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Gigabyte B760M DS3H DDR4 - Verschiedene Messungen & Werte

Featured Replies

  • Author
2 hours ago, JayDee73 said:

...wenn nur mit dem CA-Treiber 2.5G erreicht werden. Mangels 2.5G Switch kann ich das leider nicht testen. @DataCollector: Hättest du nen 2.5G Switch, um das zu verifizieren?

 

Ich frage mich, wie ich das verifizieren soll.

Der Dateitransfer von einem unraidsystem zu einem anderen unraidsystem ist aufgrund des Ramcaches immer ruckelig, weil unraid erst in den Ramcache speichert und danach auf den Datenträger.

 

Ich habe mal iperf3 laufen lassen:

 

Test 1: ASPM nicht aktiviert, kein Realtek Plugin installiert

Sender UR-Tessa (iperf3 clientmode) (10GbLan SFP+ MellanoxX3 PCIe Card) unraid 6.12.14
Receiver (iperf servermode) UR-Tester (2,5GbLan RJ45 Realtek Onboard) unraid 7.0.0-rc2 ASPM nicht gesetzt.
Switch 10GbLan Mikrotik SFP+ an China Switch mit 2,5GbLan

 

iperf-.png

 

 

Test 2: ASPM aktiviert, kein Realtek Plugin installiert

Sender UR-Tessa (iperf3 clientmode) (10GbLan SFP+ MellanoxX3 PCIe Card) unraid 6.12.14
Receiver (iperf servermode) UR-Tester (2,5GbLan RJ45 Realtek Onboard) unraid 7.0.0-rc2 ASPM (D: 03:00.0 R: 00:1c.2 M: 2) aktiviert.
Switch 10GbLan Mikrotik SFP+ an China Switch mit 2,5GbLan

 

iperfaspm.png

 

 

ASPM-enScreenshot 2024-12-27 124650.png

 

Aber iperf3 zeigt ja nur einen kurzen Test. Ob da irgendwann später Drops passieren ist da kaum zu sehen.

Da müßte man mal 10 Minuten Dauerfeuer machen.

Edited by DataCollector

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    DataCollector

    Da in einem anderen Beitrag wieder einmal die Frage nach sparsamen Mainboard mit 8x SATA Anschlüssen aufkam habe ich das mal mit meinem B760M nachgestellt.   Ich habe meine B760 Konfiguratio

  • Mit dem ASPM_SETTING=2 klappt das dann auch. Boah, was für eine Geburt. Alles wieder auf Ausgangszustand (NVMEs rein und alle Stecker dran) zurückgerüstet und sofort C10.

  • gut ... hätte sonst auch an meiner Ehre gekratzt

Posted Images

Ok, mit dem Stock-Treiber und Unraid 6.12.14 scheinst du also "normale" Übertragungsraten bei 2.5G zu erreichen (Langzeit außen vor gelassen). Wohingegen @Babavoss mit dem Stock-Treiber in Unraid 7 Beta seine Probleme hat. Insofern scheint seine Vermutung, dass da mit dem Stock-Treiber in Unraid 7 irgendwas nicht in Ordnung ist, ja möglicherweise plausibel.

 

Wäre natürlich jetzt interessant zu wissen, was andere User für Erfahrungswerte mit 2.5G/Unraid 7 Beta/Realtek-Stock-Treiber so haben.

  • Author
7 hours ago, JayDee73 said:

Ok, mit dem Stock-Treiber und Unraid 6.12.14 scheinst du also "normale" Übertragungsraten bei 2.5G zu erreichen

 

Sender UR-Tessa: unraid 6.12.14
Receiver UR-Tester unraid 7.0.0-rc2

 

7 hours ago, JayDee73 said:

Wohingegen @Babavoss mit dem Stock-Treiber in Unraid 7 Beta seine Probleme hat. Insofern scheint seine Vermutung, dass da mit dem Stock-Treiber in Unraid 7 irgendwas nicht in Ordnung ist, ja möglicherweise plausibel.

 

Du hast da eine Zeile bei mir anscheinet etwas zu schnell überflogen. Deshalb nochmal oben in Fett und unterstrichen.

Ich habe auf dem Testsystem noch unraid 7 laufen. als ich die iperf3 Tests gemacht und gescreenshottet habe.

Nur der Gegenpart lief noch unter unraid 6.x

 

Eigentlich hatte ich mich jetzt damit abgefunden das ich nicht beides bekomme ( gute C-States & vollen Netzwerkspeed ) aber dein Test belegt ja das es doch gehen muss.

Ich hab keine Ahnung was ich noch machen könnte aber werde am Ball bleiben, falls jemand noch ne Idee hat bin gerne bereit zu testen :D

2 hours ago, Babavoss said:

Eigentlich hatte ich mich jetzt damit abgefunden das ich nicht beides bekomme ( gute C-States & vollen Netzwerkspeed ) aber dein Test belegt ja das es doch gehen muss.

Ich hab keine Ahnung was ich noch machen könnte aber werde am Ball bleiben, falls jemand noch ne Idee hat bin gerne bereit zu testen :D

So'n paar Ideen hätte ich noch... ;-)

 

Datacollector hat ja mit Unraid7 als iperf-Receiver getestet. Hast du bei dir beide Richtungen getestet? Hintergrund: Ich hatte schon mal das Phänomen, dass eine Richtung normalen Speed hatte, die andere Richtung aber nicht. Grund war damals: Eine weitere, gesteckte PCI-Karte hat dafür gesorgt, dass die Anzahl an Lanes auf dem Bus damit voll war. Ergo: PCI-Karte gezogen, danach hatte ich vollen Speed mit der Onboard-NIC (die vermutlich an dem gleichen Kanal hing...).

 

Und im Thread für das Plugin gibt es vereinzelte Tipps, dass man bei Performance-Problemen mal ausprobieren sollte: EEE off, RX/TX-Parameter/Werte anpassen und für 2.5G sollte auch FlowControl aktiviert sein. Auch das könntest du mal testen. War zwar hier auf die Treiber vom Plugin gemünzt, aber könnte natürlich genauso gut auch für den Stock-Treiber gelten. Was man halt so aus Verzweifelung ausprobiert... :)

  • Author
2 hours ago, JayDee73 said:

Datacollector hat ja mit Unraid7 als iperf-Receiver getestet. Hast du bei dir beide Richtungen getestet?

 

Okay, der Vollständigkeit halber auch nochmal in die andere Richtung:

 

Test 3: ASPM aktiviert, kein Realtek Plugin installiert

Receiver UR-Tessa (iperf3 Servermode) (10GbLan SFP+ MellanoxX3 PCIe Card) unraid 6.12.14
Sender (iperf clientmode) UR-Tester (2,5GbLan RJ45 Realtek Onboard) unraid 7.0.0-rc2 ASPM (D: 03:00.0 R: 00:1c.2 M: 2) aktiviert.
Switch 10GbLan Mikrotik SFP+ an China Switch mit 2,5GbLan

 

Aber wie schon geschrieben: iperf3 ist eine sehr kurze Momentaufnahme.

Bei Langzeittransfers echter Dateien gibt es aufgrund des Systemes wie unraid mit Ramchache zwischenpuffert und dann erst schreibt immer Pausen.

 

iperf3--Screenshot 2024-12-28 122550.jpg

AASSPPMM--.png

 

 

Ich habe es mal weiter getrieben:

Ich habe mal auf dem  B760M DS3H DDR4 meine Samsung 970 Evo Plus 2TB als Pool (xfs) erstellt und per SMB share freigegeben.

 

Sender: UR-Tessa (Gigabyte W480 VISION W 10GbLan SFP+ MellanoxX3 PCIe Card) unraid 6.12.14

Empfänger: UR-Benchtable (B760M DS3H DDR4 2,5GbLan RJ45 Realtek Onboard) unraid 7.0.0-rc2 ASPM (D: 03:00.0 R: 00:1c.2 M: 2).

Ein paar hundert GB per Docker krusader (läuft auf dem W480 Sender) von einem SSD Pool des W480 über Lan zu dem B760M in den SSD Share geschrieben.

Man sieht leichte Einbrüche, aber grundlegend funktioniert der Transfer mit voller Geschwindigkeit.

 

EDIT: ich habe die Messung mal etwas länger laufen lassen (rund 5 Minuten) und deshalb Bild ausgetauscht!

Links: Sender W480                                    Rechts Empfänger B760M

Test1-alles.jpg

 

 

Und nur, damit es vollständig ist hier auch nochmal anders herum.

Mit dem selben krusader Docker (auf W480) habe ich Quelle und Ziel vertauscht und habe auch da (fast) konstant hohe Geschwindigkeit über Minuten:

Links: Empfänger W480                                    Rechts Sender B760M

alles.jpg

Edited by DataCollector
Weitere Messungen nun rund 5 Minuten in beide Richtungen

30 minutes ago, JayDee73 said:

Hast du bei dir beide Richtungen getestet?

Ja, die Probleme habe ich nur wenn Unraid im Server Mode ist. Ich Teste das mit meinem Macstudio.

 

31 minutes ago, JayDee73 said:

Grund war damals: Eine weitere, gesteckte PCI-Karte hat dafür gesorgt, dass die Anzahl an Lanes auf dem Bus damit voll war

Habe keine Pcie Karten angeschlossen.

 

32 minutes ago, JayDee73 said:

für 2.5G sollte auch FlowControl aktiviert sein

Hab Flow Control am Unifi Switch mal aktiviert, scheint momentan damit zu funktionieren. 

Werde es weiter beobachten, vielleicht war das ja tatsächlich der endscheidene "klick"

On 12/28/2024 at 11:52 AM, JayDee73 said:

und für 2.5G sollte auch FlowControl aktiviert sein

Also das war wirklich der Entscheidene Tipp, danke nochmal.

Im Idle bin ich jetzt bei 14/15W ( C8 ) und die Netzwerkkarte zickt auch nicht mehr rum, sowohl mit iperf3 aks auch beim "realen" kopieren erreiche ich von Windows und Mac immer volle Geschwindigkeit.

Ich hab mal eben mein Corsair SF750 gegen ein BeQuiet Pure Power 11 FM 550W B341 (auch interessant, bei denen stand B317, geliefert wurde laut Verpackung ein B341 - auch gut?) getauscht. Mit dem Corsair hab ich locker C10 erreicht, jetzt komme ich nur auf C3.image.thumb.png.d79a997d4d5268b973e42235f4b090ba.png

 

image.png.b45cfb720a0aa4f6911045e2e4e1fabe.png

Edited by JohnDoe777

  • Author
23 minutes ago, JohnDoe777 said:

Ich hab mal eben mein Corsair SF750 gegen ein BeQuiet Pure Power 11 FM 550W B341 (auch interessant, bei denen stand B317, geliefert wurde laut Verpackung ein B341 - auch gut?) getauscht.

 

Das fragliche Netzteil be quiet! Pure Power 11 FM 550W ATX 2.52 hat die Typenbezeichnung: "BN317"

Der ebenfalls gute Nachfolger be quiet! Pure Power 12 M 550W ATX 3.0 hat die Typenbezeichnung: "BN341"

Was Du da hast, kann ich nicht nachvollziehen, weil da alles irgendwie gemischt und ggf. nicht vollständig zu sein scheint.

Vielleicht hilft ein Blick/Foto von der Typenbezeichnung auf dem Netzteil selber.

 

23 minutes ago, JohnDoe777 said:

Mit dem Corsair hab ich locker C10 erreicht, jetzt komme ich nur auf C3.

 

Ein Netzteil alleine hat keinen Einfluß auf die C-States der CPU (wenn man von einem Totalausfall absieht und dann alles einfach "aus" ist).

Bei Deinem C10 zu C3 Unterschied muß etwas anderes im Spiel sein.

Ich vermute Du hast einfach nicht ca. 15 Minuten nach dem Booten gewartet, als Du nachgesehen hast und da war die CPU noch dabei sich zu beruhigen.

 

Ich frag mich gerade wo auf einmal die schlechten c states herkommen. Ich war auf C10, tausche das Corsair mit dem beQuiet Netzteil, hab auf einmal C3 (auch nach 2 Stunden warten und anschließend powertop --auto-tune), baue wieder das Corsair ein -> weiterhin C3. Es hat sich nichts geändert, keine neue Software, keine Updates, keine neue Hardware, gar nichts. Docker aus, VM aus, alle Platten im idle. Ich hab beim Einbau auch keine Kabel gezogen oder irgendwas an Hardware abgesteckt. Ich war bis vor wenigen Tagen auch ohne --auto-tune auf C6 und nach dem tune auf C10. Jetzt bleibts immer bei C3.

Edited by JohnDoe777

  • Author
1 hour ago, JohnDoe777 said:

Ich frag mich gerade wo auf einmal die schlechten c states herkommen. Ich war auf C10, tausche das Corsair mit dem beQuiet Netzteil, hab auf einmal C3 (auch nach 2 Stunden warten und anschließend powertop --auto-tune), baue wieder das Corsair ein -> weiterhin C3. Es hat sich nichts geändert, keine neue Software, keine Updates, keine neue Hardware, gar nichts. Docker aus, VM aus, alle Platten im idle. Ich hab beim Einbau auch keine Kabel gezogen oder irgendwas an Hardware abgesteckt. Ich war bis vor wenigen Tagen auch ohne --auto-tune auf C6 und nach dem tune auf C10. Jetzt bleibts immer bei C3.

 

Warst Du das nicht mit diesem komischen Script für die Set Befehle oder verwechsele ich da die Beiträge?

 

Wenn Du es warst, vielleicht hast Du irgendetwas umgesteckt und das Script oder die Set Befehle laufen nun auf falsche Adressen?

 

Ansonsten fällt mir da gerade nichts ein.

 

1 hour ago, DataCollector said:

Warst Du das nicht mit diesem komischen Script für die Set Befehle oder verwechsele ich da die Beiträge?

Das war ich nicht. Ich hab lediglich "powertop --auto-tune &>/dev/null" mit userscripts im Autostart und die ASPM Einstellungen mache ich mit dem ASPM Helper.

 

Aber interessant, die Angaben im ASPM Helper weichen von denen ab, die ich selber mittels lspci -vv | awk '/ASPM/{print $0}' RS= | grep --color -P '(^[a-z0-9:.]+|ASPM ) abgerufen habe. Der 04:00.0 Ethernet controller  und die 00:1c.2 PCI bridge sind disabled. Wie kann das sein?

 

00:1c.2 PCI bridge: Intel Corporation Raptor Point-S PCH - PCI Express Root Port 3 (rev 11) (prog-if 00 [Normal decode])
        LnkCap:    Port #3, Speed 8GT/s, Width x1, ASPM L1, Exit Latency L1 <64us
        LnkCtl:    ASPM Disabled; RCB 64 bytes, Disabled- CommClk+

 

04:00.0 Ethernet controller: Realtek Semiconductor Co., Ltd. RTL8125 2.5GbE Controller (rev 05)
        LnkCap:    Port #0, Speed 5GT/s, Width x1, ASPM L0s L1, Exit Latency L0s unlimited, L1 <64us
        LnkCtl:    ASPM Disabled; RCB 64 bytes, Disabled- CommClk+

 

 

Edit: obwohl ne, war nur im falschen Reiter. "ASPM CURRENT" scheint es korrekt anzuzeigen: alles enabled und L1.

 

Edit 2: Ich hab das Intel GPU TOP Plugin und die RTL8125 Treiber deinstalliert, neugestartet und jetzt bin ich bereits kurz nach dem booten wieder im C10. Einer der beiden war der Übeltäter. Auch wenn ich keine Ahnung hab, wieso es auf einmal solche Probleme macht.

 

Edit 3: Es riecht nach dem RTL8125 Treiber.

 

Screenshot 2025-01-05 000807.pngScreenshot2025-01-05001308.thumb.png.24205c0176cfea0ff26e8851aa7c624e.png

 

 

Edited by JohnDoe777

2 hours ago, JohnDoe777 said:

Es hat sich nichts geändert, keine neue Software, keine Updates, keine neue Hardware, gar nichts.

Also war der RTL8125 Treiber vorher auch schon installiert? Mit dem geht eigentlich nicht mehr als C3

4 hours ago, JohnDoe777 said:

Edit: obwohl ne, war nur im falschen Reiter. "ASPM CURRENT" scheint es korrekt anzuzeigen: alles enabled und L1.

 

genau, ich zeige den "boot" Zustand und den "IST" Zustand, das man sieht wie es normal aussieht und danach ... Helper ;)

 

4 hours ago, JohnDoe777 said:

und die RTL8125 Treiber deinstalliert, neugestartet und jetzt bin ich bereits kurz nach dem booten wieder im C10. Einer der beiden war der Übeltäter. Auch wenn ich keine Ahnung hab, wieso es auf einmal solche Probleme macht.

 

Edit 3: Es riecht nach dem RTL8125 Treiber.

 

naja, das steht bereits 100+ mal in allen Threads ... mit Treiber sind keine hohen c States zu erwarten ... 

 

und wie @Babavoss anmerkte dürfte es damit nie funktioniert haben ;)

16 hours ago, Babavoss said:

Also war der RTL8125 Treiber vorher auch schon installiert? Mit dem geht eigentlich nicht mehr als C3

Jetzt muss ich mal eine Frage stellen, wie bekommt man den mit der NIC 2,5G und C8-10? Gar nicht?

 

Häufig liest man ohne den Treiber nur von ca. 1G Connection.

9 minutes ago, Timmey85 said:

Jetzt muss ich mal eine Frage stellen, wie bekommt man den mit der NIC 2,5G und C8-10? Gar nicht?

 

Häufig liest man ohne den Treiber nur von ca. 1G Connection.

Wenn ich das richtig mitbekommen habe, hat @Babavoss mit dem Stock-Treiber auch 2.5G hinbekommen.

24 minutes ago, DataCollector said:

Wie ich oben (siehe Link) schon bewies: das ist eigentlich kein Problem

Ja hatte ich auch schon gesehen. Mich haben nur diese ganzen Aussagen irgendwie irritiert.^^

 

Vielen Dank

1 hour ago, JayDee73 said:

Wenn ich das richtig mitbekommen habe, hat @Babavoss mit dem Stock-Treiber auch 2.5G hinbekommen.

Richtig, meistens hänge ich in C8. Kurioser weise wenn eine 3,5“HDD mitläuft gehts in C10

  • Author

Auf ein Neues.

 

Es steht erneut die Aussage im Raum, daß die Beschaltung der von der CPU versorgten PCIe Lanes die C-States generell negativ beeinflussen kann.
Ich dachte, ich hätte das im ersten Beitrag in diesem Diskussionsfaden schon widerlegt, aber ich prüfe es gerne noch einmal.
Siehe auch Messungen 2+3, 4+5 oder 6+7 in:
https://forums.unraid.net/topic/156160-gigabyte-b760m-ds3h-ddr4-verschiedene-messungen-werte/
und auch
https://forums.unraid.net/topic/156160-gigabyte-b760m-ds3h-ddr4-verschiedene-messungen-werte/page/6/#findComment-1502173

 

 

Hardware und Beschaltung:
- Gigabyte B760M DS3H DDR4 (BIOS/UEFI: 2024-09-27 F19)
!! (Beachte ich habe aus Stromspargründen im BIOS die CPU und PCH Geschwindigkeit auf PCIE 3.0 reduziert! Somit laufen auch die später eingesteckten Komponenten (auch die NVME SSDs) mit PCIE 3.0) !!
- Intel I3-12100 boxed (incl. Intel boxed CPU Kühler)
- 2x 16GB DDR4-3200 Mushkin Essentials (MES4U320NF16)
- kein SATA
- interne Netzwerkkarte (Realtek RTL8125BG) 2,5GBLan Link aktiv
- PCIe 4.0 x16: China Adapter PCIe x4 auf M.2 (mit einer dauerhaft gün leuchtenden LED) + Lexar NM790 4TB NVMe
- M.2 NVME Slot neben CPU: Samsung 970 Evo Plus 2TB NVMe
- 1. PCIe 3.0 x1: leer
- 2. PCIe 3.0 x1: leer
- M.2 NVME Slot (Chipsatz) am Ende des Mainboard:  Samsung 970 Evo Plus 2TB NVMe
- Leicke 156W ULL 12V
- Inter-Tech Mini-ITX PSU 160W, Wandlerplatine (88882188) 12V Input
- USB Bootstick: Transcend Jetflash 600 32GB
- USB 2.0 Kabelpeitsche: USB_SanDisk_3.2 Gen1 32GB als einzige Disk im Array (weil sich unraid 6.x sowieso ja nur mit Array vollständig nutzen läßt).

 

Array mit Autostart, damit es immer gleich ist und ich nach einem Reboot für die Tests nicht erst ins WebGUI zum Starten gehen muß.

Unraid hat alle Systemshares automatisch auf die USB Stick gelegt (weil ich ja keinen Pool/Cache-SSD eingebunden habe) und damit den USB Stick schon mit 28GB von den vorhandenen nominal 32GB belegt.
 

Software:
unraid 6.12.4 stable (weil ich wieder einmal keine Lust habe mich nur für diese Tests mit manuellen ASPM Einstellungen rumzuschlagen.)

Community App
Nerd Tools + powertop-2.15-x86_64-1_nerdtools.txz
Dynamix Cache Dirs
Dynamix File Manager
Dynamix System Temperature
Unassigned Devices
Unassigned Devices Plus
Unassigned Devices Preclear

KEINE weiteren Plugins installiert!
 

im Go File: powertop --auto-tune
alle tunables stehen auf "Good"
 

WebGUI und Terminal geschlossen,
idle,
der Bildschirmschoner hat den angeschlossenen HDMI Ausgang schwarz geschaltet

Messungen wieder mit AVM DECT200 Funksteckdose. 

 

Wie man auf beiliegendem Bild sehen kann,
- die AVM Steckdose zeigt mit diesen 3 NVMe SSD in dem Aufbau einen minimalen Verbrauch von 10,72 Watt
- die C-States erreichen hier nur noch C6.
  Da ich in vorherigen Tests (siehe verlinken oben) mit nur 1 NVMe SSD C10 erreiche (egal ob in CPU oder B760 M.2 Steckplatz) und da bei ca. 10W liege macht C6 zu C10 kaum einen Unterschied in der Gesamtleistung aus.
- sudo lspci -vv | awk '/ASPM/{print $0}' RS= | grep --color -P '(^[a-z0-9:.]+|ASPM |Disabled;|Enabled;)'
  ist auch zu sehen.

 


Nur zur Klarheit: Es sind hier 3 NVME SSD gleichzeitig verbaut (und ein PCIe Adapter mit permanent leuchtender LED)!

Dennoch liegt der Gesamtsystemverbrauch fast identisch auf wie bei vorherigen Messungen mit nur 1 NVME SSD = minimal über den ca. 10W
(Ein vielleicht erkennbarerer Unterschied ist zum Teil auch in der Meßtoleranz begründet.)

 

 zwei SSD davon sind direkt an die CPU angebunden (eine im M.2 Slot, eine im PCIe x16 Slot)
 eine SSD ist direkt am B760 Chipsatz angebunden (im M.2 Slot)


Und dennoch kommt das System in niedrige C-States (hier C6).

 

Zu der Aussage, daß die einfache Belegung der CPU Lanes die C-States beeinflussen kann:

 

Mit nur der Belegung der M.2 Lanes an der CPU war kein Unterschied der C-States zu erkennnen (siehe oben verlinkte Beiträge).

 

Die Belegung der PCIe Lanes im PCIE x16 Slot hingegen hat etwas beinflusst, aber der Unterschied C6 zu C10 wirkt sich energetisch nicht wirklich aus. Das System liegt idle in beiden Messungen (vorheriger Beitrag und auch hier) bei rund 10W.

 

Ja, es ist so, daß ein anderes PCIe Gerät die CPU wacher hält (nur noch C3 oder gar C2), aber die Aussage, daß die Benutzung der PCIe Lanes den Verbrauch mehr erhöht, als die Lanes am Chipsatz sehe ich nicht als bestätigt an.
Es kommt somit immer auf das individuelle PCIe Gerät/Steckkarte an, ob es da die CPU tief schlafen läßt oder doch zu oft anstubst und ob und in wie weit sich das auf den Energiebedarf dieses Mainboards auswirkt.
 

all.jpg

  • 1 month later...

Hallo, ich würde mich gerne dieser spannenden Diskusion mit meinen Fragen anschließen.
Ich habe das selbe Mainboard wie der Thread erstelle, habe auch seine Bios Einstellungen übernommen und benutze PowerTop.
Komme nur dann in den C10 wenn ich diese Einträge wie im Bild übernehme. Nur verstehe ich nicht ganz was ich hier eigentlich einstelle, geht es hier um die PCIe Steckplätze ?

Ich merke das meine CPU immer wieder starke Spikes hat, wenn ich gewisse Container abschalte dann komme ich zwischen 8-12W.
Wenn ich alle nötigen Container am laufen habe liege ich bis zu 14W. Gibt es hier noch möglichkeiten das ganze besser zu optimieren ?

LG

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  • Author
5 hours ago, Messiahs said:

Komme nur dann in den C10 wenn ich diese Einträge wie im Bild übernehme. Nur verstehe ich nicht ganz was ich hier eigentlich einstelle, geht es hier um die PCIe Steckplätze ?

 

 

Mal ganz grob und vereinfacht:

Also grundlegend geht es ja darum der CPU zu ermöglichen möglichst tiefe Schlafzustände (C10) zu erreichen.

Dazu muß jede Komponente (egal ob nun auf dem Mainboard fest aufgelötet oder in einen Slot reingesteckt) korrekt mitspielen.

 

Seit PCIe erfunden wurde war klar, daß diese entweder direkt von der CPU versorgt oder über einen Chipsatz/Switch gesteuert/bedient werden.

Da PCIe Komponenten also eine weitgehend direkte Verbindung zur CPU haben, kann diese bei Benutzung (oder wenn die Komponente selber etwas tun soll) die CPU wach halten.

Das ist richtig, wenn eben wirklich Arbeit anliegt.

Aber leider sind Komponenten aufgefallen, die gar nichts oder wenig tun und dennoch die CPU wacher halten als erforderlich (C2 oder C3 oder so).

Nun haben findige Leute herausgefunden, daß viele dieser Komponenten einfach nicht korrekt eingestellt sind (Konstruktionsfehler/Firmwarefehler/bewusst dagegen entscheiden).

Mit dem ASPM Helper Tool kann man herausfinden welche Komponente für welchen Schlafzustand eingestellt ist (oder eben nicht) und durch die Einstellungen kann man der jeweiligen Komponente versuchen vorzugeben, daß sie bei "Langeweile" auch tiefere Schlafzustände einnehmen kann um der CPU das auch zu ermöglichen.

 

Oft sind es aufgelötete realtek LAN Chips, denen dahingehend auf die Sprünge geholfen wird.

Somit wird nicht einer Schnittsllenkarte/PCIe Slot etwas vorgegeben, sondern einer aufgelöteten Komponente und deren Verbindung/Bridge zur CPU.

 

Aber ja, auch eine eingsteckte PCIe Karte oder gar eine NVMe SSD im M.2 Slot kann hier negativen Einfluß auf die CPU nehmen (WD NVM SSD) und man kann versuchen auch hier etwas zu helfen.

 

Die ganze Sache hat aber (mindestens) zwei Haken!

 

1. Das ist experimentell. Man kann als im Voraus nicht sagen ob das problemlos funktioniert oder sich dann andere Probleme zeigen. Falls man feststellt, daß die Komponente dann auf einmal nicht mehr wie gewünscht funktioniert, muß man diese eben bei Powertop oder den Set Befehlen, die durch den ASPM Helper vereinfacht genutzt werden ausklammern oder mit den Einschränkungen leben.

 

2. Die Adressen der Komponenten werden dynamisch vergeben. Solange die Hardware immer identisch ist, verschieben die sich die Adressen nicht. Sobald man aber beispielsweise eine PCIe Steckkarte in das System neu dazu steckt, kann es sein, daß die bisher unter Adresse xxxxx gefundene Komponente nun auf einmal die Adresse yyyyyy hat und der Befehl dann die falsche Komponente anspricht.

Vor einem Hardwareumbau also besser die Set/ASPM-Befehle entfernen.

 

 

5 hours ago, Messiahs said:

Ich merke das meine CPU immer wieder starke Spikes hat,

 

Die Spikes können von Plugins oder Anwendungen (Docker/VM) stammen. Oft werden diese beobachtet wenn man Dynamix Cache Directories verwendet.

Hier muß man sich dann entscheiden: will man kurze CPU Spikes haben oder will man lieber, daß eine Festplatte mit ihren 10-30W Anlauf das System belastet. Mir sind die Spikes lieber, weil ich mir einrede, daß die auch im 24/7 Betrieb weniger Energie benötigen, als wenn meine bis zu 26 Festplatten anlaufen um eine Datei im Array zu finden und dann erst 15 Minuten später wieder ins Bett gehen.

 

5 hours ago, Messiahs said:

wenn ich gewisse Container abschalte dann komme ich zwischen 8-12W.

 

Je nachdem, was noch im System ist, finde ich die Werte schon wirklich gut.

 

5 hours ago, Messiahs said:

Wenn ich alle nötigen Container am laufen habe liege ich bis zu 14W. Gibt es hier noch möglichkeiten das ganze besser zu optimieren ?

 

PC abschalten spart am meisten.

Mit einem S1700 Board wird es schwierig bei Arbeitslast noch weiter runter zu kommen.

Da "Arbeitslast" sehr individuell von den Anwendungen. der Benutzung, und den Komponenten abhängt ist dahingehend ein Vergleich schwer. Aus dem Grund wird in aller Regel idle (nackt/oder mit einer SSD) gemessen und verglichen, weil das eben bei jeder Person am einfachsten zu erreichen und vergleichen ist. Sobald Last anliegt variiert es zu sehr.

 

Wenn Dir das zuviel ist, schau Die ein N100 Board an und verwende so wenig und so stark optimierte Hardware wie möglich.

Edited by DataCollector
Typos

Richtig super erklärt, danke ! Besteht die Möglichkeit einen Container auch in eine Art schlaf zu versetzen und dieser erst dann cpu verbraucht wenn er benötigt wird? 

Dann frage ich mich was ich im ASPM Helper hier wirklich eingestellt habe, den  ich habe diese Werte einfach übernommen .... oO

  • Author
3 hours ago, Messiahs said:

Richtig super erklärt, danke ! Besteht die Möglichkeit einen Container auch in eine Art schlaf zu versetzen und dieser erst dann cpu verbraucht wenn er benötigt wird? 

 

Es hängt vom Container ab, was er tut und wie stark der die CPU belastet.

Docker Container sind da schon viel sparsamer als beispielsweise VM.

Wenn der Container/Anwendung läuft schluckt sie eben CPU Leistung/versursacht Last. Wenn man das nicht will: Container stoppen.

Ich glaube man kann DockerContainer/Anwendungen auch per Terminalbefehl/Script stoppen. Aber die dazugehörenden Terminal/Scriptbefehle habe ich jetzt nicht parat.

 

3 hours ago, Messiahs said:

Dann frage ich mich was ich im ASPM Helper hier wirklich eingestellt habe, den  ich habe diese Werte einfach übernommen .... oO

 

Tja, da Du bei deinem Screenshot die Devices unten weggeschnitten hast, kann man das nicht wissen.

Bei den anderen Reitern im ASPM Helper Tool kann man sogar die Namen sehen.

Mach mal einen Screenshot von "ASPM Current" und zeige ihn uns.

Die Devices mit den Adressen

01:00.0
03:00.0

hast Du eingestellt.

Ich vermute, das sind die Intel Bride und die daran hängende realtek LAN Funktion.

 

Edited by DataCollector
Typos

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