yr Author Also ich würde unter Freigaben fortlaufende Freigaben erstellen. Filme 1, Filme 2 etc. Und bei den Freigaben kannst Du dann angeben welche Festplatten aus dem Array angesprochen werden sollen. Bei Freigabe Filme 1 gebe ich dann eben an Disk 1. Und in Jellyfin sage ich dann bein Fimdatenbank besteht aus Ordner Filme 1, Filme 2 etc. Das sollte eigentlich so gehen. Und mal unabhängig davon mache ich ein Backup der einzelnen Freigaben. Und so bin ich immer im Bilde was ich zurücksichern muss falls die Paritätsplatte mal spinnt. Ist vielleicht etwas auwändig ...aber so fühle ich mich sicherer. Und theorethischerweise könnte das auch ohne Parität laufen. Brauch ja schließlich keinen ständig verfügbaren Server.
April 1, 20251 yr Community Expert Ja klar geht das. Ist dann quasi dasselbe als würdest Du n Laufwerke in einen Windows-PC einbauen und einzeln freigeben 🤷♂️ (vielleicht ist das Thema disc-shares dann interessant für Dich?) Das Schöne an einem Plattenverbund ist ja aber, dass man im Idealfall durch automatisches, intelligentes Aufteilen der Dateien weniger Platz verschenkt und sich keine Gedanken darum machen muss, wo man die nächste 70GB UHD denn nun hinschiebt, wo in welchem Share (bzw. HDD) noch ausreichend Platz dafür ist? Aber ja, auf der anderen Seite ist das Thema Backup dann nicht ohne wie schon gesagt... musst Du wissen
April 2, 20251 yr Servus, grundsätzlich ist die Parity kein Ersatz für ein Backup. Da du jedoch ein Backup hast, hast du dir Grundlegend schon mal die richtigen Gedanken dazu gemacht. Betrachte die Parity in deinem Falls als zusätzlichen Luxus. Die Gründe wurden schon genannt, daher nur zusammenfassend: Auch bei Ausfalls einer durch die Parity abgedeckten Festplatte bleiben alle Daten verfügbar. Du hast also keine längere Downtime durch den Austausch der Festplatte und dem zurück sichern Unraid weiß, welche Daten auf welcher Festplatte liegen. Also für dich ein "run and forget" System. Fällt eine Platte aus und wird ersetzt, stellt Unraid aus der Parity die fehlenden Daten der defekten Festplatte ohne dein zu tun wieder her. Du muss also nicht selber prüfen, welche Daten wo liegen und welche nun wieder aus einem Backup wiederhergestellt werden müssen. Genauso wenig muss du dir dadurch komplexe Backup Strategien überlegen, damit du selbst den Durchblick nicht verlierst. Selbst wenn ein Restore aus einem Backup schneller sein sollte als ein Rebuild aus der Parity, würde für mich immer der Rebuild der klare Gewinner sein, da ich mich um nichts weiter kümmern muss und auch während des Rebuilds auf alle Daten zugreifen kann. Work smart, not hard. Dein System kann die Daten effektiv selbst verwalten. Lass deine Kiste für dich arbeiten und nicht anders herum. Wenn man Backups hat (welche man immer haben sollte!), braucht es nicht zwingend eine Parity zu haben. Wenn man auf die obigen Vorteile verzichten kann und dafür entweder eine weitere Festplatte einsparen kann oder mehr Speicher haben kann, braucht es keine Parity. Aber das musst du für dich abwägen. Noch ein paar zusätzliche Tipps: 36 Stunden für einen Parity Check oder Rebuild sind definitiv zu lang. Wenn Parity weiter genutzt werden soll, dann bei den Parity Disks darauf achten, dass diese CMR Platten sind und keine SMR. Datendisk können alternativ SMR sein, wenn man etwas Geld sparen möchte. Wird SATA 3 6 Gb/s genutzt? Evtl. SATA Karten mit Multiplizierer verbaut? Für deine Appdata solltest du wirklich eine SSD im XFS Pool nehmen. SATA SSD reicht dicke, muss also keine NVME sein. Willst du Redundanz, nimm zwei SSDs im btrfs oder ZFS Pool (RAID1). Dadurch werden deine Docker deutlich performanter und deine Festplatten im Array können sich abschalten. Liegt Appdata im Array, hast du nämlich ständig Disk Aktivitäten und auch eine bescheidene Performance. Auch hier gilt dennoch: Backup fahren (CA Appdata Backup) Zusatztipp: Solltest du für dich entscheiden, auf die Parity verzichten zu können und auch keine SSD im System einbauen wollen, kannst du auch auf das Array komplett verzichten. Stattdessen könntest du alle Festplatten in einen Pool packen. Ob btrfs oder ZFS obliegt deiner jeweiligen Konfession. Entweder als RAID5 (Ausfallschutz/Redundanz) oder RAID0 (max. Speicher/Performance, jedoch kompletter Datenverlust bei Ausfall einer Platte). In beidem Varianten werden die Daten jedoch RAID typisch gestrippt, was zu einer besseren Performance führt als bei einzelnen Disks im Array, gerade wenn dein Appdata nicht auf eine SSD ausgelagert werden kann. Dennoch nochmal zum Abschluss, auch wenn du Backups hast: RAID/Parity =/= Backup (!!!) Edited April 2, 20251 yr by Gorosch
April 2, 20251 yr Author Also zunächst einmal ist dieser Thread ein Beweis dafür, dass es die richtige Entscheidung war bei Unraid zu bleiben. In zu kurzer Zeit so viele tolle und informative Antworten. Denn, das ist auch wichtig, insbesonders dann, wenn man nicht der Fachmann ist. Guter Support. Die Community hier ist Super ...da hätte ich mal viel früher nachschauen sollen. Danke!! Ihr habt meine Bedenken und Intentionen klar erkannt und mir Alternativen aufgezeigt. Wobei ich auch nach 10 Mal lesen das Thema Disk Shares noch nicht verstanden habe Mir ist auch bewusst, dass meine Vorgehensweise überflüssig ist. Aber die Filmsammlung ist das Ergebnis von 15 Jahren Arbeit. Da will ich auf Nummer Sicher gehen. Parity ist jetzt gekauft und Backup eh. Beim Defekt einer Festplatte würde ich die Parität arbeiten lassen. Aber wenn zwei Platten ausfallen? Mit einer Paritätsplatte kann nur eine Platte restored werden. Da wären wir beim Thema Platz und Anschlüsse. Ich habe ein Fractal Delfine r4 mit zusätz verbautem 3 fachen Hot Swap Gehäuse. Für die Parität habe ich eine 8 TB Platte. Das Array besteht aus 2x 4TB und 8x 3TB. Da die Anschlüsse vom bisherigen Mainboard nicht reichten habe ich im Laufe der Zeit zwei SATA Controller Syba SI-PEX40064 4 Port SATA III nachgerüstet. Wie kann ich erkennen ob das ein Controller mit Multipizierer ist? Ich habe noch zwei 128 Gb SSD liegen. Einen Pool hatte ich noch nicht...aber das macht offenbar Sinn. Wenn ich das richtig verstanden habe installiere Docker dann auf dem Pool. Nur mal interessehalber. Gibt es andere Gehäuse die Ihr empfehlen würdet? Und was für einen SATA Controller falls sich herausstellen sollte, dass meine Controller mit Multiplizierer versehen sind.
April 2, 20251 yr 2 hours ago, j_a_p said: Da wären wir beim Thema Platz und Anschlüsse. Ich habe ein Fractal Delfine r4 mit zusätz verbautem 3 fachen Hot Swap Gehäuse. Für die Parität habe ich eine 8 TB Platte. Das Array besteht aus 2x 4TB und 8x 3TB. Da die Anschlüsse vom bisherigen Mainboard nicht reichten habe ich im Laufe der Zeit zwei SATA Controller Syba SI-PEX40064 4 Port SATA III nachgerüstet. Wie kann ich erkennen ob das ein Controller mit Multipizierer ist? Du solltest langsam mal weg, von den "kleinen" Platten. Nimm lieber eine große Parity (ich hab 22TB) und dann noch eine große dazu, so 20 TB für die Daten. Dann hast du wieder genug Slots frei und wenn die 20 TB voll sinb nimm die nächste^^. 2 hours ago, j_a_p said: eim Defekt einer Festplatte würde ich die Parität arbeiten lassen. Aber wenn zwei Platten ausfallen? Mit einer Paritätsplatte kann nur eine Platte restored werden. Sobald eine Platte ausfällt, muss ne neue zügig rein, damit wieder eine ausfallen "darf" 2 hours ago, j_a_p said: Ich habe noch zwei 128 Gb SSD liegen. Einen Pool hatte ich noch nicht...aber das macht offenbar Sinn. Wenn ich das richtig verstanden habe installiere Docker dann auf dem Pool Richtig. Und nicht "Cache" nennen sondern Docker Disk oder so. 2 hours ago, j_a_p said: Nur mal interessehalber. Gibt es andere Gehäuse die Ihr empfehlen würdet? Und was für einen SATA Controller falls sich herausstellen sollte, dass meine Controller mit Multiplizierer versehen sind. ASM1166 (den nutze ich, musste ich flashen) mit geflashter Firmware wenn keine hohen C-States erreicht werden.
April 2, 20251 yr Community Expert 2 hours ago, j_a_p said: Beim Defekt einer Festplatte würde ich die Parität arbeiten lassen. Aber wenn zwei Platten ausfallen? Mit einer Paritätsplatte kann nur eine Platte restored werden. Wenn Du den Ausfall von 2 Datenträgern im Array abfangen willst, nimm 2 Paritätsdatenträger. Aber da Du ja auch ein geeignetes Backupkonzept haben solltest wäre damit sogar eine Totalausfall des Array abgedeckt. 2 hours ago, j_a_p said: Da wären wir beim Thema Platz und Anschlüsse. Ich habe ein Fractal Delfine r4 mit zusätz verbautem 3 fachen Hot Swap Gehäuse. Für die Parität habe ich eine 8 TB Platte. Das Array besteht aus 2x 4TB und 8x 3TB. Da die Anschlüsse vom bisherigen Mainboard nicht reichten habe ich im Laufe der Zeit zwei SATA Controller Syba SI-PEX40064 4 Port SATA III nachgerüstet. Wie kann ich erkennen ob das ein Controller mit Multipizierer ist? Bei der Karte sind keine SATA Multioplier drin. Aber es sind Marvell 88SE9215 mit PCIE 2.0 x1 Interface. Wie Du hier sehen kannst (PDF) beherrscht der Marvel 4x SATA nativ. Einen zuzsätzlichen Multiplier zu verbauen macht keinen Sinn. https://www.marvell.com/content/dam/marvell/en/public-collateral/storage/marvell-storage-88se92xx-product-brief-2012-04.pdf Aber der Marvel macht unter unraid sowieso eher keinen Sinn. (Leider habe ich noch nicht entdeckt, welches Mainboard Du nutzt und was darauf wie bestückt ist (=Hardwareinfo)) a) Wenn das Mainboard flotteres PCIe als 2.0 beherrscht und entsprechende Steckplätze frei hat, sind ASM1064 oder ASM1064 oder ASM1066 mit PCIe x1 (oder wenn sogar frei PCIe x4) eher zu empfehlen. PCIe 2.0 x1 = ca. 500MByte/s = 4x ca. 125MByte/s = bei Deinen kleinen und langsamen Festplatten gerade noch so unbemerkbar, aber bei neueren/flotteren Festplatten werden die dann schon ausgebremst, wenn bei einem Paritycheck/-Sync oder so alle Datenträger gleichzeitig ackern müssen. Und da Du ja den Ausfall bei einer WIederherstellung befürchtest, sollte man die Wiederherstellung zeitlich auch möglichst nicht durch zu langsame Kontroller ausbremsen. b) Na sagen wir mal: wenn Du die Marvel unter unraid verwenden willst: solltest Du wirklich ein gutes (mehrfach) Backupkonzept haben. Marvel SATA Kontroller unter unraiud sind gelinde gesagt "nicht wirklich eine Empfehlung" und krass ausgedrückt: in der Vergangenheit ziemlich oft als Problemursache erkannt worden. 2 hours ago, j_a_p said: Und was für einen SATA Controller falls sich herausstellen sollte, dass meine Controller mit Multiplizierer versehen sind. ASM1064 (mit neuer Firmware unter Windows geflasht), ASM1166 oder ASM1164 sind die Standardempfehlungen unter unraid. Edited April 2, 20251 yr by DataCollector
April 3, 20251 yr Author 10 hours ago, DataCollector said: (Leider habe ich noch nicht entdeckt, welches Mainboard Du nutzt und was darauf wie bestückt ist (=Hardwareinfo)) Also ich bin noch am schwanken. Ich habe die folgenden Systeme zur Auswahl. Wobei ich sagen muss. Dass eine System für Unraid und das andere System für einen Retrogaming PC (Dark Projekt etc.). Aber Priorität hat jetzt der Unraid-Server. Zum einen wäre da ein Asus Maximus VIII Ranger mit einer i56600k CPU und das andere System wäre ein Asrock Fatal1ty FM2A88X+ Killer mit einer FX8350 CPU. Beide Systeme sind jeweils mit 16 GB Speicher bestückt. Beide Boards haben nicht genug sata Anschlüsse. Wobei natürlich der Hinweis auf weniger, größere Festplatten zu gehen richtig ist. Das werde ich dann umsetzen wenn die Festplatten nach und nach getauscht werden müssen. Kostet ja auch ein wenig Geld. Habe inzwischen noch einige Deiner Posts gelesen und versuche mir die Anwort selbst zu geben. Das Asus System weil dort 3x PCIe 3.0 x1 verbaut sind. Richtig? Und dann ASM 1166. Edited April 3, 20251 yr by j_a_p
April 3, 20251 yr 1 hour ago, j_a_p said: Zum einen wäre da ein Asus Maximus VIII Ranger mit einer i56600k CPU und das andere System wäre ein Asrock Fatal1ty FM2A88X+ Killer mit einer FX8350 CPU. Beide Systeme sind jeweils mit 16 GB Speicher bestückt. Willst du auch mit Jellyfin Transcodieren? Und was für Codecs haben deine Filme?
April 3, 20251 yr On 3/25/2025 at 5:31 PM, j_a_p said: Was mir dabei aber aufgefallen ist. Das Wiederherstellen einer 4 TB Platte, auf der noch nichts gespeichert war, hat gut 1,5 Tage gedauert. ? Die Rekonstruktion einer 12(!) TB HDD dauert bei mir ca. 20 Stunden... da muß was defekt sein...
April 3, 20251 yr Author 4 hours ago, Timmey85 said: Willst du auch mit Jellyfin Transcodieren? Und was für Codecs haben deine Filme? Nö, transcodieren möchte ich nicht. Die Filme sind eine Mischung aus h.264 und h265 meist 1080p
April 3, 20251 yr Author 3 hours ago, Zonediver said: ? Die Rekonstruktion einer 12(!) TB HDD dauert bei mir ca. 20 Stunden... da muß was defekt sein... Ich vermute einfach ein falsche Konfiguration und alte Hardware
April 3, 20251 yr Community Expert 11 hours ago, j_a_p said: Zum einen wäre da ein Asus Maximus VIII Ranger mit einer i56600k CPU ASUS ROG Maximus VIII Ranger (90MB0LX0-M0EAY0) 3x PCIe 3.0 x16 (x16, x8, x4) 3x PCIe 3.0 x1 1x M.2/M-Key (PCIe 3.0 x4/SATA) Hier bieten sich ASM1064 (geflasht) oder ASM1164/1166 als PCIe x1 Variante an um die in die PCIe 3.0 x1 Slots zu stecken. 11 hours ago, j_a_p said: Asrock Fatal1ty FM2A88X+ Killer mit einer FX8350 CPU. ASRock Fatal1ty FM2A88X+ Killer (90-MXGT60-A0UAYZ) 1x PCIe 3.0 x16 1x PCIe 2.0 x16 (x4) 2x PCIe 2.0 x1 Unter Stromspargesichtspunkten ist das AMD Konstrukt nicht zu empfehlen. Leidedr eignen sich hier die PCIe Slots wegen PCIe 2.0 nur für die Hälfte der Transfergeschwindiglkeit udn somit nur für die Hälfte der Festplattenanzahl, wenn man sie gleichzeitig mit bis zu 250MByte/s nutzen will. Auch hier wären ASM1064 (geflasht) oder ASM1164/1166 als PCIe x1 Variante oder eine ASM1166 als PCIe x4 Variante (elektrisch nur x2) daas Mittel der Wahl. Keine Marvel SATA-Kontroller unter unraid!! 11 hours ago, j_a_p said: Habe inzwischen noch einige Deiner Posts gelesen und versuche mir die Anwort selbst zu geben. Das Asus System weil dort 3x PCIe 3.0 x1 verbaut sind. Richtig? Und dann ASM 1166. ASUS: ja. Kontroller: ASM1064 (geflasht) oder ASM1164/1166 als PCIe x1 Variante
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